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Teil 1 - Allgemeines zum Islam Teil 2 - Mohammeds Feldzüge Teil 1 - Allgemeines zum Islam Top Inhaltsverzeichnis Einleitung Einige bedenkliche Koranverse Wie stand der Prophet Mohammed zur Gewalt? Mohammed wird vertragsbrüchig Die islamische Expansion Mohammed und seine Auftragsmorde Frauen im Islam Ein Wort zur Verschleierung Sexsklavinnen im Islam Die Intoleranz des Islam gegenüber anderen Religionen Die islamische Unfähigkeit zur Selbstkritik Das internationale Komitee gegen Steinigungen Ehrenmorde - Frauen bei lebendigem Leib begraben Schutzgelderpressung Mina Ahadi Podcast (Radiosendung) Videos zum Thema Islam und Integration Die Faschisten des 21. Jahrhunderts Die Scharia, das islamische Rechtssystem Ralph Giordano: „Nicht die Migration, der Islam ist das Problem“ - (Video) Hartmut Krauss: „Islamische Herrschaftskultur“ - (Video) - ab 1:07 Thomas Maul: „Die kopftuchfreie Schule“ - (Video) - (40:30-1:04) 99,9 Prozent „friedliebende Muslime“? 42% der Türkinnen leiden unter Gewalt Afghanistan: Flucht ins Feuer War Mohammed krank? Ist die Integration gescheitert? Videos zum Islam und zur Integration Videos zum Thema Ehrenmord Hartmut Krauss: Islamische Herrschaftskultur Ist Islamkritik Islamophobie (Islamfeindlichkeit)? Sind die Taliban keine Moslems? Lenin, Karl Marx und der Islam Sind die Islamisten die Faschisten des 21. Jahrhunderts? Beschneidung ist Genitalverstümmelung Teil 2 - Mohammeds Feldzüge Top Inhaltsverzeichnis Vorwort 622 Situation vor den Feldzügen Übersicht über die Feldzüge Mohammeds 623 Die ersten vier Feldzüge Wirtschaftliche Gründe für Razzien (Feldzügen) Irdische Beute und Lohn im Jenseits Ein Fünftel oder die ganze Beute für Mohammed Kriegsgefangene, Sklaven und Schutzgelderpressung 624 Die Nahla-Expedition Fitna, die Versuchung zum Unglauben Apostasie, der Abfall vom moslemischen Glauben Ungläubige und Apostaten (vom Glauben abgefallene Moslems) Die Schlacht bei Badr Die Schlacht bei Badr (Konzelmann) Die Schlacht bei Badr (Ibn Ishaq) Die Vertreibung der Banu Qainuqa Die Vertreibung des Banu Qainuqa (Konzelmann) Die Geschichte des Spötters Kab Ibn Al'aschraf Mohammeds Auftragsmorde 625 Die Schlacht am Berge Uhud Der Lohn für den Märtyrertod am Berge Uhud Verstümmelungen in der Schlacht von Uhut Die Mission bei den Beduinen 626 Die Vertreibung der Banu Nadir Feldzug nach Dhat Ar-Riqa Der zweite Feldzug nach Badr 627 Die Grabenschlacht Die Hinrichtung der Banu Quraiza Die Ermordung Abu Rafi Sallam's 628 Der Überfall auf die Banu Mustaliq Der Überfall auf die Banu Mustalic bei Al-Bukhari Die Vergewaltigung der Frauen der Banu Mustaliq Der Feldzug nach Mekka 629 Der Feldzug nach Chaibar Die vollzogene Pilgerfahrt nach Mekka 630 Erster Feldzug gegen Byzanz Die Eroberung Mekkas Die Eroberung Mekkas (Ibn Ishaq) Die Schlacht bei Hunain Die Schlacht bei Hunain (Ibn Ishaq) Der Feldzug nach Taif Die Verteilung der Beute der Hawazin 631 Der 2. Feldzug gegen Byzanz Die Thaqif konvertieren zum Islam
Teil 1 - Allgemeines zum Islam Einleitung Top Ich habe in letzter Zeit
mehrfach mit Moslems diskutiert. Es waren überwiegend
gläubige Moslems, die täglich beten und in die Moschee gehen.
In diesen Diskussionen wurde behauptet, dass Mohammed ein Mensch
gewesen sei, der voller Liebe und Güte gewesen sei und der
niemandem ein Leid zugefügt habe. Weiter wurde behauptet, dass der
Islam nicht mittels Gewalt verbreitet worden sei, denn niemand
würde eine Religion annehmen, die ihm von irgendjemandem
aufgezwungen würde. Da ich nicht genau wusste, ob diese Aussagen
der Wahrheit entsprechen, habe ich ein wenig im Internet recherchiert.
Dabei kam heraus, dass Mohammed keineswegs ein friedlicher Mensch war, sondern sich dadurch auszeichnete, dass er Karawanen überfiel, um sich an ihrem Besitz zu bereichern, dass er etwa 500 bis 900 Männer des jüdischen Stammes der Quraiza aus Medina, die ihm bei der Verteidigung gegen die angreifenden Mekkaner nicht treu genug ergeben waren, enthaupten ließ und ihre Frauen und Kinder als Sklaven verkaufte. Mohammed zeichnete sich auch dadurch aus, dass er Kritiker, die sich in Spottversersen über ihn lustig machten, hinrichten ließ, dass er jüdische und arabische Stämme überfiel, um sie zu islamisieren und einen Feldzug gegen Byzanz anführte, der allerdings scheiterte. Schaut man sich dann die Verbreitung des Islam nach dem Tode von Mohammed an, so war es keineswegs eine friedliche Verbreitung des Islams, sondern eine Islamisierung die mit dem Schwert durchgeführt würde. Dabei überfielen muslimische Truppen Nordafrika, Persien, Iran, Ägypten, Spanien, Portugal, Frankreich, die Türkei, Indien, China, etc. Bei meinen Recherchen stieß ich auch auf Suren des Korans, die zur Gewalt gegen Andersgläubige und gegen abtrüninge Moslems aufrufen oder die man als frauenfeindlich bezeichnen kann. Auch die grausamen Strafen, die im Koran z.B. für den Diebstahl angedroht werden, kann man nur als unmenschlich betrachten. So wird in der Sure 5,38 gesagt, dass man dem Dieb bzw. der Diebin die Hände abschneiden soll. Wer dann immer noch meint, der Koran dürfe nicht verändert werden, weil er Mohammed direkt von Gott (durch den Erzengel Gabriel) übermittelt worden sei, der toleriert damit sowohl die Gewalt gegen Andersgläubige, die Frauendiskriminierung und die grausamen Strafen, die der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr angemessen sind. Spricht man mit Moslems, so verneinen sie strikt, dass es solche Suren im Koran überhaupt gibt. Mir scheint, viele Moslems kennen den Koran offensichtlich nicht so genau, obwohl sie täglich beten und in die Moschee gehen und sie sind scheinbar mit der islamischen Geschichte nicht so gut vertraut. Darum möchte ich auf dieser Seite das Ergebnis meiner Recherchen veröffentlichen, damit sie als Grundlage für einen sachliche und fruchtbare Diskussion dienen können. Einige bedenkliche Koranverse Top Aufrufe zur Gewalt gegen Ungläubige: Sure
2,191: Und tötet
sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und
vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die
Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und
kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort
gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann
tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.
In der Koranübersetzung des deutschen Orientalisten Max Henning (Reclam, Stuttgart, 2002), die als genaueste verfügbare deutsche Übersetzung gilt, lautet die Sure wie folgt: Sure 2,191: Und erschlagt die Ungläubigen, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung zum Unglauben ist schlimmer als Totschlag. Sure 4,56: Diejenigen, die nicht an Unsere Zeichen glauben, die werden Wir im Feuer brennen lassen: Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben Wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe kosten. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Allweise. Sure 4,89: Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so daß ihr alle gleich werdet. Nehmt euch daher keine Beschützer von ihnen, solange sie nicht auf Allahs Weg wandern. Und wenn sie sich abwenden, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmt euch keinen von ihnen zum Beschützer oder zum Helfer. Sure 5,33: Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder daß sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil. Sure 8,12: Da gab dein Herr den Engeln ein: "Ich bin mit euch; so festigt denn die Gläubigen. In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Trefft (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab!" Sure 9,5: Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah (Almosensteuer) entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig. Unter Götzendiener versteht man die (heidnischen) arabischen Stämme, die viele Götter anbeteten. Dieses wird als Polytheismus bezeichnet. Die Mohammedaner beteten nur einen Gott an, nämlich Allah. Die Anbetung eines Gottes bezeichnet man als Monotheismus. Christen und Juden sind demnach auch monotheistische Religionen. Die Christen und Juden wurden von den Moslems als "Schriftenkenner" bezeichnet. Sure 9,29: Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen, von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten. (Dieser Koranvers bezieht sich auf den von Mohammed im Jahre 629 geführten Feldzug gegen die christlichen Byzantiner und ihre arabischstämmigen Bundesgenossen. Byzanz heißt heute Istanbul.) Sure 9,52: Sprich: "Ihr wartet darauf, daß uns nur eines der beiden guten Dinge ereilt, während wir, was euch betrifft, darauf warten, daß Allah euch mit einer Strafe treffen wird, die entweder von Ihm Selbst oder durch unsere Hände (über euch kommen wird). Wartet denn ab, und wir werden mit euch abwarten." Sure 9,111: Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheißung. bindend für Ihn, in der Thora und im Evangelium und im Qur'an. Und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die große Glückseligkeit. Anmerkung zu Sure 9,111 am Ende dieses Kapitels. Frauenfeindliche Koranverse: Sure 2,223: Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch; darum bestellt euer Saatfeld wie ihr wollt. Doch schickt (Gutes) für euch voraus. Und fürchtet Allah und wisset, daß ihr Ihm begegnen werdet. Und verheiße den Gläubigen die frohe Botschaft. Sure 2,282: Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann (sollen es bezeugen) ein Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich eine der beiden irrt, die andere von ihnen sie (daran) erinnert. Sure 4,11: Allah schreibt euch hinsichtlich eurer Kinder vor: Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. Sure 4,15: Und wenn einige eurer Frauen eine Hurerei begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließt sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg gibt. Sure 4,34: "Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede. Wahrlich, Allah ist Erhaben und Groß." Sure 23,1-6: Selig sind die Gläubigen, die in ihrem Gebet demütig sind, leerem Gerede kein Gehör schenken, der Pflicht der Almosensteuer nachkommen, und sich des Geschlechtsverkehrs enthalten, außer gegenüber ihren Gattinnen, oder was sie an Sklavinnen besitzen. Grausame Strafen: Sure 24,2: Peitscht die Unzüchtige (Ehebruch) und den Unzüchtigen gegebenenfalls jeweils mit hundert Peitschenhieben aus; und lasset euch angesichts dieser Vorschrift Allahs nicht von Mitleid mit den beiden ergreifen, wenn ihr an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Und eine Anzahl der Gläubigen soll ihrer Pein beiwohnen. Sure 5,38: Dem Dieb und der Diebin schneidet ihr die Hände ab, als Vergeltung für das, was sie begangen haben, und als abschreckende Strafe von Allah. Und Allah ist Allmächtig, Allweise. (Anmerkung: Man erinnere sich daran, dass Mohammed selber Karawanen überfiel.) Judenfeindliche (antisemitische) bzw. antichristliche Koranverse:
Nicht unbedingt
juden- bzw christen-feindlich, aber dieser Koranvers zeugt von der
Verachtung, die Mohammed gegenüber den Juden und Christen hatte.
Dieser Koranvers treibt einen Keil zwischen die verschiedenen
Religionen anstatt sie miteinander zu versöhnen. Sure 5,51: O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern (Freunden). Sie sind einander Beschützer. Und wer sie von euch zu Beschützern nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.Viele Moslems meinen, man solle nicht das Trennende der Religionen betonen, sondern das Verbindende. Dabei vergessen sie allerdings, dass besonders der Islam das Trennende der Religionen hervorhebt. Ich kenne keine Religion, in der das Trennende der Religionen so sehr betont wird, wie im Islam. Selbst Freundschaften mit Menschen anderer Religionen sind vom Islam unerwünscht. Sollte diese Haltung wirklich Teil einer göttlichen Offenbarung sein? Oder entspringt sie vielleicht doch einer verletzten menschlichen Seele? Wo also bleibt die Toleranz und die Kritikfähigkeit des Islam gegenüber der eigenen Religion? Mir scheint, sie ist so gut wie nicht vorhanden. Kritik am Koran wird nicht zugelassen. Sie wird laut der Scharia als Abfall vom Glauben betrachtet und mit der Todesstrafe bedacht. Vielleicht sollte der Islam zunächst einmal Toleranz lernen und die eigenen Vorbehalte, die er gegen Juden, Christen und Andersgläubige hat, abbauen. Werden wir dieses jemals erleben? Wie sollte das bitte geschehen? Darauf hätte ich wirklich gerne eine Antwort. Wann verschwinden also die intoleranten Suren aus dem Koran, die Gift für ein friedliches Nebeneinander der verschiedenen Religionen sind? Quelle: islam.de Anmerkung zu Sure 9,111: Es gibt auch im Judentum edliche Aufrufe zur Gewalt. Einige davon sollen hier einmal wiedergegeben werden: 2. Mose 22,17: Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen." 3.Mose 20,13: "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; ..." 4. Mose 31,14-15: "Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert, die aus dem Feldzug kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen?" 4. Mose 31,17-18: "So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben." 5. Mose 2,34-35: "Da nahmen wir zu der Zeit alle seine Städte ein und vollstreckten den Bann an allen Städten, an Männern, Frauen und Kindern, und ließen niemand übrig bleiben. Nur das Vieh raubten wir für uns und die Beute aus den Städten, die wir eingenommen hatten." 5. Mose 7,16: "Du wirst alle Völker vertilgen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. ..." 5. Mose 7,22: "Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. …" 5. Mose 20,16-17: "Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, …" 5. Mose 22,23-24: "Wenn eine Jungfrau verlobt ist und ein Mann trifft sie innerhalb der Stadt und wohnt ihr bei, so sollt ihr sie alle beide zum Stadttor hinausführen und sollt sie beide steinigen, dass sie sterben, die Jungfrau, weil sie nicht geschrien hat, obwohl sie doch in der Stadt war, den Mann, weil er seines Nächsten Braut geschändet hat; ..." Psalm 139,19: "Ach Gott, wolltest du doch die Gottlosen töten! ..." 1. Samuel 15,3: "So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel." Jesaja 13,16: "Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden." Josua 11,14: "Und die ganze Beute dieser Städte und das Vieh teilten die Israeliten unter sich; aber alle Menschen erschlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, bis sie vertilgt waren, und ließen nichts übrig, was Odem hatte." Der Unterschied zwischen der jüdischen un der islamischen Religion besteht allerdings darin, dass die Verse der jüdischen Religion sich auf bestimmte zeitliche und regionale geschichtliche Ereignisse beziehen. Die Verse der islamischen Religion beziehen sich ebenfalls auf bestimmte geschichtliche Ereignisse, sie haben aber im Gegensatz zu den jüdischen Versen auch für die Zukunft bindenden Chrakter. Hierzu schreibt derprophet.info: Zitat:
Im
Neuen Testament fällt es schwer, Texte zu finden, die zur Gewalt
gegen Andersgläubige aufrufen. Das höchste Gebot der
Christenheit lautet nach Matthäus 22,39: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Und Matthäus 5,44 sagt: "Liebt eure Feinde und
bittet für die, die euch verfolgen." Darum
widersprechen auch die Kreuzzüge der christlichen Religion.
Quelle: Ist der Islam schlimmer als andere Religionen? Wie stand Mohammed zur Gewalt? Top In der Prophetenbiographie des
arabischen Hostorikers "Muhammad Ibn Ishaq" (704 - 768) beschreibt
Kapitel 35, die Offenbarung Mohammeds zum Krieg. Vor der Huldigung von
Aqua war es dem Propheten nicht erlaubt, Krieg zu führen und Blut
zu vergießen. Bei der ersten Huldigung von Aqua im Jahre 621
pilgerten 12 Araber aus Medina nach Mekka und trafen sich bei Aqua, um
Mohammed zu huldigen. Dies war noch vor der Hidschra, der Flucht
Mohammeds nach Medina. Bei der zweiten Huldigung ein Jahr später,
kurz vor der Flucht Mohammeds nach Medina, huldigten ihm bereits 73
Männer und 2 Frauen aus Medina, die in einer Wallfahrt nach Aqua
pilgerten. Bis dahin hatten die Quraisch aus Mekka Mohammed's
Anhänger in Mekka verfolgt. Außerdem versuchte man, den
Mohammedanern die wirtschaftliche Grundlage zu entziehen, indem man
keinen Handel mehr mit ihnen trieb. So hatten die Mohammedaner nur die
Wahl, ihren Glauben aufzugeben, gefoltert zu werden oder nach
Abessinien, Medina oder irgendwoanders hin zu fliehen.
Zur Entschuldigung der Mekkaner ist vielleicht zu sagen, dass sie sich durch Mohammeds Verhalten gegenüber ihren Göttern zutiefst in ihrer religiösen Gefühlen verletzt fühlten. So erwähnt Ibn Ishaq im Kapitel 18 der Prophetenbiographie (Verhandlungen mit den Quraisch) ein Zusammentreffen der führenden Männer der Quraisch mit Mohammed, bei dem die Quraisch sich wie folgt an Mohammed wandten: Zitat:
Die Spannungen zwischen Mohammed und den führenden Quraisch aus
Mekka waren bereits zu diesem frühen Zeitpunkt, als Mohammed noch
in Mekka wohnte, so groß, dass die Quraisch zu Mohammed sagten:
Zitat:
Die Mekkaner fühlten sich so sehr von Mohammed bedroht, dass
Abu Djahl, der Stammesführer der "Banu Makhzum" (einem Unterstamm
der Quraisch) den Männern der Quraisch nach der Versammlung,
nachdem Mohammed gegangen war, sagte:
Zitat:
Schließlich kam es nicht dazu, dass Abu Djahl Mohammed erschlug,
aber diese Schilderung zeigt, wie sehr sich die Mekkaner durch
Mohammeds Verhalten verletzt fühlten. Aber auch die Mekkaner
gingen mit den Moslems nicht sehr viel anders um.
Als die Quraisch in Mekka weiterhin Allah schmähten, Mohammed der Lüge bezichtigten und alle diejenigen folterten und vertrieben, die Allah anbeteten und am islamischen Glauben festhielten, gab Gott seinem Propheten die Erlaubnis, zu kämpfen und an denen Rache zu nehmen, die ihn und seine Gefährten ungerecht behandelt hatten. Wenn man dieses liest, so hat man den Eindruck, dass Mohammed unter der Behandlung der Quraisch sehr gelitten und daß sich deshalb in ihm eine ganze Menge Wut angesammelt hat. Kann dieses aber ein sinnvolles Motiv für einen Religionsgründer sein? Sollte nicht gerade ein Religionsgründer sich spirituell so weit fortentwickelt haben, dass er keinerlei Wut und Hass gegenüber seinen Feinden mehr empfindet? Was soll man von einem Religionsgründer halten, der vom Hass geleitet wird? Ist er nicht selber Lichtjahre von der Selbstverwirklichung entfernt? Darum ist es also kein Wunder, wenn Mohammeds Leben eher dem eines Feldherrn gleicht, der seine Interessen mit militärischen Mitteln durchzusetzen versucht, als dem eines spirituellen Menschen, der die Wahrheit (Gott) verinnerlicht hat? Weiter schreibt Ibn Ishaq in der Prophetenbiographie: Zitat:
Ging es Mohammed neben der Sicherheit der Moslems nun auch
darum, Rachefeldzüge gegen alle Ungläubigen zu führen?
Wenn man die Geschichte Mohammeds liest, kann man sich dieses Eindrucks
nicht entziehen.
Deshalb nun einen Blick in die Rezension über Gerhard Konzelmanns Buch "Mohammed - Allahs Prophet und Feldherr", in der das Leben Mohammeds in groben Zügen beschrieben wird. Islam heißt übersetzt: „Frieden finden durch Hingabe an Gott“. Mohammed war der Gründer des Islam. Wer war dieser Mann eigentlich? Näheres zu dessen Lebensgeschichte erfahrt Ihr aus dem Buch des Nahostexperten Gerhard Konzelmann „Mohammed – Allahs Prophet und Feldherr“. Der Inhalt des
Buches, die Lebensgeschichte des
Propheten Mohammed: Mohammed ist im Jahre 570
christlicher Zeitrechnung in Mekka geboren.
Sein Vater starb bereits vor der Geburt, seine Mutter im Alter von 6
Jahren. Als Waise wächst er bei seinem Onkel in einer
Beduinenfamilie auf. Er wird zu einem der besten Karawanenführer
und heiratete die 15 Jahre ältere Chadidscha, eine Unternehmerin.
Diese leitet einen Karawanenbetrieb, den sie von ihren verstorbenen
Männern geerbt hat. Durch die Heirat wird Mohammed quasi über
Nacht zum Kaufmann und ist angesehen. In Mekka herrschte zu dieser Zeit
die Sippe der Banu Koraisch (Quraisch), der auch Mohammed
angehörte. Die
Bewohner beten Naturgottheiten an, betreiben also eine Art
Götzenkult. Andere Geschichtsschreiber berichten davon, dass zu
dieser Zeit in Mekka das Christentum herrschte.
Bis zum Alter von 40 Jahren verlief das Leben von Mohammed ohne besondere Vorkommnisse. Auf Karawanenzügen sondert er sich immer mehr ab, bis ihm eines Tages der Engel Gabriel erscheint. Der Engel Gabriel verkündet Mohammed, dass er der Gesandte Allahs sei. Von nun an erhält Mohammed in regelmäßigen Abständen göttliche Eingebungen durch den Engel Gabriel. Diese sind in sogenannten Suren im Koran festgehalten. Konzelmann zitiert viele dieser Suren. Im Gegensatz zu Jesus im Christentum ist Mohammed nicht Gott, sondern lediglich Verkünder. In einer nächtlichen Reise nimmt ihn der Engel Gabriel mit nach Jerusalem. Mohammed trifft dort Abraham, Moses und Jesus und darf auf dem heutigen Tempelberg ins Paradies reinschauen. Erstmals wurde einem arabischen Volk der Glaube an einen einzigen Gott verkündet. Der neue Glaube, den der
Prophet predigt, und die neuen Glaubensregeln
werden allerdings von den Bewohnern in Mekka abgelehnt. Die Banu
Koraisch fürchten an Einfluss zu verlieren und finanzielle
Einbußen. Mohammed wird verspottet, sogar mit dem Tod bedroht und
gegen ihn und seine Anhänger wird eine Art Boykott verhängt.
Es wird bei ihnen nicht eingekauft.
Mohammed flieht schließlich im Jahr 622 in die Stadt Jathrib (Yathrib), später Medina genannt, wo zwischen den Stämmen eine Art Bürgerkrieg herrscht. Dort werden er und seine ca. 80 Anhänger aufgenommen. Er ist nun 53 Jahre alt. Mohammed schafft es, die Stämme zu versöhnen. Die Bewohner erkennen ihn als Prophet an, nehmen seine Glaubensregeln an und werden Moslems. Die neuen Glaubensregeln bringen Fortschritt, Gerechtigkeit und sind für den Schwächeren. So durfte z. B. von nun an jeder Mann „nur“ noch bis zu 4 Frauen haben (ausgenommen Sklavinnen). Frauen durften auch erben. Endlich hatten Frauen mehr Rechte. Allerdings haben die Männer immer noch die vollkommene Verfügungsgewalt über sie. Mohammed genoss Vorrechte. Der Engel Gabriel und damit Allah erlaubte ihm, in einer der Eingebungen, mehr Frauen haben zu dürfen. So hatte Mohammed mindestens 10 Frauen (mehr kann man aus dem Buch nicht entnehmen). Seine Lieblingsfrau Aischa heiratete er bereits, als diese erst 6 Jahre alt war. Sie wuchs zunächst wie eine Tochter bei ihm auf. Sein besonderes Heiratsrecht nutzte er auch geschickt, indem er im Laufe seines Lebens möglichst viele Töchter von einflussreichen Männern und Stammesführern heiratete, um diese, z. B. auch ohne Krieg, an sich zu binden und an Macht zu gewinnen. Von Allah erhält der
Prophet in einer der Suren den Auftrag, den
Glauben zu verbreiten und alle Ungläubigen aus Mekka zu bekehren.
Durch einzelne Angriffe auf Karawanen von Mekka, versuchte er die
Handelsstadt zu schwächen und finanziell zu ruinieren. Seine
Anhänger machen zudem reichlich Beute. Mit Beute konnte er seine
Kämpfer bei Laune halten. Beim Angriff auf eine der Hauptkarawanen
aus Mekka, kommt es zur Schlacht mit einem 950-Mann Heer der Banu
Koraisch. Die Karawane entkommt, doch Mohammed gewinnt die Schlacht,
obwohl zahlenmäßig unterlegen. Vor diesem Kampf prägt
Mohammed erstmals den künftigen Glaubensgrundsatz, dass jeder
Mann, der mit dem Feind um Allahs Lohn kämpft und dabei stirbt,
sofort ins Paradies kommt und dort bevorzugte Behandlung genießt.
Er ist dann ein Märtyrer. Diese Ideologie wird eines der
Erfolgsgeheimnisse der Moslems.
Mit diesem Sieg gewinnt Mohammed in Medina an Einfluss, und niemand wagt ihm zu widersprechen. Er lässt einige bisherige Spötter hinrichten. Auch einige jüdische Stämme wohnen in Medina. Einen dieser Stämme, der Mohammed trotz eines Angebotes zum Schulterschluss ablehnte, belagert er und vertreibt ihn. Unter anderem ließ Mohammed während der Belagerung die Dattelpalmen der Juden, deren Einnahmequelle, fällen. Dies galt damals als große Barbarei. Er verbietet den Wein und lässt die Weinstuben schließen. Angeblich vermutete er laut Konzelmann darin Widerstandnester und festigte somit seine Ideologie. Mekka, die Banu Koraisch,
sinnten dagegen auf Rache. Mohammed bedroht
schließlich auch durch die ständigen Angriffe der
Karawanenzüge ihre Existenz. Diesmal zogen sie mit einem
3000-Mann-Heer gen Medina, gewannen die Schlacht, vernichteten die
Moslems aber nicht gänzlich, sondern zogen wieder ab. Mohammed
wurde bei dieser Schlacht verletzt und verlor 2 Schneidezähne.
2 Jahre darauf will Mekka den Propheten bzw. Medina endgültig vernichten. Mit einem 10.000-Mann-Herr belagern sie Medina. Unverrichteter Dinge müssen sie wieder abziehen. Der Proviant ging den Belagerern aus, und Mohammed schafft es geschickt, Zwietracht zwischen die verbündeten Stämme, welche die Stadt belagerten, zu streuen. Dieser Abzug wurde einem jüdischen Stamm (dem Banu Quraiza), der noch in Medina lebte, zum Verhängnis. Sie hatten nämlich einen Pakt mit den Belagerern geschlossen. Frauen und Kinder wurden von den Moslems versklavt, die 700 jüdischen Männer in einer Massenexekution enthauptet. (Während der Belagerung hatten sich die Banu Quraiza zwar formal korrekt verhalten und bei den Arbeiten am Graben den Muslimen auch Schaufeln zum Ausheben des Grabens geliehen, hatten die Angreifer allerdings mit Proviant versorgt und mit ihnen insgeheim Verhandlungen geführt. Zudem haben sie währenddessen einmal kurz davor gestanden Mohammed und seinen Anhängern in den Rücken zu fallen.) Der arabische Historiker Ibn Hischam, geboren 829 oder 835 nach Christus, der die Biographie Mohammeds verfasste, schildert diesen Vorfall wie folgt: „Der Getreue Mohammeds Saad fällte nach einer Schlacht im Jahre 627/28 über die gefangenen (jüdischen) Qurayza (Quraiza) das Urteil, dass alle Männer hingerichtet, die Güter verteilt und die Frauen und Kinder Gefangene bleiben sollten."Dies ist Gottes eigenes Urteil im siebten Himmel"; brach der Prophet (Mohammed) aus und gab sofort Befehl, das Urteil zu vollstrecken. (Er ließ sie einsperren) dann ging er auf einen Platz, der noch jetzt der Marktplatz von Medina ist, und ließ Gruben graben, dann ließ er sie truppweise vorführen und vor den Gruben hinrichten, es waren 800-900 Mann. Man fuhr in dieser Weise fort, bis Mohammed mit allen fertig war.“ (Ibn Hischam II Seite 690). Mohammed erhielt aus der Beute u. a. Raihana, die er als Konkubine bei sich aufnahm. Sie soll, einigen Berichten zufolge, den Islam angenommen haben. Die Vernichtung der Banu Quraiza, dargestellt zunächst in der Historiographie des frühen 2. muslimisichen Jahrhunderts, hat sogar in der islamischen Jurisprudenz, in der Erörterung der Behandlung von Kriegsgefangenen und ihren Nachkommen ihre Spuren hinterlassen. Mohammed griff die Banu Quraiza nach dem Grabenkrieg, „auf Geheiß des Erzengel Gabriel“ an und konnte sie nach 25tägiger Belagerung zur Aufgabe bewegen. Die Banu Quraiza beteiligten sich zwar nicht an den Kämpfen, wurden jedoch, laut dem Prophentenbiographen Ibn Ishaq vertragsbrüchig, da sie den „Gottesfeind“ Huyayy ibn Akhtab, vom jüdischen Stamme Banu Nadir, aufnehmen wollten. Als die Angreifer aus Medina die Banu Quraiza in ihrer Gewalt hatten, brachten sie alle Männer (darunter auch Raihanas Mann und Vater) um. Die Kinder und Frauen, unter ihnen auch Raihana, wurden als Beute genommen und versklavt. (Quelle: Raihana) Der frühzeitliche, und in der islamischen Welt anerkannte
Mohammed-Biograph Ibn Ishaq berichtet (S. 181): “Eine der gefangenen
Frauen, Raihana bint Amr, behielt der Prophet für sich selbst
(Anmerkung: die anderen Frauen von seinem Beuteanteil verkaufte er).
Sie blieb in seinem Besitz, bis er starb. Als er ihr vorschlug, sie zu
heiraten und sie aufforderte, den Schleier zu tragen, bat sie ihn, er
möge sie lieber als Sklavin in seinem Besitz behalten, da dies
für beide einfacher sei. Bei ihrer Gefangennahme zeigte sie ihre
Abneigung gegenüber dem Islam und hielt am Judentum fest”. Zuvor hatte Mohammed im Rahmen des Judenmassakers von Medina Raihanas Mann und ihrem Vater den Kopf abschlagen lassen. Welche Frau auf der Welt möchte wohl gerne Sex mit jemand, der ihr und deren Angehörigen am selben Tag ein solch grausames Leid zugefügt hat? Dieses Fallbeispiel zeigt, wie absurd die These vom “Frauenfreund Mohammed” ist. Wie willkürlich islamische Organisationen behaupten, der Prophet hätte die Lage der Frauen verbessert, wo er sie zugleich sexuell versklavte. Und darüber hinaus in vielfältiger Weise juristisch benachteiligte und diskriminierte. Etwa im Eherecht, Erbrecht und Zeugenstand vor Gericht, wo eine Aussage der Frau nur die Hälfte der des Mannes gilt, oder dem Verhüllungszwang. Mit der Vernichtung der Banu Quraiza sind auch die Angehörigen der arabischstämmigen Banu Kilab ibn 'Amir, die Verbündeten der Banu Quraiza, hingerichtet worden. Eine ihrer Frauen, al-Naschāt (Variante: al-Schāt) bint Rifā'a, hat Mohammed geheiratet, aber nach kurzer Zeit verstoßen. Während die Frauen und Kinder der Banu Quraiza versklavt werden durften, liegen keine Berichte darüber vor, dass al-Naschat bint Rifa'a ebenfalls Sklavin war. Michael Lecker folgert daraus, dass die arabischen Frauen, die man in den Festungen der Quraiza gefangen genommen hat womöglich nicht versklavt wurden; alternativ sei es allerdings - so Lecker - auch möglich, dass ihre Stammesangehörigen sie freigekauft hätten. (Quelle: Mohammed)Im Koran wird der Sieg über die Mekkaner und die Vernichtung der Banu Quraiza in Sure 33, 25-27 wie folgt dargestellt: Und Allah schlug die Ungläubigen in ihrem Grimm zurück; sie erlangten keinen Vorteil. Und Allah ersparte den Gläubigen den Kampf. Und Allah ist Allmächtig, Erhaben. Und Er brachte die aus dem Volk der Schrift (die jüdischen Banu Quraiza), die ihnen halfen, von ihren Burgen herunter und warf Schrecken in ihre Herzen. Einen Teil tötetet ihr, und einen Teil nahmt ihr gefangen. Und Er ließ euch ihr Land erben und ihre Häuser und ihren Besitz und ein Land, in das ihr nie den Fuß gesetzt hattet. Und Allah hat Macht über alle Dinge. „Die Engel haben die Waffen noch nicht abgelegt“, erfährt Mohammed in einer weiteren Vision. Allah gibt den Befehl weiter gegen die Banu Koraisch vorzugehen und den Glauben auszubreiten. Mohammed schließt mit Mekka einen Friedensvertrag. Er hat zunächst freie Hand, gegen Beduinenstämme um Mekka und einen weiteren jüdischen Stamm in Zentralarabien vorzugehen. Alle Beduinenstämme nahmen nun freiwillig den Islam an. Keiner traute sich mehr, Mohammeds Angebote abzuschlagen. 7 Jahre nach seiner Flucht
sieht Mohammed erstmals wieder seine
Heimatstadt Mekka. Er unternimmt eine Wallfahrt, welche ihm auch im
Friedensvertrag zugebilligt wurde. Viele Männer mit kriegerischer
Erfahrung treten danach zum Islam über und folgen Mohammed nach
Medina. Mohammed vergisst ihre Vergangenheit, sie haben
schließlich bisher gegen ihn gekämpft, mit der Absicht,
dass deren Kriegkunst ihm nützlich sei. Zwischenzeitlich erlitt
eine 3.000-Mann-Reitertruppe von Mohammed eine herbe Niederlage gegen
das byzantinische Heer. Im Glaubenseifer überschätzten sie
ihre Stärke.
Einige Kämpfer von Mekka helfen einem befreundeten Stamm im Kampf gegen einen Stamm, der wiederum mit den Moslems befreundet war. Der Friedensvertrag war damit gebrochen. 8 Jahre nach seiner Flucht aus Mekka, bricht Mohammed mit einem 10.000-Mann-Heer gegen Mekka auf. Einer der Führer von Mekka, Abu Sufjan, dessen Tochter der Prophet bereits angeheiratet hat, erfährt von dem gewaltigen Heer. Mekka wäre ohne Chance und er empfiehlt seinen Leuten, sich zu ergeben. Somit fällt Mekka kampflos in Mohammeds Hände. Mohammed verschont die Einwohner. Nur einige seiner ärgsten Feinde setzt er auf eine Schwarze Liste. Diese werden getötet. Bewusst vermied er es, einflussreiche Leute auf die Liste zu setzen, um akzeptiert zu werden. Im Gegenteil, einige seiner Verwandten der Banu Koraisch, erhalten führende Stellungen im Moslemstaat. Mohammed verbrüdert nun
alle Moslems mit folgender Eingebung:
„Für einen Ungläubigen darf kein Gläubiger getötet
werden, auch kein Christ und kein Jude, außer sie sind
vertragsbrüchig“. Christen und Juden gelten nämlich als
sogenannte Schriftbesitzer. Als einer seiner Truppenführer, Kahlid
Ibn Walid, sein bester Stratege, einen bereits muslimischen Stamm
überfiel und die Gefangenen gegen die Vorschrift exekutierte,
urteilte Mohammed milde über ihn. Der Prophet zahlte sogar die
verhängte Geldstrafe für ihn. Vom Kampf Daheimgebliebene, die
aus Angst vorm Tod bei größeren Feldzügen nicht
mitmachten, ernteten seelischen Terror. Sie wurden isoliert. Die
Moslems unterwarfen alle Stämme in Zentralarabien. Sie mussten den
Glauben der Moslems annehmen. Ansonsten wurden sie getötet, Beute
gemacht und Frauen und Kinder versklavt. Kaum einer wagte mehr den
Kampf gegen die Moslems. Nicht nur durch den Glauben, auch durch die in
Aussicht gestellte reichhaltige Beute, fand er immer wieder begeisterte
Krieger. Die Disziplin aus Beten und Kämpfen und die
ungeschränkte Autorität zu Mohammed entschieden viele
Schlachten.
Der Prophet war nun Herrscher von Zentralarabien. Im
Alter von 60 Jahren verstarb er. Erst danach eroberten die Moslems die
Welt (Persien, Ägypten, Nordafrika, Iberische Halbinsel,
Frankreich, Asien
etc.)
Ich habe das Buch übrigens, gebraucht, aber in sehr gutem Zustand, für 1 Euro bei amazon.de gekauft. Quelle: Mohammed - Allahs Prophet und Feldherr Mohammed wird vertragsbrüchig Top Da gibt es zunächst einmal die Sure 9,29: „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören, von denen, die die Schrift erhalten haben, (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut aus der Hand Tribut entrichten!“ Damit wird Gewalt gegen Andersgläubige geradezu gerechtfertigt. Welche kriegslüsterne Einstellung Mohammed besaß, geht aus einem Vertrag hervor, den er im Jahre 628 mit den Mekkanern abschloß. Um die heiligen Stätten in Mekka (die Kaba) mit seinen Anhängern besuchen zu dürfen, schloss er mit den Mekkanern einen Vertrag ab, die ihm die Pilgerfahrt seiner Anhänger zur Kaba in Mekka erlaubte. In dem gleichen Vertrag wurde übrigens vereinbart, dass alle moslemischen Flüchtlinge, die aus Medina geflohen waren, an Mohammed ausgeliefert werden sollten. Was meinst ihr wohl, was mit diesen moslemischen Flüchtlingen geschah? Ausserdem wurde in dem Vertrag ein Waffenstillstand von zwei, nach anderen Angaben, von 10 Jahren, vereinbart. In dem Vertrag wurde außerdem vereinbart, dass die "kleine Pilgerfahrt" im Jahr des Vertragsabschlusses (628) nicht durchgeführt werden sollte, dass es aber eine Garantie für die Pilgerfahrt im darauf folgenden Jahr (629) geben sollte. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Quelle: Mohammed Hierzu schreibt der pakistanische Arzt, Freidenker und Menschenrechtsaktivist Dr. Younus Shaikh, der im Jahre 2000 im Anschluss an eine Vorlesung verhaftet, der Blasphemie angeklagt und schliesslich, nach 11 Monaten Gefangenschaft zum Tode verurteilt wurde, dann aber durch den Druck der Öffentlichkeit freigesprochen wurde: Zitat:
Die islamische Expansion Top 632 starb Mohammed. 633 wurden Palästina und Syrien erobert. 636 wurde Jordanien erobert. 638 kapitulierte Jerusalem. 640 wurde Ägypten erobert. Kairo fiel 642 in die Hände der Moslems. Armenien (ein Binnenstaat im Kaukasus) wurde um 650 von den Moslems überrannt. In Nordafrika kämpften sich die Araber (Moslems) bis Marokko vor. 697/698 fiel Karthago (Tunesien). Gleichzeitig mit der Eroberung der römischen Besitzungen (Römisches Kaiserreich), begann die Eroberung des Sassanidenreichs (Persisches Großreich bestehend aus Iran, Irak). 636 eroberten die Araber (Moslems) Mesopotamien (Irak plus Nord-Syrien). 642 fiel Iran. Die arabischen Feldzüge begannen sich im Jahre 649 nach Europa und Asien auszudehnen. 649 unternahmen sie mit der Flotte einen Vorstoß nach Zypern (Insel im Mittelmeer). 655 schlugen die Araber in einer Seeschlacht die byzantinische Flotte. (Byzanz war die östliche christliche Großmacht.) 673 erfolgte die Eroberung Rhodos (heute: griechische Insel). 674 bis 678 und 717/18, belagerten sie Konstantinopel (vorher: Byzanz, heute: Istanbul), ohne dass ihnen freilich die Einnahme gelang. Damit war der arabisch-islamische Vorstoß in Kleinasien beendet, da auch die Ressourcen bei weitem überstrapaziert waren. Im Westen gelang dagegen die Eroberung der nordafrikanischen Küstengebiete, und 711 landeten muslimische Truppen in Spanien. Die Westgoten wurden im Juli 711 geschlagen. Dazu überquerten die Muslime mit einem Expeditionskorps von mindestens 8.000 Mann die Meeresenge von Gibraltar. (Die Goten sollen ein ursprünglich skandinavisches Volk sein, welches sich später im Kaukasus ansiedelte, dort aber von den Hunnen vertrieben wurden. 625 gelangte ganz Spanien unter die Herrschaft der Westgoten.) 711-719 wurde die Iberische Halbinsel (Portugal und Spanien) erobert, bis 725 auch die zuvor westgotische Region Septimanien (entspricht der heutigen französischen Region Languedoc-Roussillon) in Südwestfrankreich. Ein arabischer Vorstoß in das Frankenreich (Frankreich) wurde 732 gestoppt, jedoch hielten die Muslime einen Landstrich um Narbonne (Narbonne ist eine Stadt im Süden Frankreichs) bis 759. 709 eroberten die Araber die zuvor christliche Türkei und damit begann die folgenschwere Islamisierung. Im Osten erreichen die Araber bis 712 die Grenzen Chinas und Indiens. Bald unternahmen die Araber auch erste Vorstöße nach Pakistan. Ein weiteres Ausgreifen nach West-und Zentralindien wurde jedoch durch die Niederlage von 738 gegen die dortigen Regionalherrscher verhindert, deren Armeen den arabischen Truppen durchaus gewachsen waren. 751 besiegten die Araber schließlich ein chinesisches Heer. Damit kam auch die erste große und entscheidende Phase der arabisch-islamischen Expansion zum Stillstand. Im 9. Jahrhundert gelang noch die Invasion Siziliens, der weiteren Islamisierung Italiens waren jedoch kaum Erfolge beschieden. Die Araber konnten im Mittelmeer noch jahrzehntelang fast ungestört operieren, bevor Byzanz wieder in die Offensive ging und es damit zu einer faktischen Pattsituation (ein Gleichgewicht) im östlichen Mittelmeerraum kam. Im Westen wurden die islamischen Emirate ab dem Hochmittelalter (etwa von 1050 bis 1250, in der auch die Kreuzzüge stattfanden) Stück für Stück zurückgedrängt; auf der iberischen Halbinsel durch die Reconquista (Die Reconquista ist die Bezeichnung für die spanische und portugisische Rückeroberung der Iberischen Halbinsel.) durch christliche Nachkommen der christlichen Könige, die 1492 ihren Abschluss fand, und im 11. Jahrhundert durch die Eroberung Siziliens. Quelle: Islamische Expansion Mohammed und seine Auftragsmorde Top "Ich zitiere die viel gelobte Biographie des Propheten von Ibn Hisham: Dann übergab Muhammad den Kinana [den Hauptmann eines jüdischen Stammes, der gefangen genommen worden war] dem al-Zubayr, einem von Muhammads Leuten, und sprach: Foltert ihn, bis ihr es herausbekommen habt [das Versteck des Stammesschatzes]. Al-Zubayr entzündete mit Feuersteinen ein Feuer auf seiner Brust, bis er starb. Dann übergab ihn der Gesandte (Muhammad) dem Muhammad bin Maslama, der ihm den Kopf abhieb, als Teil seiner Rache für seinen Bruder Mahmud bin Maslama. (Aus Ibn Warraq 2004, Warum ich kein Muslim bin, S. 148f). Ein Mann trat zum Judentum über. Der Muslim Muad verfolgte ihn mit dem Todesurteil des Propheten Mohammed: Ich werde mich nicht hinsetzen, bis ich ihn umgebracht habe; dies ist das Rechtsurteil des Gesandten Allahs. (aus: Sahih Al-Buhari , Auszüge, Islamische Bibliothek, Köln 1989, S. 749) Abu Afak, ein Mann sehr hohen Alters, wurde umgebracht, weil er Anekdoten über Muhammad verfasst hatte. Salem ibn Omayr tötete ihn auf Geheiß des Propheten, der zuvor die Frage gestellt hatte: "Wer wird für mich mit diesem Schurken fertig?" Die Ermordung eines so betagten Mannes bewegte Asma bint Marwan dazu, respektlose Worte über den Propheten zu äussern. Dafür wurde auch sie mit dem Tode bestraft. (Ali Dashti: 23 Jahre “ Die Karriere des Propheten Muhammadas Seite 161, Verlag Alibri, Aschaffenburg 2003) Im Islam gibt der Prophet für jeden Gläubigen das Vorbild ab, denn schon er hat Mordaufrufe gegen Kritiker erlassen und scheute auch davor nicht zurück, eine Sängerin, die einen Spottvers auf ihn gemacht hatte, ermorden zu lassen, nämlich Asma, die Tochter Marwans. Laut dem kanonischen Leben Mohammeds, ging das so: Als Mohammed dies hörte, fragte er: "Befreit mich niemand von der Tochter Marwans?" Als Umair bin Adi-Khatmi, der bei ihm war, dies hörte, ging er noch in derselben Nacht zu ihr und tötete erst ihre Kinder auf bestialische Weise und dann sie. Am folgenden Morgen begab er sich zu Mohammed und sagte zu ihm, er habe sie getötet. Mohammed sagte: "Du bist Allah und seinem Gesandten beigestanden." Dr. Thilo Dinkel Ibn Chatal besass zwei Singsklavinnen, Fartana und ihre Freundin, die über den Propheten Spottlieder sangen. Mohammed ordnete deshalb an, diese beiden zusammen mit Ibn Chatal zu töten. (aus: Ibn Ishaq, Das Leben des Propheten , Tübingen/Basel 1976, S. 218 / Zur Information: Der Autor ist - neben Ibn Hisham - DER klassische Biograph des "Propheten", geboren 808 in Mekka, gestorben 873 in Bagdad) Quelle: Mohammed und seine AuftragsmordeFrauen im Islam Top Wie sieht es eigentlich mit der Gleichberechtigung der Frauen im Islam aus? Haben Frauen dieselben Rechte wie die Männer? Dass dies keineswegs der Fall ist, dürfte jedem aufmerksamen Menschen inzwischen aufgefallen sein. Im Koran wird z.B. gesagt: Zitat:
Damit ist das Verhältnis zwischen Mann und Frau eindeutig
geregelt. Die Frau hat sich dem Mann unterzuordnen. Und wenn sie sich
nicht fügt, dann hat er das Recht, sie zu schlagen. Wo bitte ist
da von Gleichberechtigung die Rede? Warum lassen sich Frauen in der
heutigen Zeit so etwas noch gefallen? Warum protestieren sie nicht
dagegen? Solche Regelungen sind Relikte aus der Vergangenheit, die
einfach nicht mehr in die heutige Zeit passen. Wo aber sind die
selbstbewussten islamischen Frauen, die sich gegen solche verkrusteten
und patriarchalischen Gebote des Korans aussprechen? Ich kann sie
jedenfalls kaum wahrnehmen. Die Mehrheit der moslemischen Frauen hat
immer noch eine untertänige und angepasste Haltung und wagt es
nicht, gegen diese mittelalterlichen Gebote zu protestieren.
Weiter ist im Koran zu lesen: Zitat:
Frauen haben dem Manne jederzeit zu seiner sexuellen Befriedigung zur
Verfügung zu stehen. Nach dem Befinden der Frau wird dabei nicht
weiter gefragt. Ich empfinde solche Gebote als sehr frauenverachtend.
Die Frauen werden auf die Ebene einer Prostituierten erniedrigt, die
dem Mann jederzeit zu Willen zu sein haben. Die "rechtschaffenden"
Frauen sind also demütig ergeben und lassen dieses über sich
ergehen. Warum setzen sie sich nicht gegen solche mittelalterlichen
Gebote des Korans zur wehr? Warum weigern sie sich nicht, diesen
Geboten zu befolgen?
Weiter ist im Koran zu lesen: Zitat:
Begeht eine Frau also einen Ehebruch, so hat der Mann das Recht,
vorausgesetz er hat entsprechende Zeugen, seine Frau
einzuschließen, bis sie des Hungertodes stirbt. Der Mann dagegen
hat das Recht, mehrere Frauen zu heiraten und sich etliche
(Sex-)Sklavinnen zu halten. Dies wird in Sure 23,1-6 geregelt:
Zitat:
Das alles sind Vorstellungen, die überhaupt nicht mehr in die
heutige Zeit passen und die allein den sexuellen Vorstellungen des
Mannes entsprechen, dem sich die Frau unterzuordnen hat. Nebenbei
gesagt, hat die Aussagekraft einer Frau als Zeugin nur halb so viel
Gewicht, wie die des Mannes (Nach Sure 2,282 kann die Zeugenaussage
eines Mannes nur von zwei Frauen aufgewogen werden, denn "eine Frau
allein kann sich irren".). Auch hierin zeigt sich,
welchen Wert der
Islam den Frauen zugesteht.
Ein Gebot, welches den Mann und die Frau gleichzeitig betrifft, welches aber ebenso mittelalterlich ist, wie die vorherigen, ist die im Koran erlaubte Auspeitschung von Mann und Frau bei Unzucht (Untreue): Zitat:
Im islamischen Recht werden die Kinder bei einer Scheidung immer dem
Mann zugesprochen, der seine Frau jederzeit
verstoßen kann, ohne einen Grund dafür angeben zu
müssen. "Werden Ehen geschieden, fällt das Sorgerecht
automatisch den Vätern
zu. Diese wollen die Kinder aber in vielen Fällen gar nicht, von
ihren
neuen Frauen ganz zu Schweigen". Deswegen komme es in diesen
Konstellationen besonders häufig zu Misshandlungen der Kinder, die
mitunter sogar zu Tode gefoltert werden. (siehe spiegel.de vom
12.11.2008: Ungewollt,
gequält, getötet)
Zitat:
Hierzu schreibt wikipedia.de:
Zitat:
Quelle: Islamische
Ehe - Scheidung
Und die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte sagt hierzu: Zitat:
Quelle: Internationale
Gesellschaft für Menschenrechte
Deutlich benachteiligt ist die Ehefrau auch im Erbrecht, wenn das, im übrigen überaus komplizierte muslimische Erbrecht, der Frau immer nur die Hälfte von dem zubilligt, was ein männliches Familienmitglied an ihrer Stelle erhalten hätte. Auch Kinder erben, wobei auch hier Mädchen die Hälfte des Erbes der Jungen erhalten. Ein Muslim darf außerdem eine Angehörige einer anderen Religion heiraten, Musliminnen dürfen ausschließlich Muslime heiraten. Sobald das Mädchen ihr elftes Lebensjahr erreicht hat, ist es dem Mann erlaubt den Beischlaf mit ihr zu vollziehen. (Quelle: abipur.de) Bei abipur.de fand ich außerdem noch folgendes: Zitat:
Quelle: Die Rolle und Aufgaben der Frau im Islam
Wie sehr junge Frauen in islamischen Elternhäusern eingesperrt werden und nicht einen Schritt ohne die Erlaubnis des Vaters vor die Tür setzen dürfen, geht aus einem Bericht von stern.de hervor. Dort wird geschildert, wie es vielen jungen Frauen ergeht, die es gewagt haben, ohne Erlaubnis des Vaters aus dem Haus zu gehen, um sich vielleicht heimlich mit einem jungen Mann zu treffen. Aus Angst vor der Strafe des Vaters, dem die verlorene Ehre wichtiger ist, als die Bedürnisse seiner Tochter, zünden sie sich selber an, um sich durch Suizid der Strafe des Vaters zu entziehen. (siehe: Flucht ins Feuer) Es gäbe sicherlich noch einiges zu sagen über die fehlende Gleichberechtigung der islamischen Frauen und ihre Unterordnung unter den patriarchalischen Vorstellungen des Mannes. Und wenn einige Moslems erzählen, es gäbe im Islam Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, so kann ich nur vermuten, dass sie die Realität nicht sehen wollen oder dass es ihren Frauen aufgrund des fehlenden Bewusstseins bereits zur Gewohnheit geworden ist, sich willig den patriarchalischen Vorstellungen des Korans unterzuordnen. Es sei nur nebenbei bemerkt, dass sowohl in den Hadithen als auch in der Scharia, die Tötung der Frau bei Ehebruch und die Steinigung der Frau bei Unzucht akzeptiert wird. Quellen: Koran und Frauen Frauen in der islamischen Gesellschaft Frauen und Scharia - Strafrecht und Familienrecht Islamische Strafgesetze Ein Wort zur Verschleierung Top Für die Verschleierung, die lange Zeit als Hauptkennzeichen des Islams betrachtet wurde, findet sich im Koran kein Beleg. Die Tradition der Verschleierung und Absonderung der Frauen (beides bezeichnet der Begriff „Hidschab“) existierte in Arabien lange vor Mohammed und geht vorrangig auf arabische Kontakte mit Syrien und Iran zurück, wo der Hidschab ein Indiz für den vornehmen gesellschaftlichen Rang einer Frau war. Denn nur eine Frau, die nicht auf den Feldern arbeiten musste, konnte es sich leisten, abgesondert und verschleiert zu leben. Diese Vorschrift erscheint plausibel, wenn man bedenkt, dass Mohammeds Haus gleichzeitig die Moschee der Gemeinde war, Mittelpunkt des religiösen und sozialen Lebens der Umma (Die Umma bezeichnet die religiöse Gemeinschaft der Muslime.). Hier gingen Leute ein und aus. Wenn Delegationen anderer Stämme Mohammed aufsuchten, stellten sie ihre Zelte oft tagelang in dem offenen Innenhof auf, nur wenige Meter von den Schlafgemächern der Ehefrauen Mohammeds entfernt. Und Neuankömmlinge wohnten nach ihrer Ankunft in Yathrib (heute: Medina) so lange in der Moschee, bis sie eine Unterkunft gefunden hatten. Dass der Schleier eine Sonderregelung ausschließlich für Mohammeds Ehefrauen war, wird auch durch die Tatsache belegt, dass der Begriff „den Schleier anlegen“ (arab. „darabat al-hidschab) gleichbedeutend war mit „Mohammeds Frau werden“. Aus diesem Grund folgte zu Lebzeiten des Propheten keine andere Frau aus der Umma der Vorschrift des Hidschab. Selbstverständlich waren Anstand und Sittsamkeit Forderungen, die für alle Gläubigen galten, und besonders Frauen wurden angewiesen, „ihr Gewand herunterzuziehen". Es lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wann der Schleier von der gesamten Umma als Brauch übernommen wurde, vermutlich jedoch erst lange nach dem Tod des Propheten. Wahrscheinlich begannen muslimische Frauen den Schleier zu tragen, um den Ehefrauen des Propheten nachzueifern, die als „Mütter der Umma“ (arab. „umm al-umma) verehrt wurden. Doch erst nach Mohammeds Tod, als männliche Schrift- und Rechtsgelehrte ihre religiöse und politische Autorität dazu benutzten, die gesellschaftliche Dominanz wiederzugewinnen, die sie im Zuge der egalitären Reformen des Propheten eingebüßt hatten, wurde der Schleier zum Zwang und zu einer allgemein verbreiteten Sitte. Quelle: Die Verschleierung der Frau im Islam Der Islam und die Frauen Der pakistanische Arzt, Menschenrechtsaktivist und Freidenker Dr. Younes Shaikh, der im Jahre 2000 im Anschluss an eine Vorlesung verhaftet, der Blasphemie (Rufschädigung) angeklagt und schliesslich, nach 11 Monaten Gefangenschaft zum Tode verurteilt wurde (Das Urteil wurde im November 2003 auf internationalen Druck aufgehoben. Seither lebt er in Europa.), sagt über den Islam und die Verschleierung der Frauen folgendes: Es war sehr ungewöhnlich für einen Mann in der vor-islamischen arabischen Gesellschaft, mehr als eine Ehefrau in seinem Hause zu haben; und es kann als recht sicher gelten, daß Polygamie vom Propheten erst nach der Offenbarung des Islam (des Korans) eingeführt und ermutigt wurde. Frauen sollten so viele Muslime wie möglich produzieren. Das führte schließlich zur Herabsetzung des Status der verheirateten Frau in der islamischen Gesellschaft. Während vor-islamische arabische Sitten viele lockerere Formen von Ehe in matrilinearer (Das Erbe wird von der Mutter auf die Tochter übertagen.) und matrilokaler (Die Tocher wohnt auch nach der Ehe am Wohnort der Mutter.) Tradition erlaubten, die der Frau Freiheit und Freizügigkeit als volles menschliches Wesen gewährten, reduzierten die künstlichen Regeln des islamischen Nikah (religiöses Heiratsritual) die Ehe zu bloßer sexueller und gesellschaftlicher Sklaverei. Der Prophet des Islam war, bevor er zum Propheten wurde, ein Gegner des lebendig-Begrabens von neugeborenen Töchtern. Er arbeitete mit Eifer für eine Frau und er heiratete mit Freude eine geschiedene Frau. Der frühe Islam führte die meisten der vor-islamischen Stammestraditionen fort. Für die Frauen von Medina gab es keine Hijabs (Halbschleier) und keine Schleier. Und später waren nur die neun Frauen des Propheten in ihrem Umgang beschränkt, da ihr Haus ständig voller Besucher war. Des Propheten Sexsklavinnen jedoch waren keinerlei derartigen Beschränkungen unterworfen. Tatsächlich ging der Hijab, der semitransparente, das halbe Gesicht bedeckende Schleier, auf eine sehr alte Sitte zurück, die in assyrischer Zeit entstanden war. Er war ein Statussymbol und soziales Kennzeichen für freie Frauen. Die vor-islamischen heidnischen arabischen Frauen in den Städten trugen den modischen Hijab oft, die Frauen der Stämme aber niemals. Später
führte der Islam Methoden ein, die "Anständigkeit der Frauen
zu bewahren" - wie z.B. das Niederschlagen der Augen in der
Öffentlichkeit, das Verbergen von Brust und Juwelen usw. Diese
Beschränkungen wurden von den Nachfolgern des Propheten
ausgeweitet und überstiegen schließlich bei weitem seine
ursprüngliche, im Koran dargelegte Absicht. Sie blieben von nun an
mehr oder weniger eine permanente Fixierung des muslimischen Lebens. Die
Unsicherheit des frühen Islam trug zunehmend zum Ausschluß
der Frauen bei, und nach hundert Jahren, zur Zeit der Herrschaft des
Abbasidischen (auf Abbas, den Onkel des Propheten zurückgehenden)
Kaliphen (Herrscher) Haroon ur Rashid, waren Frauen zu bloßen
Sexualspielzeugen und Gebärmaschinen geworden, und als
verheiratete Frauen waren sie bloße Dienstmägde und soziale
Anhängsel des Mannes. Darüberhinaus wurden Frauen auf
öffentlichen Märkten aller islamischen Länder offen als
Sexsklavinnen gekauft und verkauft, beliehen, vermietet oder Freunden
zum Geschenk gemacht. Der Prophet selbst beschenkte seine Favoriten mit
Sexsklavinnen. Die Anzahl der Sklaven, die man besitzen konnte, war
unbegrenzt. Einer der Gefährten des Propheten Hazrat Zubair Ibn ul
Arvan besaß zum Beispiel 1000 männliche Sklaven und 1000
Sexsklavinnen. Dem Islam sah die Frau als das vom Manne zu beackernde
Land an, in dem er seinen Samen ausschüttete. Der Prophet selbst führte fast hundert Kriege, Überfälle und Angriffe zum Zwecke des Plünderns. Nach ihm setzten seine Nachfolger diese Schandtaten fort. Die wilden und grimmigen islamischen Beduinenstämme mit ihrer jahrhundertelangen Erfahrung skrupelloser und grausamer Stammeskriegsführung erwiesen sich als effektive Stoßtruppen des Islam. Nach dem Irak fiel Syrien im Jahre 634 christlicher Zeitrechnung an das islamische Reich. Trotz Kapitulationen fanden an vielen Orten große Massaker statt; Tausende von Männern wurden abgeschlachtet und Frauen und Kinder in die Sklaverei verkauft; Kloster wurden ausgeraubt, Mönche und Dorfbewohnen erschlagen und Nonnen vergewaltigt. Nach der Eroberung Ägyptens wurden viele Städte geschleift und ihre gesamte Bevölkerung ermordet. Große Massaker fanden auch auf Zypern und in Nord-Afrika statt. Die römische Provinz Irak, die syrische Provinz Iran und der eroberte Iran brachten Hunderttausende von männlichen Sklaven und weiblichen Sexsklaven ein sowie das fruchtbare Land dieser einst mächtigen und zivilisierten Länder, in denen Frauen großen Respekt genossen hatten, z.B. im Manichäischen Irak, im Pharaonischen Ägypten und in den Nord-Afrikanischen Zivilisationen. Quelle: Der Islam und die FrauenSexsklavinnen im Islam Top Da mich die Frage nach den Sexklavinnen im Islam interessiert, ich bin leider noch nicht dazu gekommen, mich ausführlicher damit zu beschäftigen (werde ich aber noch machen), denn sie werden immer wieder von Islamkritikern erwähnt, habe ich mich einmal auf der Seite von derprophet.info umgeschaut. Dort bin ich auf folgende Information über die Sexsklavinnen gestoßen (Dabei sollte ich vielleicht noch sagen, dass ich bisher das Gefühl hatte, dass sich "derprophet.info" sehr sachlich aber auch kritisch mit dem Islam auseinander setzt.) Dort wird also folgendes zu den Sexsklavinnen geschrieben: Zitat:
Quelle: Sexueller Missbrauch von Sklavinnen Zitat:
Quelle: islam.de Die Intoleranz des Islam gegenüber anderen Religionen Top Bereits zu Lebzeiten Mohammeds bildete sich gegen den Islam eine Opposition, die sich sowohl aus Juden, sowie aus arabischstämmigen Familien zusammensetzte, die Mohammed jahrelang Widerstand leistete. Bereits in Mekka hatten sich die einflussreichen arabischstämmigen "Banu Quraiza" gegen Mohammed gestellt, da sie Angst hatten, Macht und Einfluss zu verlieren und finanzielle Einbußen fürchteten. Die arabischstämmigen "Banu Quraiza" waren sowohl mit dem jüdischen Stamm der "Banu Nadir" als auch mit dem arabischen Stamm der "Banu Aus" (und deren Unterstämmen) in Medina freundschaftlich verbündet. Der dritte jüdische Stamm in Medina, die "Banu Qainuqa", waren mit dem mächtigen Stamm der "Khazradi" (und deren Unterstämmen) verbündet. Zwar hatte sich der Islam bereits vor der Ankunft Mohammeds in Medina ausgebreitet, doch zeigten neben den arabischstämmigen "Banu Aus" auch die jüdischen Stämme "Banu Nadir" und "Banu Qainuqa" ihre ablehnende Haltung gegen den Islam. Die gegen die jüdischen Stämme geführte Politik Mohammeds manifestierte sich in der angedrohten Enteignung von Land und Eigentum, die sowohl in der Geschichtsschreibung als auch in den authentischen Hadith-Sammlungen* von Al-Buchari (islamischer Gelehrter) und Muslim ibn al-Haddschadsch (Muslim ibn al-Haddschadsch ist neben Al-Buchari der Verfasser der wichtigsten Sammlung der Hadithen.) überliefert und dann in den Rechtsbüchern juristisch begründet wird. *Der Hadith (arabisch: Mitteilung, Erzählung, Bericht) steht für überlieferte Nachrichten im Islam sowohl profanen als auch religiösen Charakters. Im islamisch-religiösen Gebrauch bezeichnet der Begriff die Überlieferungen über Mohammed: über seine Anweisungen, nachahmenswerte Handlungen, Billigungen von Handlungen Dritter, Empfehlungen und vor allen Dingen Verbote und religiös-moralische Warnungen, die im Koran als solche nicht enthalten sind. Die Summe dieser Überlieferungen mit ihrem normativen Charakter bilden die "Sunna" des Propheten und sind somit Teil der religiösen Gesetze im Islam; sie ist nach dem Koran die zweite Quelle der islamischen Rechtswissenschaft (Justiz). Als koranischer Terminus ist "hadith" auch die Offenbarung Gottes. Bei Al-Buchari heißt es in einem Bericht über Abu Huraira, einem Begleiter Mohammeds: „Als wir uns in der Moschee aufhielten, kam
Mohammed, der Gesandte Gottes, zu uns und sagte: "geht mit mir zu den
Juden". Wir zogen somit aus, bis wir ihre Schulen erreichten. Da stand
der Prophet vor ihnen auf und rief ihnen zu: "Juden! Nehmt den Islam
an, so wird es euch wohl ergehen". Sie erwiderten: "Abu 'l-Qasim (Abu
'l-Qasim Muhammad ibn Abdallah ist der Namen des Propheten Mohammed),
du hast die Botschaft überbracht". Er erwiderte: "das will ich ja
auch tun" und dann rief er ihnen ein zweites mal zu, worauf die Juden
erwiderten: "Abu 'l-Qasim, du hast die Botschaft überbracht". Dann
rief er ihnen ein drittes mal zu und sagte: "Nehmt zur Kenntnis,
daß das Land Gott und seinem Gesandten zusteht und daß ich
euch (von hier) vertreiben werde. Wer von euch Eigentum hat, soll es
verkaufen. Wenn er dies nicht tut, so nehmt zur Kenntnis, daß das
Land Gott und seinem Gesandten zusteht". Quelle: Mohammed Die islamische Unfähigkeit zur Selbstkritik Top Ein Dialog mit dem Islam ist sinnlos, so lange die islamische Welt das Tabu der Islamkritik nicht aufgibt. Der Islam ist jedoch strukturell so angelegt, dass er Kritik prinzipiell nicht zulassen kann. Eine Religionsideologie wie der Islam, die sich selbst als perfekte, einzig legitime Gesellschaftsordnung definiert, gäbe ihren universellen Wahrheits- und Herrschaftsanspruch auf, würde eine Hinterfragung des Islam zugelassen. Ablehnung und Unfähigkeit zur kritischen Selbstreflexion durchdringen die gesamte islamische Gesellschaft, vom Individuum über islamische Organisationen, islamische Staaten bis in theokratische (religiöse) Instanzen. Kritik am Propheten wird tabuisiert Der Islam vermittelt die Norm, dass jegliche Kritik am Islam, dem Koran und dem Propheten nicht nur tabuisiert sind, sondern auch verfolgt werden müssen. Morddrohungen gegen Islamkritiker sind darum aus islamischer Sicht eine Selbstverständlichkeit. Sie gehen zurück auf das Vorbild des Propheten. Hierzu zwei Fallbeispiele: Abu Afak, ein Mann sehr hohen
Alters, wurde hingerichtet, weil er Anekdoten über Muhammad
verfasst hatte. Salem ibn Omayr tötete ihn auf Geheiß des
Propheten, der zuvor die Frage gestellt hatte: “Wer wird für mich
mit diesem Schurken fertig?” Die Ermordung eines so betagten Mannes
bewegte Asma bint Marwan dazu, respektlose Worte über den
Propheten zu äussern. Dafür wurde auch sie mit dem Tode
bestraft. (Ali Dashti: 23 Jahre “ Die Karriere des Propheten Muhammadas
Seite 161, Verlag Alibri, Aschaffenburg 2003)
Intoleranz gegenüber Islamkritik ist untrennbar verbunden mit der
in der gesamten islamischen Welt unbestrittenen Vorbildrolle des
Propheten Mohammed, dessen Verhalten im Konsens als “perfekt” verehrt
wird. Folglich ist in allen islamischen Ländern Kritik am
Propheten und dem Islam ein Straftatbestand. Lediglich die
Strafmaße variieren.Ibn Chatal besass zwei Singsklavinnen, Fartana und ihre
Freundin, die über den Propheten Spottlieder sangen. Mohammed
ordnete deshalb an, diese beiden zusammen mit Ibn Chatal zu töten.
(aus: Ibn Ishaq, Das Leben des Propheten, Tübingen/Basel 1976, S.
218 / Zur Information: Der Autor ist, neben Ibn Hisham, DER klassische
Biograph des “Propheten”, geboren 808 in Mekka, gestorben 873 in
Bagdad.) Morddrohungen gegen Islamkritiker Morde und Morddrohungen gegen Islamkritiker im Westen sind
darum eine unausweichliche Folge der Ausbreitung des Islam in Europa.
Jüngstes Beispiel sind die Morddrohungen gegen Mitglieder des Zentralrates der
Ex-Muslime. (siehe rundschau-online.de: Drohungen
gegen Ex-Muslime) (Sehr gut gefallen mir übrigens auch die Zehn
Gründe, den Islam zu verlassen des Zentralrats der Ex-Muslime.) Eine intolerante Haltung gegenüber Islamkritik sowie der
mangelnde Wille, selbst den Islam kritisch zu hinterfragen, wird im
islamischen Sozialisationsprozess normativ verankert. Das trifft auch
auf in Deutschland lebende Moslems in erschreckend hohem Maße zu.
Bereits 1997 ergab eine Befragung von insgesamt 1221 Jugendlichen
türkischer Herkunft im Alter zwischen 15 und 21 Jahren folgendes: "Wenn es der islamischen
Gemeinschaft dient, bin ich bereit, mich mit körperlicher Gewalt
gegen Ungläubige einzusetzen". oder: "Wenn es der islamischen
Gemeinschaft dient, bin ich bereit, andere zu erniedrigen". oder:
"Gewalt ist gerechtfertigt, wenn es um die Durchsetzung des islamischen
Glaubens geht". und schliesslich: "Wenn jemand gegen den Islam
kämpft, muss man ihn töten". Die Anteile der Zustimmung zu
den aufgeführten Aufzählungen des Fragebogens liegen zwischen
32,2 Prozent für die zuletzt genannte (jemanden töten) und
35,7 Prozent für die erste Position (körperliche Gewalt
anwenden). Unkritische Solidarität Islamische Sozialisation verbleibt jedoch nicht “nur” auf der
religiös-ideologischen Ebene. Sie wirkt als Grundmuster auf das
gesamte Zusammenleben in islamisch geprägten Gemeinschaften. Sie
wirkt übersteigert gemeinschaftsbindend und solidarisierend
gegenüber Mitgliedern der eigenen Gemeinschaft gegenüber
Personen ausserhalb der eigenen Bezugsgruppe, und insbesondere
gegenüber Nicht-Moslems. Folglich findet sich fast immer eine
unkritische Solidarität, wenn Mitglieder der Eigengruppe
Aggression nach außen zeigen. Westliche Fürsprecher des Islam verweisen an dieser Stelle zumeist auf vergleichbare Verbrechen christlicher Eroberer und Kleriker. Sie verkennen jedoch, oder unterschlagen gezielt und bewusst, dass im heutigen Westen z.B. gegenüber den Kreuzzügen und der Inquisition eine sehr kritisch-ablehnende Haltung eingenommen wird. Ganz anders hingegen ist das Verhältnis zur Gewaltgeschichte des Islam in dessen Hemisphäre. Die Unfähigkeit zur Selbstkritik im Islam ist tief verankert Die heutige islamische Welt ist nicht nur völlig
unkritisch gegenüber ihren historischen Verbrechen, sondern auch
gegenüber Missständen in der Gegenwart. Nirgendwo in der
islamischen Welt gibt es “Friedensdemos” wegen der fortlaufenden
Massaker in Darfur, der tausende Ehrenmorde jährlich, der
Verfolgung und Ermordung Ungläubiger, dem Mangel an individueller
Freiheit. Während man im Westen US-Präsident Bush auf das
heftigste kritisiert und als “World terrorist No.1″ diffamiert, findet
sich nichts Vergleichbares gegen Mullahs, Imame oder sonstige Herrscher
und Beherrscher in der islamischen Welt. Der Westen hat die Verpflichtung, seine humanistischen Standards zu verteidigen So lange der Islam sich nicht in gleicher Weise mit seiner Geschichte und seinen kulturellen Inhalten kritisch befasst wie der heutige Westen, macht ein Dialog nur dann Sinn, wenn der Westen genau diese Selbstkritik einfordert. Auf der anderen Seite hat der Westen die moralische Verpflichtung, seine humanistischen Standards zu verteidigen und der islamischen Welt einen Ausweg aus der geistig-kulturellen Gefangenschaft der islamischen Selbstbeschränkung des Denkens aufzuzeigen. Religionskritik ermöglichte beim Christentum erst das
Erlöschen der Scheiterhaufen. Religionskritik beim Islam bedeutet
jedoch, den Islam in seinem Fundament zu erschüttern.
Gewaltherrschaft ist eine Abweichung der christlichen Lehre. Beim Islam
ist Gewalt, Unterdrückung und Diskriminierung jedoch zentraler
Bestandteil der religiösen Lehre mit dem Ziel, weltliche,
politische und juristische Macht zu etablieren und zu erhalten. Doch
anders als in einer direkten Konfrontation mit diesen Fakten und den
Mitteln der Aufklärung lassen sich elementare Menschenrechte wie
Meingungsfreiheit, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung usw. nicht
verteidigen, und für die islamische Welt erschließen. Quelle: Die
islamische Unfähigkeit zur Selbstkritik Beitrag eines Lesers zu diesem Artikel: Das Ergebnis: 178 Nobelpreise für die Juden (bei 13 Millionen Juden weltweit) und nur 9 Nobelpreise für die Mohammedaner bei 1.300 Millionen Moslems. Juden holen also 25.000 mal häufiger einen Nobelpreis als
die ach so hochkulturellen Mohammedaner! (Hier wurde allerdings nicht
richtig gerechnet. Die Juden holen nur 1978 mal (also fast 2000 mal)
häufiger, den Nobelpreis als die Mohammedaner und nicht 25.000 mal
häufiger.)
Das internationale Komitee gegen Steinigungen Top Die 14jährige Zhila Izadi aus Marivan im Iran hatte Glück: Sie wurde diese Woche mit 55 Peitschenhieben bestraft. Im Gefängnis legten die Wärter sie auf eine Holzbank, bedeckten den nackten Rücken mit einem Tuch, um sich selbst vor unzüchtigen Gedanken zu schützen, dann droschen sie auf Zhila ein, bis sich das Tuch rot färbte. Immerhin: Vorerst ist sie dadurch dem Tod entgangen. Vor zwei Wochen noch hatte ein Scharia-Gericht sie zum Tod durch Steinigung verurteilt, weil sie mit ihrem Bruder ein Kind gezeugt hat. Aber als selbst iranische Medien gegen die Todesstrafe protestierten, wurde sie ausgesetzt (der Bruder blieb straffrei). Dennoch schwebt Zhila in Lebensgefahr, weil der Richterspruch ohne Begründung revidiert wurde. In solchen Fällen wird die Steinigung oft später auf der Straße nachgeholt - vom Lynchmob. Werden derart schaurige Schicksale im Westen bekannt, steckt meist Mina Ahadi dahinter. Die 48jährige gilt als weltweit aktivste Kämpferin gegen die Steinigung. Seit acht Jahren lebt die Iranerin mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Köln. Hier hat sie vor drei Jahren das "Internationale Komitee gegen Steinigung" gegründet. Es initiiert weltweit Kampagnen und recherchiert Steinigungsfälle für die Öffentlichkeit - aktuell das von Zhila oder der Nigerianerin Hajara Ibrahim. Die kämpft derzeit im Berufungsverfahren gegen ihre Steinigung. Ihren Kampf gegen die "frommen Sadisten" begann Ahadi, als iranische Oppositionelle ihr immer öfter von Steinigungen berichteten - von Frauen, bis zur Brust im Boden eingegraben, den Kopf mit einem weißen Sack umhüllt; von Steinen, die auf den Schädel prasselten; von roten Flecken auf dem Sack, die immer größer wurden. "Wer um viel Leid weiß, muß handeln, um nicht irre zu werden", sagt Ahadi. 2001 gründete sie das Komitee gegen Steinigung. Laut Internationaler Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist die Steinigung derzeit in fünf islamischen Ländern die gesetzliche Strafe für außerehelichen oder gleichgeschlechtlichen Sex: im Iran und Sudan, in Nigeria, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Praktiziert wird sie auch in Pakistan oder im Jemen. Mindestens 400 Steinigungen soll es im letzten Jahrzehnt weltweit gegeben haben. Quelle: Im Kampf mit den frommen Sadisten Protest gegen die Todesstrafe von Nazanin Fatehi im Iran Im Iran ist Anfang des Jahres 2006 die 18-jährige Nazanin zum Tode verurteilt worden. Der Grund: Sie hatte sich als Minderjährige gegen drei Männer, die sie vergewaltigen wollten, zur Wehr gesetzt und einen der Angreifer in Notwehr getötet. Sie wurde von einem iranischen Gericht zum Tod durch Erhängen verurteilt. Gegen das Urteil wurde Revision eingelegt, der nächste Verhandlungstermin ist voraussichtlich im Juni. Es ist zu befürchten, dass das Urteil erneut vom Gericht bestätigt und kurz darauf vollstreckt wird. Terre des Femmes protestiert zusammen mit dem „Internationalen Komitee gegen Steinigung“ und der Kampagne „Vergesst niemals Hatun“ aufs Schärfste gegen die Todesstrafe von Nazanin und fordert ein faires Gerichtsverfahren sowie einen anschließenden Freispruch der Verurteilten. Weitere Forderungen sind die Abschaffung der Todesstrafe sowie anderer grausamer und erniedrigender Behandlungen von Gefangenen im Iran.Seit der Verurteilung von Nazanin wurde eine breit angelegte Protestaktion gestartet, in deren Rahmen viele Unterschriften gesammelt und Protestbriefe an die iranische Regierung geschrieben wurden. Inzwischen konnte für Nazanin auch ein Anwalt engagiert werden, der sich für ihren Freispruch einsetzt. Der Fall von Nazanin ist kein Einzelfall: Die Achtung von Menschenrechten und Frauenrechten im Besonderen ist im Iran nicht gewährleistet. So finden willkürliche Festnahmen und unfaire Gerichtsverfahren statt, die Gefangenen haben selten juristischen Beistand. Folter und andere grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafen sind in iranischen Gefängnissen nicht selten. Allein im Jahr 2004 wurden mindestens 159 Personen
hingerichtet, die tatsächliche Anzahl ist unbekannt. Die
Gründe für Hinrichtungen sind vielfältig und reichen von
„Ehebruch“ über „feindseliger Gesinnung gegen Gott“, von
Homosexualität bis hin zu „unmoralischem Verhalten“. Unter
den
Hingerichteten befinden sich viele Frauen, teilweise auch
Minderjährige. Frauen sind von der grausamen iranischen
Rechtssprechung besonders betroffen: So wird z. B. Vergewaltigung
oder sexuelle Belästigung nicht den Tätern, sondern den
Opfern angelastet, indem behauptet wird, das Opfer hätte den
Täter „provoziert“. Nazanin Fatehi wurde am 31. Januar 2007 aus der Haft entlassen. Quelle: Steinigungen für
Ehebruch? Sure 24, 1: Peitscht die Unzüchtige und den
Unzüchtigen gegebenenfalls jeweils mit hundert Peitschenhieben
aus; und lasset euch angesichts dieser Vorschrift Allahs nicht von
Mitleid mit den beiden ergreifen, wenn ihr an Allah und an den
Jüngsten Tag glaubt. Und eine Anzahl der Gläubigen soll ihrer
Pein beiwohnen. Quelle: Gegenstimme Peitschenhiebe für Ehebruch? Warum also verurteilen
einige islamische Staaten Ehebrecherinnen zur Steinigung bis zum Tod?
Wegen eines Hadith (Ein Hadith ist eine überlieferte Anweisung
Mohammeds.), das besagt, daß der Koran ursprünglich die
Steinigung für Ehebrecher vorsah, aber daß die Passage
irgendwie weggefallen ist. Umar, der zweite Nachfolger Mohammeds als
Kalif, der Führer der Gläubigen, erklärte [z.B. nach
Bukhari 8/82/816]: Ich fürchte, daß nachdem eine lange Zeit
vergangen ist, können die Leute sagen: Wir finden nicht die Verse
von Rajam (Steinigung zu Tode) im heiligen Buch und folgerichtig
könnten sie vom rechten Weg abweichen, indem sie eine
Verpflichtung, die Allah enthüllt hat, aufgeben. Quelle: islam-deutschland.info Es erzählte Abu Nudschaid Imran ibn al-Husain al-Khuza'i (r), dass eine Frau aus dem Dschuhaina-Stamm aufgrund eines Ehebruchs schwanger wurde. Sie kam zum Propheten, gab ihre Schuld zu und sagte: "Oh Gesandter Allahs, ich habe eine schwere Sünde begangen. Bestrafe mich also dementsprechend." Der Prophet ließ ihren Vormund kommen und sagte zu ihm: "Behandle sie gut, und bringe sie wieder zu mir, wenn sie entbunden hat." Der Vormund führte die Anweisungen durch und brachte sie zurück zum Propheten, der das Urteil sprach und ihre Hinrichtung anordnete. Man band daher ihre Kleider um ihren Körper fest, und sie wurde zu Tode gesteinigt. Danach leitete der Prophet ihr Begräbnisgebet. Umar bemerkte sodann: "Oh Prophet Allahs! Sie ist eine Ehebrecherin und du leitest ihr Begräbnisgebet?" Der Prophet sagte: "Sie hat in so einem Maß bereut, dass, wenn diese Reue auf siebzig Personen aus Medina verteilt würde, sie für alle ausgereicht hätte. Gibt es etwas besseres, als dass sie sich selbst für Allah, den Allmächtigen und Erhabenen, aufgeopfert hat?" Bei einer Steinigung pflegte man die Kleidung festzubinden, um zu verhindern, dass während des Steinigens eine Blöße des Verurteilten sichtbar wurde. Quelle: Islamische Datenbank Sure 4,15: Und wenn einige eurer Frauen eine Hurerei begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließt sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg gibt. Der Koran sieht den Tod einer Ehebrecherin vor (Sura 4,15) und die Hadithe auferlegen als Strafe für Ehebruch Steinigung: Sahih Muslim: Hadith 4207; Sahih Al-Bukhari Hadith: Hadith 8.817 Vergleichen wir diese Geschichte mit einer ganz ähnlichen Begebenheit im Leben Jesu, des lebendigen Wortes Gottes. Die jüdischen Oberen brachten eine Frau zu Jesus, die im Ehebruch ergriffen worden war, und wollten sie steinigen nach dem Gesetz Mose. Da sprach Jesus zu ihnen: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie." Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Jesus fragte sie: "Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt?" Sie antwortete: "Niemand, Herr." Und Jesus sprach: "So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr." (Johannes 8, 3-11). Ehrenmorde - Frauen bei lebendigem Leib begraben Top Islamabad: Weil sie ihre Ehemänner selber aussuchen wollten, wurden fünf Frauen im Südwesten Pakistans lebendig begraben. Der pakistanische Abgeordnete Israr Ullah Zehri rechtfertigte die Tat und sagte: "Diese Tat entspreche einer jahrhundertalten Tradition und ich werde sie weiter verteidigen.". Auf die fünf Frauen, drei davon waren noch Jugendliche, soll zunächst geschossen worden sein. Anschließend warf man sie in ein Grab und schaufelte Erde darüber, obwohl sie noch atmeten. "Nur wer sich der Unmoral hingibt, muss Angst haben." sagte Zehri am Freitag im pakistanischen Parlament und sorgte damit für einen Eklat. Weiter erklärte er den verblüfften Abgeordneten, dieser Brauch des Baluch-Stammes helfe dabei, Obszönitäten zu stoppen. Er rief die Abgeordneten auf, nicht so viel Aufhebens um diese Angelegenheit zu machen. Mehrere Abgeordnete sprangen dagegen protestierend auf und verurteilten den sogenannten Ehrenmord als barbarisch.Die ehemalige pakistanische Frauenministerin Nilofar Bakhtiar, die sich für Gesetze gegen Ehrenmorde eingesetzt hat, zeigte sich schockiert. "Wir bewegen uns zum Ausgangspunkt zurück", sagte die Abgeordnete. Menschenrechtsgruppen warfen örtlichen Behörden vor, sie hätten versucht, den Zwischenfall zu vertuschen. Die Morde haben sich nach Berichten von Menschenrechtsaktivisten und lokalen Medien vor etwa einem Monat in dem entlegenen Dorf Baba Kot im Bezirk Jafferabad in Belutschistan zugetragen. Wie die asiatische Menschenrechtskommission berichtete, hatten
sich
die Frauen den von den Stammesältesten arrangierten Ehen
widersetzt. Sie sollen unter der Androhung von Waffengewalt von sechs
Männern in ein Auto gezwungen und zu einem entlegenen Feld
gebracht worden sein. Dort seien sie geschlagen, beschossen und
schließlich lebendig begraben worden. Einer der Täter soll
mit einem hohen Beamten in der Provinz verwandt sein. Schutzgelderpressung Top Hatte Mohammed
jüdische, christliche oder arabische Stämme überfallen,
so verlangte er von ihnen, dass sie zum Islam konvertierten oder eine
sogenannte Kopfsteuer entrichteten. So etwas würde man heute als
Schutzgelderpressung betrachten. Menschen, die dem jüdischen oder
christlichen Glauben angehörten, durften zwar ihre Religion
beibehalten, aber sie mußten eben die besagte Kopfsteuer
entrichten. Taten sie dies nicht, so kam es einem Todesurteil gleich.
Man ließ den Christen, Juden, Zoroastriern, Samariern, Sabiern,
Gnostikern u.a.
zwar ihre Religion, aber sie wurden zu Menschen zweiter Klasse und
ebenso behandelt. Diese Einstellung hat sich in der islamischen
Rechtssprechung bis heute gehalten. Christen und Juden sind gemäß islamischer Lehre so genannte "Schriftbesitzer" die nach Einführung der Gizya1 (auch Dschizya, eingedeutscht Dschisya = Kopfsteuer) zu "Schutzbefohlenen" (Dhimmis2) geworden sind. "Schriftbesitzer" sind sie, weil sie ihre Lehre auch auf Propheten (Adam, Abraham, Moses, Noah etc.) abstützen, Propheten also, auf die sich auch Mohammed beruft. Das Zeugnis dieser Propheten ist für Christen und Juden in ihren heiligen Schriften (Evangelium und Thora) niedergelegt. Da der Inhalt dieser Bücher aber nicht mit dem islamischen Dogma übereinstimmt, werden Christen und Juden der Schriftverfälschung bezichtigt. Trotzdem geniessen sie eine Sonderstellung vor den Ungläubigen (Polytheisten = heinischen Arabern).Schutzbefohlene wurden sie übrigens dadurch, dass Mohammed ihnen nach dem Überfall (mitunter war nicht einmal ein Überfall erforderlich, sondern oft reichte eine Androhung) den Stämmen versprach, sie zukünftig gegen Überfälle anderer Stämme zu schützen. 1Die Gizya oder Dschisya ist die Bezeichnung für die den nichtmuslimischen Schutzbefohlenen (Dhimmis) obliegende Steuer unter islamischer Herrschaft. Die Forderung dieser Steuer von der unterworfenen, nichtmuslimischen Bevölkerung, von den Schriftbesitzern, von den Juden und Christen, ist im Koran begründet:
2Als Dhimmis werden im Allgemeinen die Juden, Christen, Zoroastrier (iranische Religion), Samarier, Sabier, Gnostiker, Hindus, Buddhisten u.a. betrachtet. Eine Lehrmeinung, wie Muslime Christen behandeln sollen findet sich in folgender Fatwa3 (Rechtsgutachten) - Inhalt: Christen dürfen (bestimmte) muslimische Länder nicht betreten. Ihre Häuser dürfen nicht höher als die Häuser der Muslime sein. Ein Muslim darf Christen nicht grüßen (d. h., er darf nicht mit der Begrüßung beginnen, sondern muss warten, bis er von ihnen begrüßt wird). Auf Wegen müssen die Juden und Christen abgedrängt werden (nach Muhammads Vorschriften müssen Muslime auf Wegen so gehen, dass für Juden und Christen kaum einen Durchgang gelassen wird), weil Muslime das Vorrecht auf Straßen haben (d.h. mehr Recht auf die Benutzung von Straßen). Sie (die Juden und Christen) müssen Kleider tragen, die zeigen, dass sie erniedrigte Schutzbefohlene sind. Selbst ein Kind muss leicht als schutzbefohlenes Christenkind erkennbar sein. Es ist den Christen und Juden verboten, neue Kirchen zu bauen. 3Eine
Fatwa ist ein islamisches Rechtsgutachten, das in der Regel von
einem Mufti (Verfasser eines Rechtsgutachtens als Spezialist für
das islamische Recht) zu einem speziellen Thema herausgegeben wird. Für Christen und Juden ist vorgesehen, dass sie ihren Glauben behalten können, wenn sie eine besondere Steuer (Giziya) entrichten: "Diejenigen Juden und Christen, die aus eigenem Antrieb aufrichtige Muslime werden und der islamischen Religion folgen, gelten als Gläubige und haben dieselben Rechte und Pflichten wie diese. Wer in seinem Christentum oder Judentum verharrt, darf nicht davon abgebracht werden; jeder Erwachsene unter ihnen, sowohl Mann wie Frau, Freier wie Sklave muss einen ganzen Dinar oder den Gegenwert in Kleidern bezahlen! Alle, die dies tun, stehen unter dem Schutze Gottes und Seines Gesandten; wer sich aber weigert, der ist ein Feind Gottes und Seines Gesandten und aller Gläubigen" (G. Rotter: Das Leben des Propheten, Seite 248, Spohr Verlag, Kandern, 2004) Dazu Albrecht Noth (deutscher Islamwissenschaftler, 1937 - 1999): "In diesem Vers (Sure 9, Vers 29) ist für unsere Frage wichtig: obwohl die religiöse Verschiedenheit zwischen den Muslims einerseits und den Christen und Juden andererseits ein wesentlicher Grund für die Aufnahme des Kampfes ist, bestimmt sie dennoch nicht sein Ziel, d.h. die Schriftbesitzer sollen nicht etwa bekehrt werden; das Ziel des Kampfes ist weltlicher Natur: tributäre (finanzielle) Abhängigkeit." (Albrecht Noth, Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum, Seite 15, Verlag Ludwig Röhrscheid, Bonn, 1966)Tödlich kann es für die Schriftbesitzer dann werden, wenn sie das Schutzgeld nicht zahlen wollen oder können: Dann bleibt entweder die Konvertierung (Übertritt zum Islam) oder der Tod. Islamische Theologie und Rechtswissenschaft haben nach Mohammeds Tod detaillierte Bestimmungen für Christen ausgearbeitet, die für diese Dhimmis (Schutzbefohlenen) eine Existenz festlegte, die in weiten Belangen des täglichen Lebens eine entrechtete Stellung als Bürger zweiter Klasse vorsah. Wir verweisen
noch auf ein
beispielhaftes Schriftstück, in welchem die Stellung von Dhimmis
definiert wird. Es wurde von einem islamischen Rechtsgelehrten in
nachprophetischer Zeit erstellt.
Adel Theodor Khoury, ein libanesischer Philosoph und Theologe, schreibt
über die
Entrechtung der „Schriftbesitzer“ im politischen Bereich: „Die Ungleichheit der Bewohner des Landes
aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit tritt am deutlichsten im
politischen Bereich zutage. denn es geht hier um die Ausübung der
Macht im Staat, und diese ist nach islamischem Recht
ausschließlich den Muslimen vorbehalten. So sind sich die
muslimischen Rechtsgelehrten darüber einig, daß der Zugang
zu
hohen Ämtern der Exekutive (Regierung) im Staat den
Schutzbürgern
verwehrt werden muß, denn der Koran
verbietet es, ihnen den Vorzug
vor den Gläubigen zu geben". Welche Einstellung der Koran
gegenüber Juden, Christen und Nichtgläubigen hat, kann man
folgenden Koranversen entnehmen: Sure 3, Vers 28: Nicht sollen die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen, unter Verschmähung der Gläubigen. Wer solches tut, der findet vor Allah in Nichts Hilfe, außer ihr fürchtet euch vor ihnen. Beschützen aber wird euch Allah selber, und zu Allah geht die Heimkehr. Quelle: Adel Theodor Khoury, Der Koran, Übersetzung und Kommentar, Band 7, 1996, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, Seite 84) Rassendiskriminierung Im Schweizerischen Strafgesetzbuch (StGB) Art. 261 bis lesen wir: Wer öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion zu Hass oder Diskriminierung aufruft,wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind, wer mit dem gleichen Ziel Propagandaaktionen organisiert, fördert oder daran teilnimmt, wer öffentlich durch Wort, Schrift, Bild, Gebärden, Tätlichkeiten oder in anderer Weise eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion in einer gegen die Menschenwürde verstossenden Weise herabsetzt oder diskriminiert oder aus einem dieser Gründe Völkermord oder andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost oder zu rechtfertigen sucht, wer eine von ihm angebotene Leistung, die für die Allgemeinheit bestimmt ist, einer Person oder einer Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion verweigert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Der
jüngst erfolgte Entzug der
Staatsbürgerschaft aller christlichen Einwohner der Malediven
folgt der Logik des entrechteten Status von „Schriftbesitzern“ in
islamischen Ländern. Der
Verfassungsrat der Malediven hat eine Verfassungsänderung
verabschiedet, wonach nur Muslime Staatsbürger des Landes sein
können. Dadurch verlieren Menschen
anderer Religionen, auch ehemalige Moslems, die zum Christentum
konvertiert sind, die Staatsbürgerschaft und werden staatenlos. Auf
den Malediven ist es verboten, eine andere Religion als den Islam zu
praktizieren.
Obschon die bestehende Verfassung dies nicht
ausdrücklich erwähnt wird jede Person, die Texte anderer
Religionen befolgt, sie öffentlich macht oder auch nur liest so
lange bestraft, bis sie zum Islam konvertiert. Mina Ahadi Podcast (Radiosendung) Top Ich möchte euch einmal auf Mina Ahadi, die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime aufmerksam machen, die seit Jahrzehnten für Menschenrechte kämpft, die ausserdem ein Komitee gegen Steinigung gründete und sich gegen Ehrenmorde einsetzt. Sehr empfehlenswert ist auch der Podcast (Radiosendung) mit ihr, den man sich im Internet anhören oder herunterladen kann. Vor solchen Frauen habe ich wirklich Respekt. Vielleicht hört ihr euch einfach einmal an, was sie zum Islam zu sagen hat. Sie hat es nämlich als Exil-Iranerin am eigenen Leib erfahren, was es heißt in einem islamischen Land zu leben. Dafür hat ihr Mann mit dem Leben bezahlt und sie konnte nur überleben, weil sie aus dem Iran flüchtete. Videos zum Thema Islam und Integration Top Hier noch ein paar Videos zum Thema Feuertod wegen Zwangsverheiratung: Feuertod 1 (9:14
Minuten)
Feuertod 2 (9:22 Minuten) Feuertod 3 (9:06 Minuten) Feuertod 4 (8:08 Minuten) Feuertod 5 (4:58 Minuten) Zum Thema Ehrenmord: Das Kopftuch ist ihnen wichtiger als die eigeneTochter. Die eigene Tochter wird ermordet, weil sie kein Kopftuch tragen will. Sie hat sich benommen, wie eine Deutsche 1 (8:47 Minuten) Sie hat sich benommen, wie eine Deutsche 2 (8:54 Minuten) Sie hat sich benommen, wie eine Deutsche 3 (8:51 Minuten) Sie hat sich benommen, wie eine Deutsche 4 (8:49 Minuten) Sie hat sich benommen, wie eine Deutsche 5 (8:49 Minuten) Zum Kopftuchverbot: Eine Muslimin tanzt aus der Reihe 1 (9:40
Minuten)
Eine Muslimin tanzt aus der Reihe 2 (9:37 Minuten) Eine Muslimin tanzt aus der Reihe 3 (5:57 Minuten) Eine Muslimin tanzt aus der Reihe 4 (10:06 Minuten) Eine Muslimin tanzt aus der Reihe 5 (4:51 Minuten) Islamisierung & fehlgeschlagene Integration - Bandenkrieg in Köln Islamisierung & Integration - Bandenkrieg in Köln 1 (9:10 Minuten) Islamisierung & Integration - Bandenkrieg in Köln 2 (9:03 Minuten) Islamisierung & Integration - Bandenkrieg in Köln 3 (8:59 Minuten) Islamisierung & Integration - Bandenkrieg in Köln 4 (9:07 Minuten) Islamisierung & Integration - Bandenkrieg in Köln 5 (7:09 Minuten) Die Islamisierung Duisburg Marxloh's - Gewalt ist an der Tagesordnung Aus Duisburg wird Istanbul (9:47 Minuten) Die
Faschisten des 21. Jahrhunderts Top
Man hätte es wissen können, aber man wollte es nicht wissen. Vor allem in Deutschland nicht. Jetzt, nach einem Vierteljahrhundert ungehinderter islamistischer Agitation, gefördert nicht nur von den Gottesstaaten, sondern auch von so mancher westlichen Demokratie, lässt es sich nicht länger leugnen: Diese islamistischen Kreuzzügler sind die Faschisten des 21. Jahrhunderts. Doch sind sie vermutlich gefährlicher als sie, weil längst global organisiert. Allein aus den seit Jahren bekannten Trainingslagern von al-Qaida strömten in den vergangenen Jahren mindestens 70.000 Gotteskrieger aus 50 Nationen in die ganze Welt; etliche Staaten sind ganz in der Hand der Fundamentalisten, wie der Iran; einige halb, wie Pakistan; und so manche zittern unter ihrer Faust, wie Algerien. Jetzt geht auch im Westen die Angst um. Denn über das Einfallstor Balkan sind die in Bosnien, Albanien und dem Kosovo wütenden islamistischen Söldner in das Herz von Europa gedrungen, mit der Unterstützung des Westens. Die selbsternannten Gotteskrieger haben Italien zu ihrer logistischen Basis, England zu ihrer propagandistischen Zentrale und Deutschland zu ihrer europäischen Drehscheibe gemacht. Längst haben die pseudoreligiösen Terroristen mafiöse Strukturen, schaufeln sie ihre Dollars mit Drogen- und Frauenhandel. Die Parallelen zu 1933 drängen sich auf. Und auch damals handelte es sich um (zunächst) reine Männerbünde, waren von 42.000 NSDAP-Mitgliedern 1933 93 Prozent männlich, die Mehrheit im Alter von 27 bis 29 Jahren. Auch damals handelte es sich (zunächst) um eine Minderheit, die von einer gleichgültigen oder sympathisierenden Mehrheit toleriert wurden. Auch damals waren (zunächst) die Juden im Visier und die Frauen. Und nicht zufällig war eine der ersten Maßnahmen sowohl in Hitlers wie auch in Khomeinis Regime das Berufsverbot für weibliche Juristen. In beiden Fällen treibt die Männerbünde ein explosives Gemisch aus Nationalismus und Sozialismus, aus Rassismus und Mystik. Den Palästinenserinnen ist es ergangen wie den Algerierinnen und allen Frauen in den Freiheitsbewegungen der Ex-Kolonien, die sich auf ihre angeblichen Wurzeln berufen, dieses Gebräu aus Nationalismus und Religion. Einst kämpften diese Frauen mit dem Maschinengewehr in der Hand: für Freiheit für alle. Heute sind die Männer an der Macht und die Frauen unsichtbar geworden: unter den Schleier gezwungen von ihren einstigen Weggenossen. EMMA, in all den Jahren eine der raren Stimmen im deutschsprachigen Raum, die kontinuierlich über die Gefahr des islamischen Fundamentalismus berichteten, bezahlte 1994 dafür sogar mit der einzigen physischen Attacke ihrer Geschichte: Maskierte Frauen stürmten die Redaktionsräume, zerstörten die Computer und hinterließen einen Haufen realen Mistes. Dazu Flugblätter, die den Rassismus von EMMA anklagten und sich auf ein im Juli 1993 veröffentlichtes Dossier über die steigende Macht der Islamisten mitten in Deutschland beriefen. Das ganze war feministisch signiert, aber trug, laut der erstaunten Polizei, die Handschrift der PKK. Ich staunte weniger, denn mir waren die Verwicklungen zwischen Befreiungsbewegungen wie der kurdischen PKK oder der palästinensischen Hamas einerseits und revolutionsschwärmerischer deutscher Linker beider Geschlechter andererseits schon länger klar... Quelle: Alice Schwarzer - Die falsche Toleranz Die Sympathie vieler Linker mit revolutionären internationalen Gruppen ist bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass einige dieser revolutionären internationalen Gruppen, sich nicht nur die Befreiung des Volkes auf die Fahnen geschrieben haben, sondern dass sie sich offensichtlich auch sehr mit islamistischen Ideologien identifizieren. Dies geht bereits aus dem obigen Absatz hervor, in dem dargestellt wird, dass die fortschrittlichen linken Frauen in den islamischen Ländern, wie im Iran, einst gar mit der Waffe in der Hand gegen die menschen- und frauenverachtende Politik des Ayatollah Khomeni kämpften, heute aber von ihren einstigen Weggenossen unter den Schleier gezwungen werden. Nicht viel anders sind, wie Alice Schwarzer schreibt, auch einige weibliche Mitglieder der PKK, die wegen der angeblich rassistischen Politik der Emma-Redaktion, einen Überfall auf dieselbige Reaktion machte, wobei sie die Computer und Redaktionsräume zerstörte. Kann man die Haltung der Linken also vielleicht wirklich als revolutionsschwärmerisch bezeichen, wie Alice Schwarzer es sagt? Müsste die Linke ihre Haltung gegenüber islamisch motivierten revolutionären Gruppen nicht einmal überdenken? Teil 2 - Mohammeds Feldzüge Vorwort Top Um eine grösstmögliche Authentizität im geschichtlichen Abriss des Lebens von Mohammed zu erreichen, werden umfangreiche Passagen aus der Chronik des islamischen Gelehrten Ibn Ishaq (704-773) zitiert. Es ist dies eine detaillierte Geschichtsschreibung (750 Seiten) über das Leben des Propheten Mohammed welche 120 Jahre nach dessen Tod (632), im Jahre 750, ausschliesslich auf Grund von mündlichem Zeugnis, von Ibn Ishaq schriftlich niedergelegt wurde. Im Jahre 810, d.h. sechzig Jahre nach der Erstveröffentlichung von Ibn Ishaq wurde dieses Werk von einem anderen islamischen Gelehrten, Ibn Hischam, redigiert und verkürzt. Die ursprüngliche Version von Ibn Ishaq ist verschollen. 1864 wurde diese Biographie vom Orientalisten Dr. Gustav Weil ins Deutsche übertragen. Wie die Entstehung dieses Werkes zeigt, muss man seinen Anspruch auf Übereinstimmung mit der geschichtlichen Wirklichkeit des Lebens von Mohammed bezweifeln. Zur Zeit seines Todes existierten noch keine schriftlichen Aufzeichnungen über sein Leben. 120 Jahre rein mündliche Übertragung sowie die anschliessende Überarbeitung und Verkürzung schliessen wohl die Authentizität dieser Chronik weitgehend aus. Da es sich aber um die älteste Biographie Mohammeds handelt und sie zum offiziellen islamischen Dogma gehört, wurde sie als zweite islamische Quelle unserer Arbeit zugrunde gelegt. Das Werk von Dr. Gustav Weil ist leider im Buchhandel nicht mehr erhältlich. Sie finden es womöglich in einer Universitätsbibliothek. Ferner wird auf die sehr umfangreichen Berichte der Belehrungen, Taten und Anweisungen des Propheten Sunna hingewiesen, welche in Textsammlungen (Sahih) zusammengestellt sind. In dieser Arbeit werden Stellen von Muslim und Bukhari1 verwendet. (Die Sunna (arabisch: „Brauch, gewohnte Handlungsweise, überlieferte Norm“) steht im Islam für das, was Mohammed gesagt, getan, geduldet oder bewusst nicht getan haben soll.) 1Bukhari = Al Buchari, 810 - 870, war ein bedeutender islamischer Gelehrter aus Usbekistan. Der „Sahih“ ist das Hauptwerk al-Bucharis, an dem er über sechzehn Jahre gearbeitet haben soll und das seinen Ruhm in der gesamten islamischen Welt begründete. Angeblich soll er aus 600.000 Hadithen (Überlieferte Handlungen, Worte und Anweisungen Mohammeds von Dritten) nach den strengsten Kriterien der Traditionskritik ausgesucht haben, um sie als „Sahih“ in seine Sammlung aufzunehmen. Bis heute genießt seine Hadith-Sammlung im sunnitischen Islam höchste Autorität. Sie enthält 97 Bücher. Die Koranverse werden, wenn nicht anders angegeben, zitiert aus: Der Koran übersetzt von Max Henning Reclam, Stuttgart, 2002 (einige wurden auch aus islam.de entnommen, dort kann jeder die Koranverse nachlesen) Wichtig ist auch noch zu wissen, dass dass die historischen islamischen Quellen wissenschaftlich gesehen offensichtlich nicht als gesichert gelten. Es ist also angebracht eine gewisse Skepzis walten zu lassen, was das Leben und Wirken Mohammeds betrifft. Ob die Existenz Mohammds bewiesen oder nicht bewiesen ist, mag ich nicht zu beurteilen. Wie der Orientalist und Islamwissenschaftler Tilman Nagel in seiner umfangreichen (1052 Seiten) und leider auch sehr teuren (178 Euro) Mohammedbiographie hinweist, gelten die islamischen Quellen keineswegs als authentisch:
Zitat:
Quelle: Islamwissenschaft Situation vor den Feldzügen Top Unmittelbar vor der Hidschra, der Auswanderung Mohammeds aus
Mekka, gab es in der
Umgebung Yatribs (Medina)
eine generationenlange Fehde mit jüdischen und arabischen
Stammesgruppen auf beiden Seiten, die zu einer allgemeinen
Erschöpfung führte. Die arabischstämmigen Khazradj
(Khazradj
= Banu* Chazradsch) waren dabei, mit den
jüdischen
Stämmen der "Banu Quraiza" und "Banu Nadir" (Banū
n-Nadir) verbündet, die arabischstämmigen "Banu Aus" mit dem
dritten jüdischen
Stamm Yathribs (Medinas), den "Banu Qainuqa". Wobei hinzuzufügen
ist, dass die arabischen Stämme der "Banū Chazradsch" (Khazradj)
und der "Banu Aus" Mohammed nach seiner Flucht aus Mekka bei sich
aufnahmen. *Banu heißt "die Söhne des" und meint damit die jeweiligen Angehörigen des Unterstammes. Zur Zeit
der Hidschra (der Flucht Mohammeds aus Mekka) war nach
längeren Kämpfen zwar eine gewisse Ruhe eingekehrt, die
jedoch nur auf die gegenseitige Erschöpfung und nicht auf einen
Friedensschluss gegründet war. Eine friedliche Lösung
erhofften sich die (arabischstämmigen) "Khazradj" von der
Vermittlung Mohammeds, welchen sie
während der Wallfahrt bei Aqaba trafen. Ein Jahr später,
während der ersten Huldigung von Aqaba, nahmen einige
arabischstämmige "Khazradj" (Banū Chazradsch) den
Islam an, während der zweiten Huldigung kamen noch viele
arabischstämmige "Banu Aus" dazu
und Mohammed wurde zusammen mit den in Mekka verfolgten frühen
Muslimen nach
Yathrib (Medina) eingeladen. Er selbst musste aus Mekka fliehen, weil er die Götter
der Mekkaner verunglimpfte, sich mit dem
Großteil der Bevölkerung zerstritten hatte und seine
Beschützer, Chadidscha2 und "Abu Talib"3,
kurz zuvor (619) starben. Das Ergebnis war tatsächlich ein
Friedensschluss und ein
Vertrag, der den Stadtstaat Medina
als Föderation autonomer Stämme mit einer gemeinsamen
Außen- und Verteidigungspolitik begründete. Die arabischen
Stämme nahmen dabei, so die islamischen Quellen, mehr oder weniger
aufrichtig den Islam an, und die jüdischen Stämme behielten
ihre gesellschaftliche und religiöse Identität und ihre
interne Rechtsautonomie. 2Chadidscha war die erste und bis zu ihrem Tod im
Jahre 619, Mohammed
war zu dieser Zeit 50 Jahre alt, Chadidscha starb mit 65 Jahren, die
einzige Frau Mohammeds. Chadidscha war eine reiche Kauffrau in Mekka
und
Tochter von Chuwailid aus dem Stamm der Banu Quraisch. Chadidscha hatte
mit Mohammed mindestens fünf Kinder. Aus den Hadithen sind vier
Töchter bekannt. 3Abu Talib war der Onkel des Propheten Mohammed. Er hatte Mohammed bei sich aufgenommen, nachdem Mohammeds Eltern gestorben waren. Abu Talib war Karawanenhändler und im Handel mit Syrien tätig. In Mekka war Abu Talib Oberhaupt der "Banu Haschim", eines Zweiges der "Banu Quraisch". Mohammed und seine Muhajirun (mekkanischen Auswanderer) beraubten sich, durch ihre Emigration aus Mekka, jeglicher Mittel zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes und waren deshalb auf die Hilfe der "Al-Ansar", also auf die Helfer und Unterstützer aus Medina angewiesen. Da dies kein Dauerzustand sein konnte, organisierte der Prophet Kriegszüge, um die Karawanen, die mit Mekka Handel trieben, abzufangen. Mohammed fühlte sich dazu berechtigt, da die Moslems von den Mekkanern aus ihrer Heimat und ihrem Stamm vertrieben worden waren. Des Weiteren gab es eine Tradition in Arabien, nach der ärmere Stämme bei ihren reicheren Nachbarn oder den sesshaften Bauern gewaltsam plünderten. So gaben diese Beutezüge den Muslimen die Möglichkeit, ihre wirtschaftliche Position zu festigen. Dies war umso wichtiger, als ihre Stellung innerhalb Medinas damals noch unsicher und nicht unbestritten war. Die Mekkaner hatten natürlich eine andere Sichtweise dieser Ereignisse. Darum verschlimmerte sich das Verhältnis mit den mekkanischen "Banu Quraisch" und den anderen mekkanischen Stämmen In diesem Gemisch der mekkanischen Auswanderer Mohammeds, den Helfern und Unterstützern aus Medina, den arabischen Stämmen der Khazradj und "Banu Aus", den Muslimen, den Polytheisten (den heidnischen Arabern, die an viele Götter glaubten) und den Juden, gab es nicht nur Gewinner des Friedensschlusses innerhalb Medinas (außerhalb herrschte Krieg). Muslimische Quellen berichten von vielen Fehden in Madinatun-Nabi (Yatrib heißt fortan Medina = Madinatun-Nabi = "Stadt des Propheten"). Die Unzufriedenen, wie z.B. die arabischstämmigen "Wa'il" (die Wa'il gehörten dem Stammesverband der arabischstämmigen "Banu Aus" an), paktierten bisweilen auch mit den äußeren Feinden. Quelle: Situation vor den FeldzügenÜbersicht über die Feldzüge Mohammeds Top In der Prophetenbiographie von Ibn Ishaq wird von einer ganzen Reihe von Feldzügen berichtet, die Mohammed geführt hat. Neben den Karawanenüberfällen, die Mohammed beging, führte er verschiedene Feldzüge aus. Der erste Feldzug begann elf Monate nach der Hidschra (622), nach Mohammeds Auswanderung aus Mekka im Jahre 623. Mohammed war zu diesem Zeitpunkt 53 Jahre alt. Der erste Feldzug erfolgte gegen die mekkanischen Quraisch sowie gegen den befreundeten Beduinenstamm der Damra. Man schloss jedoch Frieden und Mohammed kehrte nach Medina zurück. Bereits im darauffolgen Monat begab sich Mohammed erneut auf einen Feldzug gegen die Quraiasch. Nachdem er dort einige Tage verbracht hatte, schloss er mit den Stämmen der Mudlidj und den Damra einen Freundschaftsvertrag und kehrte kampflos wieder nach Medina zurück. Zehn Tage später, beim Feldzug gegen den arabischen Stamm der "Banu Fihr" entkam "Kurz Ibn Djabir", der zuvor Raubüberfälle auf das in der Nähe von Medina weidende Vieh unternommen hatte, durch eine Flucht. Darum kehrte Mohammed unverrichteten Dinge wieder nach Medina zurück. 624 gewann Mohammed mit 314 bewaffneten Moslems eine Schlacht gegen eine weit überlegene Schutztruppe, bestehend aus 950 bewaffneten Männern, die Mekka zum Schutz des Überfalls der mekkanischen Karawane durch Mohammed nach Badr schickte. Bei der Schlacht am Berge Uhud im Jahre 625, die als Rachefeldzug der Mekkaner gegen die Karawanenüberfälle Mohammeds zu verstehen ist, zogen 3.000 bewaffnete Mekkaner mit 200 Pferden und 3.000 Kamelen in Richtung Medina. Am Berge Uhud unterlag Mohammed, der mit 700 moslemischen Kriegern gegen die Mekkaner angetreten war, nachdem ihm bei der Schlacht in Badr noch dreitausend Engel behilflich waren. Offenbar hatten Mohammed die Engel am Berge Uhud verlassen. Sure 3, Vers 123-125: Und da verhalf Allah euch bei Badr zum Sieg, während ihr verächtlich erschient; darum fürchtet Allah; vielleicht werdet ihr dankbar sein. Als du zu den Gläubigen sagtest: "Genügt es euch denn nicht, daß euer Herr euch mit dreitausend herniedergesandten Engeln hilft? Ja, wenn ihr geduldig und gottesfürchtig seid und sie sofort über euch kommen, wird euer Herr euch mit fünftausend Engeln in Kampfbereitschaft helfen."Danach gab es noch weitere Feldzüge, die Mohammed führte. So berichtet die Prophetenbiographie, dass Mohammed 624 den jüdischen Stamm der Qainuqa aus Medina vertrieb. 625 nach der Schlacht von Badr, vertrieb Mohammed ebenfalls den jüdischen Stamm der "Banu Nadir" aus Medina. Nach dem Feldzug gegen die "Banu Nadir" begab sich Mohammed im Jahre 626 auf einen Feldzug gegen die arabischen Stämme der "Banu Muharib" und der "Banu Thalaba", zwei Unterstämme der Ghatafan. Anschließend erfolgte ein Feldzug gegen die "Dhat ar-Riqa". 627 folgte die Grabenschlacht, bei der sich verschiedene Beduinenstämme mit den mekkanischen Quraisch verbündeten und mit einem Heer von 10.000 Kriegern und 600 Pferden Medina umringten. In Medina dagegen waren etwa 3.000 überwiegend moslemische Kämpfer, die einen Graben um die Stadt gruben, den die Mekkaner nicht überwinden konnten. Nach zwei Wochen ohne größere militärischen Aktivität gaben die Quraisch und ihre Verbündeten die Belagerung auf und zogen sich nach Mekka zurück, da sie weder militärisch Erfolg hatten und sehr darunter litten, dass sie "keine feste Wohnstatt hatten und ihnen die Pferde und Kamele verendeten". Deshalb fanden im Grabenkrieg nur sechs Muslime und drei Männer der mekkanischen Quraisch den Tod. Nach dem Grabenkrieg soll Mohammed der Erzengel Gabriel erschienen sein und ihn aufgefordert haben, den jüdischen Stamm der "Banu Quraiza" anzugreifen, da sie sich bei der Grabenschlacht mit den mekkanischen Quraisch verbündeten, um Mohammed ein für allemal zu erledigen. ZitatUnter den Toten, die Mohammed auf dem Marktplatz von Medina enthaupten ließ, waren übrigens auch Raihana's Mann und Vater. Nach dem Grabenkrieg gab es weitere Feldzüge Mohammeds. 628 führte Mohammed einen Überraschungsfeldzug gegen die nördlich von Medina in dem fruchtbaren und bevölkerungsreichen Tal von Chaibar lebenden jüdischen Stämme der "Banu Nadir", der "Banu Quraiza" und der "Banu Qainuqa", die Mohammed zuvor aus Medina vertrieben hatte. Nach der Kapitulation wurden die Juden aufgefordert, die Hälfte ihrer Erträge aus der Landwirtschaft an die an dem Feldzug beteiligten Moslems abzuliefern. 642, also 10 Jahre nach dem Tod Mohammeds wurden die Juden aus der Oase Chaibar durch den Kalifen "Umar ibn al-Chattab" vollkommen vertrieben, da das Gebiet zur Ansiedlung von Sklaven benötigt wurde. Die jüdischen Stämme siedelten sich dann in Syrien an. Quelle: Zug nach Chaibar 628 unternahm Mohammed ebenfalls einen Feldzug gegen den Stamm der "Banu Mustaliq": Zitat
630 schickte Mohammed ein Heer unter dem Befehl des "Zaid ibn Haritha" nach Muta. Die Muslime, 3.000 an der Zahl, rüsteten sich zum Aufbruch und als es so weit war, nahmen die Feldherrn des Propheten von den Zurückgeblieben Abschied. Das Heer brach auf und der Prophet begleitete es ein Stück des Wegs. Dann nahm Mohammed von dem Heer Abschied und kehrte nach Medina zurück. Das Heer zog bis nach Maan in Syrien. Dann erfuhren die Muslime, das Heraklius mit 100.000 Byzantiners, denen sich weiter 100.000 Mann aus den Stämmen Lakhm, Djudham, Qain, Bahra und Bahli angeschlossen hatten, nach Maab in die Landschaft Balqa gekommen waren. Auf die Nachricht hin blieben die Muslime 2 Nächte in Maan und überlegten, was sie angesichts dieser Lage tun sollten. Zitat
An der Grenze der Landschaft Balqa trafen die Muslime auf die
byzantinischen und arabischen Heerscharen und zogen sich beim
Anrücken des Gegners nach Muta zurück. Dort kam es zur
Schlacht. Aber die Moslems wichen schon bald vor der Überzahl des
Gegners zurück und flohen nach Medina, wo Mohammed ihnen mit den
zurückgebliebenen Männern entgegenritt.
Nachdem Mohammed 630 mit 2.000 moslemischen Anhängern die Juden in Chaibar überfallen hatte, eroberte er anläßlich einer Pilgerfahrt, bei der er auch die Kaaba, das Heiligtum der Moslems besuchte, die Stadt Mekka. Obwohl er zuvor mit den Mekkanern einen Waffenstillstand abgeschlossen hatte. Diesen aber ignorierte Mohammed. Da die Mekkaner sich aus Angst vor einer kriegerischen Auseinandersetzung mit ihren Familien für drei Tage aus der Stadt zurückgezogen hatten, verlief die Eroberung fast ohne Blutvergießen. Lediglich 28 Mekkaner fielen bei den Kämpfen, die anderen flüchteten. Nach der Eroberung Mekkas gab es weitere Feldzüge Mohammeds. Als der Stammesverband der Hawazin hörte, dass Mohammed Mekka angegriffen hatte, rief "Malik ibn Auf" befreundete Stämme zusammen, um gegen Mohammed zu kämpfen. Ausser den Hawazin kamen alle Thaqif, Nasr und Djusham, sowie aus dem Stammesverband der "Qais Ailan" und einige wenige von den "Banu Hilal". Die Kab und Hilab hielten sich abseits. Im Wadi (Trockental in der Wüste) von Hunain kam es zur Schlacht, wobei die Muslime flohen, wobei der mekkanische Heerführer Abu Sufian rief: "Erst das Meer wird ihre Flucht beenden." Aber der Kampf tobte weiter und als die Flüchtenden zurückkehrten, fanden sie beim Propheten nur noch Gefangene vor, denen man die Hände auf dem Rücken gefesselt hatte. Als der Kampf zu Ende war, sprach Mohammed: "Jeder, der einen Feind getötet hat, gehören dessen Waffen und Kleider." Die Mitglieder des Stammes der Taquif konnten bei der Schlacht in Hunain fliehen. Sie flohen in ihre Stadt Taif, die mit einer Stadtmauer umgeben war und verschlossen die Tore. Mohammed belagerte deshalb 20 Tage lang die Stadt. Nachdem es Mohammed, aufgrund der mutigen Gegenwehr der Taquif nicht gelang, die Stadt einzunehmen, befahl er, die Rebstöcke des Stammes abzuschlagen. Schließlich ließ Mohammed die Moslems wieder abrücken, denn sie hatten vor allem durch die Bogenschützen der Taquif bereits 12 Gefährten verloren. 631 befahl Mohammed erneut einen Feldzug gegen die Byzantiner. An wirkliche Entscheidungsschlachten mit den Byzantinern dachte Mohammed dabei aber nicht, sondern eher an schnellablaufende Beutezüge gegen einzelne Garnisonen im syrisch-palästinensischen Gebiet, bei denen sich die flinke Beweglichkeit der Reitertruppe Mohammeds Vorteile verschaffte. Als die Reiter sich 632 bereits zum Sturm nach Norden bei der Moschee in Medina versammelten, verbreitete sich die Nachricht, dass Mohammed erkrankt sei, nicht mehr reden konnte und unter unerträglich starken Schmerzen im Kopf und in den Gliedern litt. Er litt unter Fieber und war zeitweise bewusstlos. Am Morgen des 8. Juni 632, schien ein Wunder geschehen zu sein. Mohammed stand auf und betrat die Moschee zum Morgengebet. Doch kurze Zeit darauf lag Mohammed im Sterben. Am 8. Juni 632 starb Mohammed im Alter von 62 Jahren ohne einen Nachfolger zu benennen, was später zu heftigen Auseinandersetzungen um seine Nachfolge führte. Der Feldzug gegen Byzanz hatte sich damit erübrigt. Quelle: "Das Leben des Propheten" von Ibn Ishaq 623 - Die ersten vier Feldzüge Top Schon ein Jahr nach seiner Ankunft in Medina (622 nach Christus, Mohammed war 53 Jahre alt) zog Mohammed in einem ersten kleineren Kriegszug (623) gegen die Quraisch und einen mit ihnen befreundeten Beduinenstamm in Mekka. Mit diesem schloss er Frieden und kehrte nach Medina zurück, ohne auf den Feind gestossen zu sein. Die drei folgenden kriegerischen Unternehmungen endeten ebenfalls ergebnislos. Nach diesen ersten vier Razzien folgte im Jahre 624 die Nahla-Expedition. Dabei dienten Mohammed die Razzien, darunter versteht man Raubzüge bzw. Kriegszüge und Überfälle auf fremde Stämme und Karawanen, der Bereicherung. Quelle: Das Leben Mohammeds Wirtschaftliche Gründe für Razzien (Feldzüge) Top Wie Eingangs erwähnt, wurde im arabischen Raum die Institution der Razzia als durchwegs legitimes Mittel angesehen, seinen Lebensunterhalt zu sichern. Rudolf (Rudi) Paret (1901 - 1983, deutscher Philologe, Islamwissenschaftler und Koranübersetzer) legt dar: "Zu Beginn der Kampfhandlungen scheinen wirtschaftliche Gesichtspunkte im Vordergrund gestanden zu haben. Die Muslime, die gemeinsam mit Mohammed in Medina Zuflucht gefunden hatten, waren als Flüchtlinge grossenteils unbemittelt und fielen so ihren medinensischen Glaubensbrüdern zur Last. Nichts lag für sie näher, als dem Gesetz der Wüste zu folgen und gegen eine stammesfremde Einheit auf Raub und Plünderung auszuziehen. Tatsächlich bildete der Beuteertrag für Mohammed und die Seinen die Grundlage zu einer selbständigen wirtschaftlichen Existenz." (R. Paret, Mohammed und der Koran, Seite 128, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1980. Zur Entwicklung des Begriffs der Razzia unter Mohammed schreibt Rudi Paret: "Soweit der Koran auf Raubzüge und überhaupt auf Kampfhandlungen Bezug nimmt, wird als selbstverständlich vorausgesetzt oder ausdrücklich darauf verwiesen, dass es sich um Unternehmungen speziell gegen die heidnischen Mekkaner oder gegen andere heidnische Einheiten, also jedenfalls gegen Heiden handelt. Wir sehen darin ein weiteres entscheidendes Motiv in Mohammeds Auseinandersetzung mit den Mekkanern. Aus der Razzia entwickelte sich eine Art Glaubenskrieg, das "Kämpfen auf dem Weg Gottes", wie es in späteren Stellen des Korans so oft heisst. (R. Paret, Mohammed und der Koran, Seite 128 f, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1980).Irdische Beute und Lohn im Jenseits Top Die Institution der Razzia erhält im Koran eine religiöse Bemäntelung, eine sakrale Überhöhung. Die Grenzen zwischen Raub, Expansion, Bestrafung und reiner Selbstsucht werden aufgelöst. In folgenden Versen versichert Allah seinen Mudschahid (Ein Mudschahid ist derjenige, der den Heiligen Kampf betreibt. Nach einer anderen Auslegung soll der Begriff Mudschahid auch „Der, der sich auf Gottes Weg bemüht“ bedeuten.), dass sie Beute als Zeichen dafür ansehen dürfen, von Allah rechtgeleitet zu sein. Beute zu machen ist deshalb legitim, weil es von Allah ausdrücklich erlaubt worden ist, es ist keine (göttliche) Strafe zu befürchten für solches Tun. Allah stellt den Kämpfern auch weiterhin ungeahnte Beuteerträge in Aussicht, die er selbst für seine Getreuen in Beschlag nimmt und sicherstellt:
Die Erlangung von Beute ist also für den Gläubigen legitimer Lohn für gottgefälliges Tun. Zusammen mit der Verheißung des Einganges ins Paradies als Lohn für kriegerische Betätigung gegen Ungläubige ergibt sich für den Muslim ein starker Anreiz für die Beteiligung am Dschihad (Heiligem Krieg). Dazu Hans-Peter Raddatz (deutscher Orientalist, geboren 1941): "Die Verquickung weltlichen Lohns mit himmlischen Freuden als eine Art Zug-um-Zug-Geschäft hatte Allah den Gläubigen bereits über den gelernten Kaufmann Mohammed Ibn Abdallah (Mohammed's bürgerlicher Name lautet: Mohammed ibn 'Abd Allah ibn 'Abd al-Muttalib ibn Haschim ibn 'Abd Manaf al-Quraschi) nahe legen lassen." (H.P. Raddatz, Von Allah zum Terror?, Seite 37, Herbig Verlag, München, 2002):
An anderer Stelle wird einerseits generell jegliches Gemetzel von Propheten (also auch das Gemetzel, das Mohammed anrichtet) überhöht, andererseits soll die Gier der Kämpfer gedämpft werden, indem darauf hingewiesen wird, dass der Lohn für den Kampf eigentlich im Jenseits zu erwarten ist:
Ein Fünftel oder die ganze Beute für Mohammed Top Dabei vergass Allah die Interessen seines Gesandten Mohammed auf Erden nicht, denn an ihn war ein Fünftel der Beute abzuführen:
Raub, Beute und Beuteverteilung waren zentrale Themen in der muslimischen Urgemeinde. Dabei ist zu beachten, dass unter den Begriff der Beute nicht nur Güter fallen, sondern auch Menschen. Diese werden zu Sklaven oder Gefangenen. Sure 47, Vers 4: Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande. Und dann entweder Gnade hernach oder Loskauf, bis der Krieg seine Lasten niedergelegt hat. Solches! Und hätte Allah gewollt, wahrlich, Er hätte selber Rache an ihnen genommen; jedoch wollte Er die einen von euch durch die anderen prüfen. Und diejenigen, die in Allahs Weg getötet werden, nimmer leitet Er ihre Werke irre. (identisch mit Sure 8, Vers 4 +5) Die obige Sure
47, Vers 4 ist der Koranübersetzung von Max Henning (Reclam,
Stuttgart 2000) entnommen. Bei islam.de
sieht Sure 47, Vers 4 wie folgt aus: Sure 47, Vers 4: Wenn ihr auf die stoßt, die ungläubig sind, so haut (ihnen) auf den Nacken; und wenn ihr sie schließlich siegreich niedergekämpft habt, dann schnürt ihre Fesseln fest. (Fordert) dann hernach entweder Gnade oder Lösegeld, bis der Krieg seine Lasten (von euch) wegnimmt. Das ist so. Und hätte Allah es gewollt, hätte Er sie Selbst vertilgen können, aber Er wollte die einen von euch durch die anderen prüfen. Und diejenigen, die auf Allahs Weg gefallen sind - nie wird Er ihre Werke zunichte machen. Eingedenk der grossen wirtschaftlichen Bedeutung, die der Heilige Krieg für die islamische Gemeinde hatte, erstaunt es nicht, dass nicht das Beutemachen an sich als problematisch empfunden wurde, sondern die Verteilung derselben. Offenbar gab es Händel. Auch hier griff Allah helfend ein und sandte die nötigen Verse herab. Er verbot, um Beute zu streiten und setzte Mohammed als Schiedsrichter ein. Des Propheten Entscheidungen waren, da göttlich inspiriert, immer richtig und unanfechtbar:
Bei der Vertreibung der jüdischen Sippe Banu Nadir (Mai/Juni 628) beanspruchte Mohammed die ganze Beute für sich und für die armen Auswanderer, die diese Exkursion zu Fuss unternommen hatten (und nicht beritten). Ein unmittelbarer logischer Zusammenhang zwischen dem Umstand, dass Beute zu Fuss gemacht wird und nicht zu Pferd oder Kamel und der Tatsache, dass Mohammed deshalb die ganze Beute für sich beanspruchte, ist nicht ersichtlich. Trotzdem wurde so verfahren:
Der Streit war ausgebrochen, weil Mohammeds Verhalten in dieser Aktion im Widerspruch steht zu Sure 8, Vers 41:
Nach dem Grabenkrieg
wurde
die Beute anders verteilt: Mohammed
bestimmte an diesem Tage den Anteil der Reiter und des Fussvolks, und
nahm einen Fünfteil davon weg. Die Reiter erhielten drei
Teile, eines für den Reiter und zwei für das Pferd, und die
Fussgänger einen Teil. Nach diesem Gebrauche wurde bei den
späteren Feldzügen verfahren." (Gustav Weil: Das Leben
Mohammeds, 2.
Band, Seite 111, Verlag J.B. Metzler, 1864) Kriegsgefangene, Sklaven und Schutzgelderpressung
Top
Eine willkommene Einnahmequelle war auch die Auslösung von Kriegsgefangenen und Geiseln durch Lösegeld. Dazu zwei Begebenheiten nach Ibn Ishaq (arabischer Historiker, 704 - 768, erster Mohammed-Biograph, in seiner Mohammed-Biographie beschrieb er die Feldzüge Mohammeds.):
Was die "Rekrutierung" (Gefangennahme) von Sklaven angeht, liegt der enorme Gewinn auf der Hand. Sie finden als Arbeiter immer Verwendung oder werden für die Befriedigung sexueller Interessen zur Verfügung gehalten. Ausserdem können sie verkauft werden. In einem etwas erweiterten Sinne kann man auch die Gizya, die Schutzgelderpressung, der "Leute der Schrift", also die Christen und Juden, zur Kriegsbeute dazurechnen, gewissermassen als zinstragende Beute. Christen und Juden sind gemäss islamischer Lehre so genannte "Schriftbesitzer" die nach Einführung der Gizya (Schutzgelderpressung) zu "Schutzbefohlenen" (Dhimmis) geworden sind. "Schriftbesitzer" sind sie, weil sie ihre Lehre auch auf Propheten (Adam, Abraham, Moses, Noah etc.) abstützen, Propheten also, auf die sich auch Mohammed beruft. Das Zeugnis dieser Propheten ist für Christen und Juden in ihren heiligen Schriften (Evangelium und Thora) niedergelegt. Da der Inhalt dieser Bücher aber nicht mit dem islamischen Dogma übereinstimmt, werden Christen und Juden der Schriftenverfälschung bezichtigt. Trotzdem geniessen sie eine Sonderstellung vor den Ungläubigen (heidnische arabische Stämme, sogenannte Polytheisten oder Götzendiener, die viele Götter anbeteten).
Für Christen und Juden ist vorgesehen, dass sie ihren Glauben behalten können, wenn sie eine besondere Steuer (Giziya) entrichten: "Diejenigen Juden und Christen, die aus eigenem Antrieb aufrichtige Muslime werden und der islamischen Religion folgen, gelten als Gläubige und haben dieselben Rechte und Pflichten wie diese. Wer in seinem Christentum oder Judentum verharrt, darf nicht davon abgebracht werden; jeder Erwachsene unter ihnen, sowohl Mann wie Frau, Freier wie Sklave muss einen Dinar oder den Gegenwert in Kleidern bezahlen! Alle, die dies tun, stehen unter dem Schutze Gottes und Seines Gesandten; wer sich aber weigert, der ist ein Feind Gottes und Seines Gesandten und aller Gläubigen" (G. Rotter: Das Leben des Propheten, Seite 248, Spohr Verlag, Kandern, 2004) Die koranische Grundlage für die Einführung der Schutzgelderpressung findet sich in:
Dazu Albrecht Noth (Professor für Islamwissenschaft): "In diesem Vers ist für unsere Frage wichtig: obwohl die religiöse Verschiedenheit zwischen den Muslims einerseits und den Christen und Juden andererseits ein wesentlicher Grund für die Aufnahme des Kampfes ist, bestimmt sie dennoch nicht sein Ziel, d.h. die Schriftbesitzer sollen nicht etwa bekehrt werden; das Ziel des Kampfes ist weltlicher Natur: tributäre (finanzielle) Abhängigkeit." (Albrecht Noth, Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum, Seite 15, Verlag Ludwig Röhrscheid, Bonn, 1966) Tödlich kann es
für
die Schriftbesitzer (Juden und Christen) dann werden, wenn sie das
Schutzgeld nicht zahlen
wollen oder können: Dann bleibt entweder die Konvertierung (der
Übertritt zum Islam) oder
der Tod. Islamische
Theologie und Rechtswissenschaft haben nach Mohammeds Tod detaillierte
Bestimmungen für Christen (Schutzbefohlene) ausgearbeitet, die
für diese Dhimmis eine Existenz festlegte, die in weiten Belangen
des täglichen Lebens eine entrechtete Stellung als Bürger
zweiter Klasse vorsah. Adel Theodor Khoury, ein libanesischer Philosoph und melkitisch-katholischer Theologe,geboren 1930, schreibt über die Entrechtung der „Schriftbesitzer“ im politischen Bereich: „Die Ungleichheit der Bewohner des Landes aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit tritt am deutlichsten im politischen Bereich zutage. denn es geht hier um die Ausübung der Macht im Staat, und diese ist nach islamischem Recht ausschließlich den Muslimen vorbehalten. So sind sich die muslimischen Rechtsgelehrten darüber einig, daß der Zugang zu hohen Ämtern der Exekutive (Regierung) im Staat den Schutzbürgern verwehrt werden muss, denn, so lauten ihre Argumente, der Koran verbietet es, die Nicht-Muslime in empfindlichen Bereichen des öffentlichen Lebens zu Freunden zu nehmen und ihnen den Vorzug vor den Gläubigen zu geben.": Sure 3, Vers 28: Nicht sollen die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen, unter Verschmähung der Gläubigen. Wer solches tut, der findet vor Allah in Nichts Hilfe – außer ihr fürchtet euch vor ihnen. Beschützen aber wird euch Allah selber, und zu Allah geht die Heimkehr.
Sure 60, Vers 1: O ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht meinen Feind und euren Feind zu Freunden. Ihr zeigt ihnen Liebe, wiewohl sie an die Wahrheit, die zu euch gekommen, nicht glauben. Sie treiben den Gesandten und euch aus, darum daß ihr an Allah euren Herrn glaubt. Wenn ihr auszieht zum Kampf in meinem Weg und im Trachten nach meinem Wohlgefallen und ihr ihnen insgeheim Liebe zeigt, dann weiß ich sehr wohl, was ihr verbergt und was ihr zeigt. Und wer von euch dies tut, der ist abgeirrt vom ebenen Pfad. (A. Th. Khoury,
Der Koran,
Übersetzung und Kommentar, Band 7, 1996, Gütersloher
Verlagshaus, Gütersloh, Seite 84) Der jüngst
erfolgte Entzug der
Staatsbürgerschaft aller christlichen Einwohner der Malediven
(Info)
folgt der Logik des entrechteten Status von „Schriftbesitzern“ in
islamischen Ländern. 624 - Die Nahla-Expedition Top Auch dieser
Zug war als
Beutezug geplant, Mohammed beauftragte 8 Getreue, nach Nahla zu ziehen
und dort den (mekkanischen) Quraisch, das heisst einer ihrer Karawanen,
aufzulauern
und ihm dann Bescheid zu geben. In der Tat trafen sie auch auf eine
solche und die Mekkaner fürchteten sich vor den Muslimen,
welche sich in ihrer Nähe niedergelassen hatten. Der Moslem
"Ukkascha Ibn
Mihssan", der sein Haupthaar abrasiert hatte, näherte sich ihnen,
und sie beruhigten sich und sagten untereinander: "Es sind Pilger, wir
haben nichts zu befürchten." Es war der letzte Tag vom heiligen
Monat Radjab (In diesem Monat wird die
erste Offenbarung und somit die Berufung Muhammads zum Propheten Allahs
gefeiert.). Die Muslime hielten nun Rat und sagten: "Bei Gott, lassen
wir die Karawane diese Nacht ziehen, so wird sie in das heilige Gebiet
eintreten, und darin Schutz gegen euch finden, greifen wir sie aber
jetzt an, so begeht ihr eine Mordtat im heiligen Monat. Die Leute
wurden ängstlich und scheuten sich, anzugreifen, dann ermannten
sie sich und beschlossen, so viel sie vermochten von ihr (der Karawane)
zu töten
und die Waren wegzunehmen." (Weil, 1. Band, Seite 316) Einer der Getöteten war "Amr ibn Alhadrami", ein Schützling einer angesehenen mekkanischen Familie deren Oberhaupt Otba war. Dieses Detail wird in der Schlacht von Badr von Gewicht sein. Es wurden auch zwei (mekkanische) Quraisch gefangen genommen. Gemäss Ibn Ishaq (Mohammed-Biograph) weigerte sich Mohammed, von der Beute etwas anzunehmen, nachdem er erfahren hatte, daß der Angriff im heiligen Monat stattgefunden habe. Die sich ihrer Schuld bewusst werdenden Kämpfer waren untröstlich. Erst die einige Tage später erfolgte Offenbarung konnte den Bann brechen:
Sehr deutlich
erlaubt Allah
den Kampf mit der Waffe gegen die Mekkaner weil das "Abwendigmachen" (Fitna) schlimmer ist
als Totschlag. Auch die Behinderung des Zutritts zur Kaaba rechtfertigt
die Verletzung des heiligen Monats durch eine Kriegshandlung. Generell
wird die Razzia als berechtigte Kriegshandlung eingestuft. Es
fällt in diesem Vers ausser Betracht, daß nicht die Mekkaner
in den Krieg gezogen sind, um die Muslime "vom Glauben abwendig zu
machen", sondern dass die Eröffnung der Aggression von den
Muslimen ausging und zwar zum Zwecke der Erlangung von Beute.
Wie schon
dargelegt wurde, wirkt die erlebte Verfolgung in Mekka in dem Sinne
nach, daß sie jegliche spätere Aggression rechtfertigt. Fitna, die Versuchung zum Unglauben Top Die Versuche, die Mekkaner zu bekehren, fruchteten herzlich wenig. Im Gegenteil, diese setzten ihrerseits die moslemischen Konvertiten massiv unter Druck. In diesem Zusammenhang begegnen wir immer wieder dem Begriff der "fitna". Der Professor für Islamwissenschaft Abrecht. Noth schreibt dazu: Der Sinn von "fitna" im Koran ist nicht überall mit Sicherheit zu bestimmen. Doch darf man als zugrunde liegende Bedeutung "Probe", "Versuchung" annehmen. Eine solche Probe oder Versuchung kann Allah den Menschen auferlegen, um ihre Standfestigkeit im Glauben an ihn zu prüfen und die Gläubigen von den Ungläubigen oder Heuchlern zu sondern. Die göttliche "fitna" kann den Menschen reichlich unbequem werden, sie kann "Heimsuchung", "Unglück" bedeuten und für die Ungläubigen zur Strafe werden. Neben einer "fitna", die von Allah ausgeht:
kennt der Koran eine andere, deren Urheber die Menschen sind. So werden Güter und Kinder, die ein Muslim besitzt, als Versuchung "fitna" angesehen, die vom rechten Glauben und den rituellen Pflichten abhalten können:
Auch im Zusammenhang mit dringenden Spendenaufrufen Allahs für den "Heiligen Krieg" wird auf die Vergänglichkeit irdischen Glücks verwiesen, ja Güter und Kinder müssen sogar als Strafe angesehen werden, wenn darob das Almosengeben vernachlässigt wird:
Die stärkste und gefährlichste "fitna" erfahren Muslims jedoch von Seiten der sie umgebenden Ungläubigen. (Albrecht Noth, Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum, Seite 14, Verlag Ludwig Röhrscheid, Bonn, 1966)
"Die Anhänger des Propheten, besonders die aus den unteren Schichten der Bevölkerung, hatten eine schwere Zeit der Prüfung zu überstehen. Es ist von einer "Versuchung" oder "Prüfung" (fitna) die Rede, der die Anhänger Mohammeds von Seiten der Mekkaner unterworfen waren, mit dem Ergebnis, dass manche von ihnen den Glauben aufgegeben hätten." (R. Paret, Mohammed und der Koran, Seite 106, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1980):
Der Begriff "Fitna" hat sich bis in unsere Tage erhalten, und hat als Abwehrkonzept nichts von seiner grossen Bedeutung im Glaubenssystem des Islam eingebüsst. Er umfasst alles "unislamische", dem die Gläubigen zu widerstehen haben. Schon der Unglaube an sich wird als Aggression erlebt. Im angestrebten idealen islamischen Gottesstaat wird es dereinst keine Fitna mehr geben, jegliche Anfechtung durch Unglauben wird ausgemerzt sein: In diesem paranoiden Abwehrkonzept hat auch das Gebot, Apostaten (vom Glauben abgefallene) umzubringen seine logische Berechtigung (siehe: Abfall vom Glauben). Die Verführung zum Unglauben ist eigentlich schon durch seine schiere Existenz gegeben. Seine Bekämpfung ist deshalb bis heute ein zentrales Anliegen des Islam. Apostasie, der Abfall vom moslemischen Glauben Top Diese Zusammenstellung lehnt sich eng an die Ausführungen im Lexikon des Islam an (Digitale Bibliothek: Adel Theodor Khoury, L. Hagemann, P. Heine: Lexikon des Islam, Seite 32 ff, Verlag Herder, 2004) Für die Menschen, die den Islam angenommen haben, bilden der Glaube und das Gesetz des Islams als Ausdruck des Willens Gottes die Mitte ihres Lebens. Der Glaube bedingt alle anderen Dimensionen des Lebens und des Handelns, er verleiht ihren Werken Bestand und Wert. Der Unglaube ist die schwerste Sünde, er macht die Werke des Menschen nichtig und wertlos: Ähnlich beurteilt der Koran den Abfall vom Glauben und verurteilt mit äußerster Strenge die Abtrünnigen: Ihre Buße wird nicht angenommen werden, der Fluch Gottes und der Engel und der Menschen insgesamt liegt auf ihnen, und wenn sie in diesem Zustand sterben, werden sie ewig im Höllenfeuer weilen:
Diese Verse sehen als Strafe
für den Abfall vom Glauben nur den Zorn Gottes und jenseitige Pein
vor. Auch die Sunnah4 (Sunna) bezeugt für Apostaten
(vom Glauben
abgefallene) Strafe im Jenseits. 4Die Sunna(h) steht im Islam für das, was Mohammed gesagt, getan, geduldet oder bewusst nicht getan haben soll.Die Grundlage für die Sunna bilden die Hadithe. Hadîth bedeutet ursprünglich: „Mitteilung“, „Erzählung“. Der Begriff steht auch für historische Nachrichten sowohl profanen als auch religiösen Charakters. Im islamisch-religiösen Gebrauch umfassen die Hadithe die Überlieferungen der Aussagen von Mohammed, ferner seiner Taten oder seine stillschweigende Billigung oder Ablehnung von Handlungen, wenn sie in seiner Gegenwart geschahen. Diese Überlieferungen in ihrer Gesamtheit bilden die Sunna des Propheten.
Einige Rechtsgelehrte des Islams berücksichtigen im Zusammenhang mit Bestrafung für Apostaten eine Koranstelle, die sich zwar auf die Heuchler in den Reihen der Muslime bezieht, die aber, in einer Art Analogieschluss, generalisiert wird:
Der Koran befiehlt hier, irregegangene Heuchler als Gefahr für den Bestand der Gemeinschaft anzusehen und sie, "wenn sie sich abkehren", zu greifen und zu töten, wo immer die Gläubigen sie finden. Maßgebend für die praktische rechtliche Behandlung der Apostasie ist neben dem Koran auch die Tradition des Propheten Muhammad (Sunna). In einer dieser Überlieferungen wird bei Glaubensabfall ganz klar der Tod gefordert: Bukhari
(Bukhari = Al Buchari, 810 - 870, war
ein bedeutender islamischer Gelehrter aus Usbekistan) V4 B52 N260, berichtet von
Ikrima: "Allah?5
tötete
einige Menschen indem er sie
verbrannte und diese Neuigkeit erreichte Ibn Abbas, der dazu sagte:
"Wäre ich an seiner Stelle gewesen, ich hätte sie nicht
verbrannt, denn der Prophet sagte: "Bestrafe niemanden mit der Strafe,
die Allah vorbehalten ist." Kein Zweifel, ich hätte sie auch
getötet, denn der Prophet sagt: "Wenn ein Muslim seine Religion
verlässt, dann töte ihn." 5War
es Allah oder waren es gläubige Moslems, die da töteten? So sind sich die Gelehrten der verschiedenen Rechtsschulen des Islams darüber einig, dass der Abfall vom Glauben mit der Hinrichtung des Renegaten (Abtrünnigen) geahndet werden muss, gilt doch die Apostasie als Auflehnung gegen Gott und als Aufkündigung der Mitgliedschaft in der islamischen Umma (Gemeinschaft) und ist damit eine direkte Gefährdung dieser Gemeinschaft in ihrem Bestand.
Zum Thema der Apostasie ist hier noch zwei aktuelle Rechtsgutachten (Fatwa = Rechtsgutachten) aus dem Internet.
1. Fatwa mit Nummer 7328, erlassen in Deutschland und veröffentlicht auf der Homepage der Islamischen Gemeinschaft Münster Quelle: www.islamweb.net/ver2/Fatwa/ShowFatwa.php (arabisch)Seine Frau hat den Islam verlassen Frage Nr.: 7328 Frage: Ein Bruder kam zu mir und fragte mich: "Was soll er tun, wenn seine Frau ihm sagt, dass sie wünscht, nicht länger Muslima zu sein. Sie glaubt, dass es einen Gott gibt, aber sie will kein Muslim sein. Sie sagte, dass es ihr egal sei, wenn sie das ins Höllenfeuer bringen würde. Sie hat aufgehört zu beten, hat ihre Bedeckung, und die ihrer Tochter (die nicht seine Tochter ist) abgenommen, und sagte, dass sie nicht länger dem Islam folgen." Sie hat auch gesagt, dass sie umziehen will. Scheikh, wir müssen dringend wissen, was zu tun ist. Wenn sie für schuldig an ar-Riddah (Austritt aus dem Islam) befunden wurde, wie wirkt es sich auf ihre Ehe aus? Sind sie noch verheiratet? Befindet sie sich in einem Zustand der Nachheirat (Iddah)? Darf er alleine mit ihr sein? Sollte er im selben Zuhause verbleiben (Sie bat ihn, es zu verlassen, und sie bringt Statuen und andere unerlaubte Dinge in das Haus)? Es könnte Fitna geben und seinem Iman schwächen aufgrund seiner Gefühle. Wir (die Mitglieder dieser Gemeinde) würden definitiv eine schnelle Antwort schätzen, denn es mag ernste Auswirkungen wegen dieser Sache geben. Antwort: Gelobt sei Allah - Ohne Zweifel, wenn dies der Fall ist, hat sie sich Kufr dem Iman vorgezogen. Sie will nicht Muslim bleiben und sie beleidigt den Islam und seine Lehren, und sie handelt gegen seine Lehren. In diesem Fall ist sie ein Kaafir, und eine Abweichlerin, deshalb ist es nicht erlaubt für ihn, mit ihr verheiratet zu bleiben, denn Allah sagt: "Und haltet nicht am Ehebund mit den ungläubigen Frauen fest," [Surat al-Mumtahanah 60:10] (ungefähre Bedeutung der Übersetzung)Das heißt, wenn er eine Kaafir-Ehefrau hat, ist es ihm nicht erlaubt, mit ihr verheiratet zu bleiben. Er muss ihr Rat geben und Beweise gegen sie begründen, und sie dann verlassen. Wenn er an einem Ort ist, wo eine islamische Regierung und das Gesetz der Schari´ah gelten, dann muss er ihren Fall vor den muslimischen Qaadi (Richter) bringen, damit dieser sie fragt, zu bereuen. Wenn sie nicht bereut, dann sollte das Urteil Allahs über ihr gefallen werden, welches der Tod ist, denn der Prophet (sas) sagte: "Wer immer seine Religion ändert (den Islam verlässt) - tötet ihn." Aber wenn das nicht möglich ist, und weder eine islamische Regierung, noch das Gesetz der Scharia gelten, dann, sollte er sich zumindest von ihr komplett trennen; es ist nicht erlaubt für ihn, mit ihr zu leben, nachdem sie klar ihren Kufr ausgedrückt hat.2.Fatwa (Rechtsgutachten) über die Hinrichtung für vom Islam abgefallene Menschen Die Tötung des "Abgefallenen" wird als "Bewahrung" der Menschenrechte interpretiert. (übersetzt von: Institut für Islamfragen, dh, 20.07.2005) Quelle: Institut für Islamfragen Frage: Ein Muslim fragt, wie der Islam die Frage der Hinrichtung sieht und ob die Tötung eines vom Islam abgefallenen Menschen als Hinrichtung betrachtet werden müsse. Antwort:
Der Islam hat
die Hinrichtungsstrafe vorgeschrieben, um das Unheil gewisser
Verbrechen zu verhindern. Der Abfall vom Islam fällt unter diese
Art Verbrechen. Ein Mensch gilt als vom Islam abgefallen, wenn er
den Islam verlässt oder einen Teil des muslimischen Glaubens
aufkündigt. Die Hinrichtung des Abgefallenen ist kein
Verstoß gegen die Menschenrechte oder die Glaubensfreiheit. Ganz
im Gegenteil, der Islam garantiert die Menschenrechte und die
Glaubensfreiheit. Die Tötung eines vom Islam Abgefallenen ist
eine Bewahrung der Menschenrechte, denn der Abgefallene begeht ein
gravierendes Verbrechen durch seinen Abfall von Allahs Religion. Allahs
Religion ist das Beste für die Menschheit. Allahs Prophet ist
von Allah als Gnade für die Menschheit geschickt worden. Wenn ich mir so manche Suren aus dem Koran ansehe, dann stehen mir die Haare zu Berge. Da wird offen zum Töten gegen Ungläubige aufgerufen. Solche Koranverse sind zutiefst menschenverachtend und verstößen gegen die Menschenwürde und gegen die Menschenrechte. Aber nicht, dass von Moslems dagegen protestiert wird, sondern es wird versucht, diese Koranverse irgendwie zu rechtfertigen. Ich frage mich, was geht eigentlich in den Köpfen der Moslems vor, wenn sie zu solchen Koranversen schweigen? In den Rechtsgutachten der islamischen Rechtsgelehrten wird auch heute noch das Töten abtrünniger Moslems gutgeheißen. Man meint sogar, dies sei mit den Menschenrechten vereinbar. Schauen wir uns zunächst einmal an, wie die Haltung der Moslems gegenüber den Ungläubigen aussieht: Sure 2, Vers 191: Und erschlagt die Ungläubigen, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung zum Unglauben ist schlimmer als Totschlag.Wie kann ein Moslem in der heutigen Zeit dazu schweigen? Wo bleiben die Aufrufe gegen diese menschenverachtenden Koranverse? Wie kann man sich zu solch einem Glauben bekennen? Ich glaube, die Moslems kennen diese Verse entweder nicht, sie sind ihnen egal oder sie stimmen womöglich sogar damit übereien. Wenn sie ihnen egal sind, dann sollten sie vielleicht einmal ihr Verhältnis zum Islam überprüfen. Aber vorsichtig, auch für abtrünnige Moslems droht die Todesstrafe. Und was soll man zu den Moslems sagen, die diese Haltung vielleicht sogar befürworten? Sie sollten vielleicht einmal ihr Verhältnis zum Grundgesetz überdenken und die entsprechenden Konsequenzen daraus ziehen. Das Wort Glaubensfreiheit scheint im Islam unbekannt zu sein. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sagt im Artikel 3 über die Glaubens und Gewissensfreiheit:
Näheres siehe unter: Apostasie im Islam Die Gelehrten einiger islamischen Rechtsschulen sind sich darin einig, dass der Abfall von islamischen Glauben mit dem Tod bestraft werden sollte, da die Apostasie (der Abfall vom islamischen Glauben) eine Gotteslästerung sei, die nicht nur mit dem Verstoss aus der islamischen Umma, der islamischen Gemeinschaft, zu ahnden sei, sondern die Tötung des Abgefallenen verlange. Dieses Töten verstoße nach den Aussagen islamischer Rechtsgelehrter keinesfalls gegen die Menschenrechte. Da fragt man sich natürlich, was diese islamischen Rechtsgelehrten für ein Verständnis von den Menschenrechten haben. Auf die Frage eines Moslems, ob die Tötung eines vom Islam abgefallenen Moslems rechtens sei, erfolgte von einem islamischen Rechtsgelehrten folgende Antwort: Zitat:
624 - Die Schlacht bei Badr Top Eine reich bepackte mekkanische Karawane bewegte sich von Syrien, angeführt von Abu Sofian und begleitet von 30 bis 40 (bewaffneten) Männern, bewegte sich in Richtung Mekka. Mohammed rief die Gläubigen zusammen und sagte: "Hier kommt eine Karawane der Quraisch mit ihren Gütern beladen, zieht ihr entgegen! Vielleicht wird sie euch Allah als Beute schenken." Die Leute sammelten sich, manche kamen rasch herbei, andere säumten, weil sie nicht glaubten, daß es Mohammed zum Krieg kommen lassen werde." (Weil, 1. Band, Seite 318) Nicht alle kampffähigen Gefährten mochten offenbar dem Aufruf folgen. Von diesem Wankelmut und dem Unwillen zum Kampf handelt der Koranvers:
Folgender Vers bezieht sich auf die vergeblichen Bekehrungsversuche Mohammeds an den Mekkanern. Allah wird sie jetzt für ihre Renitenz (Widerspenstigkeit) bestrafen:
Einmal mehr gebietet der Allmächtige, daß ihm absoluter Gehorsam entgegenzubringen ist und unterstreicht Seine Forderung mit dem Hinweis auf das leide Geschick der unbelehrbaren Mekkaner, die „schlimmer als das Vieh“ nicht hören und deshalb bestraft werden. Allerdings erfahren wir, ganz im Sinne der göttlichen Irreleitung, daß der Charakter der ungläubigen mekkanischen Quraisch derartig verwerflich ist, daß Er sie gar nicht belehren wollte:
"Wenn sie euch einladen, zu dem, was euch Leben gibt" heißt, daß die Teilnahme am Krieg das ewige Leben garantiert; wer nicht teilnimmt, muss wissen, daß Allah "streng im Strafen ist". Absoluter Gehorsam wird gefordert, widrigenfalls strenge Strafe folgen wird. Eine solche scheint gerechtfertigt, denn immerhin hat Allah die Seinen durch den Auszug aus Mekka vor dem sicheren Untergang bewahrt: Sure 8, Vers 25: Und hütet euch vor Aufruhr; nicht trifft er die Ungerechten unter euch vornehmlich; und wisset, daß Allah streng im Strafen ist.. "Abu Sofian hatte, sobald er sich dem Hidjaz näherte (Hidjaz = Hedschas, ist eine Landschaft im westlichen Saudi-Arabien, in der auch die Städte Mekka und Medina liegen), Nachrichten eingezogen, und jeden Reiter, dem er begegnete besorgt ausgefragt, bis er endlich erfuhr, daß Mohammed seine Gefährten gegen ihn aufgerufen habe." (Weil, 1. Band, Seite 318 f) Er sandte einen Boten nach Mekka um Verstärkung anzufordern. Der Hilferuf wurde aufgenommen und um nicht noch einmal eine Erniedrigung wie bei Nahla zu erleben, wo Mohammed am letzten Tag des heiligen Monats Radjab eine mekkanische Karawane überfallen hatte, sandten die Quraisch ihrer Karawane eine Schutzgruppe (von 950 bewaffneten Männern aus Mekka) entgegen. Sie wurde angeführt von Abu Djahl, einem erbitterten Gegner Mohammeds. In der Zwischenzeit war auch Mohammed mit ungefähr 300 Leuten Richtung Badr aufgebrochen, da er erwartete, dort auf die Karawane zu treffen. In seiner Gruppe waren neben mekkanischen Emigranten (Muhagirun) hauptsächlich medinensische Helfer (Ansar). Unterwegs erfuhr er von seinen Spähern, daß die Quraisch ausgezogen waren, um ihre Karawane zu schützen. Das änderte die Situation. Ein guter Teil der Begleiter Mohammeds hatte sich zweifellos nur deshalb dem Unternehmen angeschlossen, weil ein verhältnismäßig unproblematischer Überfall auf eine Karawane angesagt war und nicht eine Schlacht. Sie wären angesichts der veränderten Verhältnisse lieber umgekehrt, wie aus folgendem Vers hervorgeht:
So war also der Umstand, daß plötzlich ein veritabler Kampf bevorstand, und zwar eben nicht mit der "unbewaffneten Schar" (mit der Karawane), eine Fügung Allahs und eine Möglichkeit, um "die Wurzel der Ungläubigen auszurotten". Der Prophet war sich der Unterstützung seiner medinensischen Helfer (die zum Teil aus Angehörigen der arabischen Stämme "Banu Chasradsch" und "Banu Aus" bestand) nicht ganz sicher, denn als sie ihm damals bei Akaba den Treueid schwuren, besagte dieser lediglich, daß sie den Propheten innerhalb Medinas gegen Angreifer beschützen: "Wir sind frei von deinem Schutze, bis du in unser Land kommst, dann aber beschützen wir dich, wie unsere Väter und unsere Frauen". Mohammed fürchtete daher, sie könnten sich nur verpflichtet fühlen, ihn gegen Feinde zu beschützen, die ihn in Medina angreifen würden, daß sie aber nicht bereit wären, auch ausserhalb Medinas mit ihm auszurücken. Der abgehaltene Kriegsrat gab Abu Bakr (vom Stamme der "Al Harit", Vater von Mohammeds Lieblingsfrau Aischa, später erster Kalif, erster Nachfolger Mohammeds) und Omar die Gelegenheit, ihren unbedingten Gehorsam zu bekräftigen. Auch der Anführer der medinensischen Helfer, bekräftigte dem Propheten die bedingungslose Unterstützung: "So folgen wir dir, und kein Mann von uns wird zurückbleiben. Wir harren aus im Kriege, und bewähren uns im Kampfe." (Weil, 1. Band, Seite 323 f) Die Mannschaft war jetzt also geeint. Allah beruhigte Seinen Gesandten mit folgender Offenbarung, gefasst in die bevorstehende Auseinandersetzung zu ziehen und den Mujahidun (Mudschahidin = Gotteskrieger) zu versichern, daß sie, Kraft ihres Glaubens, eine zehnfache Übermacht besiegen können: Sure 8, Vers 65: O du Prophet feuere die Gläubigen zum Kampfe an, sind auch nur zwanzig Standhafte unter euch, sie überwinden zweihundert, und so unter euch hundert sind, so überwinden sie tausend der Ungläubigen, dieweil sie ein Volk ohne Einsicht sind. In späteren Kriegs- und Raubzügen wurde, folgen wir den Angaben aus Vers 66, den Gläubigen als Erleichterung nur noch die doppelte Übermacht des Feindes zugemutet: Sure 8, Vers 66: Jetzt (aber) hat Gott euch Erleichterung gewährt. Er weiß ja, daß unter euch Schwachheit vorkommt. Wenn nun unter euch hundert sind, die Geduld (und Ausdauer) zeigen, werden sie, mit Gottes Erlaubnis, über zweihundert, und wenn unter euch tausend sind, werden sie über zweitausend siegen. Gott ist mit denen, die geduldig sind. Mittlerweile war der Führer der Karawane, Abu Sofian, auf die nahenden Muslime aufmerksam geworden, änderte seine Route und konnte in Eilmärschen unbeschadet Mekka erreichen. Er sandte einen Boten zur Schutztruppe, um diese dahingehend zu unterrichten und forderte sie auf, nach Mekka zurückzukommen, um unnötiges Blutvergiessen zu vermeiden. Die Nachricht erreichte die Quraisch (die mekkanische Schutztruppe, bestehend aus 950 bewaffneten Kämpfern) auf halbem Wege nach Badr. Ein grosser Teil von ihnen wollte dem Rat von Abu Sofian folgen. Ein Kampf mit den weit kriegsgeübteren Muslimen war keine Kleinigkeit, letztere hatten jedes Band des Blutes zerrissen und würden ohne Gewissensbisse gegen ihre Väter und Brüder kämpfen. Diese Verwandtschaftsbande waren bei den Ungläubigen (Mekkanern) noch stark und sie konnten sich nur schwer an den Gedanken gewöhnen, daß sie gegen den auf ihrer (Mohammeds) Seite stehenden Mörder ihres Verwandten, der für Mohammed stritt, die Blutrache auszuüben. Diese Gründe wurden vor allem von Otba vorgebracht, aber Abu Djahl schlug vor, trotzdem nach Badr zu ziehen, dort drei Tage fröhlich zu leben und dann umzukehren, das würde ihnen großen Ruhm bei allen Arabern bringen. Dieser Vorschlag ging von der Voraussetzung aus, Mohammed würde es (mit seinen nur 314 Männern) nicht wagen, sie anzugreifen und dies würde diesem wiederum zur Schande gereichen. Dazu
Ibn Ishaq: "Nachdem die Quraisch
erfahren hatten, daß ihre Karawane in Sicherheit war,
bröckelte ihre Kampfbereitschaft: "Otba sagte zu den Quraisch:
"Ihr unternehmt bei Gott, eine ernste Sache, wenn ihr Mohammed und
seine Gefährten angreift, schlagt ihr ihn, so wird kein Mann dem
anderen mehr gern ins Gesicht sehen, denn Einer wird des Anderen Vetter
oder Stammesgenossen getötet haben, darum kehret zurück, und
lasset Mohammed mit den übrigen Arabern fertig werden, besiegen
sie ihn, so ist ja euer Zweck erreicht, tritt das Gegenteil ein, so
habt ihr Nichts zu hoffen, und erlangt doch nicht, was ihr
wünschet." Hakim ging inzwischen zu Abu Djahl, welcher seinen
Panzer zurecht machte, den er mit Leder überzogen hatte, und sagte
ihm, was ihm Otba aufgetragen hatte. Abu Djahl sagte: "Bei Gott, beim
Anblick Mohammeds und seiner Gefährten ist Otba's Lunge vor Furcht
angeschwollen. Nicht so, wir kehren bei Gott nicht zurück, bis
Gott zwischen uns und Mohammed entscheidet. Otba sagt übrigens
nicht, was er denkt, er hat gesehen dass Mohammed und seine Leute
für uns wie ein geschlachtetes Kamel ein guter Bissen sind, und
unter ihnen ist sein Sohn, darum will er euch Furcht einflössen."
(Weil, 1. Band, Seite 329 f) Die quraische (mekkanische) Schutztruppe
zog also weiter und lagerte bei Badr. Mohammed war mittlerweile auch bis in die Gegend von Badr gekommen und schlug sein Lager an einer Wasserstelle auf, nur einen Sandberg getrennt von den Mekkanern. Er ließ sich von Spähern über den Feind unterrichten: "Wie stark sind sie?" "Sie sind zahlreich." "Wie gross ist ihre Zahl?" "Das wissen wir nicht." "Wie viele Kamele schlachten sie täglich?" "Neun bis zehn." "Dann beträgt ihre Zahl 900 bis 1000, und welche Häupter sind unter ihnen?" Mohammed erfährt, daß Oberhäupter und Vertreter der besten Familien angetreten sind, um gegen ihn zu kämpfen und kommentiert: "Sehet, Mekka hat euch die besten Teile zugeworfen." (Weil, 1. Band, Seite 323 f) Es war eine geschickte Taktik Mohammeds, daß er versuchte, die wichtigsten Häupter Mekkas zu eliminieren, die vorliegende Situation war also als günstig zu bewerten. Auf der anderen Seite des Hügels kam es bei den Mekkanern noch einmal zu einem verbalen Schlagabtausch über den Sinn des bevorstehenden Aufeinandertreffens. Wiederum versuchte Otba, den Kampf zu verhindern aber Abu Djahl wandte ein Mittel an, dem kein edler Araber widerstehen konnte. Der schon oben erwähnte, bei Nahla getötete "Amr ibn Alhadrami" war ein Schützling von Otbas Familie. Der Bruder von "Amir ibn Alhadrami" konnte nach arabischer Sitte verlangen, daß ihm Otba dabei behilflich wäre, für seinen Bruder Blutrache zu nehmen oder das Blutgeld einzutreiben. Otba anerbot sich, an Stelle der Muslime das Blutgeld selber zu zahlen. Dadurch kam er erst recht in die Klemme weil ihm vorgeworfen wurde, dies aus Feigheit zu tun. Das wiederum konnte er nicht auf sich sitzen lassen. Unterdessen war es Abend geworden und in der Nacht regnete es heftig. Dieser Regen kam den Muslimen zustatten, da er auf ihrer Seite den losen Sand fest machte, die andere Seite des Hügels aber schwerer passierbar. Dazu Allahs Offenbarung:
Ebenfalls in dieser Nacht schickte Allah seinem Propheten einen Traum, in welchem er die Feinde "als wenige zeigte" um keine Zaghaftigkeit aufkommen zu lassen:
Gemäss der Chronik von Ibn Ishaq hatte sich Satan selbst im Vorfeld der Schlacht der Ungläubigen angenommen, "welche übermütig aus ihren Wohnungen kamen", um sie in Sicherheit zu wiegen. Sie sind also, ohne es zu merken, bei ihren Entscheidungen letztlich seinem (des Teufels) Einfluss erlegen. Im entscheidenden Moment, dann, wenn die beiden Scharen aufeinander treffen werden, wird er (der Teufel) sich aber feige zurückziehen und die Ungläubigen ihrem Schicksal überlassen. Dies alles wusste Allah und er wollte es seinem Propheten mitteilen:
Am Morgen schien die Begegnung unausweichlich. Die Gläubigen bauten für Mohammed eine Art Hütte, in welche er sich zum Gebet zurückziehen konnte. Von einer eigentlichen Schlachtordnung konnte nicht die Rede sein. Die Männer fochten ohne jegliche Taktik. Nur zwischen drei edlen Quraisch und ebenbürtigen Moslems, darunter Ali, wurde ein Zweikampf organisiert, der allerdings mit dem Tode der drei angetretenen Mekkaner endete. Einer der drei Moslems starb an den Folgen des Zweikampfes. "Der Tod der angesehenen mekkanischen Männer musste unter den Quraisch grosse Bestürzung erregen. Mit der Wut des Fanatismus und der Rachsucht wegen der vielen in Mekka erlittenen Kränkungen hieben nun besonders die vertriebenen moslemischen Mekkaner auf ihre Landsleute ein, von denen viele nur mit halbem Herzen kämpften. Die grosse Masse der mehr an Handelszügen als an Kriegerleben gewöhnten Mekkaner muss sich schlecht geschlagen haben. Aber gerade die angesehendsten Männer zeigten durch ihren Tod eine tapfere Haltung. Während der ganzen Zeit betete Mohammed inbrünstig in seiner Hütte; es war ihm sicher bitterer Ernst, als er Gott anflehte." (Nöldeke, Seite 75 f) Er sagte unter anderem: "Gott, wenn diese Schar heute zu Grunde geht, so wirst Du nicht mehr angebetet." Abu Bakr, der bei ihm war sagte: "O Prophet Gottes! Du hast Deinen Herrn genug angerufen, er wird seine Verheissung erfüllen." Als Mohammed in der Hütte war, zitterte er heftig, dann kam er zu sich und sagte zu Abu Bakr: "Empfange frohe Botschaft! Gottes Beistand ist gekommen, Gabriel hat die Zügel des Pferdes ergriffen, der Staub bedeckt schon seine Füsse." (Weil, Band, Seite 331) Das wird auch der Moment gewesen sein, wo Allah folgende Offenbarungen herabsandte: Allah selbst hatte also Engel aufgeboten, ihnen den Kampfbefehl gegeben und die Muslime aufgefordert, auf die Hälse der Ungläubigen zu hauen und ihnen jeden Finger abzuschlagen. Dies bestätigt er in folgender Offenbarung an seinen Propheten:
Gemäss Zeugnis des Ibn Ishaq sind die Engel immer mit den Gläubigen, wenn diese kämpfen, aber nur bei der Schlacht von Badr griffen sie auch mit dem Schwert ein: Die Engel trugen als Zeichen am Tage von Badr weisse Turbane, die nach dem Rücken zurückfielen. Ein Gelehrter hat mir berichtet, Ali habe gesagt: "Die Turbane sind die Krone der Araber, am Tage von Badr trugen die Engel weisse Turbane, die nach hinten herabfielen und Gabriel allein hatte einen gelben Turban." Ein zuverlässiger Mann hat mir berichtet, dieser habe gehört, daß die Engel nur bei Badr in besonderem Abzeichen gekämpft haben, bei anderen Schlachten waren sie nur zur Verstärkung der Zahl da, ohne selbst zu kämpfen." (Weil, 1. Band, Seite 335 f) Es sind also die Engel, angeführt von Gabriel, die den wesentlichen Beitrag zum Sieg geleistet haben sollen:
Trotz der Gewissheit, daß auch die himmlischen Heerscharen für die gerechte Sache kämpften, feuerte Mohammed seine Streiter noch zusätzlich an, wobei er sich auf folgende Offenbarungen abstützen konnte:
Der Prophet versicherte den Gläubigen einmal mehr, daß alle, die im Kampfe sterben, ins Paradies eingehen werden: Bei dem, in dessen Hand Mohammeds Seele ist, es wird heute Niemand, der dem Feinde entgegentritt, und aus Liebe zu Gott im Kriege ausharrt, erschlagen, der nicht ins Paradies eingehe." Omeir Ibn Alhuman rief: "So liegt also zwischen mir und dem Paradies nur der Tod von der Hand dieser Leute?" Er ergriff das Schwert und kämpfte, bis er getötet wurde." (Weil, 1. Band, Seite 332) Die Gläubigen wurden von Allah auch direkt unterstützt, indem er einerseits ihre Wahrnehmung dahingehend steuerte, daß sie die Zahl der Feinde unterschätzten. Im gleichen Sinne beeinflusste der Allmächtige die Wahrnehmung der Ungläubigen, indem er sie glauben machte, daß weniger Muslime kämpften als tatsächlich anwesend waren:
Die Schlacht war entschieden und die Mekkaner ergriffen mehr oder weniger ungeordnet die Flucht und wurden dabei von den Muslimen verfolgt. "Der Verlust der Sieger belief sich auf vierzehn Tote, der der Besiegten auf gegen 70 Tote. Die geringe Zahl der Gefallenen auf Seite der Muslime ist dadurch zu erklären, daß die meisten Quraisch erst auf der Flucht getötet wurden, während sich in der Schlacht selbst, wenigstens bei den Ungläubigen, noch die arabische Scheu geltend machte, durch zu viele Tote dem Feinde zu viel Anlass zur Blutrache oder zur Forderung hohen Blutgeldes zu geben." (Nöldeke, Seite 79) Bevor die Muslime nach Medina zurückkehrten, mussten noch die Toten beerdigt werden. Während für die Gläubigen Gräber ausgehoben wurden, "liess Mohammed die Erschlagenen in eine Zisterne (Brunnen) werfen, nur Omejja Ibn Chalaf wurde unter Erde und Steine begraben, weil er so aufgeschwollen war, dass man ihm den Panzer nicht gleich abnehmen konnte, so blieb er allein übrig, und man liess ihn liegen. Als die Übrigen in der Zisterne waren, stellte sich Mohammed vor dieselbe und rief: "O ihr Männer der Zisterne! Hat die Verheissung eures Herrn sich bestätigt? Ich habe die Verheissung meines Herrn wahr gefunden." Seine Gefährten sagten: "O Gesandter Gottes! Es sind ja Leichen!" Mohammed erwiderte: "Sie wissen doch, daß die Verheissung des Herrn wahr geworden ist." (Weil, 1. Band, Seite 338 f) Anschließend ging es um die Verteilung der Kriegsbeute und dabei scheint es zu erheblichen Interessenskonflikten gekommen zu sein: "Mohammed liess dann alles zusammentragen, was die Leute erbeutet hatten, und es entstand ein Wortwechsel darüber. Die, welche Beute gemacht hatten, wollten sie für sich erhalten, die, welche den Feind aufgesucht und bekämpft hatten sagten: "Ohne uns hättet ihr keine Beute gemacht, wir haben die feindlichen Krieger von euch ferngehalten. Diejenigen, welche Mohammed bewacht hatten, aus Furcht vor einem feindlichen Überfall, sagten: "Es gebührt euch nichts mehr als uns, auch wir wollten den Feind bekämpfen, als uns Gott dessen Rücken zeigte, wir wollten dann nach der Beute greifen, die niemand beschützte, aber wir fürchteten einen Überfall auf den Propheten, darum blieben wir bei ihm, wir haben daher nicht weniger anzusprechen als ihr." Um Ordnung in die Gier der Gläubigen zu bringen und ihre Ansprüche zu zähmen sandte Allah eine Offenbarung, die die Verteilung der Kriegsbeute regelte." (Weil, 1. Band, Seite 338 f):
Gleichsam als Rückblick und Kommentar zur erfolgreich geschlagenen Schlacht ist folgender Vers zu deuten. Er thematisiert noch einmal die Situation, daß die Unternehmung womöglich nicht stattgefunden hätte, wenn die Muslime von Anfang an gewusst hätten, daß es zum Kampfe kommt. Aber eben, sie haben es nicht gewusst, auch das ist eine Fügung des Allmächtigen: Folgende Begebenheit aus der Chronik von Ibn Ishaq ist noch erwähnenswert: Ukkascha, ein Ansar (ein medinensische Helfer), kämpfte am Tage von Badr, bis ihm das Schwert in der Hand zerbrach. Da kam er zu Mohammed. Dieser gab ihm ein Stück Holz und sagte: "Kämpfe damit, Ukkascha!" Ukkascha nahm das Holz und schwenkte es, und es verwandelte sich in ein langes Schwert mit starkem Rücken und er kämpfte damit, bis Gott den Gläubigen den Sieg verliehen hatte. Ukkascha ist derjenige, welcher, als Mohammed einst sagte: "Es werden 70.000 von meinem Volke wie der Vollmond ins Paradies eingehen.", ihn bat, Gott anzuflehen, daß er unter ihrer Zahl sein möchte. Mohammed antwortete: "Du bist darunter!" Einer
der Ansar richtete dann dieselbe Bitte an Mohammed, er sagte aber:
"Ukkascha ist dir zuvorgekommen, und mein Gebet hat geringeren Wert."
Mohammed sagte einst, wie mir einer aus seiner Familie berichtet hat:
"Zu uns gehört der beste Reiter unter den Arabern." und als man
ihn fragte, wen er meine, nannte er Ukkascha. Darauf sagte "Dhiar ibn
Alazwar" (ein anderer Ansar): "Dieser ist ja einer der unsrigen."
Mohammed versetzte aber: "Er geht euch nichts mehr an, er zählt,
als unser Schutzgenosse, zu uns." (Weil,
1. Band, Seite 337 f) Die Menschheit bestand für Mohammed nicht nur aus den drei Kasten:
Dabei waren auch die Gläubigen untereinander nicht gleichwertig sondern hierarchisch gegliedert:
Zu den Überlegungen, wie mit den gemachten Gefangenen am sinnvollsten zu verfahren sei, schreibt Ali Dashti (schiitischer Gelehrter und Schriftsteller, 1896 - 1981): "Nach der Schlacht von Badr war der Prophet unschlüssig darüber, was er nun mit den Gefangenen tun sollte. Sollte er die Gefangenen der Schlacht von Badr für ein Lösegeld freilassen, womit er dann die muslimischen Krieger bezahlen könnte? Sollte er sie als Sklaven behalten? Oder sollte er sie einsperren? Sein realistischer und weitsichtiger Gefährte Umar, riet ihm, alle Gefangenen zu töten. Nach seinem Dafürhalten war die Freilassung der Gefangenen gegen ein Lösegeld unklug, weil sich die ehemaligen Gefangenen wieder mit dem Feind zusammentun würden, um danach noch erbitterter zu kämpfen. Sie als Sklaven zu halten oder sie einzusperren, würde viel Geld für die Bewachung verschlingen, weil immer die Gefahr ihrer Flucht bestünde. Aber wenn man sie alle tötete, wären alle Stämme eingeschüchtert, und das kämpferische Ansehen des Islam würde gesteigert. Die Entscheidung kam mit der Offenbarung:
Unter den in Badr gemachten Gefangenen befanden sich "Okba bin Abi Mueit" und "Al-Nadr bin Alharith". Als der Prophet diese beiden Männer erblickte, erinnerte er sich an ihre Feindschaft und Boshaftigkeit, die sie ihm in Mekka hatten zuteil werden lassen und befahl, sie zu enthaupten. Al-Nadr war der Gefangene von Meqdad, der sehr an einem Lösegeld interessiert war. Meqdad sagte zu dem Propheten: "Das ist mein Gefangener, und ich habe das Recht, ihn als meinen Teil der Beute zu betrachten." Darauf fragte der Prophet Meqdad: "Hast du denn vergessen, was dieser schändliche Mann über die Offenbarungen des Korans gesagt hat?" Es war nämlich Al-Nadr gewesen, der in Mekka gesagt hatte: "Wir haben sie schon gehört, und wenn wir nur wollten, so könnten wir ähnliche Verse hersagen, der Koran enthält ja doch nichts als alte Märchen (wie Recht Al-Nadr doch hatte!). Darauf bezieht sich folgende Offenbarung:
Schliesslich musste Al-Nadr für diese Bemerkung mit seinem Leben zahlen. Meqdad zog seinen Anspruch zurück und Al-Nadr wurde enthauptet. Als nächster wurde Aqba vor den Propheten gebracht, und Asem Ibn Sabet erhielt den Befehl, ihn zu töten. Okba schrie laut: "Was wird denn aus meinen Kindern?" Der Prophet gab zur Antwort: "Zur Hölle!"(Ali Dashti, Seite 157 f) ► 3. Die Ermordung des Al-Nadr bin Alharith Auch folgende Bestrafungen fanden bei Badr statt. Mekkanische Konvertiten (zum islamischen Glauben bekehrte), die nicht mit Mohammed ausgewandert, sondern in Mekka geblieben waren, und in der Schlacht mit den Mekkanern gekämpft hatten, wurden daselbst von den mitstreitenden Engeln? erschlagen:
Dazu Ibn Ishaq: "Diese waren nämlich, zur Zeit als Mohammed noch in Mekka war, zum Islam übergetreten, nach dessen Auswanderung (nach der Auswanderung der Moslems) aber wurden sie von ihren Leuten zurückgehalten und abtrünnig gemacht, sie zogen dann mit ihren Stammesgenossen in den Krieg und kamen alle um." (Weil, 1. Band, Seite 340) Aufgrund seines Sieges bei Badr stärkte sich die gesellschaftliche und politische Position Mohammeds in Medina umgehend. Deshalb erachtete es Allah als angebracht, die renitenten Juden mit Offenbarungen nicht nur ein weiteres Mal zu kritisieren, sondern ihnen jetzt auch zu drohen. Damit wurde der mit den Juden bestehende Schutzvertrag einseitig durch Mohammed aufgelöst: „Als Allah die Quraisch am Schlachttage von Badr heimgesucht hatte, versammelte Mohammed die Juden auf dem Basar der "Banu Quaynuqa" (Banu Quaynuqa ist ein jüdischer Stamm), sobald er nach Medina zurückgekehrt war, und sagte Ihnen: „O ihr Juden, bekehrt euch zum Islam, ehe euch Allah wie die Quraisch heimsucht.“ Sie aber sagten: „Laß dich nicht von deiner Einbildung täuschen! Du hast wohl einige Quraisch getötet, die ohne Erfahrung und Kenntnis vom Kriege sind, bei Gott, wenn du uns bekriegst, so wirst du erfahren, daß wir Männer sind, dergleichen du noch nicht getroffen hast. Hierauf offenbarte Allah:“ (Weil, 1. Band Seite 283): Sure 3, Vers 12: Sprich zu denen, die ungläubig sind: "Bald schon werdet ihr besiegt sein und in Dschahannam (in der Hölle) versammelt werden, was für eine schlechte Ruhestätte!"In der sich auf diesen Vers beziehenden exegetischen Ausführung wird sogar die genaue Kampfesstärke der Muslime bei Badr angegeben: „Sie zählten 313 Mann und die meisten von ihnen waren Fußsoldaten. Sie besaßen lediglich zwei Pferde, sechs Rüstungen und acht Schwerter.“ Eingedenk der erheblichen Unterbewaffnung der Muslime scheint die Unterstützung Allahs mit Kampfengeln sinnvoll gewesen zu sein. Trotzdem ist der Sieg gegen die fast 1000 Mekkaner erstaunlich. Ich habe mir die Zeit genommen, mir die Vorgänge um die Schlacht von Badr im Buch "Mohammed - Allahs Prophet und Feldherr" von Gerhard Konzelmann einmal anzusehen. Die Schlacht von "al Badr" fand am 17. März 624 statt. Diese Schlacht wird als Schlüsselereignis in der Frühgeschichte des Islam betrachtet. Der Schlacht vorausgegangen waren bereits mehrere Überfälle Mohammeds im Jahre 623 und 624 auf mekkanische Karawanen der "Banu Quraisch", der herrschenden Sippe aus Mekka. Obwohl viele Muslime selbst Quraisch waren, glaubten sie, dass sie zu diesen Beutezügen berechtigt wären, da sie von den Mekkanern aus ihrer Heimat und ihrem Stamm vertrieben worden waren. Im September 623 führte Mohammed selbst eine Truppe von rund 200 Mann zu einem erfolglosen Überfall auf eine große Karawane. Im Januar 624 überfielen die Muslime eine Karawane bei Nakhlah, nur vierzig Kilometer von Mekka entfernt. Dieser Angriff fand im nach damaligem Brauch heiligen Monat Rajab statt, während dem Kämpfe untersagt waren. Nun wollte Mohammed erneut eine Karawane überfallen. Mohammed hatte sich ein sehr gutes Informationsnetz aufgebaut. Überall in den Stämmen, die an den Wasserlöchern der Wüste lagerten, hatte er seine moslemischen Informanten, die ihm durch schnelle Kamelreiter mitteilten, wenn sich wieder einmal Karawanen durch die Wüste bewegten. Mohammed wusste also sehr gut Bescheid, als sich die größte Karawane der "Banu Qurraisch", die Hauptkarawane des Jahres 624, von Syrien in Richtung Mekka bewegte. Der Erfolg der ersten "Expedition" (der Überfall Mohammeds auf eine Karawane) hatte sich in Medina natürlich sehr schnell herumgesprochen. Die Bewohner von Medina, die bereits dort gelebt hatten, bevor Mohammed mit seinen treuen moslemischen Gefolgsleuten von Mekka nach Medina emigrierte, waren durch Abkommen mit den zugewanderten Moslems vertraglich verpflichtet worden, sich an den Kämpfen gegen die "Banu Quraisch" aus Mekka zu beteiligen (siehe auch: Situation vor den Kriegszügen). Doch bisher hatte Mohammed für die "Expedition" nach Süden (nach Mekka) nur Männer ausgewählt, die ihm aus Mekka nach Medina gefolgt waren. Als die ursprünglichen Bewohner aus Medina aber sahen, dass die "Expeditionsmitglieder" reich und mit wertvollen und zugleich leicht verkäuflichen Waren belohnt wurden, da wollten auch sie sich an den "Expeditionen" beteiligen. Auf der Liste der Freiwilligen standen schon bald dreihundert Namen der vorwiegend arabischen Stämme in Yatrib (Medina). Sie erhielten die Bezeichnung "Ansar" (Helfer des Propheten) und wurden schon wenige Wochen nach der ersten glücklich verlaufenden "Expedition" in einer Bewährungsprobe zusammen mit den moslemischen Emigranten aus Mekka eingesetzt. Aber die Karawanenführer waren in der Regel gut unterrichtet. Sie wussten natürlich von der Gefahr der Überfälle, wenn sie sich Medina näherten. Deshalb wurde die Karawane von 70 bewaffneten Männern begleitet. Der Karawanenführer Abu Sufjan fragte jeden Reiter, der aus dem Süden aus der Gegend um Medina kam, ob er irgendwelche ungewöhnlichen Vorgänge beobachtet habe. Von einem solchen Reiter soll er erfahren haben, dass Mohammed erneut einen Überfall auf die Karawane beabsichtigte. Abu Sufjan nahm diese Information ernst. Er reduzierte das Marschtempo und schickte sofort einen Reiter nach Mekka, um die Quraisch zu warnen und um sie zu bitten, dass sie weitere bewaffnete Männer schicken sollten, um die Karawane zu schützen, denn mit seinen siebzig bewaffneten Männern fühlte er sich nicht sicher genug. Die Kaufleute in Mekka erkannten die Notwendigkeit schneller Hilfe und schickten 950 Kämpfer, die sich nach Norden bewegten, um der bedrohten Karawane beizustehen. Da in Mekka keiner mehr von Mohammeds Moslems lebte, denn die hatten Mekka alle verlassen, erfuhr Mohammed erst nach einer Weile von diesen 950 bewaffneten Kämpfern. So bewegten sich also drei bewaffnete Verbände aufeinander zu: die Karawane mit 70 bewaffneten Männern, die 950 bewaffneten Kämpfer aus Mekka und Mohammeds (etwa 314) bewaffnete Reiter aus Medina. Unter Mohammeds Kriegers befanden sich auch Männer aus dem arabischen Stamme der "Banu Chasradsch" und vom arabischen Stamme der "Banu Aus" aus Medina. Da die drei Gruppen die jeweilige Position der anderen Gruppe nicht genau kannte, konnte Abu Sufjan sich nicht sicher sein, dass die Hilfe der 950 bewaffneten Krieger aus Mekka ihn noch rechtzeitig erreichen würde. Als er mit seiner Karawane den Brunnen der Oase "al Badr" erreichte, erfuhr er, dass Mohammeds Männer sich dort bereits mit Trinkwasser versorgt hatten. Deshalb änderte er die Marschrichtung der Karawane und und wich in Richtung der Küste des Roten Meeres aus. Die Reiter Mohammeds aber warteten an der normalen Kamelroute. Weil Abu Sufjan das Gefühl hatte, dass Mohammed seine List nicht durschaut hatte, schickte er einen berittenen Boten zu den bewaffneten mekkanischn Soldaten, um ihnen zu sagen, dass die Karawane in Sicherheit sei und dass er ihren Schutz nicht mehr benötigte. Die Führung der mekkanischen Reiter erreichte die Botschaft Abu Sufjan's. Aber sie kehrten nicht nach Mekka um, so wie Abu Sufjan es ihnen empfohlen hatte. Vielmehr waren sie der Meinung, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen sei, um Mohammed und seine Männer für die begangenen Karawanenüberfälle zu bestrafen und zu töten. Die Berichte über die Schlacht von "al Badr" sind nur aus der Sicht der Moslems überliefert. Neutrale Berichte sind nicht erhalten. Es wird berichtet, dass Mohammed seine Truppen, die den mekkanischen Truppen zahlenmäßig weit unterlegen war (950 : 314), an einer Wasserstelle von "al Badr" aufstellte, während er alle anderen Brunnen zuschüttete. Es sollte noch erwähnt werden, dass einige Krieger aus Mekka Bedenken gegen einen Kampf mit Mohammeds Reiter hatten, da sich Angehörige von ihnen unter Mohammeds Kriegern befanden. Auch Mohammed hatte zu Beginn des Kampfes große Zweifel und betete zu Allah: "O Allah, wenn diese (meine) Männer erschlagen werden, dann lebt niemand mehr, der dich anbetet." Bei dieser ersten wichtigen Schlacht verkündete Mohammed den Glaubensgrundsatz, dass der Kämpfer, der für den Islam stirbt, dadurch mit dem Einzug ins Paradies belohnt wird. So heißt es z.B. im Koran: Sure 3, 185: Jede Seele wird den Tod kosten, und euch wird euer Lohn am Tag der Auferstehung vollständig gegeben; und wer da vom Feuer ferngehalten und ins Paradies geführt wird, der soll glücklich sein. Und das irdische Leben ist nichts als ein trügerischer Nießbrauch. Der Lohn des Paradieses für die kämpfenden Mudjahedin (Gotteskrieger) wird noch in vielen weiteren Suren vertieft. In diesem Paradies sitzen die Gläubigen nahe Allah auf einem Hochzeitsthron und laben sich an versiegeltem Wein, dessen Siegel Moschus ist. Über ihnen hängen die Trauben und unter ihnen kreisen silberne Becher und Flaschen mit erlesenen Köstlichkeiten. Bekleidet sind sie mit Kleidern aus grüner Seide und Brokat, welche mit silbernen Spangen geschmückt sind. Unsterbliche Knaben sind ihnen zu Diensten. Außerdem stehen ihnen großäugige Huris, sogenannten Paradiesjungfrauen, von blendender Schönheit zur Verfügung, die in den immer schön und reich bewässerten Gärten ruhen. Der einzig sichere Weg für einen Gläubigen, dieser ewig währenden Wollust teilhaftig zu werden, ist sein Einsatz für die Sache des Islam, wann immer nötig, mit dem eigenen Leben. Die Banu Quraisch, die zahlenmäßig den Moslems überlegen waren, gingen zunächst davon aus, dass der Kampf ein schnelles Ende nehmen würde. Die größere Kampfkraft der Moslems wog jedoch die zahlenmäßige Überlegenheit der mekkanischen Kämpfer auf. Außerdem war der Kampfgeist der Mekkaner nicht sehr groß, weil sie gegen die eigenen Verwandten kämpfen sollten, mit denen sie noch vor einigen Jahren in Mekka zusammengelebt hatten. Die Krieger Mohammeds hatten diese Zweifel offenbar nicht, denn ihnen hatte Allah ja das Paradies versprochen. Am Ende trug Mohammed den Sieg davon. Bevor der Kampf jedoch beendet war, zogen Mohammeds Kämpfer den Toten die Kleider aus, streiften ihren Schmuck ab und sammelten ihre Schwerter ein. Kaum war der Sieg errungen, plünderten sie die Zelte, denn die Banu Quraiach hatten auf ihrem Feldzug vielerlei mitgenommen. Dazu gehörten Lebensmittel, Wein, teure Gewänder, Geschenke für gastfreundschaftliche Stammesfürsten, Pferde, Kamele und Geld, aber auch Sklavinnen. Der arabische Historiker Ibn Ishaq zieht folgendes Fazit von der Schlacht bei "al Badr": Die Gesamtzahl der Muslime, die an der Schlacht beteiligt waren, betrug 314 Männer. Von diesen 314 moslemischen Männern waren 83 aus Mekka ausgewandert. Die restlichen 231 Moslems stammten aus Medina. Davon waren 170 aus dem Stamme der arabischen "Banu Chasradsch" und 61 vom Stamme der arabischen "Banu Aus". Von den 83 mekkanischen Emigranten verloren 6 ihr Leben. Von den 231 Männern aus Medina starben 8 Männer. Aus dem Stamme der mekkanischen "Banu Quraisch" wurden 50 Männer erschlagen und 43 gefangen genommen. Die Verluste der Muslime wurde mit 14 Toten angegeben. Damit hatte Mekka seine erfahrensten Kämpfer verloren. Abu Sufjan aber war mit seinen Waren und Kamelen wohlbehalten in Mekka angekommen. Trotz der großen Verluste, waren die Mekkaner aber nicht gewillt, die Niederlage hinzunehmen. Schon bald begann die Wiederaufrüstung der Truppen für die Revanche. Der Sieg über die Mekkaner war Mohammed zur rechten Zeit zugefallen. Wie er selbst es in der achten Sure angekündigt hatte, hat die Schlacht von "al Badr" seine göttliche Mission bestätigt. Nun wagte niemand mehr, an seinem religiösen Sendungsbewusstsein zu zweifeln. Mohammed hatte den Sieg vorausgesagt und damit war kein Zwefel mehr daran erlaubt, dass Mohammed nicht der Gesandte Allahs sei. Jahrelang hatte Mohammed auf solch eine Bestätigung gewartet. Nun war sie eingetroffen und alle seine Skeptiker waren beschämt. Laut dem arabischen Historiker Ibn Ishaq, der Mohammeds Biographie verfasste, hatte Mohammed 43 Mekkaner gefangen genommen. Der spätere Kalif (Nachfolger Mohammeds) "Umar ibn al-Khattab" wollte die Gefangenen zunächst töten lassen, da er im Falle der Rückkehr der Mekkaner Schwierigkeiten mit der Bewachung der Gefangenen sah. Aber der Kalif "Abu Bakr", der unmittelbar nach dem Tod Mohammds zum Kalifen ernannt wurde, sprach sich dagegen aus. Er sträubte sich dagegen, weil die Moslems über die Familienbande mit den gefangenen mekkanischen "Banu Quraisch" verwandt waren. Ein weiterer Grund für die Verschonung der Gefangenen bestand darin, dass er hoffte, dass diese Gefangenen zum islamischen Glauben übertreten würden. Der dritte Grund für die Verschonung bestand darin, dass Abu Bakr sich vom Verkauf der Gefangenen ein hohes Lösegeld versprach. Deshalb wurden die meisten Gefangenen vor dem Tod bewahrt. Nur zwei hochrangige Mekkaner wurden nach der Schlacht hingerichtet, dafür soll es persönlich Gründe gegeben haben, und zwei weitere Banu Quraisch, die sich bereits in Mekka, durch Übergriffe auf Mohammed hervorgetan hatten, als Mohammed noch in Mekka weilte, wurden auf dem Weg nach Medina getötet. Bevor die Moslems "al Badr" verließen, befahl Mohammed, mehr als zwanzig Leichen in den Brunnen werfen zu lassen. Die Mekkaner ihrerseits ließen ihre Wut über die verlorene Schlacht an den gefangenen Moslems aus und ließen sie in Mekka hinrichten. Insgesamt sollen die Moslems ihre Gefangenen aber besser behandelt haben, als die Mekkaner ihre Gefangenen. Zahlreiche Banu Quraisch aus Mekka wurden von moslemischen Familien in Medina aufgenommen. Andererseits erzielten die Moslems durch den Verkauf etlicher Gefangener ein hohes Lösegeld. Durch den Sieg über die überlegene Armee der Mekkaner wurde Mohammeds Ruf in Medina gestärkt. Mohammed war nun stark genug, den jüdischen Stamm der "Banu Qainuqa" (der neben den jüdischen Stämmen der "Banu Nadir" und der "Banu Quraiza", "Banu Quraiza" nicht zu verwechseln mit dem "Banu Quraisch", dem arabischen Stamm aus Mekka, einer der drei wichtigsten jüdischen Stämme in Medina war), der seine politische Stellung gefährdete, aus Medina zu vertreiben. Da die Unterwerfung der Juden unter dem moslemischen Glauben nicht möglich war, wollte sie Mohammed ganz aus Medina vertreiben. Die "Banu Qainuqa" war der erste Stamm, mit dem Mohammed kriegerische Auseinandersetzungen führte. Ihm folgten weite kriegrische Auseinandersetzungen mit jüdischen und arabischen Stämmen. So unter anderem mit dem jüdischen Stamm der "Banu Quraiza", deren Männer 627 n.Chr. auf Befehl "Sa'd ibn Mu'adh" und mit der Zustimmung Mohammeds getötet wurden. Ihre Frauen und Kinder wurden in die Sklaverei verkauft. Auch dem jüdischen Stamm der "Banu al Nadir" erging es unter Mohammed nicht gut. 625, nach dem Kampf von Uhud, bei dem sich die "Banu Quraisch" aus Mekka, zusammen mit anderen Stämmen aus Medina, für den Karawananüberfall von 624 in "al Badr" rächen wollten, und 3 Jahre vor dem Massaker am Stamm der jüdischen "Banu Quraiza" aus Medina, befahl Mohammed, dass die "Banu al Nadir" Medina innerhalb von zehn Tagen zu verlassen hatten. Die "Banu al Nadir" willigten zunächst ein, entschlossen sich dann aber Widerstand zu leisten. Darauf belagerten Mohammeds Truppen die "Banu al Nadir" und ließ ihre Palmenhaine, die Haupterwebsquelle der "Banu al Nadir" zerstören. Etwas derartiges hatte es bisher in Arabien nicht gegeben, denn die Palmen galten fast als heilig. Der lange Wachstum, den sie benötigten, machte sie so wertvoll. Kein Angreifer hatte jemals so barbarisch gehandelt und hatte diese Palmen absichtlich gefällt und verbrannt. Zwischen den Völkern Arabiens gab es ein stillschweigendes Abkommen, Palmenhaine unangetastet zu lassen. Nach zweiwöchiger Belagerung ergaben sich die "Banu al Nadir" und verließen Medina. 628 wurden die "Banu al Nadir" bei Chaibar endgültig besiegt. Ihre Besitztümer wurden unter den Muslimen aufgeteilt. Mohammed nahm Safiyya, die Tochter des Anführers des jüdischen Stammes der "Banu al Nadir", als elfte Ehefrau, nachdem er ihren Vater und Ehemann töten ließ. Die Schlacht von Badr (Ibn Ishaq) Top Die Prophetenbiographie Ibn Ishaq's berichtet davon, dass Mohammed erfuhr, dass Abu Sufyan (im Jahre 624 nach Christus) mit einer gewaltigen Karawane der mekkanischen Quraisch von Syrien aus auf dem Rückweg nach Mekka war. Die Karawane trug Handelsgüter mit sich und wurde von 30 oder 40 Männern begleitet. Nachdem Mohammed gehört hatte, dass die Karawane aus Syrien anrückte, rief er die Moslems zusammen und sprach zu ihnen: "Dies ist die Karawane der Quraisch mit ihren Gütern. Zieht aus gegen sie. Vielleicht wird Gott sie euch zur Beute machen!" Auch in der Prophetenbiographie geht man also offensichtlich davon aus, dass Mohammed die mekkanische Karawane überfallen will. Die Moslems kamen Mohammeds Aufforderungen nach, die einen entschlossen, die anderen zögernd. Die, die zögerten, hatten die Befürchtung, Mohammed könnte sich auf einen Krieg einlassen. Als Abu Sufyan (der Karawanenführer) sich dem Hedschas näherte (der Hedschas ist die nordwestliche Landschaft der arabischen Halbinsel in der auch Mekka und Medina liegen), versuchte er die letzten Neuigkeiten zu erfahren und fragte besorgt jeden Reiter, den er unterwegs antraf. Schließlich gab es bereits zuvor bei Nachla, 30 km nördlich von Mekka, am letzten Tag des damals heiligen Monats Rajab, in dem Überfälle absolut geächtet wurden, einen Karawanenüberfall der Moslems, bei dem ein Mann getötet wurde, so dass die Karawanenführer zur Vorsicht neigten. Von einem der Reiter erfuhr Abu Sufyan, dass Mohammed einen Überfall auf seine Karawane plante. Deshalb schickte er "Damdam ibn Amr" mit der Weisung nach Mekka, die Quraisch davon zu unterrichten, dass Mohammed die Karawane überfallen wolle und dass die Quraisch zum Schutz der Karawane Verstärkung aus Mekka schicken sollten. Damdam ritt eilends nach Mekka und unterrichtete die Quraisch über die Absichten Mohammeds. Die Quraisch stellten eine Truppe zum Schutze der Karawane zusammen und ließen eifrig aufrüsten, wobei sie sprachen: Zitat:
Aus diesen Worten geht hervor, dass dieser Überfall offensichtlich
nicht der erste Karawanenüberfall Mohammeds war, sondern dass es
bereits einen früheren Karawanenüberfall der Moslems gegeben
hat. Dann zog die Schutztruppe aus, wobei sich unter den Kämpfern
besonders viele edle (angesehene) Mekkaner befanden.
Zitat:
Nachdem die Quraisch die Vorbereitungen beendet hatten und sich zum
Aufbruch machen wollten, erinnerten sie sich an den Zwist, den sie mit
den "Banu Bakr" vom arabischen Stamm der Kinana hatten. Sie
fürchteten, die "Banu Bakr" könnten während ihrer
Abwesenheit Mekka überfallen. Da erschien ihnen der Teufel in
Gestalt des Suraqa, einer der Edlen der Kinana und erklärte ihnen:
"Ich bin euer Pfand, dass die Kinana nichts böses hinter eurem
Rücken unternehmen." Ich würde vermuten, dass es
Gespräche zwischen den Quraisch und den Kinana gegeben hat. Danach
brachen die Quraisch eiligst auf. Auch Mohammed machte sich mit den
Moslems in den ersten Tagen des Monats Ramadan auf den Weg. Zwei
schwarze Fahnen zogen ihm voran. Die eine, "Adler" genannt, trug Ali1,
die andere befand sich bei seinen Helfern. Mohammed und seine
Gefährten hatten etwa 70 Kamele, auf denen sie abwechselnd ritten.
1Mit Ali (598 - 661) ist "Ali ibn Abu Talib" gemeint. Ali ist der Vetter und Schwiegersohn Mohammeds, der sich bereits mit neun Jahren zum Islam bekannte. Mohammed nahm Ali in seine Familie auf (Mohammed hatte seine Frau Chadidscha 595, im Alter von 25 Jahren geheiratet), als Ali 10 Jahre alt war (Mohammed war damals 38 Jahre alt), da eine Hungesnot ausgebrochen war und Ali's Eltern Schwierigkeiten hatten, ihn zu ernähren. Später heiratete Ali Mohammeds Tochter, Fatima, die ihm zwei Söhne gebar. Ali wurde der vierte Kalif im sunnitischen Islam und wird als erster Imam aller Linien der schiitischen und alevitischen Imame betrachtet. Die Mystiker des Sufismus sehen Ali als den Gründervater ihrer Bewegung. Ali wurde als erster und einziger Mensch innerhalb der Kaaba, dem Heiligtum der Moslems in Mekka geboren. Er hatte zu Mohammed eine besondere Beziehung: Zitat:
Quelle: Ali ibn Abu Talib Als Mohammed und seine Gefährten in der Nähe von Safra anlangten, schickte er Basbas und Adi nach Badr voraus, um Erkundigungen über Abu Sufyan und seine Karawane einzuholen. Mohammed und seine Männer zogen in ein Wadi (Trockenfluss, der nach starken Regenfällen Wasser trägt) namens Dhafran. Dort lagerten sie. Dort erfuhr er, dass die Männer der Quraisch aus Mekka anrückten, um die Karawane zu verteidigen. Nun hatte Mohammed noch ein Problem mit seinen medinensischen Helfern zu klären, denn sie bildeten die Mehrheit seiner Kämpfer. (Die medinensischen Helfer bestanden aus 170 Männern aus dem Stamme der arabischen "Banu Chasradsch" und 61 Männern vom Stamme der arabischen "Banu Aus".) Sie hatten Mohammed einst das Versprechen gegeben, dass sie ihn und seine Glaubensbrüder in Medina schützen würden. Nun aber waren sie außerhalb Medinas und Mohammed fürchtete, sie könnten sich nun nicht mehr an dieses Versprechen gebunden fühlen. Nach dem Mohammed diese Zweifel geäußert hatte, beruhigte ihn Sad, der Sohn des Muadh, dass sie ihn im Kampf gegen seine Feinde unterstützen würden. Sad's Worte stimmten Mohammed glücklich und gaben ihm Mut. Deshalb antwortete er: Zitat:
Dann zogen sie weiter und lagerten in der Nähe von Badr. Am Abend
schickte Mohammed einige Männer als Kundschafter zum Brunnen von
Badr. Dort, an der Tränke, trafen sie eine Kamelherde der
Schutztruppe der Quraisch und zwei ihrer Sklaven. Sie nahmen die beiden
Sklaven mit in ihr Lager und fragten sie aus, während Mohammed
betete. Die beiden Sklaven antworteten, dass die Schutztruppe der
Quraisch sie zum
Brunnen geschickt hatte, um dort Wasser zu holen. Diese Antwort aber
missfiel den Moslems. Sie wollten hören, dass die beiden Sklaven
der mekkanischen Karawane angehörten. (Wahrscheinlich wollten die
Moslems hören, dass sich die Karawane noch in der Nähe
befand.) Deshalb schlugen sie auf die beiden Sklaven ein, bis diese
sich schließlich zur Karawane bekannten. Dann erst ließen
sie von ihnen ab. Nachdem Mohammed sein Gebet beendet hatte und sich
alles von seinen Männern erzählen ließ, sagte er:
Zitat:
Dann bat er die beiden Sklaven, ihm zu erzählen, wo sich das Heer der Quraisch befindet und sie antworteten ihm: "Sie sind hinter der Sanddüne, die du dort am äußersten Rand des Wadis siehst. Dann entwickelte sich folgendes Gespräch: Zitat:
Die beiden zählten sie auf. Da wandte sich Mohammed seinen
Gefährten zu und sagte: "Mekka hat seine Herzstücke gegen
euch gesandt." Mohammed ging zu diesem Zeitpunkt immer noch davon aus,
dass die Karawane demnächst in Badr eintreffen werde. Abu Sufyan,
der Karawanenführer, aber war der Karawane vorausgeritten. Er kam
ebenfalls an dem Brunnen und fragte Madjdi, ob er irgendeinen
Fremden bemerkt hätte. Madjdi antwortete ihm:
Zitat:
Abu Sufyan ging darauf zu der Stelle, nahm etwas vom Dung der Kamele
der beiden und zerkrümelte ihn. Als er Dattelkerne darin fand,
sprach er: "Das ist das Viehfutter aus Medina." Auf dem schnellsten Weg
kehrte er zur Karawane zurück und änderte seinen Weg. Er
ließ Badr links liegen und bog in Richtung Küste ab. Nachdem
er seine Karawane gerettet hatte, schickte er einen Boten zu den
Quraisch, um ihnen mitzuteilen, dass die Karawane gerettet ist und dass
sie nun wieder umkehren könnten. Abu Djahl, ein angesehener
Quraisch, aber sprach:
Zitat:
Mohammed ließ sich inzwischen von "Hubab ibn Mundhir", einem Mann
mit Kriegserfahrung beraten. Er riet Mohammed, die Brunnen, die in der
Nähe der Quraisch lagen, zu verstopfen. Dagegen sollte er an dem
Brunnen, an dem Mohammed mit seinen Männern lagerte, ein Becken
anlegen und es mit Wasser füllen. So haben wir während der
Kämpfe etwas zu trinken, die Quraisch aber nicht. Mohammed folgte
diesem Rat. Er machte sich mit seinen Männern auf den Weg und
lagerte an dem Brunnen, der den Quraisch am nächsten lag. Dort
legte er ein Becken an und ließ es mit Wasser füllen, so
dass seine Männer daraus schöpfen konnten. Die anderen
Brunnen dagegen ließ er verstopfen
Am nächsten Morgen rückten die Quraisch heran. Es war ihre Absicht gegen Mohammed zu kämpfen. Nachdem die Quraisch ihr Lager bezogen hatten, schickten sie "Umair ibn Wabh" los, um zu erkunden, über wie viele Krieger Mohammed verfügte. Er ritt einmal um das Lager der Muslime, kehrte ins Lager der Quraisch zurück und sagte, dass es vielleicht dreihundert Moslems sind. Aber er wollte noch erkunden, ob Mohammed vielleicht einen Hinterhalt plante und irgendwelche Hilfstruppen versteckt hatte. Deshalb ritt er weit in das Wadi hinein, konnte aber nichts dergleichen entdecken. Dann kehrte er wieder ins Lager der Quraisch zurück. Mittlerweile aber hatte Umair Bedenken, gegen die Moslems zu kämpfen, da er auf beiden Seiten viele Tote befürchtete. Und so mahnte er, das Handeln noch einmal zu überdenken. Nachdem "Hakim ibn Hizam" (Führer der Sippe Asad, Untersippe der Quraisch) dies gehört hatte, ging er zu "Utba ibn Rabia" (einem führenden Vertreter der Quraisch und ein Feind des Islams, dessen Sohn "Abu Hudaifa" zu den Moslems konvertiert war und der auf der Seite Mohammeds kämpfte) und sprach: "Du bist der Führer der Quraisch. Möchtest du, dass man dich bei den Quraisch für alle Zeit in guter Erinnerung hat?" Utba antwortete: "Wie denn, Hakim?" Hakim antwortete: "Indem du mit den Quraisch umkehrst und die Blutschuld für deinen Bundesgenossen "Ibn Hadrami" (dessen Karawane zuvor von den Mohammedanern überfallen worden war), die wir von Mohammed fordern, selbst übernimmst." Hier wird also abermals bestätigt, dass die Mohammedaner die Karawane Ibn Hadrima's überfallen hatten. Darauf sprach Utba ibn Rabia: Zitat:
2Das hebräische Wort für „Blut“ bezieht sich
auf die Schuld, die jemand durch das Vergießen
unschuldigen Blutes auf sich lädt, und wird deshalb mit
„Blutschuld“ wiedergegeben (2Mo 22:2, Fn.; 1Kö 2:37, Fn.).
3Abu Djahl ist ein weiterer Führer der Quraisch, der für den Boykott und die Verfolgung Mohammeds und der Moslems in Mekka verantwortlich war. Die Erwähnung der Blutschuld deutet darauf hin, dass beim Überfall der Mohammedaner auf die Karawane von Ibn Hadrima nicht nur Güter geraubt wurden, sondern dass dabei zumindest ein unschuldiger Quraisch getötet wurde. Dafür sollte Mohammed eine Blutschuld bezahlen. Nun war "Utba ibn Rabia", dessen Sohn auf der Seite Mohammeds kämpfte, aber bereit, diese Blutschuld für Mohammed zu bezahlen, um einen Feldzug gegen die Moslems zu vermeiden, bei dem womöglich sein eigener Sohn getötet werden könnte. Während sich Hakim zu Abu Djahl begab, erhob sich Utba und hielt eine Ansprache an die Quraisch: Zitat:
Hakim war inzwischen zu Abu Djahl gegangen, der gerade seinen Panzer
einölte und erzählte ihm von Utba's Vorschlag. Doch Abu Djahl
wies diesen Vorschlag mit den Worten zurück:
Zitat:
Dann sandte Abu Djahl einen Boten zum Bruder des "Ibn Hadrami"
(dessen Karawane zuvor von den Mohammedanern überfallen worden
war), Amir, und
ließ ihm mitteilen, dass Utba beabsichtigte, mit seinen Leuten
umzukehren, obwohl sein Bruder Amr Rache gegen Mohammed geschworen hat.
Fordere darum du, Amir, die Einhaltung des Bundes (der Quraischen
Stämme) und die Rache für die Ermordung deines Bruders Amr.
Da erhob sich Amir, zog sein Schwert und schrie: "Rache für meinen
Bruder Amr, Rache für Amr." Dann entbrannte unter den Quraisch
eine
hitzige Diskussion. Schließlich wurde Utba's Vorschlag verworfen
und die Quraisch entschlossen sich gegen Mohammed zu kämpfen.
Nun entbrannte der Kampf zwischen den Moslems und den Quraisch. Zunächst kämpften drei angesehene Moslems gegen drei edle Quraisch. Zu den Moslems gehörten "Abu Ubaida", Hamza und Ali. Diese drei wurden von Mohammed aufgefordert, sich im Einzelkampf zu messen. Ubaida kämpfte gegen Utba, der sich zuvor noch gegen den Feldzug ausgesprochen hatte. Hamza kämpfte gegen Shaiba und Ali kämpfte gegen Walid. Hamza und Ali töteten ihre Gegner schnell. Ubaida und Utba stürzten beide nach kurzem Kampf verwundet zu Boden. Dann stürzten sich Hamza und Ali auf Utba und töteten ihn mit ihren Schwertern. Ubaida dagegen trugen sie zurück zu ihren Gefährten. Dann drängten beide Seiten vor und gingen aufeinander los. Mohammed blieb derweil in seiner Hütte und betete zu Gott und bat ihn um Hilfe. Dabei flehte er zu Gott: Zitat:
Darauf trat Mohammed zu seinen Leuten hinaus und spornte sie mit den
Worten an:
Zitat:
"Umair ibn Humam", der gerade einige Datteln in der Hand hielt und
davon
aß, hörte die Worte und rief: "Herrlich! Herrlich! Trennt
mich vom Paradies nur noch der Tod aus ihrer Hand?" Und sogleich warf
er die Datteln weg, ergriff sein Schwert und kämpfte bis er fiel.
Mir zeigt diese Situation, wie leicht es sein kann, Menschen zu manipulieren. Mohammed nutzte die Unwissenheit der ungebildeten Gläubigen und versprach ihnen das Paradies. Was würden wir wohl heute von einem Menschen halten, der von sich behauptet, er sei der Prophet Gottes und er hätte göttliche Offenbarungen erhalten? Würden wir ihm dies glauben? Warum aber glaubten die Menschen zur Zeit Mohammeds daran? Und warum glauben heute immer noch Millionen Moslems daran? Immerhin hat der Islam 1,3 Milliarden Anhänger weltweit. Damit ist der Islam nach dem Christentum mit 2,1 Milliarden Anhängern die zweitgrößte Religion der Welt. Aber auch im Christentum findet man diese Leichtgläubigkeit. Wieso glauben Milliarden Christen, Jesus sei der Sohn Gottes gewesen? Bald schon kam das Ende des Kampfes, bei dem viele Führer der Quraisch getötet wurden und viele ihrer Edlen in Gefangenschaft gerieten. Trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit (950 Quraisch gegen 314 Moslems) konnten die Quraisch den entschlossen kämpfenden Moslems nicht standhalten. In der Prophetenbiographie wird davon gesprochen, dass Gott die Quraisch getötet hätte. Aber es war wohl nicht Gott, der sie getötet hatte, sondern die Moslems. Nach dem Ende des Kampfes ordnete Mohammed an, dass alles, was die Männer an Beute angesammelt hatten, ins Lager gebracht werden sollte. Aber es gab unter den Moslems Streit um die Beute. Diejenigen, die die Beute eingesammelt hatten, sagten, die Beute gehört uns. Diejenigen, die gegen den Feind gekämpft hatten, aber sagten: "Hätten wir nicht gegen den Feind gekämpft, dann hättet ihr keine Beute machen können." Und diejenigen, die Mohammed bewacht hatten, sagten: "Ihr habt nicht mehr Recht auf die Beute als wir! Auch wir hätten gerne gegen den Feind gekämpft und wir hätten auch gerne die Beute eingesammelt. Aber zum Schutze Mohammeds blieben wir bei ihm. Deshalb haben wir ebenso ein Recht auf die Beute wie ihr." In Sure 8 des Korans wird beschrieben, wie die Beute schließlich unter den Moslems aufgeteilt wurde, denn wie alle Suren wurde Mohammed die Sure 8 durch den Erzengel Gabriel geoffenbart (sagt jedenfalls Mohammed). Deshalb wurde die Beute unter den Moslems zu gleichen Teilen aufgeteilt, wobei Mohammed ein Fünftel der Beute erhielt. Dies geht aus dem Koran hervor: Zitat:
Dann schickte Mohammed "Abdallah ibn Rawaha" mit der Siegerbotschaft in die Oberstadt von Medina und "Zaid ibn Haritha" in die Unterstadt, um die Bewohner vom Tod der Edlen Medina's zu unterrichten. Auf dem Betplatz von Medina rief er der versammelten Menschenmenge zu: Zitat:
4Utba Ibn Rabi sprach sich gegen den Feldzug aus, da
sein Sohn bei den Moslems kämpfte und da er den Tod vieler
Blutsverwandter befürchtete.
5Abu Djahl, der einflussreiche Führer der Sippe Makhzum vom Stamme der Quraisch hatte sich gegen "Utba Ibn Rabi" durchgesetzt und für den Feldzug gestimmt. 6Umayya ibn Khalaf war der Führer der Sippe Djumah vom Stamme der Quraisch. Er wird unter denen genannt, die in Mekka die Muslime besonders grausam verfolgten. Er wurde in Badr gefangen genommen, und als ihn Bilal, der erste Gebetsrufer, ein ehemals freigekaufter Sklave, erkannte, getötet. Aus der Prophetenbiographie geht hervor, dass die Gesamtzahl der Muslime, die an der Schlacht von Badr teilnahmen, 314 betrug. Davon waren 83 mekkanische Auswanderer, die Mekka wegen ihres Glaubens verließen und sich in Medina niederließen. Die große Mehrheit der Muslime aber bestand aus medinensischen Helfern. Sie waren Mitglieder arabischer Stämme. 170 dieser Araber gehörten dem Stamm der Khazradj an und 61 Männer gehörten dem arabischen Stamm der Aus an. Von den mekkanischen Auswanderern starben 6 Männer, von den arabischen Helfern aus Medina 8 Männer. Mohammed verlor also insgesamt 14 Männer. Die Quraisch dagegen verloren 50 Männer. 43 von ihnen wurden gefangen genommen und später gegen hohes Lösegeld freigekauft. Es ist zu vermuten, das ein wichtiger Grund der Araber aus den Stämmen der Khazradj und Aus an dem Feldzug teilzunehmen, darin bestand, dass sie sich reiche Beute aus dem Karawanenüberfall, der ja ursprünglich von Mohammed geplant war, versprachen. Warum sie Mohammed auch beim Kampf gegen die Quraische (mekkanische) Schutztruppe unterstützten, kann man nur vermuten. Vielleicht fühlten sie sich Mohammed gegenüber verpflichtet, weil sie ihm einst versprachen, ihn in Mekka vor seinen Feinden zu beschützen. Es könnte sein, dass der eine oder andere Araber mit dem Islam sympathisierte und von der Idee überzeugt war, ins Paradies zu kommen, falls er bei dem Feldzug starb. Andere Araber erhofften sich vielleicht einen Gewinn aus der Beute der Quraischen Schutztruppe, denn dort gab es einiges zu holen: Schmuck, Kleider, Schwerter, Lebensmittel, Wein, Zelte, teure Gewänder, Pferde, Kamele, Geld, kostbare Geschenke, die die Quraisch für gastfreundliche Stammesfürsten mitgenommen hatten, aber auch Sklavinnen und Gefangene, die man für gutes Geld verkaufen konnte. Mohammed selbst erreichte Medina bevor die Gefangenen dort eintrafen. Quelle: Ibn Ishaq "Das Leben des Propheten" 624 - Die Vertreibung der Banu Quaynuqa Top Die Feindschaft gegen die Juden war unterdessen stetig gewachsen. Zunächst hatte Mohammed versucht, die Juden zum islamischen Glauben zu bekehren und seinen Herrschaftsanspruch in Medina geltend zu machen. Da die Juden aber den Koran ablehnten, dessen Gebote ignorierten und bei ihrem Glauben blieben, schlug Mohammeds ursprüngliche Toleranz gegenüber den Juden schon bald in eine offene Feindschaft um. Sie drückte sich darin aus, dass er nun auch bereit war mit Gewalt gegen die Juden vorzugehen. Aus der Unmenge von Offenbarungen im Koran, welche die Juden verurteilen seien zwei herausgegriffen:
Weitere
judenfeindliche (antisemitische) Koranverse:
Nicht unbedingt
juden- bzw christen-feindlich, aber dieser Koranvers zeugt von der
Verachtung, die Mohammed gegenüber den Juden und Christen hatte.
Dieser Koranvers treibt einen Keil zwischen die verschiedenen
Religionen anstatt sie miteinander zu versöhnen. Sure 5, Vers 51: O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern (Freunden). Sie sind einander Beschützer. Und wer sie von euch zu Beschützern nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg. In dieser aufgeheizten Stimmung brauchte es kaum noch weitere Reibereien, welche einen Vorwand zur offenen Feindschaft geben konnten. In der Chronik des Ibn Ishak wird von einem Ereignis im Vorfeld der Vertreibung dieses jüdischen Stammes, der "Banu Quaynuqa" berichtet: "Eine Araberin brachte Milch auf den Markt der "Banu Quaynuqa" zu verkaufen und setzte sich vor den Laden eines jüdischen Goldarbeiters. Die Juden forderten sie auf, ihr Gesicht zu entschleiern, aber sie weigerte sich. Da knüpfte der Goldarbeiter das Ende ihres Kleides an ihren Rücken fest, so dass ihre hinteren Teile entblösst waren, als sie aufstand. Die Juden machten sich über sie lustig, sie aber schrie, ein Muslim sprang herbei und erschlug den Goldarbeiter. Die Juden fielen dann über den Muslim her und töteten ihn. Die Muslime riefen hierauf entrüstet die ihrigen zu Hilfe und so brach der Krieg zwischen ihnen und den "Banu Quaynuqa" aus." (Weil, 2. Band, Seite 3) Zu diesem Ereignis die Offenbarungen Allahs:
Die Juden verschanzten sich in ihren Burgen und hofften, daß ihre medinensischen Verbündeten vom arabischen Stamme der "Al Hazrag" ihnen Beistand leisten würden. "Aber der Islam hatte alle Verträge aufgehoben, die wirklich Bekehrten fühlten keine Verpflichtung mehr für die Gegner des Propheten und die wenigen Ungläubigen unter den "Al Hazrag" wagten es nicht, offen die Feinde zu unterstützen. Nach einer Belagerung von vierzehn Tagen mussten sich die "Banu Quaynuqa" auf Gnade oder Ungnade ergeben. Mohammed scheint die Absicht gehabt zu haben, die verhassten Feinde sämtlich niederzumachen aber "Abd Allah Ibn Ubei" (vom arabischen Stamm der "Al Hazrag"), der wenigstens jetzt für seine alten Bundesgenossen auftrat, erlangte durch seine ungestüme Forderung, daß ihnen der freie Abzug gestattet wurde." (Nöldeke, Seite 86 f) Dazu Ibn Ishaq: "Abd Allah Ibn Ubei bat Mohammed, seine Schutzgenossen, denn die "Banu Quaynuqa" waren Schutzgenossen der Hazrag, zu schonen. Mohammed wendete sich ab. Da fasste Abd Allah Ibn Ubei den oberen Teil des Panzers Mohammeds. Dieser sagte: "Lass mich los!" und geriet dermassen in Zorn, daß sein Gesicht ganz dunkel wurde. Abd Allah schwur aber: "Ich werde dich nicht loslassen, bis du dich gütig gegen meine Schutzgenossen zeigst, es sind 700 Krieger, darunter 300 Gepanzerte, die mich gegen die Roten und die Schwarzen beschützen, die darfst du nicht an einem Morgen wegmähen, denn bei Gott, ich fürchte den Wechsel des Schicksals." Da sagte Mohammed: "Nun, ich schenke sie dir." (Weil, 2. Band, Seite 3) Der Einsatz von
Abd Allah Ibn Ubei war
nicht ganz selbstlos. Er war der Führer der medinensischen
Ungläubigen und befürchtete daher nicht zu Unrecht, daß
die kommende Entwicklung der muslimischen Gemeinschaft sich zu
Ungunsten dieser immer noch sehr zahlreichen Gruppe entwickeln
könnte. Beim einem zukünftigen möglichen Ausscheiden des
nächsten jüdischen Stammes, der "Banu Nadir"
stünden für ihn und seine Getreuen keine Bundesgenossen mehr
zur Verfügung. "Die Beute war
nicht
unbedeutend, denn als die geschicktesten Goldschmiede hatten die
"Banu Quaynuqa" sich viel Vermögen erworben. Auf Mohammeds Teil
fielen
allein an Waffen 3 Bogen, 2 Panzer, 3 Schwerter und 3 Lanzen."
(Nöldeke, Seite 87) Konzelmann betrachtet zunächst einmal die Situation, wie sie nach der Schlacht bei Badr 624 aussah. Mohammed hatte sich durch den Sieg über die Mekkaner in Badr, den Ruf eines gefürchteten und erfolgreichen Feldherrn erworben. Diesen Ruf nutzte er, um seine Macht in Medina weiter auszubauen. Seine ärgsten Feinde waren die Juden, denn die waren nicht bereit, sich dem Islam unterzuordnen und sie verspotteten ihn sogar, weil sie das Gefühl hatten, Mohammed hätte den Koran mit Versen aus dem Tanach, der heiligen Schrift der Juden, angereichert, deren Sinn er aber offensichtlich nicht richtig verstanden hatte. Da die Juden also nicht gewillt waren, sich dem Herrschaftsanspruch Mohammeds unterzuordnen und auch nicht breit waren, sich von ihrem Glauben abzuwenden, sann Mohammed darüber nach, sie aus Medina zu vertreiben. Es gab immer wieder Zwischnfälle zwischen den Juden und den Moslems, die die gegenseitige Feindseligkeit unter ihnen weiter schürte. Bei einem dieser Zwischenfälle hockte eine arabische Frau mit ihren Lebensmitteln, die sie verkaufen wollte, auf dem jüdischen Marktplatz der Quaynuqa. Einige junge Juden banden ihren Rock an einem Pfahl fest, so dass er, sobald sie aufstand, von ihrem Körper gerissen wurde und sie mit entblößtem Unterteil dastand. Dadurch machte sie sich zum Gespött der jungen Juden. Ein Moslem, der sich in der Nähe befand und sich über das Gelächter der Juden ärgerte, ergriff denjenigen, den er für diesen Streich verantwortlich hielt und schlug so lange auf ihn ein, bis er starb. Der Moslem dagegen starb nur wenige Minuten später an den Schägen der wütenden Juden. Mohammed, der es nie verwinden konnten, dass die Juden sich stets seinen Verhandlungsbemühungen widersetzten, wollte diesen Vorfall nicht auf sich beruhen lassen. Sein Standpunkt war, dass eine arabische Frau auf dem jüdischen Markt der Qaynuqa (Qainuqa) beleidigt worden war. Anstatt der beleidigten moslemischen Frau zu helfen, hatten die jüdischen Männer in das Gelächter der jüdischen Jungen mit eingestimmt. Nach Meinung Mohammeds war damit nicht nur die Ehre der moslemischen Frau, sondern die Ehre aller Moslems verletzt worden und der Ehrenkodex verlangte, dass diese Ehre wieder hergestellt werden sollte. Mohammed hatte durch den Sieg bei Badr solch ein Ansehen erworben, dass sich keiner seiner Meinung zu widersetzen wagte. Deshalb waren auch all jene Männer, die an der Schlacht bei Badr teilgenommen hatten, sofort bereit, gegen den jüdischen Stamm der Qaynuqa in den Krieg zu ziehen. Sobald die Juden dies hörten, stellten sie sich auf einen Kampf ein. Sie wussten um die entschlossene Kampfweise der Moslems und errichteten festungsähnliche Lehmbauten zwischen den Wohnzelten. Andererseits versuchte man durch Verhandlungen mit den Moslems, diesen Krieg noch abzuwenden. Da Mohammed aber erkannt hatte, dass die Juden nicht bereit waren, sich seinem Glauben zu unterwerfen, hatte er bereits lange beschlossen, sie aus Medina zu vertreiben. Darum war es auch gar nicht weiter verwunderlich, das einzelne einflussreiche jüdische Fürsprecher und Delegationen, die sich um eine friedliche Lösung bemühten, gedemütigt und unsanft behandelt wurden. Insgeheim war das Schicksal der jüdischen Sippe, die aus etwa 1000 Menschen bestand, also bereits entschieden. Schon bald begann die Belagerung der jüdischen Siedlung der Qaynuqa. Die Qaynuqa verfügten aber nur über eine unbedeutende Wasserquelle innerhalb ihrer Siedlung, so dass die Wasservorräte sich schon bald dem Ende zuneigten. So konnten die Qaynuqa nur 15 Tage lang der Besetzung der Moslems widerstehen, wobei sie stets in der Hoffnung lebten, einem ihrer Freunde könnte es gelingen, Mohammed eine passable Kapitulationsbedingung abzuringen. Einige Freunde der Qaynuqa setzen sich auch tatsächlich für sie ein. Es gelang ihnen allerdings nicht, auch nur das geringste zu erreichen. Nachdem die Qaynuqa nach zwei Wochen der Entbehrungen und vom Durst gezeichnet, kapitulierten, gewährte Mohammed ihnen keine ehrenhaften Bedingungen. Er befahl den Abzug der jüdischen Großfamilie aus Medina. Innerhalb von drei Tagen sollten sie die Stadt verlassen. Dabei durften die Qaynuqa, die als ausgezeichnete Waffenhersteller bekannt waren, ihre Werkzeuge zur Herstellung von Schwertern nicht mitnehmen, denn mit diesen Werkzeugen wollten die Moslems sich diese Technik selber aneignen. Fristgerecht zogen die Qaynuqa aus Medina aus. Von den anderen jüdischen Stämmen hatten sie keinerlei Hilfe erfahren. Lediglich der arabische Stamm der "Banu Aus" hatte sich bei Mohammed aus Mitleid für sie eingesetzt. Es wird berichtet, dass Mohammed beabsichtigte, alle jüdischen Männer zu töten und die Frauen und Kinder als Sklaven zu verkaufen. Die arabischstämmigen "Banu Aus" wiesen Mohammed aber darauf hin, dass sie für dieses Verhalten kein Verständnis finden könnten. Mohammed verteidigte sein Verhalten allerdings mit den Worten: "Die Ungläubigen, die durchaus nicht glauben wollen, werden von Allah als das ärgste Vieh behandelt." (Sure 8,55) Die Qaynuqa flüchteten etwa 150 km nördlich in die Oase Chaibar. Von dort aber wurden sie 628 zusammen mit den beiden anderen jüdischen Stämmen der "Banu Quraiza" und der "Banu Nadir", die Mohammed später ebenfalls aus Medina vertrieb, erneut angegriffen und besiegt. Im Jahre 642, nach dem Tod Mohammeds wurden die jüdischen Stämme von den Moslems ganz von der arabischen Halbinsel vertrieben. Die Geschichte des Spötters Kab Ibn Al'aschraf Top Wie Mohammeds Verhältnis zu den Juden war, zeigt sich auch am Beispiel des jüdischen Satirikers "Kab Ibn al Ashraf", der es gewagt hatte, über Mohammed zu spotten. Wen Mohammed hasste, den verfolgte er mit äußerster Härtnäckigkeit. Mohammed konnte es den jüdischen Bewohners Medinas nicht verzeihen, dass sie seine Annäherungsversuche stets zurückgewiesen hatten. Noch mehr erzürnte ihn der Spott, dem ihm einige Juden entgegenbrachten. Die belesenen Juden kannten ihre Schriften in- und auswendig. Deshalb erkannten sie gewisse Ähnlichkeiten zwischen dem Koran und dem Tanach. Sie waren davon überzeugt, dass Mohammed lange Passagen aus den heiligen Schriften der Juden abgeschrieben hatte. Dabei habe er aber den Text im Einzelfall ein wenig verändert und verdreht. Die Spötter lasen aus diesen Veränderungen, dass Mohammed den Sinn der jüdischen Schriften nicht verstanden habe. Auf solche Vorwürfe reagierte Mohammed mit äußerster Härte. "Kab Ibn al Ashraf" war einer dieser Spötter, der sich zum jüdischen Glauben bekannte. Er war für seine satirische Begabung bekannt und wurde in Medina hoch geschätzt. Ihn begeisterte das leicht hingesagte Wort, der Witz des Augenblicks, die Pointe. Seine Satiren über die Mächtigen aus Medina wurden bisher viel belächelt. Man hatte ihm bisher eine gewisse Narrenfreiheit gewährt. Mit der Ankunft Mohammeds in Medina aber änderte sich die Situation von Grund auf. Religiös-politischer Witz wurde nicht mehr akzeptiert. Mohammed duldete es nicht, dass seine Offenbarungen ins Lächerliche gezogen wurden. Diese Offenbarungen galten als Worte Gottes und waren somit der menschlichen Beurteilung und dem Witz entzogen. Wer die Worte Allahs lächerlich machte, beging ein Verbrechen, welches mit dem Tod gesühnt werden sollte. Als Mohammed der Hohn des Kab unerträglich wurde, stellte er die Frage: "Wer befreit mich von diesem Mann?" Für die gläubigen Moslems war diese Frage ein Befehl und es fand sich schnell jemand, der diesen Befehl ausführte. Mohammed Ibn Maslama fühlte sich angesprochen und versprach dem Propheten ihn zu rächen. der Prophet vernahm dies und schwieg dazu. Er hatte bereits alles gesagt. Eines Nachts erschien Mohammed Ibn Maslama mit einigen Freunden vor dem Haus des Satirikers Kab, der sich mittlerweile in seinem Haus verschanzt hatte. Sie lockten ihn unter einem Vorwand an die Haustür, packten ihn, zerrten ihn aus dem Haus und ermordeten ihn. Mohammed zeigte am nächsten Morgen seine Zufriedenheit über die Entschlossenheit seiner Anhäger. Mohammeds Auftragsmorde Top Aber nicht nur der Satiriker "Kab Ibn al Ashraf" wurde auf Wunsch Mohammeds von seinen Anhägern ermordet, sondern Mohammed ließ weitere Juden, die es gewagt hatten, ihn zu verspotten, durch Auftragsmorde töten. "Abu Afak", ein Mann hohen Alters, wurde auf geheiß Mohammeds getötet, weil er Anekdoten über ihn verfasst hatte. Die Ermordung eines so betagten Mannes bewegte "Asma bint Marwan" dazu, respektlose Worte über den Propheten zu äussern. Dafür wurde auch sie mit dem Tode bestraft (Ali Dashti: “Die Karriere des Propheten Muhammadas", Seite 161, Verlag Alibri, Aschaffenburg 2003). Asma, die Tochter Marwans, die Spottverse auf Mohammed sang, bezahlte dies ebenfalls mit dem Leben. Zuerst wurden ihre Kinder auf grausame weise getötet und anschließend sie selber. Ibn Chatal, der sich zunächst dem Islam zugewandt hatte, sich dann aber wieder seiner arabischen Religion zuwandte (Polytheismus), besass zwei Singsklavinnen, Fartana und ihre Freundin, die über den Propheten Spottlieder sangen. Mohammed ordnete deshalb an, diese beiden zusammen mit Ibn Chatal zu töten. (aus: Ibn Ishaq, Das Leben des Propheten , Tübingen/Basel 1976, S. 218). Der jüdischen Hauptmann "Kinana ibn al-Rabi" vom Stamme der "Banu Nadir" allerdings wurde, laut der islamischen Prophetenbiographie Ibn Ishaq's, ermordet, weil Mohammed aus ihm das Versteck des Stammesschatzes herauspressen wollte. Deshalb wurde der Hauptmann gefoltert und anschließend ermordet (siehe: Kinana ibn al-Rabi ). 625 - Die Schlacht am Berge Uhud Top Nach der Niederlage von Badr legte Abu Sofian, der Karawanenführer der Quraisch ein Gelübde ab, "dass kein Wasser zur Reinigung seinen Kopf berühren sollte, bis er gegen Mohammed in den Krieg gezogen sein würde." (Weil, 2. Band, Seite3) Im Vorfeld der Schlacht machte er sich mit 40 Reitern auf, er wollte die Gegend um Medina auskundschaften. Dort konnte er nachts auch mit einigen Vertretern des jüdischen Stammes der "Banu Nadir" Verbindung aufnehmen. Es gelang den Mekkanern, den benachbarten Beduinenstamm der Kinana, ihre nächsten Verwandten, zur Teilnahme an der geplanten Strafexpedition zu bewegen. So zogen sie mit einem Heer von 3.000 Mann, 200 Pferden und 3.000 Kamelen los, begleitet von ihren Frauen, welche mit Trauerliedern über die Gefallenen bei Badr die Stimmung anzuheizen wussten. "Mohammed wollte ihnen nicht entgegenrücken, sondern abwarten, daß sie die Stadt angriffen. In diesem Falle hätte er alle Vorteile des Verteidigers für sich: eine feste Stellung und die Unterstützung aller Medinenser, auch der Ungläubigen, die verhindern wollten, daß ihre Stadt von den Mekkanern eingenommen wurde. Bei der Verteidigung konnten selbst Weiber und Kinder tätig sein." (Nöldeke, Seite 94) Selbst Mohammeds grosser Widersacher in Medina, "Abd Allah Ibn Ubai", der Anführer des arabischen Stammes der "Banū Chazradsch" (Banu Khazradj), hatte sich zur Verteidigung bereiterklärt und ihm geraten, den Feind in der Stadt zu empfangen. Die Kampfeslust der Gläubigen, die obendrein nicht mit ansehen wollten, daß ihre Felder von den herannahenden Mekkanern zertreten wurden war aber stärker. So zog Mohammed seinem Feinde mit ungefähr 1.000 Männern entgegen. Das Anerbieten seiner medinensischen Helfer, die befreundeten Juden um Beistand anzugehen wies Mohammed ab, weil er zwischenzeitlich wissen musste, daß die vertraglichen Bande zu den Juden zerrissen waren. In der folgenden Nacht lagerten die beiden Heere unweit voneinander beim Berg Uhud, nur durch einen Hügel getrennt. Am Morgen bezog Mohammed Stellung, es scheint aber, daß seine strategische Position ungünstig war. Das wird auch der Grund gewesen sein, weshalb ihm, zu seiner grossen Bestürzung, "Abd Allah Ibn Ubai" eröffnete, daß er keine Lust hätte, in dieser gefährlichen Stellung gegen eine Übermacht zu kämpfen, die ihm überdies nichts zu Leide getan habe. Mit "Abd Allah Ibn Ubai" zogen sich weitere 300 Medinenser zurück, so dass nur 700 Gläubige übrigblieben. Der Kommentar Allahs zu diesem Rückzug der "Heuchler" kam in folgendem Vers nach der Schlacht:
Mohammed wusste seine Getreuen in dieser ungünstigen Situation zum Kampf anzufeuern und sagte: "Wer will dieses Schwert um seinen Preis?" Es erhoben sich mehrere Leute, aber Mohammed gab es keinem, bis Abu Dudjaneh hervortrat, und fragte: "Um welchen Preis?" Mohammed antwortete: "Du musst auf den Feind damit einhauen, bis es sich biegt." "So gib mir es", sagte Abu Dudjaneh, und Mohammed gab es ihm." (Weil, 2. Band, Seite 14) Die Gegner bezogen Stellung und der Kampf begann. Die Muslime hielten sich tapfer; sie konnten sogar die Reihen der Quraisch durchbrechen und ins gegnerische Lager vordringen. Die zur Verteidigung gegen die mekkanischen Reiter aufgestellten moslemischen Bogenschützen sahen das und eilten ihnen beutegierig nach. "Augenblicklich fiel die Reiterei den ungedeckten Muslimen in den Rücken, Tod und Verderben verbreitend. Ein panischer Schrecken ergriff die Gläubigen. Alles floh." (Nöldeke, Seite 99) Dazu die Offenbarung, welche die voreilige Beutegier der Gläubigen zwar tadelt aber auch schon vergibt:
Im entstandenen Durcheinander geriet Mohammed selbst in Gefahr. "Lebhaft wurde um ihn gekämpft. Er selbst wurde von einem Stein ins Gesicht getroffen, so dass ihm ein Zahn ausfiel, nach ein paar weiteren Würfen ins Gesicht verliess ihn die Kraft und er sank um. Der Ruf "Mohammed ist tot!" nahm den Muslimen alle Besinnung. Alles floh den Berg hinan um nach der Stadt zu eilen." (Nöldeke, Seite 100) Gemäss einem Bericht aus der Sunna gelang es dem Propheten in dieser Schlacht immerhin, einen Feind zu töten (Quelle: Sunnah und Hadith) :
Die nach der
Schlacht
erfolgten Offenbarungen belehren die Gläubigen über die
genaueren Zusammenhänge des Ereignisses. So war es Satans Werk,
der sie die Flucht ergreifen liess. Die darauf durch Allah in Umlauf
gebrachte Kunde, daß der Prophet doch nicht gefallen sei sondern
sich in Sicherheit befinde, milderte den Kummer seiner Getreuen erheblich.
Trotzdem hatten einige "heidnische" Gedanken weil sie mit der
Situation haderten, anstatt sie als willkommene und wunderbare
Prüfung ihres Herrn zu empfinden. Alle, die am Kampfe teilnahmen
hatten ja die Gelegenheit, als Märtyrer zu sterben: (Sure3,154/155) Einige Getreue ergriffen nicht die Flucht, sondern standen Mohammed bei und trugen ihn höher nach einer geschützten Stelle in der Schlucht und versorgten seine Verwundung: "Malik Ibn Sinan sog das Blut aus seinem Gesichte und verschlang es, und Mohamed sagte: "Wer mein Blut mit dem seinigen vermischt, bleibt von der Hölle unberührt." (Weil, 2. Band, Seite 22 f) Im folgenden Vers wird darauf hingewiesen, daß der Kummer um den Zustand des Propheten die kleinmütige Gier über verloren gegangene Beute zerstreut hat:
Bei den Gläubigen fielen in dieser Schlacht 70 Mann (von 700), die Quraisch hatten 20 Tote (von 3.000) zu beklagen. Überzeugt, Mohammed getötet zu haben untersuchten die Quraisch die Leichen, konnten den Propheten aber nirgends finden. Der mekkanische Karawanenführer Abu Sofian trat an den Fuss des Berges und rief den Muslimen die Frage zu, ob Mohammed noch lebe. Dies wurde bejaht und man kam überein sich in einem Jahr bei Badr für einen neuerlichen Schlagabtausch wieder zu treffen. "Die am Uhud erlittene Niederlage vernichtete auf einmal Mohammeds kühne Hoffnungen, indem sie den moralischen Eindruck des Sieges bei Badr fast ganz aufhob. Jetzt konnten die Feinde, die Zweifler und die Spötter mit offenem Jubel oder versteckter Schadenfreude sagen, daß die Hilfe Gottes dem Propheten doch nicht ganz so sicher wäre, da er ihn im Stich gelassen habe. Die eigenen Anhänger, denen Mohammed doch gewiss den Sieg verkündet hatte, mussten irre werden, und dieser hatte viel zu tun, das gesunkene Vertrauen wieder zu heben. Er schob die Schuld an der Niederlage alleine auf den Unglauben und den Mangel an Gehorsam." (Nöldeke, Seite 105) Dies tat Mohammed entsprechend der von Allah empfangenen Offenbarung:
Der Sinn des Satzes "nachdem ihr das Doppelte erlangtet" ist, daß der Sieg bei Badr die Niederlage am Uhud ums Doppelte aufwog. Der erlebte Schock des möglichen Verlustes des Propheten wird in einer weiteren Offenbarung dahingehend relativiert, daß auch schon vor Mohammed Propheten für den Glauben gestorben wären, und dass der wahre Gläubige deshalb seinen Kampf nicht aufgibt: <>Gestorben wird ohnehin gemäss dem Termin, der im himmlischen Buch, in der Urschrift vorgesehen ist. Den Beweis für die Richtigkeit Seiner an Mohammed herniedergesandten Offenbarungen lieferte Allah mit folgenden Versen. Dazu Rudi Paret: "Die Vorstellung, dass Offenbarung und heilige Schrift irgendwie zusammengehören, hat sich bei Mohammed im Laufe der Zeit immer mehr festgesetzt. Und aus dieser These, dass alle Offenbarung dem Inhalt nach identisch sei, ergab sich schliesslich als letzte Folgerung die Vorstellung von einer bei Gott befindlichen Urschrift, aus der jeweils einzelne Teile, in arabische Sprache umgesetzt, "eingegeben" oder "herabgesandt" werden." (Rudi Paret, Mohammed und der Koran, Seite 60, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1980) In diesem Sinne informiert Allah Seinen Propheten. Die Chronik berichtet zur Niederlage der Muslime folgendes: "Die Muslime waren dann blossgestellt, und der Feind brachte ihnen eine Niederlage bei. Es war der Tag der Versuchung und Erprobung, an welchem Allah manche durch den Märtyrertod verherrlichte." (Weil, 2. Band, Seite 22) Die tröstenden Offenbarungen kamen von Allah umgehend. Sie erinnern an die siegreiche Schlacht bei Badr und wiederholen des Propheten Worte an die Gläubigen während der gerade verlorenen Schlacht. Er hatte ihnen mitgeteilt, daß bei diesem Anlass (bei der Schlacht in Badr) nicht nur dreitausend Engel mitkämpfen sondern deren fünftausend. Der Prophet hatte dies verkündet, um den Mut der Gläubigen zu stärken: Aus diesen Offenbarungen wird wiederum deutlich, daß Allah auch in dieser Schlacht die Taten der Gläubigen geplant und gelenkt hat. Abfolge und Niederlage werden als Prüfung über die Glaubensfestigkeit der Muslime dargestellt. Allah kennt "das Innerste der Brüste" und weiss, welche Gläubigen ergeben genug sind, auch ein von Ihm so vorherbestimmtes negatives Resultat hinzunehmen. Obgleich auch die Ereignisse dieses Krieges schon lange in Seinem Buche festgelegt waren, erkennt Er erst jetzt an ihrem Einsatz, welchen Gläubigen der Lohn zusteht, als Märtyrer ausgewählt zu werden, und erst jetzt kann Er die Gläubigen von den Heuchlern trennen. Die logischen Verwicklungen der islamischen Prädestinationslehre (Vorgerbestimmungslehre) sind unlösbar, die praktische Lehre aus der Schlacht am Uhud für den Gläubigen hingegen sehr klar: Falls ein Einsatz für die Sache des Islam nicht erfolgreich ausfällt, liegt dies am mangelnden Einsatz der Gläubigen. Der Allmächtige zögert nicht, dafür Strafe in Form einer Niederlage herabzusenden. Nach der Schlacht, als Mohammed zu seiner Familie kam, gab er sein Schwert seiner Tochter Fatimah und sagte zu ihr: "Wasche das Blut ab, meine Tochter! Bei Allah, es hat sich mir heute bewährt. Zu Ali sagte er: "Wir werden die Ungläubigen nicht in ähnlicher Weise schlagen bis uns Gott den Sieg über Mekka verschafft." (Weil, 2. Band, Seite 35) Der Entschluß, Mekka zu unterwerfen schien also schon festzustehen. Nach dieser verlorenen Schlacht beschloß Mohammed, dem siegreichen Feind nachzuziehen und „wollte durch diesen Auszug den Feind in Schrecken setzen, er sollte hören, daß ihm nachgesetzt worden sei, und daraus schließen, daß die Muslime noch mächtig seien, und daß ihre Niederlage sie nicht so geschwächt habe, daß sie dem Feinde keinen Widerstand mehr leisten.“ (Weil, 2. Band, Seite 35) Allah unterstützte Seinen Gesandten (gemäss dem arabischen Korankommentator Tafsir al-Jalalain), indem Er Seinerseits Schrecken in die Herzen der Quraisch warf, was Er mit folgender Offenbarung bekanntgab: In der aktuellen Situation der Schwäche war es zweifellos ein geschicktes Vorgehen des Propheten, den Zaghaften und Feigen, Heuchlern sowie Gläubigen, welche sich unter Ausflüchten vom Kampfgeschehen zurückgezogen hatten zu verzeihen. Allah bestätigte dies mit folgender Offenbarung:
"Alle Anstrengungen Mohammeds mussten nun darauf gerichtet sein, das durch die Niederlage gesunkene Ansehen bei den Arabern wieder herzustellen. Denn schon mehrten sich die Zeichen, daß die verschiedensten Beduinenstämme sich gegen die Stadt sammelten, die sie als gute Beute ansehen mussten, und von der aus sie die Gefahr für ihre Freiheit zu fürchten anfingen. Nur geschicktes Handeln und geschickte Benutzung der ewigen inneren Fehden konnten hier helfen. Auf die Nachricht, daß der grosse Stamm der Asad sich gegen ihn sammelte, schickte Mohammed "Abu Salima" mit einer Schar von 150 Mann gegen sie aus. Wie fast stets bei diesen Razzias gegen Beduinenstämme kam es zu keinem eigentlichen Kampf, aber einige Beute, darunter 3 Sklaven, wurden gewonnen und der Stamm war mit Schrecken gefüllt." (Nöldeke, Seite 106) Wie
verworren und belastet sich für
Mohammed die Beziehungen zu seinem Umfeld bereits gestalteten, mag
folgende Begebenheit mit einem anderen beduinischen Stamm belegen:
"Mohammed sandte bald
nach der Niederlage zehn Späher in die Gegend von Mekka. Aber bei
Arrradschi, nicht weit von Mekka, wurden sie plötzlich von einer
grossen Anzahl Hudhail-Beduinen angegriffen, welche von den Muslimen
Blutrache zu fordern hatten für einen ihrer Häuptlinge, den
Mohammed, weil er Böses von ihm fürchtete, meuchlings hatte
ermorden lassen. Nach arabischer Anschauung waren die Hudailiten ganz
in ihrem Rechte und war der Vorwurf des Verrates, den die Muslime gegen
sie erhoben, unbegründet. Die Mehrzahl der Muslime fiel tapfer
kämpfend. Nur drei ergaben sich und sollten von den Hudailiten,
deren Rache nun gesättigt war, an die Mekkaner verkauft werden."
(Nöldeke, Seite 107 f) Der Lohn für den Märtyrertod am Berge Uhud Top Der Lohn für
die vortrefflichste Tat, den
Märtyrertod, ist gewaltig:
Weitere Verse bekräftigen noch einmal das vom Allmächtigen und Seinem Propheten geforderte unbedingte Opfer für den Glauben und legen als höchstes Ziel dieses Einsatzes den Märtyrertod fest:
Zu den Wonnen des Paradieses weiß Mohammed seinen Glaubensbrüdern zu berichten: Als eure Brüder bei Uhud getötet wurden, versetzte Allah ihre Seelen in das Innere von grünen Vögeln, welche aus den Bächen des Paradieses trinken und von dessen Früchten essen, und bei goldnen Leuchtern im Schatten des Thrones ruhen. Als sie so gute Getränke und Speisen und einen so schönen Ruheplatz fanden, sagten sie: "Wüssten doch unsere Brüder, wie Gott an uns handelt, damit sie nicht vom heiligen Krieg ablassen und unermüdlich fortkämpfen!" Da sagte Allah: "Ich will sie davon benachrichtigen, und sendete seinem Propheten folgende Verse, um die Gläubigen zum heiligen Krieg anzuspornen und ihnen den Tod leicht zu machen." (Weil, 2. Band, Seite 47): Über Begebenheiten in der jenseitigen Welt hatte Mohammed offenbar weitere detaillierte Kenntnisse. Zum wunderbaren Erlebnis eines getöteten Gläubigen mit dem Allmächtigen selbst sagte Mohammed zu dessen Sohn: Soll ich dir eine erfreuliche Nachricht geben?" Dieser antwortete: "Jawohl, Prophet Gottes!" Da sagte Mohammed: "Als dein Vater bei Uhud getötet wurde, belebte ihn Allah wieder und sagte ihm: "Was soll ich dir erweisen?" Er antwortete: "O Herr! Sende mich in die Welt zurück, daß ich für Dich kämpfe, und nochmals für Dich erschlagen werde." (Weil, 2. Band, Seite 48).Verstümmelungen
in der Schlacht von Uhud Top
In der Prophetenbiographie Ibn Ishaq's wird von Verstümmelungen gesprochen, die eine Frau der Quraisch an toten Moslems vornimmt. Aber einmal kurz zur Vorgeschichte. Die mekkanischen Quraisch zogen 625 in einen Rachefeldzug, um sich für die verlorene Schlacht von Badr an den Moslems zu rächen. Am Berge von Uhud kam zur Schlacht, wobei die Moslems schließlich verloren. Noch während der Schlacht verstümmelte Hind, die Tochter des bei Badr gefallenen Arabers "Utba ibn Rabia" aus Mekka (der sich gegen die Schlacht ausgesprochen hatte) und die sie begleitenden Frauen, die Leichen der gefallenen Moslems und schnitten ihnen Ohren und Nasen ab. Daraus machte Hind Fußreifen und Armbänder und schenkte sie einem Sklaven. Hamza, dem Oheim (dem Onkel) des Propheten schnitt sie die Leber heraus, kaute sie, konnte sie aber nicht hinunterschlingen und warf sie weg. Nachdem die Schlacht beendet war und Mohammed davon gehört hatte, sagte er: Zitat:
Zitat:
Einerseits kann man
natürlich die Wut der Moslems verstehen. Kann es die Aufgabe eines
"Propheten" sein, Hass und Gewalt zu verbreiten? Ich denke,
sowohl der Ausspruch
Mohammeds als der Ausspruch der Moslems sagt einiges über die
geistige Haltung dieser Männer aus. Und nicht, dass sie genug vom
Krieg hatten, nein, sie verabredeten
sich für das nächste Jahr gleich erneut zu einem Krieg.
("Nächstes Jahr treffen wir uns wieder bei Badr") Wobei
anzumerken ist, dass Mohammed immer wieder gerne darauf
hinweist, dass dieser oder jener, der bei einer Schlacht getötet
wurde, den Märtyrertod erlitten hat und ins Paradies eigegangen
ist. Auf dieses Paradies kann man wohl getrost verzichten.
Liest amn ein wenig in dem Text weiter, so muss zum Schutz Mohammeds sagen, dass ihm später ein Koranvers "offenbart" wurde (Sure 16, 126), der ihn darauf hinwies, dieses Verstümmeln zu unterlassen. Nach dem Koranvers verzieh Mohammed den Moslems ihre Äußerungen und verbot das Verstümmeln. Dabei wird allerdings vergessen, dass Mohammed selber eigentlich der Initiator dieser Idee war. Hätte ein Jesus, ein Buddha, jemals solch eine Äußerung gemacht? Ich glaube nicht. In der Prophetenbiographie Ibn Ishaq's steht zwar, dass Mohammed die Verstümmelungen mit dem Hinweis auf die Sure 16, Vers 126 verbot, aber diese Aussage in der Prophetenbiographie scheint nicht ganz aufrichtig zu sein, denn die Sure sieht wie folgt aus:
Damit
sind, so wie ich das verstehe, Verstümmelungen aber
keineswegs ausgeschlossen.
Quelle: Das Leben des Propheten von Ibn Ishaq
Eine der wenigen
Expeditionen
des Propheten, die nicht Krieg gegen den Unglauben beinhalteten, war
die
Entsendung von 40 Muslimen zu den Beduinen des Nadsch. Sie sollten
friedlich bekehrt werden. Abu Bara, ein hoch angesehener Häuptling
des beduinischen Stammes der Amir hatte die Bürgschaft für
die Sicherheit dieser Missionare übernommen. Der Neffe von Abu
Bara hatte aber, aus welchen Motiven auch immer, das Verderben dieser
Gläubigen im Sinne. Er konnte dafür allerdings keine
Mitglieder der Amir gewinnen, dafür erhielt er Unterstützung
einer grossen Anzahl von Beduinen vom Stamme der Sulaim. Alle Muslime
wurden niedergemacht bis auf einen, und dieser rächte den Tod
seiner Glaubensbrüder, indem er auf dem Rückweg nach Medina
zwei schlafende Amir erschlug. Dies war ein Blutfehdefall, der dem
Propheten sehr unangenehm war, hatten die Amir mit ihm doch stets
freundschaftlich verkehrt.
Dieser Schlag traf Mohammed sehr schwer, da er ihm so viele treue Anhänger raubte und zugleich seinem Ansehen bei den Beduinen des Nadsch empfindlich schadete. Eine Reihe von Tagen sprach er jeden Morgen nach dem Gebet einen Fluch über die Stämme, welche ihm dieses Leid zugefügt hatten." (Nöldeke, Seite 111) Das Blutgeld für die beiden getöteten Amir wurde auf 200 Kamele festgelegt. Dies war eine hohe Summe und der Prophet begab sich persönlich zu den Banu Nadir (jüdischer Stamm in Medina) um sie aufzufordern, einen Teil der Summe zu übernehmen, denn zwischen diesen Juden und den Amir (arabische Beduinen) bestand ebenfalls ein Bundesverhältnis. (Warum sollten die Banu Nadir einen Teil der Summe übernehmen?) Bei den diesbezüglichen Verhandlungen sollen, gemäss Chronik von Ibn Ishak, die Juden (die Banu Nadir) einen Anschlag auf Mohammed geplant haben: "Als Mohammed ihnen sein Anliegen mitgeteilt hatte, zeigten sie die grösste Bereitwilligkeit, seinem Wunsche nachzukommen. Nachdem sie aber allein unter einander waren sagten sie: "Ihr werdet diesen Mann nie in einer für euch so günstigen Lage finden", er sass nämlich an der Mauer eines ihrer Häuser" wer geht auf das Dach dieses Hauses und wirft einen schweren Stein auf ihn und schafft uns Ruhe vor ihm?" Mohammed wurde aber vom Himmel von diesem Vorhaben in Kenntnis gesetzt, und er kehrte alsbald nach Medina zurück." (Weil, 2. Band, Seite 81) Einer anderen Tradition gemäss sollen sich die Juden der Forderung Mohammeds widersetzt und gefragt haben, ob Allah zu arm sei, das Lösegeld selber zu zahlen. Darauf bezieht sich folgende Offenbarung, in welcher Allah versichert, daß Er diese Respektlosigkeit in Seinem Buche vermerken wird:
626 - Die Vertreibung der Banu Nadir Top Im Koran ist die
ganze Sure
59 der Vertreibung der Banu Nadir gewidmet. Zunächst einmal soll anhand der Prophetenbiographie erklärt werden, wie es zu dem Konflikt zwischen den Mohammedanern und dem jüdischen Stamm der Banu Nadir kam. Mohammed hatte auf Anraten von "Abu l-Bara", 40 seiner besten Muslime in den Nadjd geschickt, um sie zum Islam zu bekehren. Der Nadjd oder Nadschd ist eine Wüstenlandschaft mit gelegentlichen Oasen in Saudi Arabien, in dem verschiedene arabische Stämme der Sulaim (u.a. die Usayya, Ril und Dhakwan) leben. "Abu l-Bara" hatte Mohammed die Sicherheit der Muslime garantiert, da Mohammed befürchtete, seine Männer könnten dort getötet werden. Nachdem "Haram ibn Milhan" allerdings mit einem Schreiben Mohammeds zu "Amir ibn Tufail" (offensichtlich ein Stammesführer der Amir, genaueres konnte ich leider nicht herausfinden), kam, beachtete dieser den Brief nicht einmal und tötete "Haram ibn Milhan". Nun rief "Amir ibn Tufail" die arabischen "Banu Amir" auf, gegen die 40 Moslems zu kämpfen. Aber die "Banu Amir weigerten sich, weil sie sich an das Schutzversprechen, welches Abu l-Bara Mohammed gegeben hatte, gebunden fühlten. Darauf wandte sich "Amir ibn Tufail" um Unterstützung an die Usayya, Ril und Dhakwan (Untergruppen der arabischstämmigen Sulaim), die seinem Wunsch nachkamen. Bei dem Kampf überlebte nur ein Moslem (Kab ibn Zaid), der 627 in der "Grabenschlacht" fiel. "Amr ibn Umayya" und ein Helfer vom Stamme der Amr
(arabischer
Stamm aus Medina, Unterstamm der Chazradsch) hatten während des
Kampfes auf die Kamele der Moslems aufgepasst. Sie hatten also nicht am
Kampf teilgenommen. Als sie dann aber die Vögel über dem
Schlachtfeld kreisen sahen, ahnten sie schlimmes. Nachdem sie das
Schlachtfeld aufgesucht hatten, sahen sie, ihre toten Gefährten
und die Reiterschar der arabischen Sulaim (Usayya, Ril und Dhakwan),
die immer noch auf dem Schlachtfeld verweilte. Darauf stellte sich der
Helfer der Amr dem Kampf und wurde getötet. "Amr ibn Umayya" wurde
gefangen genommen, doch ließ ihn "Abu ibn Tufail" wieder frei,
nachdem er ihm erzählte, dass er zum Stammesverband der Mudar
gehörte. Nun machte sich "Amr ibn Umayya" auf den Rückweg nach
Medina. Bei Qarqara tauchten zwei Männer vom Stamme der "Banu
Amir" auf und lagerten mit "Amr ibn Umayya" im Schatten. Hierbei ist
anzumerken, dass die "Banu Amir" sich zuvor geweigert hatten, an dem
Feldzug gegen die 40 Moslems zu beteiligen, da sie sich durch das
Schutzversprechen, welches "Abu l-Bara" Mohammed gegeben hatte,
gebunden fühlten. Davon wusste "Amr ibn Umayya" aber nichts. Er
wartete, bis sie schliefen, dann stürzte er sich auf sie und
tötete sie in dem Glauben, er hätte damit die Ermordung des
Propheten gerächt. Nachdem er in Medina ankam, erzählte er
Mohammed von dem Vorfall. Darauf sagte Mohammed zu Amr ibn Umayya: Zitat:
Als Abu l-Bara davon erfuhr,
dass Amir ibn Tufail sein Versprechen ihm gegenüber nicht gehalten
hatte und er so viele (etwa 40) Moslems getötet hatte,
bedrückte ihn dies sehr.
Nun ging Mohammed zum jüdischen Stamm der "Banu Nadir", um sie zu bitten, ihm bei der Bezahlung der Blutschuld für jene beiden Amir zu helfen, die "Amr ibn Umayya" im Schlaf getötet hatte. Mohammed war zur Zahlung der Blutschuld verpflichtet, da er sich mit den beiden getöteten Amir durch das Schutzversprechen, welches er mit Abu l-Bara vereinbart hatte, verbunden fühlte. Mohammed ging, laut der Prophetenbiographie Ibn Ishaq's, zu den Banu Nadir und forderte sie auf, sich an der Blutschuld zu beteiligen, da die Banu Nadir Bundesgenossen der Banu Amir waren und weil er offensichtlich vermutete, die jüdischen Banu Nadir könnten "Amir ibn Tufail" angestiftet haben, die 40 Muslime zu töten. Einen berechtigten Grund für die Banu Nadir gab es jedenfalls nicht, sich an der Blutschuld beteiligen zu müssen. Zwischen Mohammed und den Banu Nadir bestand bereits vor der Aufforderung Mohammeds an die Banu Nadir, sich an der Blutschuld zu beteiligen, ein sehr gespanntes Verhältnis, denn Mohammed hatte einen der Anführer der Banu Nadir, den jüdischen Dichter "Kab ibn al-Scharaf", von dem sich die Moslems durch seine Liebeslieder kompromitiert sahen, ermorden lassen. Bereits vorher hatte Mohammed die jüdische Poetin "Asma bint Marwan" und den über 100-jährigen Juden Abu Afak töten lassen, weil sie respektlose Worte über Mohammed geäußert hatten. (Quelle: Banu Nadir) Außerdem hatte Mohammed bereits im Jahre 624 den ebenfalls in Medina ansässigen jüdischen Stamm der "Banu Qaynuqa" aus Medina vertrieben. Als Mohammed mit der Bitte zu den Banu Nadir kam, ihm bei der Zahlung der Blutschuld zu unterstützen, erklärten sie sich bereit, ihm dabei behilflich zu sein. Dann zogen sie sich zur Beratung zurück. Sie sagten (laut Prophetenbiographie): Zitat:
Denn Mohammed saß neben der Wand einer ihrer Häuser. Weiter
sagten sie:
Zitat:
Einer von ihnen, "Amr ibn
Djihash", erkärte sich dazu bereit und stieg auf das Haus, um
einen Stein auf Mohammed zu werfen. Mohammed saß dort mit
seinen mohammedanischen Gefährten, darunter Abu Bakr, Umar und
Ali, als ihn eine Botschaft vom Himmel erreichte, die ihm das Vorhaben
der Banu Nadir offenbarte (sagt jedenfalls die Prophetenbiographie).
Deshalb machte er sich sofort auf den Rückweg nach Medina, ohne
seinen Gefährten etwas davon mitzuteilen. Seine Gefährten
dagegen warteten bei den Banu Nadir auf ihn. Als er ihnen aber zu lange
dauerte, gingen auch sie wieder nach Medina. Als sie Mohammed
schließlich wieder in Medina antrafen, fragten sie ihn, warum er
gegangen war. Darauf erklärte er ihnen, dass die Juden vom Stamme
der Banu Nadir ein Attentat auf ihn geplant hatten. Dann ließ er
zum Krieg gegen die Banu Nadir rüsten und fiel über die Banu
Nadir her. Er belagerte sie sechs Tage. Danach erfolgte die Offenbarung
des Weinverbots.
Wenn ich mir die Vorgänge
um die Banu Nadir betrachte, dann erscheinen mir die Gründe
für den Krieg gegen die Banu Nadir ein wenig an den Haaren herbei
gezogen. Es gab für Mohammed eigentlich überhaupt keinen
Grund, die Blutschuld von den Banu Nadir zu fordern. Mir scheint, die
Behauptung, die Banu Nadir wollten Mohammed töten, nur als ein
Vorwand, um gegen sie in den Krieg zu ziehen. Bereits die Bitte
(Aufforderung?) an die Banu Nadir, sich an der Blutschuld zu
beteiligen, erscheint als Affront gegen die Banu Nadir, die sie
eigentlich nur ablehnen konnten. Wenn sie dieser Bitte
zunächst nachkamen, dann wahrscheinlich nur aus dem Grund, weil
sie eine kriegerische Auseinandersetzung mit den Mohammedanern
befürchteten, wenn sie dieser Bitte nicht nachkamen. War die Bitte
Mohammeds an die Banu Nadir, sich an der Blutschuld zu beteilgen, nicht
nur eine Erpressung und ein Grund militärisch gegen die Banu Nadir
vorzugehen, weil sie sich nicht dem Islam unterordnen wollten?
Die Belagerung der befestigten Burgen der Banu Nadir dauerte 6 Tage. In dieser Zeit befahl Mohammed, die Palmen der Banu Nadir, die ihre Lebensgrundlage waren, zu fällen und zu verbrennen. Dies galt im arabischen Raum als ein schweres Vergehen, über das Mohammed sich hinwegsetzte. Die Vertreibung der Banu Nadir aus Medina findet ihren Wiederhall ebenfalls im Koran. Wie nicht anders zu erwarten, segnete Allah das Fällen der Palmen ab. Er erinnerte in Sure 59, Vers 2 auch noch an die elende Vertreibung der jüdischen "Banu Qaynuqa" zwei Jahre vor diesem Ereignis ("die erste Auswanderung"):
Unter den "Banu Auf", einem arabischer Unterstamm der
Khazradj
(Banu Chazradsch) aus Medina, gab es einige Männer, die den
Moslems sehr feindlich gegenüber standen. Sie hatten den Banu
Nadir Hilfe versprochen. Darum hatten sie den Banu Nadir
folgendes ausrichten lassen: Zitat:
Die Banu Nadir warteten nun auf die versprochene Hilfe der
"Banu Auf". Diese Hilfe jedoch unterblieb. Was nun geschah, wird in der
Prophetenbiographie Ibn Ishacs wie folgt beschrieben: Zitat:
In der Prophetenbiographie
liest sich der Vorfall geradezu so, als hätten die Banu Nadir
geradezu freiwillig darum gebettelt, Medina verlassen zu dürfen.
Die Realität sah aber wohl etwas anders aus. Nun schleppten die
Banu Nadir alles fort, was die Kamele tragen konnten. Es gab sogar
einige Banu Nadir, die ihre Häuser zerstörten, um die Balken
ihrer Häuser mitzunehmen. Diese Balken legten sie auf den
Rücken der Kamele und zogen damit fort. Davon spricht auch Sure
59, Vers 2: "Sie
verwüsteten ihre Häuser mit ihren eigenen Händen und den
Händen der Gläubigen." Es waren also nicht nur die Banu
Nadir, die ihre Häuser zerstörten. Einige Banu Nadir begaben
sich nach Chaibar, welches etwa 150 Kilometer nördlich von Medina
liegt (wo sie später erneut von den Moslems
überfallen und vertrieben wurden), andere dagegen begaben sich
nach Syrien.
Die Prophetenbiographie beschreibt den Auszug der jüdischen Banu Nadir aus Mekka wie folgt: Zitat:
Den übrigen Besitz, den sie nicht mitnehmen konnten,
ließen sie in Medina zurück. Es wurde, so steht es in der
Prophetenbiographie, Mohammeds persönliches Eigentum, über
das er verfügen konnte, wie er wollte. Diesen Besitz verteilte er
unter den Moslems, die aus Mekka geflohen waren, die nun zu
wohlhabenden Grundbesitzern wurden. Lediglich zwei
arabischstämmige Helfer Mohammeds aus Medina, die über Armut
geklagt hatten, erhielten etwas von Mohammed. Hatte Mohammed den Krieg
gegen die Banu Nadir vielleicht nur geführt, um einerseits die
Juden, die nicht bereit waren, seinen Glauben anzunehmen, zu
vertreiben, und andererseits um neue Lebensbedingungen für die
Moslems zu schaffen, die aus Mekka geflohen waren? Lediglich zwei Juden
der Banu Nadir wurden Moslems, um ihren Besitz zu retten. Das
Verteilungsverfahren, mit dem Mohammed das Eigentum der Banu Nadir
unter den Moslems verteilte,
wird auch in
der Sunna erwähnt und hat somit
Gesetzescharakter. Aus der Hadithensammlung von Muslim (B 19 N 4347),
gestorben 875 n.Chr., erfahren wir:
Der deutsche Orientalist Theodor Nöldeke, 1836 - 1930,
schreibt: "Dieser ohne Blutvergiessen erfochtene Sieg war der erste namhafte Vorteil nach der grossen Niederlage von Uhud. Ein ganzer feindlicher Stamm, der durch seinen Wohnsitz in Medina und seine Verbindungen mit den Mekkanern und den ungläubigen Medinensern eine Gefahr darstellte, war verschwunden und der allmählich sich feststellende Plan, alle Juden dieser Gegend zu vernichten war seiner Vollendung näher gerückt." (Nöldeke, Seite 113) Im Jahre 626
unternahm Mohammed noch
kleinere ereignislose Züge gegen beduinische Stämme. 627 zog
Mohammed schon weit in den Norden, um einige christliche Stämme zu
unterwerfen: "Wie
weit seine Pläne damals schon reichten sieht man daraus, daß
er bereits im Jahre 5 (mohammedanischer Zeitrechnung, die 622 mit dem
Auszug aus Mekka beginnt) einen Zug nach Daumataldschandal, dem jetzt
unter
dem Namen Aldschof bekannten fruchtbaren Strich an der syrischen Grenze
(30 - 31° NB) unternahm, von dessen Einzelheiten wir leider, wie
von den meisten Zügen nach Norden, nichts Näheres
wissen."
(Nöldeke, Seite 115 f) 626 - Feldzug nach Dhat ar-Riqa Top Nach dem Feldzug gegen die Banu Nadir blieb Mohammed etwa 2
Monate in Medina. Dann begag er sich auf einen Feldzug gegen die
arabischen (heidnischen) "Banu Muharib" und die "Banu Thalaba", zwei
Unterstämme des Großverbandes der "Banu Ghatafan", in den
Nadjd (der Nadjd oder Nadschd ist eine Provinz in Saudi Arabien), im
Nordosten von Medina. Gegen die "Banu Ghatafan" führte Mohammed
einige seiner ersten Karawanenüberfälle durch, die zwar nicht
erfolgreich waren, die Ghatafan jedoch gegen ihn aufbrachten. (Quelle: Banu
Ghatafan) Mohammed rückte bis Nakhl vor, wo er auf eine
große Menge der Ghatafan stieß. Beide Seiten näherten
sich einander, es kam jedoch nicht zum Kampf, da die Gegner einander
fürchteten. Der Feldzug wurde "Dhat ar-Riqa" genannt, weil die
Fahnen Mohammeds während des Feldzuges mit Flicken (Riqa)
ausgebessert waren. Nach einer anderen Überlieferung, erhielt der
Feldzug seinen Namen nach einem in Nakhl stehenden Baum. Quelle: Das Leben des Propheten von Ibn Ishaq 626 - Der zweite Feldzug nach Badr Top Nachdem Mohammed aus dem Riqa-Feldzug zurückgekehrt
war, verbrachte er etwa drei Monate in Medina. Dann zog er, wie er es
nach der Schlacht von Uhud, bei der Mohammed so viele Männer
verloren hatte, mit den Quraisch verabredete. Was mag er sich bei
diesem
Feldzug gedacht haben? Hat er dabei auch an seine Männer gedacht?
Mohammed hatte bei der Schlacht von Uhud viele Tote zu beklagen. Wie
kann man nach einer solch entsetzlichen Schlacht auf die Idee kommen,
sich zu einer neuen Schlacht zu verabreden? Mir scheint, so etwas
können nur Menschen tun, die von einer Idee besessen sind und die
das Leben anderer Menschen ihren eigenen Idealen opfern. In diesem Fall
kommt hinzu, dass die Kämpfer Mohammeds ebenso davon besessen
waren, Mohammed zu folgen, wobei viele sicherlich auch ihren eigenen
(irdischen und himmlichen) Vorteil im Auge hatten. Warum kam Mohammed
eigentlich nicht auf die Idee, mit den Quraisch darüber zu
verhandeln, von dieser Schlacht abzusehen? Dieser Vorwurf richtet sich
natürlich ebenso an die Quraisch. Auch sie taten nichts, um diesen
Feldzug zu verhindern, selbst wenn diese Schlacht letzten Endes nicht
stattfand. In Badr wollte sich Mohammed, wie verabredet, erneut mit
Abu Sufyan, dem Führer der Quraisch, zur Schlacht treffen. Dort
wartete Mohammed acht Nächte auf Abu Sufyan. Abu Sufyan hatte sich
mit seinen Männern zwar zur Schlacht aufgemacht, er entschied sich
später allerdings wieder zur Rückkehr nach Mekka. Er
erklärte seinen Männern die Rückkehr mit folgenden
Worten: Zitat:
Hier hat wohl die Vernunft über ein unsinnig gegebenes
Versprechen gesiegt. Dann kehrten die Quraisch nach Mekka zurück.
Mohammed legte dieses Verhalten als Schwäche aus und betitelte das
Heer der Quraisch als "Brei-Heer", da die Quraisch behaupteten, sie
seien
nur ausgezogen, um Brei zu essen. Nun kehrte auch Mohammed nach Medina
zurück. Er blieb vier Monate in Medina und unternahm dann einen
Feldzug nach "Dumat al-Djandal", kehrte jedoch um, ohne den Ort
erreicht zu haben und blieb den Rest des Jahres 626 in Medina. 627 - Die Grabenschlacht Top In der Prophetenbiographie Ibn
Ishaq's ist zu lesen:
Zitat:
Man hat das Gefühl, dass in der Prophetenbiographie der Versuch
unternommen wird, die Schuld für den Grabenkrieg den Juden
anzulasten. Unter den Stämmen, die nach Mekka zogen, waren
nämlich nicht nur jüdische Stämme, wie man auf den
ersten Blick meint, sondern auch arabische Stämme, wie die (Banu)
Kinana
und Wail. Lediglich die (Banu) Nadir sind ein jüdischer Stamm. In
anderen geschichtlichen Beschreibungen ist zu lesen, dass Mekka bereits
zwei
Jahre zuvor, nach der Schlacht von Uhud, begonnen hatte, sich auf einen
Angriff auf Medina vorzubereiten und sich dabei um die
Unterstützung mehrerer jüdischer und arabischer Stämme
bemühte. (Quelle: Grabenschlacht)
Die letztere Version scheint mir wahrscheinlicher. Egal,
welche der beiden Versionen richtig ist, ich möchte mich in diesem
Beitrag im wesentlichen an der Darstellung der Prophetenbiographie
Ibn Ishaq's orientieren.
Zuvor sei allerdings noch einmal daran erinnert, in welcher Situation sich die Juden zur damaligen Zeit befanden. Mehrere jüdische Dichter, Sänger und Poeten, darunter ein Anführer der Banu Nadir (Kab ibn al-Scharaf), wurden auf Geheiß Mohammeds ermordet, weil Mohammed sich durch ihre spöttischen Verse und Liebeslieder kompromittiert fühlte. Bereits 624 hatte Mohammed den jüdischen Stamm der Banu Qaynuqa aus Medina vertrieben und dabei reiche Beute gemacht, da die Banu Qaynuqa als geschickte Goldschmiede ein großes Vermögen erworben hatten. (Quelle: Theodor Nöldeke, Geschichte des Korans, Seite 87) Zwei Jahre später, im Jahre 626, hat Muhammed ebenfalls den jüdischen Stamm der Banu Nadir, der sich jetzt an der Grabenschlacht beteiligte, aus Medina vertrieben, weil sie sich nicht zum Islam bekennen wollten. Der Besitz der Banu Nadir wurde unter den Moslems aufgeteilt, die aus Mekka geflohen waren, die dadurch zu wohlhabenden Grundbesitzern wurden. Mohammeds Einstellung gegenüber den Ungläubigen, zu ihnen zählten einerseits die heidnischen arabischen Beduinenstämme, aber auch die Juden, Christen, Zoroaster, Samariter, Sabier, Gnostiker und andere religiöse Gemeinschaften, im Grunde genommen alle Gruppen, die nicht bereit waren, zum Islam zu konvertieren, geht wohl am deutlichsten aus Sure 2, 191 hervor: Zitat:
Die Ungläubigen, darunter
besonders die mekkanischen Quraisch und die Juden, hatten also allen
Grund, sich vor den Moslems zu fürchten. Mohammed hat seine
Verachtung ihnen gegenüber immer wieder deutlich zum Ausdruck
gebracht und sie in Feldzügen bekämpft. Aber auch die
arabischen und christlichen Stämme sollten durch Feldzüge dem
Islam unterworfen werden. So ist es also nicht weiter verwunderlich,
dass sowohl die Quraisch, als auch jüdische und arabische
Stämme darüber nachsannen, sich Mohammed's zu entledigen, um
der
Gefahr zu entgehen, selber von den Moslems vernichtet zu werden.
Nun aber zurück zur Prophetenbiographie. Merkwürdigerweise konzentriert sich in der Prophetenbiographie alles auf die Juden, als ob der Schuldige an dem Grabenkampf bereits ausgemacht sei. Als die Juden in Mekka ankamen, sprachen sie zu den Quraisch: Zitat:
Darauf wandten sich die
Quraisch
an die Juden, die sie als das Volk mit der ersten heiligen Schrift
betrachteten und fragten sie: "Ihr wißt, worüber wir uns mit
Mohammed zerstritten haben. Welche Religion ist die bessere, die unsere
oder die seinige." Hierauf antworteten die Juden: "Eure Religion ist
besser als die seine und ihr seid im Recht, nicht er." Die Quraisch
freuten sich über die Antwort der Juden (Banu Nadir) und stimmten
dem Feldzug gegen Mohammed zu, wozu sie die Juden aufgefordert hatten.
Dann begaben sich die Juden zum arabischen Stamm der Ghatafan,
gegen die Mohammed einer seiner ersten Karawanenüberfalle
durchgeführt hatte (siehe: wikipedia.de),
forderte
sie ebenfalls zum Kampf gegen Mohammed auf und wies darauf hin,
dass die Quraisch sich bereits ihrer Aufforderung angeschlossen hatten.
Darauf schlossen sich auch die Ghatafan dem Feldzug gegen die Moslems
an.
Bei dem Feldzug gegen Medina wurden die Quraisch durch ihren Führer "Abu Sufyan" angeführt. Der arabische Stamm der Ghatafan wurde durch "Uyaina ibn Hisn" angeführt. Ihnen hatten sich die Banu Fazara angeschlossen. "Harith ibn Naufal" führte die Banu Murra (ein Unterstamm der arabischen Ghatafan) und "Misar ibn Rukhaila" führte die Ashdja (ebenfalls ein Unterstamm der arabischen Ghatafan) an. Die mekkanische Armee und ihrer Unterstützer bestand aus etwa 10.000 Kriegern und 600 Pferden. Als Mohammed von der Absicht erfuhr, dass sie einen Krieg gegen Medina führen wollten, ließ er um diejenigen Gebiete Medinas einen Graben ziehen, die nicht durch natürliche Umstände geschützt waren., wobei er selber mithalf, "um bei den Muslimen das Verlangen nach himmlischen Lohn zu wecken". Allerdings hatte Mohammed, dem etwa 3.000 Mann zur Verfügung standen, das Getreide im Norden der Oase bereits abgeerntet, so dass bei der Ankunft der mekkanischen Quraisch das Viehfutter für die Kavallerie (berittene Einheit) schnell knapp wurde. Beim Ausheben des Grabens wird von Wundern berichtet, die Mohammed geleistet haben soll. An einer Stelle des Grabens bereitete ein großer Felsbrocken erhebliche Mühe. Die Medinenser berichteten Mohammed von dem Problem. Da ließ Mohammed einen Behälter voll Wasser bringen, spie hinein, betete und besprengte den Felsbrocken mit dem Wasser. Darauf zerfiel der Fels zu Sand und leistete den Hacken und Schaufeln keinen Widerstand mehr. Bei einer anderen Gelegenheit soll Mohammed auf wundersame Weise Datteln vermehrt haben, so dass alle Männer, die die Früchte verzehrten, davon etwas essen konnten. Interessant ist auch der zweite Vorfall, bei dem ein weiterer Fels im Graben dem Perser Salman Probleme bereitet. Als Mohammed sah, wie Salman sich mit dem Felsen abmühte, stieg er zu ihm hinab und hieb mit einer Hacke dreimal auf den Felsen ein, wobei jedesmal ein Lichtstrahl aufleuchtete. Darauf fragte Salman den Propheten: Zitat:
"Hast du dies wirklich gesehen, Salman", fragte der Prophet
und als ich es bejahte sprach er: Zitat:
Bei den Feindschaften, die
Mohammed ohnehin schon mit vielen jüdischen, arabischen und
christlichen Stämmen hatte, kann man diese Aussage eigentlich nur
als eine Ankündigung neuer Feldzüge verstehen. Wie man heute
weiß, fanden diese Feldzüge nach dem Tod Mohammeds (Mohammed
starb 632), in den
Jahren 633 bis 642 statt, bevor sie sich nach Europa und Asien
ausweiteten. (siehe: Islamische Expansion)
Als der Graben in Medina
fertiggestellt war, rückten die Quraisch
heran und lagerten mit 10.000 Ahabish (ein Bund mehrerer kleinerer
arabischer Stämme), den Banu Kinana (ein arabischer
Stammesverband) und den Bewohnern des Tieflandes, am Zusammenfluss der
Sturzbäche von Ruma. Die Ghatafan (ein arabischer Stammesverband
aus Nadjd aus dem Nordosten von Medina) kamen mit den anderen Bewohnern
des Nadjd und lagerten bei Dhanab Naqma. Die Angreifer lagerten also in
zwei verschiedenen Lagern. Mohammed zog mit 3.000
Muslimen vor die Stadt, bis er den Berg Sal im Rücken hatte und
ließ dort ein Lager errichten. Der Graben lag zwischen ihnen und
dem Feind. Die Kinder und Frauen ließ er in die Burgen bringen.
Laut Ibn Ishaq ging der Gottesfeind "Huyayy ibn Akhtab" vom jüdischen Stamm der Banu Nadir zu "Kab ibn Asad" vom jüdischen Stamm der Banu Quraiza. Wir erinnern uns daran, dass der jüdische Stamm der Banu Nadir einst ebenso wie der jüdische Stamm Quainqa, der keine Ländereien besaß, sondern nur vom Handel und Handwerk, speziell der Goldschmiederei lebte, von Mohammed aus Medina vertrieben wurde. Der jüdische Stamm der Banu Quraiza war der letzte jüdische Stamm, der noch in Medina lebte. Als "Kab ibn Asad" vom jüdischen Stamme der Banu Quraiza die Stimme "Huyayy ibn Akhtab" vom Stamme der Banu Nadir vor der Burg hörte, ließ er vor ihm das Tor schließen. Huyayy bat um Erlaubnis, eintreten zu dürfen. Kab jedoch weigerte sich, ihm zu öffnen. Das Verhalten "Kab ibn Asad" liegt wahrscheinlich darin begründet, dass die (jüdischen) Banu Quraiza mit Mohammed einen Vertrag abgeschlossen hatten und "Kab ibn Asad" die Befürchtung hatte, "Huyayy ibn Akhtab" könnte ihn verleiten, diesen Vertrag zu ignorieren, was wiederum die Banu Quraiza gefährden könnte (sie in Schwierigkeiten mit Mohammed bringen könnte). Soweit die Version der Prophetenbiographie. Mir erscheint die Version der
Prophetenbiographie nicht ganz glaubwürdig. Woher sollte "Kab ibn
Asad" wissen, was "Huyayy ibn
Akhtab" von ihm wollte? Es gibt sicherlich keinen Grund, besonders in
solch einer Situation, jemanden abzuweisen, ohne zu wissen, weshalb der
andere gekommen ist, zumal die Banu Quraiza später aussagten, sie
hätten "keine Abmachung mit ihm (Mohammed)" (so die Version Ibn
Ishaq's).
Nachdem "Kab ibn Asad" "Huyayy ibn Akhtab" abgewiesen hatte, bat "Huyayy ibn Akhtab" erneut, ihm das Tor zu öffnen. Darauf erwiderte "Kab ibn Asad": Zitat:
Wenn Ibn Ishaq in der
Prophetenbiographie
sagt, die Banu Quraiza hätten Mohammed nur als treuen und
aufrichtigen Menschen kennengelernt, so widerspricht diese Auffassung
allerdings dem Verhalten, welches Mohammed in der Vergangenheit
gegenüber den Juden zeigte. Man kann sich des Eindrucks nicht
erwehren, dass Ibn Ishaq hier auschließlich die Sichtweise der
Moslems wiedergibt.
Der jüdische Stamm der Banu Quraiza fühlte sich durch den sogenannten „Vertrag von Medina“, der fünf Jahre zuvor, 622, beim Einzug der Moslems in Medina, zwischen Mohammed und den jüdischen und arabischen Stämmen in Medina abgeschlossen wurde, verpflichtet. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass Mohammed u.a. durch die Vertreibung der jüdischen Stämme der Banu Quainuqa 624 und Banu Nadir 626 bereits mehrfach gegen diesen Vertrag verstoßen hatte. Es ist zu vermuten, dass die Banu Quraiza sich nur noch halbherzig an diesen Vertrag gebunden fühlten, weil sie befürchteten, sie könnten die nächsten sein, die Mohammed aus Medina vertreibt. Ich würde die Einhaltung des Vertrages durch die Banu Quraiza aber keineswegs als Garantie dafür betrachten, dass Mohammed nicht doch irgendwann auf die Idee kommen sollte, sich der Banu Quraiza zu entledigen. Mir erscheint die Sichtweise des deutschen Islamwissenschaftlers Rudi Paret (1901 - 1983) sehr einleuchtend, der meinte, die Juden in und um Medina sind nicht wegen ihres Glaubens bekämpft, vertrieben oder umgebracht worden, sondern weil sie im islamischen Gemeinwesen von Medina in sich geschlossene Gruppen bildeten, die für die islamische Gemeinschaft eine Bedrohung darstellte, die besonders bei einer Bedrohung durch auswärtige Gegner gefährlich werden konnte. (Quelle: Mohammed) Man sollte bei dieser Einschätzung bedenken, dass diese Sichtweise Mohammeds, sollte sie wirklich so gewesen sein, eher der Sichtweise eines Feldherrn entspricht, anstatt eines Propheten, der eine göttliche Mission zu verkünden hat. Nachdem sich "Kab ibn Asad" erneut weigerte, das Tor zu öffnen, sagte Huyayy ibn Akhtab: "Du sperrst mich doch nur aus, weil du Angst hast, ich könnte dir etwas von deinem Weizenbrei wegessen." Dies machte Kab wütend und er öffnete Huyayy das Tor. Dann sprach Huyayy (vom jüdischen Stamm der Banu Nadir) zu Kab (vom jüdischen Stamm der Banu Quraiza): Zitat:
"Kab ibn Asad" aber war nicht bereit, auf das Angebot "Huyayy ibn
Akhtab" einzugehen und antwortete:
Zitat:
Huyayy aber bedrängte Kab so lange, bis er sich bereit
erklärte, ihn in seine Burg aufzunehmen, wenn die Quraisch und
Ghatafan zurückkehren sollten, ohne Mohammed getötet zu
haben. Damit hatten die Banu Quraiz, laut Ibn Ishaq, das Versprechen,
welches sie Mohammed einst gaben, gebrochen. Als Mohammed davon
hörte, schickte er den Führer des arabischen Stammes der Banu
Aus "Sad ibn Muadh" und den Führer des arabischen Stammes der
Khazradj (Banu Chazradsch), "Sad ibn Ubada", zu den Banu Quraiza, um
herauszufinden, ob
dies der Wahrheit entsprach. Die Banu Quraiza aber
bestritten, eine Abmachung mit Mohammed getroffen zu haben. Darauf
kehrten Mohammeds Gesandte zu Mohammed zurück und berichteten ihn
von dem Verrat, den die Banu Quraiza begangen hatten.
Wie bereits erwähnt, schildert Ibn Ishaq in der Prophetenbiographie ausschließlich die islamische Sichtweise. Aus dieser Sichtweise kann das Verhalten der Banu Quraiza natürlich nur als Verrat an Mohammed bewertet werden. Ibn Ishaq erwähnt mit keinem Wort, dass Mohammed den "Vertrag von Medina" zuvor bereits mehrfach gebrochen hatte, so dass die Banu Quraiza sich keineswegs mehr an diesen Vertrag gebunden zu fühlen brauchten. Betrachtet man hingegen die Situation der Banu Quraiza, so lebten sie, aufgrund des Verhaltens, welches Mohammed gegenüber den beiden anderen jüdischen Stammen in Medina gezeigt hatte und aufgrund der Äußerungen, die Mohammed gegenüber den Juden im Allgemeinen aussprach und welches Mohammed gegenüber den jüdischen Kritikern gezeigt hatte, in einem permanenten Gefühl der Bedrohung. Dieser Bedrohung versuchten sie sich nun zu entziehen, indem sie darauf hofften, dass Mohammed während der Grabenschlacht getötet werden würde. Darum waren sie bereit, mit den Feinden Mohammeds zu kooperieren und darum hofften sie auf die Niederlage Mohammeds. Schließlich wurde die Lage für die Muslime immer bedrohlicher. Die Feinde bedrängten sie von oben und unten. Die Bewohner von Medina wurden immer unzufriedener. "Muattib ibn Quschair" schimpfte gar: "Mohammed versprach uns daß wir die Schätze Chosroes (persischer Großkönig) und Ceasars aufzehren werden; dabei kann heute keiner von uns sicher auf den Abtritt (auf die Toilette) gehen." Die Bewohner Medinas besaßen allerdings genügend Wasser und Lebensmittel, um eine längere Belagerung aushalten zu können. Sie mussten einfach nur geduldig ausharren, denn nahezu einen Monat blieben die Belagerer vor der Stadt und nur vereinzelte Pfeile flogen durch die Straßen, wobei aber niemand verletzt wurde. Den Belagerern, 10.000 Mann stark, die nicht durch Vernichtung bedroht waren, drohte Gesichtsverlust. Gesichtsverlust wurde in Arabien oft mehr gefürchtet als der Tod. Außerdem gingen den Quraisch langsam die Lebensmittel aus, so dass sich allmählich der Hunger unter den Menschen und Tieren ausbreitete. Mohammed verstand es zudem sehr gut, Zwietracht unter den Belagerern zu sähen. Die Kämpfer der Quraisch und die arabischen Beduinenstämme waren ausgezogen, um rasch reiche Beute zu machen und möglichst schnell mit beladenen Kamelen nach Mekka zurückzukehren. Aus ideologischen Gründen hatte keiner den anstrengenden weiten Ritt nach Medina auf sich genommen. Diesen Umstand versuchte Mohammed nun in geschickten Verhandlungen mit einzelnen arabischen (mekkanischen) Stämmen auszunutzen, indem er z.B. den beiden Führern der Ghatafan ein Drittel der Dattelernte anbot, wenn sie sich mit ihren Männern zurückzogen. So kam es zu Friedensverhandlungen mit den Ghatafan und es wurde ein Dokument aufgesetzt, welches nur noch unterschrieben zu werden brauchte. Bevor es jedoch unterzeichnet werden sollte, fragte Mohammed "Sad ibn Muad", den Führer der Banu Aus und "Sad ibn Ubada", den Führer der Banu Khazradj, um Rat. "Sad ibn Muad" sprach sich entschieden dagegen aus, den Ghatafan auch nur eine einzige Dattel anzubieten. Stattdessen wollte er gegen sie kämpfen, bis Gott sich zwischen ihnen entschied. Deshalb wurde die Urkunde vernichtet. So dauerte die Belagerung weiter an, ohne dass es zu einem regelrechten Kampf kam. Lediglich einmal legten einige Ritter der Quraisch ihre Rüstungen an, ritten zum Lager der verbündeten Banu Kinana7 und riefen sie zum Kampf gegen die Moslems auf. Gemeinsam ritten sie zum Graben und überwanden ihn an einer engen Stelle. Sogleich machte sich der Schwiegersohn Mohammeds, "Ali ibn Abu Talib" (Ali), mit einigen Moslems auf, um die Reiter der Quraisch wieder aus Medina zu vertreiben. Aber die Ritter der Quraisch ritten den Moslems wütend entgegen. Unter ihnen tat sich besonders "Amr ibn Abdwudd" hervor. Als er mit seinen Reitern vor den Muslimen anhielt, entwickelte sich zwischen Amr und Ali folgendes Zwiegespräch: Zitat:
7Die Banu Kinana waren zu Mohammeds Zeiten ein
arabischer Stammesverband in der Umgebung Mekkas, dem auch der
Hauptstamm Mekkas, die Quraisch (diesem Stamm gehörte Mohammed
an), zählten.
Diese Worte Ali's machten Amr wütend und er stürzte sich vom Pferd, zerhieb seinem Pferd die Beine und schlug ihm auf den Kopf. Dann trat er Ali entgegen. Sie begannen zu kämpfen und umkreisten dabei einander. Schließlich tötete Ali Amr und die anderen Ritter der Quraisch flohen Hals über Kopf wieder über den Graben. Nun schreibt Ibn Ishaq in der Prophetenbiographie, dass Mohammed und seine Gefährten weiter in der Angst verharrten, weil die Feinde sie weiterhin bedrängten. Eines Tages aber kam "Nuaim ibn Masud" vom arabischen Stamm der Banu Ghatafan zu Mohammed und sagte zu Mohammed: Zitat:
Wie bereits beschrieben, hatte Mohammed bereits einmal versucht,
Zwietracht
unter seinen Feinden zu verbreiten, indem er zwei Stämme der
Ghatafan durch die Bestechung mit einem Teil der Dattelernte, zum
Rückzug zu bewegen versuchte. Daran hatte ihn aber der Führer
der Banu Aus, "Sad ibn
Muad", gehindert, der sich gegen diesen Bestechungsversuch aussprach.
Nun bekannte sich ein Führer der Banu
Ghatafan freiwillig zum Islam und wartete auf Mohammeds Befehle.
Mohammed erkannte natürlich sofort die Vorteile, die sich aus
dieser Situation ergaben und er sprach zu "Nuaim ibn Masud":
Zitat:
Nun begab sich "Nuaim ibn Masud" zum jüdischen Stamm der Banu
Quraiza, mit denen er einst oft zusammengesessen und gezecht hatte,
bekundete ihnen seine Zuneigung und lobte ihre gemeinsame Freundschaft,
worauf die Banu Quraiza ihm antworteten, dass sie ihm vertrauen
würden. Dann fuhr Naim fort:
Zitat:
Die Juden vom Stamme der Banu Quraiza bedankten sich bei "Nuaim ibn
Masud" für den vorzüglich erteilten Rat. Dann ging "Nuaim ibn
Masud" zu den Quraisch und sprach zu ihrem Führer Abu Sufyan und
seinen Leuten:
Zitat:
Nachdem ihm die Quraisch zugesichert hatten, über diese Mitteilung
Stillschweigen zu bewahren, fuhr "Nuaim ibn Masud" fort:
Zitat:
"Nuaim ibn Masud" führte
diese Intrige gegen die Banu Quraiza (jüdisch) und die Quraisch
(arabisch), die nichts davon wussten, dass er sich mittlerweile zum
Islam bekannte, offensichtlich auf Anraten Mohammeds durch, um unter
ihnen ein Gefühl des Misstrauens und der Zwietracht zu verbreiten.
Bemerkenswert ist dabei auch die als selbstverständlich
erwähnte Aussage, Mohammed könnte den Adligen der Quraisch
und Ghatafan die Köpfe abschlagen lassen. Würde man so etwas
auch von
Jesus und Buddha erwarten? Ich denke nicht.
Nachdem die Banu Quraiza die Antwort der beiden Stämme erhalten
hatten, sprachen sie:Schließlich ging "Nuaim ibn Masud" noch zu den Männern seines eigenen Stammes, den Ghatafan und bat auch sie, seine Informationen vertraulich zu behandeln. Dann erzählte auch er ihnen das gleiche, was er zuvor den Quraisch erzählt hatte und er warnte sie ebenso davor, den Banu Quraiza adlige Männer der Ghatafan als Bürgen zur Verfügung zu stellen. In der Nacht zum Sabbat schickten Abu Sufyan (Quraisch) und die Ghatafan einige Männer als Boten zu den Banu Quraiza und teilten ihnen mit, dass sie keine feste Wohnstatt hatten und dass ihnen die Pferde und Kamele verendeten. Deshalb hatten sie sich zum Kampf entschlossen, um sich ein für alle mal Mohammeds zu entledigen. Da der Sabbat aber für die Juden ein heiliger Tag ist, weigerten sie sich an diesem Tag zu kämpfen. Ausserdem wollten sie nicht gegen Mohammed kämpfen, ohne dass die Quraisch und die Banu Ghatafan ihnen Bürgen zur Sicherheit stellten, bis Mohammed vernichtet war, denn sie befürchteten, dass die Quraisch und die Ghatafan schnellstens nach Hause eilen würden, falls der Kampf zu ihren Ungunsten verlaufen würde. Dann wären sie nämlich schutzlos Mohammed ausgeliefert, gegen den sie allein nichts ausrichten konnten. Als die Boten der Quraisch und die Ghatafan mit der Erklärung der Banu Quraiza zurückkamen, sprachen sie: Zitat:
Zitat:
Erneut ließen die Banu
Quraiza den Quraisch und Banu Ghatafan ausrichten, sie würden sich
nur an den Kämpfen beteiligen, falls diese ihnen Bürgen zur
Sicherheit stellen würden. Dies aber lehnten die beiden
Stämme weiterhin ab. Die Zwietracht die "Nuaim ibn Masud" unter
den Feinden Mohammeds gesät hatte, hatte seine Wirkung also nicht
verfehlt. Da die Quraisch im Februar des Jahres 627 von Mekka nach
Medina aufgebrochen waren, wehte in der Nacht ein
eisiger starker
Sturm, der die Kessel der Quraisch umwehte und ihre Zelte davonfliegen
ließ. Am nächsten Morgen wandte sich Abu Sufyan, der
Führer der Quraisch, an seine Männer und sprach zu ihnen:
Zitat:
Nachdem die Banu Ghatafan vom
Aufbruch der Quraisch hörten,
machten auch sie sich eilends auf den Rückweg in ihre Heimat.
Darauf verließen auch Mohammed und die Muslime den Graben,
kehrten in die Stadt zurück und legten die Waffen ab. Somit ging
der Grabenkrieg, einerseits durch die Witterung, anderseits aber auch
durch eine Kriegslist Mohammeds, der es durch den zum Islam bekehrten
Ghatafan "Nuaim
ibn Masud" geschafft hatte, Zwietracht unter seinen Feinden zu streuen,
relativ glimpflich aus. Für die Banu Quraiza sollte der
Grabenkrieg allerdings ein bitteres Nachspiel haben, denn Mohammed
ließ 500 bis 700, andere sagen 700 bis 900, jüdische
Männer der Banu Quraiza enthaupten und verkaufte
ihre Frauen und Kinder. Ihren Besitz teilte er unter den Muslimen auf.
Ein Fünftel davon behielt er selber. Dies geschah, weil Mohammed
der Meinung war,
die Banu Quraiza hätten gegen den "Vertrag von Medina"
verstoßen, der sie zur Unterstützung Mohammeds
verpflichtete. Stattdessen seien sie ihm in den Rücken gefallen.
Dafür wollte er sich an ihnen rächen.
Die Banu Quraiza sollen der Darstellung des englischen Islamwissenschaftlers William Montgomery Watts (1909 - 2006) zufolge exekutiert worden sein, weil sie sich durch ihr Verhalten in der Grabenschlacht des Verrats gegenüber der medinensischen Gemeinschaft schuldig gemacht hätten. Mohammed sei nicht bereit gewesen, solches Verhalten zu tolerieren und beschloss diese Schwachstelle in der Oase zu entfernen. (Quelle: Mohammed) Ibn Ishaq verschweigt in der Prophetenbiographie allerdings, dass Mohammed zuvor bereits mehrfach gegen den Vetrag verstieß und dass die Banu Quraiza nicht nur deshalb sich nicht mehr unbedingt an diesen Vetrag gebunden fühlten. Die Zwietracht, die Mohammed unter den feindlichen Stämmen verbreitete, zeugen einerseits von einer geschickten kriegerischen List, aber auch davon, dass Mohammed auch vor Unehrlichkeit nicht zurückschreckte. Er zeigte wieder einmal das Gesicht eines Feldherrn, anstatt das Gesicht eines Religionsgründers, dem alle Mittel recht waren, seine Position zu behaupten. Die Hinrichtung der Banu Quraiza Top In der Zeit des Mittagsgebets
kam der Erzengel Gabriel zu Mohammed und fragte ihn, ob er die Waffen
schon niedergelegt hatte. Als Mohammed dies bejahte, sagte Gabriel,
dass die Engel dies noch nicht getan hätten. Der Erzengel Gabriel
selber kam soeben von der Verfolgung der Feinde zurück. Mir
scheint, die Engel müssen sehr rachsüchtig sein, wenn sie
sogar noch die Feinde verfolgen. Schließlich sagte Gabriel zu
Mohammed, Gott befiehlt dir, gegen die jüdischen "Banu Quraiza" zu
ziehen. Sofort ordnete Mohammed allen Muslimen an, sich bei den Banu
Quraiza einzufinden. Als Mohammed sich den Häusern der Banu
Quraiza näherte, rief er:
Zitat:
Diese Aussage verdeutlicht, mit welchen Augen Mohammed die Juden
betrachtete. Für ihn waren sie "Brüder der Affen". Er selber
entzog sich der Verantwortung, indem er das, was nun geschehen sollte,
als eine göttliche Entscheidung, die ihm der Erzengel Gabriel
offenbart hatte, ausgab. Nun belagerten die Moslems die Banu Quraiza 25
Tage lang. Als "Kab ibn Asad", dem Führer der Banu Quraiza,
bewusst wurde, dass Mohammed die Belagerung der Banu Quraiza nicht
aufheben würde, bevor er sie "vernichtet hatte," stellte er sein
Volk vor drei Alternativen:
8Die Thora (Tora) ist der wichtigste Teil der hebräischen (jüdischen) Bibel. Sie umfasst insgesamt 613 Gebote. Als "Abu Lubaba" bei den Banu Quraiza eintraf, sah er, wie sehr die Frauen und Kinder weinten. Dies erweckte sein Mitleid. Dann fragten die Männer der Banu Quraiza ihn, ob sie sich Mohammed ergeben sollten. "Ja", antwortete er und strich dabei mit seinem Zeigefinger über seinen Hals, um damit anzudeuten, dass Mohammed sie "niedermetzeln" würde. (Wieso sollten sie sich dann ergeben?) Da "Abu Lubaba" sein Verhalten anschließend als treulos gegenüber Gott und seinem Gesandten empfand, kehrte er nicht zu Mohammed zurück, sondern band sich in der Mosche an einer Säule fest. Dort wollte er so lange verharren, bis Gott ihm seine Schuld vergeben würde. Darum wartete Mohammed vergeblich auf die Rückkehr "Abu Lubaba's". Mit anderen Worten, "Abu Lubaba's" Erscheinen war für die Banu Quraiza nicht besonders hilfreich. Er hatte ihnen lediglich von Mohammeds vermeintlichen Absichten erzählt und war dann vor seiner eigenen Aufrichtigkeit erschrocken in die Moschee gefüchtet. Oder sollte man sein Verhalten als einen Versuch bewerten, Mohammed milde zu stimmen? Als Mohammed schließlich
davon erfuhr, dass "Abu Lubaba" sich in der Moschee angebunden hatte,
sprach er:
Zitat:
Die Vergebung "Abu Lubaba's"
wurde Mohammed in der Zeit der Morgendämmerung des nächsten
Tages offenbart. Auf dem Weg zum Morgengebet befreite ihn Mohammed
schließlich von seinen Fesseln. Am selben Morgen unterwarfen sich
auch die Banu Quraiza dem Urteil Mohammeds. Somit fanden im Grabenkrieg
lediglich sechs Moslems und zwei "Ungläubige" den Tod.
In dieser Situation wandten sich die Männer vom arabischen Stamm der "Banu Aus" an Mohammed, um sich für die "Banu Quraiza", die sie als ihre Verbündeten betrachteten, einzusetzen. Dabei erinnerten sich die Banu Aus offensichtlich an die Vertreibung des jüdischen Stammes der Qainuqa, einem Verbündeten Stamm des arabischen Stammes der Khazradj, aus Medina. Die Entscheidung, wie mit den Qainuqa verfahren werden soll, hatte Mohammed, laut Ibn Ishaq, seinerzeit dem Führer der Khazradj, "Abdallah ibn Ubay", überlassen. Hierauf antwortete Mohammed den Banu Aus: Zitat:
Die Männer vom Stamme der
Banu Aus waren damit einverstanden. Damit hatte Mohammed "Sad ibn
Muadh", den Anführer der Banu Aus, der zum Islam konvertiert war,
zum Richter über das Schicksal der Banu Quraiza bestimmt. Da "Sad
ibn Muadh" bei der Grabenschlacht von einem Pfeil getroffen wurde,
wurde er immer noch, wie andere Verwundete der Grabenschlacht, in einem
Zelt am Gebetsplatz von Medina behandelt. Deshalb gingen seine
Stammesgenossen dorthin, hoben ihn auf einen Esel und begleiteten ihn
auf dem Weg zu Mohammed. Unterwegs baten ihn seine Stammesgenossen:
Zitat:
"Sad ibn
Muadh" fühlte sich nicht davon berührt, wenn seine
Stammesangehörigen seine Entscheidung tadelten, denn er
fällte sie als gläubiger Moslem im Sinne Gottes. Hatte die
Religion sein Herz verhärtet? Als sie schließlich beim
Propheten anlangten, fragte er seine Stammesangehörigen, ob sie
sich bei Gott verflichteten würden, seine Entscheidung zu
akzeptieren? Nachdem sie ihm dies versprochen hatten, sagte er:
Zitat:
Nachdem die Banu Quraiza sich
ergeben hatten, wurden sie von Mohammed in einem Gehöft
eingesperrt. Dann begab er sich zum Marktplatz von Medina und befahl
einige Gräben auszuheben. Als dies geschehen war, wurden die
Männer der Banu Quraiza, insgesamt waren es 500 bis 700
Männer, nach anderen Angaben sollen es 700 bis 900 Männer
gewesen sein, in kleinen Gruppen zum Marktplatz geführt und Gruppe
für Gruppe in den Gräben enthauptet. Anschließend
verteilte Mohammed den Besitz der Banu Quraisch unter den Muslimen.
Jeder Reiter bekam drei Fünftel der Beute, zwei Fünftel
für das Pferd und ein Fünftel für den Reiter. Jeder
Unberittene bekam ein Fünftel. Mohammed selber behielt ebenfalls
ein Fünftel der Beute ein. Da zur Beute der Banu Quraiza auch 36
Pferde gehörten, erhielt Mohammed 7 Pferde. Diese Aufteilung der
Beute wurde auch bei den folgenden Feldzügen beibehalten.
Im Jahre 628 zog Mohammed mit 70 Kamelen und 700 Moslems zu einer
kleinen Pilgerfahrt nach Mekka, um die Kaaba zu besuchen. Laut Ibn
Ishaq verfolgte Mohammed dabei keine kriegerischen Absichten. Ein
Kapitel später, nämlich im Kapitel 57 (Der Waffenstillstand)
sagt Ibn Ishaq allerdings etwas anderes. Dort nämlich sagt er,
dass Mohammed sehr wohl in kriegerischer Absicht nach Mekka "pilgerte".
Im Kapitel 57 ist nämlich zu lesen:Die gefangenen Frauen und Kinder, die Mohammed aus der Beute erhielt, ließ er durch einen Helfer in der saudi-arabischen Provinz Nadjd (Nadschd) verkaufen und tauschte sie anschließend gegen Pferde und Waffen ein. Eine der gefangenen Frauen, die hübsche "Raihana bint Amr", behielt Mohammed für sich. Raihana's Mann und Vater befand sich ebenfalls unter den Hingerichteten. Nach Angaben Ibn Ishaqs weigerte sich Raihana zunächst, Mohammed zu heiraten und den islamischen Glauben anzunehmen. Lieber wollte sie Sklavin bleiben und an ihrem jüdischen Glauben festhalten. Eines Tages jedoch soll sie sich zum Islam bekehrt haben. Ibn Ishaq schreibt, dass Raihana in "seinem Besitz" blieb, bis erstarb. Andere Überlieferungen besagen, daß Raihana entweder bis zu ihrem Tode eine nicht freigelassene Konkubine9 Mohammeds war oder das Mohammed ihr die Freiheit schenkte und sie heiratete. Einem weiteren Bericht zufolge soll Mohammed sie verstoßen haben. (Quelle: Raihana) 9unter einem Konkubinat versteht man sexuelle Beziehung zwischen einem Mann und seiner Sklavin Mir erscheint der Versuch Ibn Ishaqs, die Verantwortung für die Enthauptung der 500 bis 700 jüdischen Männer der Banu Quraiza, "Sad ibn Muadh" anzulasten, als sehr unglaubwürdig. Er erscheint mir fast so unglaubwürdig, wie die Schilderung Ibn Ishaq's, Mohammed hätte den Auftrag, die jüdischen Banu Quraiza zu verfolgen, vom Erzengel Gabriel empfangen. Mohammed war es, der seine Männern aufforderte, die Banu Quraiza zu belagern. Der Versuch, die Verantwortung für die Enthauptung dem Anführer der Banu Aus, "Sad ibn Muadh", anzulasten, erscheint mir deshalb so unglaubwürdig, weil die Banu Aus normalerweise, ein großes Interesse daran gehabt haben müssten, die Banu Quraiza, die sie als ihre Verbündeten betrachteten, vor jeglichem Schaden zu bewahren. Würden sie sich nämlich dafür einsetzen, die Banu Quraiza zu töten, so würden sie sich damit selber des Beistandes ihres Verbündeten berauben, den sie im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung dringend benötigten. Sie würden sich damit also nur selber Schaden zufügen. Und selbst, wenn Mohammed dem Anführer der Banu Aus, "Sad ibn Muadh", die Entscheidung über das Schicksal der Banu Quraiza überließ, so hätte es sicherlich in Mohammeds Macht gestanden, die Entscheidung "Sad ibn Muadh's" zu revidieren. Man darf also davon ausgehen, dass die Entscheidung "Sad ibn Muadh's" im Sinne Mohammed's war. Ich habe das Gefühl, dass Mohammed von vornherein entschlossen war, sich für den vermeintlichen Vetragsbruch der Banu Quraiza, der darin bestand, dass sie den „Gottesfeind“ Huyayy ibn Akhtab, vom jüdischen Stamme der Banu Nadir, aufnehmen wollten, zu rächen und sich ihrer zu entledigen. Dabei läßt Ibn Ishaq außer acht, dass Mohammed selber den "Vertrag von Medina", der die gegenseitige Hilfe der medimensischen Stämme im Falle eines Angriffes sichern sollte, durch die Vertreibung der jüdischen Stämme Banu Qainuqa und Banu Nadir, bereits mehrfach gebrochen hatte. Ferner wird Mohammeds eigene Zusammenarbeit mit dem Feind, in dem er einerseits den arabischen Stamm der Banu Ghatafan mit einem Teil der Dattelernte zu bestechen versuchte und indem er andererseits mit dem zum Islam konvertierten Führer der Banu Ghatafan, "Nuaim ibn Masud", der mit der Zustimmung oder gar Anweisung Mohammeds, Zwietracht unter den feindlichen Stämmen verbreitete, zusammenarbeitete. Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass Mohammed sich sowohl am persönlichen Besitz der Banu Quraiza, als auch am Verkauf ihrer Frauen und Kinder bereicherte. Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten 627 - Die Ermordung Abu Rafi Sallam's Top In Khaybar
(Chaibar) hatten
sich einige
Vertreter der vertriebenen Banu Nadir niedergelassen (nachdem sie von
Mohammed aus Medina vertrieben wurden), eben die
Juden, welche geholfen hatten, den Grabenkrieg anzustrengen. Mohammed
entledigte sich einiger von ihnen durch Meuchelmord. Folgen wir der
Chronik von Ibn Ishaq so wetteiferten die "Banu Aus" und Hazrag darum,
Mohammed zu Diensten zu sein. Der Mord an einem Juden eignete sich
dafür: "Als der Feldzug des Grabens (die Grabenschlacht)
und gegen die Banu Quraiza vorüber war, baten die Hazrag Mohammed
um Erlaubnis, "Abu Rafi Sallam", welcher in Chaibar (etwa 150 km
nördlich von Medina) wohnte, zu ermorden,
denn er war unter denjenigen, welche die Scharen gegen Mohammed
aufgewiegelt hatte, und die Aus hatten schon früher den
jüdischen Poeten "Kaab Ibn
Al'aschraf" wegen seiner Feindschaft und Aufreizungen gegen Mohammed
getötet. Mohammed erlaubte es ihnen. Nach allem, was Allah für Mohammed getan hatte, wetteiferten die beiden Stämme Aus und Hazrag wie zwei männliche Kamele um Mohammeds Haupt. Sobald die Aus Mohammed einen Dienst geleistet hatten, sagten die Hazrag: "Bei Gott, sie sollen dies nicht vor uns voraus haben bei Mohammed und im Islam", und ruhten nicht, bis sie eine ähnliche Tat vollbrachten. "Sobald wir eingetreten waren, schlossen wir die Türe des Zimmers, aus Furcht, es möchten Leute vorübergehen, die dazwischentreten. Alsbald schrie uns die Frau laut an, aber wir drangen mit unseren Schwertern zu ihm (Abu Rafi Sallam), er lag auf dem Bette, und bei der Dunkelheit im Zimmer führte uns nur seine weisse Farbe, denn er lag da, wie eine ausgebreitete ägyptische Leinwand. Während wir nun mit unseren Schwertern über ihn herfielen, durchbohrte ihm "Abd Allah Ibn Uneis" den Leib." Dann kehrten wir zu Mohammed zurück und meldeten ihm den Tod des Feindes Allahs. Als hierauf jeder von uns ihn getötet haben wollte sagte Mohammed: "Gebt mir eure Schwerter!" Er betrachtete sie und sagte, auf das Schwert "Abd Allahs Ibn Uneis" hindeutend: "Dieses hat ihn getötet, denn es hat noch Spuren von Speisen." (Weil, 2. Band, Seite 125 f) Der Belagerung Medinas (der Grabenschlacht) folgten im selben Jahre noch mehrere Strafexpeditionen gegen beduinische Stämme, sei es, weil sie die Herden der Muslime beraubten, sei es, wie im Falle der der Banu Mostalik (Banu Mostalik = Banu Mustaliq, siehe unten), weil sie sich an der Belagerung Medinas beteiligt hatten. Sie wurden von den Muslimen an einer ihrer Wasserstellen überrascht und ein grosser Teil wurde gefangen genommen. Das Losungswort der Muslime am Tage des Zuges gegen die Banu Mostalik war "O Sieggekrönter! Töte! Töte!" "Dschuwairija,
die
schöne Tochter des Häuptlings (der Banu Mustaliq), gefiel dem
Propheten so
sehr, daß er ihr die Freiheit schenkte und sie heiratete. Aus
Rücksicht auf die so mit dem Propheten angeknüpfte
Verwandtschaft liessen die Muslime nun alle Gefangenen frei und gaben
die Beute zurück. Mit dem Stamm wurde bald darauf ein
Freundschaftsvertrag geschlossen." (Nöldeke, Seite 126) Quelle: Die
Ermordung Abu Rafi Salam 628 - Der Überfall auf die Banu Mustaliq Top Als Mohammed hörte, dass die Banu Mustaliq sich gegen ihn sammelten, zog er gegen sie aus. Er traf sie an der Wasserstelle in der Gegend von Qudaid in Richtung der Küste.Dort gingen sie aufeinander los, wobei einige der Banu Mustaliq getötet wurden. Die übrigen ergriffen die Flucht. Die Frauen und Kinder der Banu Mustaliq wurden zur Beute Mohammeds, die unter den Muslimen verteilt wurden. Es kommt mir immer wieder in den Sinn, die Situation Mohammeds mit Jesus zu vergleichen, der ja bereits mehr als 600 Jahre vor Mohammed lebte. Ich frage mich, warum die arabische Kultur so wenig durch die christliche Kultur beeinflusst wurde? Hätte Jesus jemals daran gedacht, derartige Feldzüge zu führen und gefangene Frauen und Kinder als Sklaven zu verkaufen? Ich glaube nicht, dass Jesus jemals an derartiges gedacht hatte. Wie kommt es dann, dass das Verhalten Jesus' und Mohammed's so unterschiedlich ausfiel, obwohl sie beide auf der arabischen Halbinsel nicht eimal 1250 km voneinander entfernt lebten? Ich kann es mir eigentlich nur damit erklären, dass die Menschen in der damaligen Zeit noch sehr isoliert voneinder lebten. Trotz der mehr als 600 Jahre, die seit dem Tod Jesus' vergangen waren, hatten die arabischen Beduinenstämme wahrscheinlich bisher wenig von der christlichen Religion und Kultur gehört. Zwar gab es in der Gegend von Mekka und Medina einzelne jüdische und christliche Stämme, aber bisher hatten die arabischen Beduinenstämme sich wahrscheinlich nicht näher mit dem Christentum und Judentum beschäftigt. Dies erkennt man auch an der Reaktion einiger jüdischer Spötter, die Mohammed vorwarfen, er hätte einige Ideen des Korans dem jüdischen Tanach, der heiligen Schrift des Judentums, entnommen, ohne ihn verstanden zu haben. Obwohl die Mekkaner mit ihren Kamelkarawanen weite Strecken zurücklegten, u.a. bis nach Syrien, behielten sie offensichtlich ihre archaische Lebensweise bei, die ihr Leben über Jahrhunderte prägte, ohne durch andere Kulturen beeinflusst worden zu sein. Aus diesen Gründen ist vermutlich auch so wenig von dem friedliebenden Ansichten Jesus' in die arabische Kultur eingeflossen, obwohl Jesus bereits 600 Jahre vor Mohammed lebte. Nach dieser Überlegung nun aber weiter mit der Prophetenbiographie Ibn Ishaq's. Unter den Gefangenen, die unter den Muslims verteilt wurden, war auch Djuwairya, die Tochter "Harith ibn abi Dirar's", dem Stammesführer der Banu Mustaliq. Sie wurde bei der Verteilung der Beute durch Mohammed "Thabit ibn Qais" oder dessen Vetter zugeteilt. Djuwaiyia war eine hübsche und anmutige Frau. Sie kam zu Mohammed, um ihn zu bitten, dass er ihr half, sich freizukaufen. Als Aisha, Mohammeds jüngste Frau, Djuwaiyia sah, wurde sie von Eifersucht geplagt, da sie wußte, dass Mohammed sie ebenso reizend finden würde, wie sie selber. Nachdem Djuwaiyia sich mit dieser Bitte an Mohammed gewandt hatte, sagte er zu ihr: "Vielleicht möchtest du etwas noch Besseres?" Als sie wissen wollte, was er meinte, antwortete Mohammed: "Ich werde die Summe für deinen Freikauf bezahlen und dich heiraten." Da Djuwairya damit einverstanden war, heirateten sie. Diese Nachricht breitete sich schnell unter den Moslems aus, die darum alle Gefangenen, die sie gemacht hatten, wieder freiließen, denn durch die Heirat Mohammeds mit Djuwaiyia, waren die Banu Mustaliq mit Mohammed verschwägert. Auf diese Weise erhielten etwa 100 Familien der Banu Mustaliq wieder ihre Freiheit. Aischa, die Gattin Mohammeds sagte deshalb, dass sie keine andere Frau kenne, die ihrem Stamme ein größerer Segen gewesen sei, als Djuwairya. Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten Der Angriff auf die Banu Mustalic bei Al-Bukhari Top In der Prophetenbiographie Ibn Ishaq's wird gesat, dass die Banu Mustaliq sich sammelten, um gegen Mohammed in den Krieg zu ziehen. Der islamische Gelehrte Al-Bukhari (810 - 870) erzählt den Angriff auf die Bani al-Mustaliq in den Hadithen (Bukhari 3.46.717 ) dagegen wie folgt: Erzählte Inb Aun: "Ich schrieb einen Brief an Nafi und Nafi schrieb in seiner Antwort auf den Brief, dass der Prophet die Bani Mustaliq plötzlich, ohne Warnung, angegriffen hatte, als sie gerade sorglos waren und ihr Vieh an zur Wasserstelle geführt wurde. Ihre kampffähigen Männer wurden getötet und ihre Frauen und Kinder wurden gefangen genommen. Der Prophet bekam an diesem Tag Juwairiya. Nafi sagte das In Umar ihm diese Geschichte erzählt hatte und, dass Ibn Umar in dieser Armee war." Quelle: Al-Bukhari Die Vergewaltigung der Frauen der Banu Mustaliq Top Auf der Suche nach Informationen über Mohammeds Ehefrau Djuwayria (Juwayria) stieß ich auf eine Information, die ich gerne hier einfügen möchte. Es geht um den Vorwurf, dass die Moslems auf ihrem Feldzug gegen die Banu Mustaliq, die Frauen des Stammes vergewaltigten und Mohammed offensichtlich nichts degegen einzuwenden hatte. So schreibt "Muslim ibn al-Haddschadsch" (817 - 875), der neben "Al-Buchari" wichtigste arabische Verfasser der Hadithen in seinem bekanntesten Werk "Sahih Muslim": "Abu Sirma fragte Abu Said al Khudri(r): "Abu Said, hast Du gehört, daß Mohamed mal den 'azl (=coitus interuptus) erwähnt hat?" Abu Said al Khudri entgegnete ihm darauf: "Ja, es war auf einem Feldzug, den wir mit ihm gegen den Stamm der Banu al Mustaliq unternahmen. Darin nahmen wir auch ein paar wunderschöne arabische Frauen von ihnen gefangen. Wir wollten mit diesen Frauen schlafen, da wir darunter litten, daß unsere Frauen auf diesem Feldzug nicht bei uns waren. Außerdem wollten wir sie später auch zu einem guten Preis weiterverkaufen, und so entschieden wir uns, mit ihnen zu schlafen und dabei den 'azl zu beachten,damit sie nicht schwanger würden, was ihren Wert vermindert hätte. Wir sagten uns: "Ist es nicht erlaubt, auch ohne 'azl mit ihnen zu schlafen? Fragen wir doch einfach Mohamed, der hier mitten unter uns ist." So fragten wir Mohamed, und er sagte uns: "Ihr könnt auch ohne 'azl mit ihnen schlafen. Denn wenn Allah beschließt, daß eine Seele geboren wird, dann wird sie ohnehin geboren, ganz gleich, ob mit oder ohne 'azl."" Gerne versuchen Moslems, diese Geschichte mit "Muta", der Ehe auf Zeit zu erklären. Wie allerdings will jemand glaubhaft erklären, gefangen genommene Frauen wären in nennenswerter Zahl direkt nach der Gefangennahme auf Sex oder Heirat mit ihren Räubern aus gewesen? Gerade da in dem Text betont wird, die Frauen seien "exzellent" gewesen, ist davon auszugehen, daß zumindest ein Teil von ihnen verheiratet war. Das bedeutet wiederum, daß sie nun also entweder mit den Mördern ihrer Ehemänner, Brüder, Väter und Söhne, oder aber trotz noch bestehender Ehe mit einem Anderen sofort auf eine Ehe mit ihren Räubern aus gewesen sein sollen. Quelle: Islamkritik 628 - Der Feldzug nach Mekka Top Zitat:
Als die Quraisch in Mekka davon hörten, daß Mohammed sich
mit seinen Männern nach Mekka aufgemacht hatte, schickten sie ihre
Frauen und Kinder aus Mekka heraus und bekleideten sich mit einem
Leopardenfell (bereiteten sich auf einen Krieg vor). Sie stellten eine
Reitertruppe auf und ließen Mohammed wissen, dass er Mekka nicht
gegen ihren Willen betreten dürfe. Dann schickten die Quraisch
"Suhail ibn Amr" vom Stamme der "Banu Amir ibn Luayy" zu Mohammed, um
mit ihm ein Friedensabkommen auszuhandeln. Mohammed war damit
einverstanden. Dieser Friedensvertrag enthielt u.a. folgende Punkte:
Zitat:
Welche Einstellung die Moslems gegenüber den ungläubigen
Quraisch hatten, geht wohl sehr deutlich aus den Worten "Umar ibn
Khattab's", dem späteren Kalifen, dessen Tochter Hafsa Mohammed
später heiratete, hervor, als er sagte: "Es sind nur
Ungläubige. Das Blut eines jeden von ihnen ist nicht mehr wert,
als das Blut eines Hundes." Wie wenig dieser Friedensvertrag zwischen
Mohammed und den Quraisch wirklich wert war, zeigte sich daran, das
Mohammed die Vereinbarung, 10 Jahre keinen Krieg
gegen Mekka zu führen, ignorierte und bereits ein Jahr später
einen Feldzug gegen Mekka unternahm, wobei er Mekka einnahm.
Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten 629 - Der Feldzug nach Chaibar Top Der letzte jüdische Stamm (genau genommen waren es die drei jüdischen Stämme, die Qainuqa, die Banu Nadir und die Banu Quraiza, die Mohammed einst aus Medina vertrieben hatte) lebte nördlich von Medina in Chaibar (Khaibar) in einem sehr fruchtbaren und bevölkerungsreichen Tal, das acht Tagesreisen von Medina entfernt lag. Etwa zwei Monate nach seiner Rückkehr von seiner ersten (missglückten) "Pilgerfahrt" nach Hudaibiya (Mekka) organisierte Mohammed einen Überraschungsfeldzug mit 1.600 bis 1.800 Muslimen und 100 Pferden gegen diese jüdischen Siedlungen. Der Grund für diesen Feldzug bestand wohl darin, dass er der Enttäuschung seiner Anhänger über den missglückten Feldzug nach Mekka und den mit den Quraisch geschlossenen Friedensvertrag etwas entgegensetzen wollte. Es ging bei diesem Feldzug also unter anderem darum, sich am Eigentum der Juden zu bereichern. Ein weiterer Grund für den Feldzug nach Chaibar bestand darin, dass er sich bei den Juden, die er für die Grabenschlacht von 627 in Medina verantwortlich machte, rächen wollte. Zunächst schlug Mohammed sein Lager zwischen Chaibar und dem Stammesgebiet des arabischen Stammes der Banu Ghatafan auf. Damit wollte Mohammed verhindern, dass die Banu Ghatafan, die mit den Juden aus Chaibar befreundet waren, ihnen zur Hilfe kommen konnten. Sobald die Banu Ghatafan aber hörten, dass Mohammed sich im Gebiet von Chaibar aufhielt, sammelten sie sich und brachen auf, um den Juden in Chaibar zu helfen. Als sie aber einen Tag unterwegs waren, kam ihnen das Gerücht zu Ohren, dass etwas mit ihren Herden und Familien geschehen sei. Sie befürchteten, dass Feinde ihren Stamm in ihrer Abwesenheit angegriffen hatten und kehrten deshalb zu ihrem Stamm zurück. Damit war für Mohammed der Weg nach Chaibar frei. Nun rückte Mohammed mit seinen Kriegern immer weiter vor. Er eroberte Festung um Festung und Herde um Herde. Dabei machte er viele Gefangene, die unter den Muslimen aufgeteilt wurden. Unter diesen Gefangenen befand sich auch Safiya (Safiyyeh), die Ehefrau von "Kinana ibn Rabi" dem Stammesführer des jüdischen Stammes der Banu Nadir. Mohammed machte Safiya zu seiner Ehefrau. Was Ibn Ishaq allerdings verschweigt (jedenfalls in meiner Ausgabe der Prophetenbiographie), ist die Tatsache, dass Mohammed "Kinana ibn Rabi", den Ehemann von Safiya, der den Schatz der Banu Nadir verwahrte, zunächst foltern und dann töten ließ, damit er verriet, wo der Schatz der Banu Nadir versteckt sei. (Quelle: Kinana ibn al-Rabi) Mohammed eroberte weiter Festung um Festung und nahm Herde um Herde, bis sie zu den beiden Burgen Watih und Sulalim kamen. Dies waren die beiden letzten Festungen der Bewohner von Chaibar. Mohammed belagerte diese Festungen etwa 10 Tage lang, bis die Bewohner keinen Ausweg mehr sahen und Mohammed baten, er möge sie am Leben lassen und ziehen lassen. Schließlich einigte man sich darauf, dass die Bewohner von Chaibar in Chaibar bleiben dürften, dass sie zukünftig aber den Moslems die Hälfte ihrer Ernteerträge überlassen mußten. Damit war das Konzept der Tributzahlung eingeführt. Die Tributzahlung galt fortan für "Leute der Schrift", also für die Juden und Christen, die sich nicht zum Islam bekennen wollten. Dies geht auch aus Sure 9, Vers 29 hervor. (Quelle. Rudi Paret, Mohammed und der Koran, Urban, Stuttgart, 2005, Seite 141) Zitat:
Mohammed fügte allerdings hinzu, dass er sich jederzeit das Recht
herausnehme, die Bewohner aus Chaibar zu vertreiben. Kurz vor seinem
Tod sagte Mohammed: "Es sollen auf der arabischen Halbinsel keine
zwei Konfessionen geduldet werden." (Quelle: Dr. Gustav Weil,
Das Leben Mohammed's nach Mohammed Ibn Ishak, Band 1 und 2,
Verlag J.B. Metzler, Stuttgart, 1864, 2. Band, Seite 172 f) So kam es
dazu, dass der Kalif "Umar (Omar) ibn al-Chattab" im Jahre 642, also 10
Jahre nach Mohammeds Tod, die Juden endgültig aus Chaibar
vertrieb, weil die Anzahl der Sklaven durch die islamische Expansion,
also durch die militärischen Eroberungsfeldzüge der Moslems
im arabischen Raum, so groß wurde, dass man Gebiete
benötigte, um diese Sklaven unterzubringen. Später wurden
diese Feldzüge auch auf Europa und Asien ausgedehnt.
Als die Juden vom Stamme der Fadak, die etwas abseits von Chaibar wohnten, hörten, was in Chaibar geschehen war, schickten sie eine Gesandtschaft zu Mohammed und baten ihn, er möge ihr Leben verschonen. Dieser Bitte entsprach Mohammed. Während Chaibar aber unter den Moslems als Kriegsbeute verteilt wurde, ging die jüdische Siedlung der Fadak in den Privatbesitz Mohammeds über, da die Muslime weder Pferd noch Kamele eingesetzt hatten, um es zu erobern. Als die Eroberung Chaibars beendet war, zog Mohammed noch in das Gebiet von "Wadi l-Qura" und belagerte es einige Tage. Dann kehrte er nach Medina zurück. Zum Feldzug nach Chaibar schreibt der deutsche Orientalist Theodor Nöldeke (1836 - 1930): Viele Gefährten Mohammeds legten hier den ersten Grund zu ihren späteren Reichtümern. Einige arme Beduinen wurden auf einmal Besitzer einer reichen Burg, welche sie erstürmt hatten. So war ein reiches Gebiet völlig erobert. Die Beute, welche die Gläubigen gemacht hatten, musste andere Araber reizen, sich einem so gewinnbringenden Glauben anzuschliessen. Die Juden aber verloren den letzten Punkt auf Erden, wo sie eine unabhängige Stellung einnehmen konnten. Bald nach Mohammeds Tod wurden sie durch Omar ganz aus Arabien vertrieben." (Nöldeke, Das Leben Mohammeds, Verlag Carl Rümpler, 1863, Seite 138) Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten 629 - Die vollzogene Pilgerfahrt nach Mekka Top Während der Monate April bis Oktober im Jahre 630 blieb Mohammed in Medina. Dann ließ er von seinen Anhängern mehrere Feldzüge ausführen, ohne selber dabei zu sein. Im November 629, ein Jahr, nachdem die Mekkaner ihm den Zugang zur Kaaba verwehrt hatten, unternahm er eine neue Pilgerfahrt nach Mekka. Dabei begleiteten ihn dieselben Mohammedaner, die ihn ein Jahr zuvor ebenfalls begleitet hatten. Nachdem die Mekkaner davon erfuhren, dass Mohammed nach Mekka kommen wollte, verließen sie abermals die Stadt. Da die Mekkaner der Meinung waren, daß Mohammed und seine Gefährten unter Armut litten, standen viele der in Mekka zurückgebliebenen Menschen am Versammlungshaus der Kaaba, um Mohammed und seine Gefährten zu bestaunen. Mohammed küsste den schwarzen Stein der Kaaba, dabei soll es sich um einen Meteoriten handeln, und umkreiste sechs mal die Kaaba, dreimal im Laufschritt und dreimal normalen Schrittes. Dabei küsste er bei jeder Umrundung den schwarzen Stein. Dieses Ritual wurde später zur Regel für alle Moslems. Mohammed blieb drei Tage in Mekka. Während dieser Zeit heiratete er Maimuna, die Tochter des Harith. Danach forderten die Mekkaner Mohammed auf, Mekka wieder zu verlassen. Mohammed aber wollte eine Hochzeit feiern und ein Festmahl veranstalten, zu dem er auch die Mekkaner einladen wollte. Die Mekkaner aber ließen sich nicht darauf ein und forderten Mohammed auf, die Stadt wieder zu verlassen. Deshalb verließ Mohammed die Stadt und begab sich nach Sarif. Dort vollzog er mit Maimuma die Ehe und kehrte im Dezember 629 nach Medina zurück. Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten 630 - Erster Feldzug gegen Byzanz Top Im Mai 630 schickte Mohammed ein Heer von 3.000 Kriegern nach Muta (etwa 800 km nördlich von Medina). Als das Heer aufbrach, begleitete Mohammed es ein Stück und kehrte dann nach Medina zurück. Zunächst zog das Heer bis nach Maan in Jordanien. Dort erfuhren die Moslems, daß der byzantinische Kaiser Heraklius (610 - 641) mit einem Herr von 100.000 Kriegern nach Maab in die Landschaft Balqa gekommen war, dem sich weitere 100.000 Krieger aus verschiedenen arabischen Stämmen angeschlossen hatten. Als die Muslime davon erfuhren blieben sie 2 Nächte in Maan und überlegten, was sie angesichts der Lage tun sollten. Einige wollten an Mohammed schreiben, um ihn zu fragen, wie sie sich verhalten sollten. Abdallah ibn Rawaha, einer der von Mohammed auserkorenen Heeresführer, aber sprach: Zitat:
Viele Moslems waren seiner Meinung. Darum zogen sie weiter. An der
Grenze der Landschaft Balqa trafen sie auf das byzantinische und
arabische Heer. Beim Anrücken der Gegner zogen sie sich nach Muta
zurück. Dort aber kam es zum Kampf. Als Djafar ibn abi Talib,
einer der Heerführer Mohammeds, der Fluchtweg abgeschnitten war,
sprang er von seinem Rotschimmel, zerschlug diesem die Hinterbeine und
kämpfte bis er fiel. Sollte dieses etwa den Heldenmut der Moslems
symbolisieren? Was konnte das Pferd dafür, dass sie sich in solch
ein Selbstmordkommando gestürzt hatten? Zuguterletzt werden auch
noch die Worte Djafar's wiedergegeben, die wieder einmal den
Märtyrertod verherrlichen:
Zitat:
"Zum Garten Eden habe ich es nicht mehr weit. Ein kühler Trunk erwartet mich voll Köstlichkeit. Zum Todeskampf gegen sie bin ich bereit." Da stellt man sich die Frage, warum sich die Menschen von dem Versprechen des Märtyrertodes so haben blenden lassen? Mir scheint, es bedarf eines relativ schlichten Gemütes, der Geringschätzung des eigenen Lebens und der willigen Unterordnung unter einer doktrinären Ideologie, um sich von solch einem Versprechen beeindrucken zu lassen. Oder war es am Ende doch nur die Aussicht auf die Kriegsbeute, weshalb sie bereit waren, alle Vorsicht und Vernunft fallen zu lassen? Schließlich zogen sich die Moslems zurück, denn sie mussten anerkennen, dass sie gegen solch eine militärische Übermacht keine Chanche hatten und zogen nach Medina zurück. Als sich das Heer Medina näherte, kam Mohammed ihnen entgegen und begleitete sei nach Medina. Die Menschen aus Medina aber warfen Staub auf die heimkehrenden Krieger und riefen: Zitat:
Mohammed aber antwortete ihnen:
Zitat:
Damit sollte Mohammed recht behalten, denn bereits 3 Monate
später, im Monat Ramadan (September) des Jahres 630 zog Mohammed
mit 10.000 Kriegern zum nächsten Feldzug nach Mekka.
Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten 630 - Die Eroberung Mekkas Top Mohammeds Machtbereich erweiterte sich beständig, nur seine Vaterstadt, das eigentliche Nahziel seiner kriegerischen Bemühungen, war noch immer in der Hand der Polytheisten und sie war durch den ausgehandelten Friedensvertrag von al-Hudaybiya geschützt. Da ergab sich eine Gelegenheit: Der Stamm der Banu Bakr war mit den Quraisch verbündet. Einige ihrer Stammesangehörigen hatten, von den Quraisch mit Waffen unterstützt, Mohammeds Verbündete, die Chuzaiten angegriffen um einen schon lange anhängigen Blutrachefall zu bereinigen. Sie erschlugen in einem nächtlichen Handgemenge einen der Chuzaiten. "Sofort kamen einige Chuzaiten zu Mohammed, um Rache und Hilfe bittend. Das war ein Vorfall, so wenig bedeutend er auch scheinen mag, um den Quraisch Vertragsbruch vorzuwerfen. Mohammed erklärte sich sofort bereit, ihnen ihre Bitte zu gewähren. In Mekka erregte die Kunde von der Teilnahme einiger Mitbürger am Kampf gegen des Propheten Bundesgenossen sogleich die Besorgnis, derselbe (Mohammed) könne darin einen Bruch des Vertrages sehen. Abu Sofian (Abu Sufyan) eilte selbst nach Medina, um Mohammed zu begütigen, erhielt aber eine ungenügende Antwort. Die Quraisch mussten mit Krieg rechnen." (Nöldeke, Seite 147) Um den Quraisch keine Zeit zu lassen, Gegenwehr zu organisieren, rüstete Mohammed umgehend ein Heer und zog nach Mekka. Unterwegs schlossen sich ihm noch Beduinen an, so dass er mit 10.000 Mann vor den Toren Mekkas anlangte. Er ordnete an, rund um die Stadt Feuer anzuzünden um den Quraisch Furcht einzuflössen. Dann liess er durch Abu Sofian, der gekommen war, um zu verhandeln, in der Stadt ausrichten, daß jeder, der sich in sein Haus zurückzöge und keinen Widerstand leiste seines Lebens sicher sei. Bei diesem Zusammentreffen forderte Mohammed Abu Sofian auf, den Islam anzunehmen: "Wehe dir, Abu Sofian, siehst du noch nicht ein, daß ich ein Gesandter Gottes bin? Er antwortete: "Du bist mir so teuer wie mein Vater und meine Mutter, aber bei Gott, was dies betrifft birgt mein Inneres noch einiges Widerstreben. Da sagte Abbas ibn Abdalmuttalib, ein Onkel Mohammeds: "Wehe dir! Werde Muslim und bekenne, daß es keinen Gott gibt ausser Gott, und dass Mohammed ein Gesandter Allahs ist, ehe man dir das Haupt abschlägt." Da legte der das Bekenntnis ab und wurde Muslim. (Weil, 2. Band, Seite 183) Theodor Nöldeke (deutscher Orientalist, 1836 - 1930) datiert folgende Offenbarung in die Zeit der Eroberung von Mekka. Er erlaubt den Muslimen "sich gegen die Mekkaner selbst im heiligen Gebiet der Ka'ba mit den Waffen zu verteidigen." (Theodor Nöldeke, Geschichte des Korans, Teil 1, Seite 181, Diederich, Leipzig, 1909, Reprint Elibron Classics):
Mohammed teilte seine Soldaten in vier Gruppen auf und drang von vier Seiten gegen Mekka vor. Praktisch ohne Gegenwehr konnte Mohammed in die Stadt vorrücken und sie damit (fast) ohne Blutvergiessen erobern. Gemäss Bukhari erliess der Prophet nach diesem Sieg folgende Anweisung:
"Eine der ersten Handlungen des Propheten war der siebenmalige Ritt um die Kaaba. Er liess dieselbe von den darin und daran angebrachten Götzenbildern und Gemälden reinigen (u.a. eine hölzerne Taube) und gebot, alle Götzenbilder in Mekka zu vernichten. Eine allgemeine Amnestie wurde verkündet von der etwas mehr als zehn Personen ausgenommen wurden, welche durch Mord, Apostasie (Abfall vom Islam) oder zu arge Verhöhnung des Propheten seinen Groll erregt hatten." (Nöldeke, Seite 152) <>Ein Teil dieser Todgeweihten wurde begnadigt. Zu ihnen gehörte Ibn Saad, denn er hatte sich zum Islam bekehrt und für Mohammed die Offenbarungen aufgeschrieben und war wieder abtrünnig geworden und zu den Quraisch zurückgekehrt. Jetzt flüchtete er zu seinem (Milch-)Bruder10 und dieser ging mit ihm zu Mohammed als alles ruhig geworden war und erflehte seine Begnadigung. Man behauptet, Mohammed habe lange geschwiegen, ehe er die Bitte gewährte. Als dieser sich entfernt hatte, sagte Mohammed zu seiner Umgebung: "Ich habe geschwiegen, damit einer von euch sich erhebe und ihm den Kopf abschlage." Da sagte einer der Hilfsgenossen: "Warum hast du mir keinen Wink gegeben?" Mohammed antwortete: "Ein Prophet lässt nicht durch Zeichen hinrichten." (Weil: 2. Band, Seite 183)10In der Regel wurden die Kinder Arabiens in den ersten Lebensjahren einer bezahlten Amme anvertraut, die auch die Kinder stillte. Auch Mohammed verbrachte seine ersten Jahre, wie damals üblich, in der Wüste und wurde von der Amme Halima gestillt und aufgezogen. Das Stadtleben wurde von den freiheitsverliebten Arabern immer noch mit gewissem Argwohn betrachtet. Sie schätzen die weite Wüste und wollten ihren Kindern damit etwas davon mit auf den Weg geben. Mit vier Jahren kehrte Mohammed zu seiner Mutter Amina bint Wahb zurück, die allerdings zwei Jahre später starb. Mit der Milchbruderschaft ist in diesem Fall gemeint, dass beide Männer von derselben Amme gestillt wurden. "Als Mohammed am Tore der Kaaba stand, sagte er: "Es gibt keinen Gott ausser Allah, dem Einzigen, Er hat keinen Genossen, Er hat seine Verheissung verwirklicht und ist Seinem Diener beigestanden und hat allein die Scharen in die Flucht getrieben. Jedes Privileg, jede Blutschuld oder Geldraub, für die etwa noch Ansprüche erhoben werden, trete ich hiermit unter meine Füsse, mit Ausnahme der Tempelhut und des Tränkens der Pilger. Für eine nicht vorsätzliche Tötung, die einem geflissentlichen Mord gleicht, wie das Töten mit einer Peitsche oder einem Stock, soll das schwere Sühnegeld bezahlt werden; hundert Kamele, darunter vierzig trächtige. Oh ihr Quraisch, Allah hat den Ahnenstolz und den Hochmut des Heidentums von euch weggenommen, alle Menschen stammen von Adam, und Adam ist aus Erde geschaffen." (Weil, 2. Band, Seite 183) Damit hatte der Prophet allen Zwist und
alle alten offenen Rechnungen per Dekret beendet. 630 - Die Eroberung Mekkas (nach Ibn Ishaq) Top Nachdem Mohammed vom Feldzug aus Muta, seinem 1. Feldzug gegen Byzanz, zurückgekehrt war, bleib er im Juni und Juli des Jahres 630 in Medina. In dieser Zeit gab es in Mekka Überfälle, Plünderungen, Tötungen und Blutrache zwischen den Stämmen der Kinana (Banu Bakr) und den Kkuzaa's. Die Banu Bakr waren Verbündete der mekkanischen Quraisch und die Khuzaa's waren Verbündete Mohammeds. Laut Ibn Ishaq's Prophetenbiographie unterstützen die Quraisch die Banu Bakr dabei mit Waffen. Schließlich trieben die Banu Bakr die Khuzaa's bis in den heiligen Bezirk Mekka's. "Budail ibn Warqa" von den Khuzaa's begab sich deshalb mit einigen seiner Stammesangehörigen zu Mohammed nach Medina und berichtete ihm von den Vorfällen. Dann machte er sich wieder auf den Heimweg nach Mekka. Mohammed ahnte, dass Abu Sufyan, der mächtigste Mann in Mekka, der Führer der reichsten und politisch einflussreichsten Sippe der Quraisch, der Banu Umayyah, ihn aufsuchen würde, um den Friedensvertrag, der zwischen den Quraisch und Mohammed geschlossen wurde, zu bekräftigen und zu verlängern. Abu Sufyan war mit Mohammed verwandt, weil Mohammed seine Tochter "Ramla bint Abu Sufyan" als 10. Frau heiratete. Die Heirat geschah vermeintlich aus politischen Gründen, weil Mohammed sich dadurch erhoffte, Abu Sufyan milder zu stimmen. Abu Sufyan war ein entschiedener Gegner Mohammeds und Verfolger seiner Anhänger. Selbst seine Tochter Ramla musste vor ihm nach Abessinien fliehen, nachdem sie den Islam angenommen hatte. Einer seiner Söhne, Mu'awiya, wurde späterer Kalif und gründete die Herrschaft der Umayyaden, aus der in der Zeit zwischen 660 bis 750 die Kalifen des sunnitischen Islam hervorgingen. Abu Sufyan war also ein mächtiger Mann in Mekka. Als er aber zu Mohammed ging und auf ihn einredete, antwortete Mohammed ihm nicht. Selbst die Bitten Abu Sufyan's bei anderen mächtigen Moslems, wie Abu Bakr und Umar ibn Khattab, sich für ihn bei Mohammed einzusetzen, stießen auf Ablehnung. Schließlich ging Abu Sufyan zu Ali und sprach zu ihm: Zitat:
Hierauf antwortete Ali:
Zitat:
Abu Sufyan's Versuch, bei Mohammeds
Tochter, Fatima, um Schutz für
die
Quraisch zu bitten, verlief ebenso erfolglos. Sie antwortete ihm:
"Niemand kann einem anderen gegen den Propheten Schutz bieten". Damit
scheiterten schließlich alle Versuche Abu Sufyan's mit Mohammed
ein klärendes Gespräch zu führen. Zuguterletzt erteilte
Ali "Abu Sufyan" den Rat, er solle eine Schutzerklärung unter den
Leuten ausgeben, was Abu Sufyan auch tat. Da diese Schutzerklärung
aber nicht die Zustimmung Mohammeds hatte, war sie praktisch wertlos.
Mir scheint, Mohammed verhielt sich eher wie ein beleidigter
Provinzfürst, als wie ein diplomatischer Staatsmann. Jedenfalls
tat er nichts, um eine kriegerische Auseinandersetzung zu verhindern.
Immerhin war Mekka Mohammeds Heimatstadt und es war ihm sicherlich ein
Dorn im Auge, dass sie immer noch in den Händen der
ungläubigen (heidnischen) Polytheisten (Götzenanbeter) war.
Mir scheint, Mohammed hielt dies für den richtigen Zeitpunkt,
dieses zu ändern. Da kam ihm die Auseindersetzung der beiden
verfeindeten Stämme gerade recht. Offensichtlich hatte er sich
bereits längst für einen Feldzug
gegen Mekka entschieden. Schließlich kehrte Abu Sufyan
unverrichteter Dinge nach Mekka zurück.
Drei Monate nachdem das moslemische Heer aus dem Feldzug von Byzanz heimkehrte, befahl Mohammed am 10. Ramadan (September) 630 den Muslimen, sich abermals zu rüsten. Er gab den Medinensern bekannt, dass er nach Mekka aufbrechen wollte. Sie sollten dieses Vorhaben aber gegenüber den Quraisch geheimhalten, weil er sie überraschen wollte. Den Mohammedanern hatten sich dabei etliche arabische Stämme angeschlossen (sie wollten wahrscheinlich alle etwas vom zu erwartenden Kuchen, sprich von der Kriegsbeute, abhaben), so daß Mohammed schließlich mit einem Heer von 10.000 Kriegern gegen Mekka zog. Während die Moslems in "Marr az-Zahran" lagerten, wußten die Quraisch immer noch nicht, was Mohammed vorhatte. Deshalb verließen Abu Sufyan und einige andere Quraisch in jenen Nächten Mekka, um Erkundigungen einzuziehen. "Abbas ibn Abdalmuttalib", ein Onkel Mohammeds, der sich Mohammed angeschlossen hatte, aber sorgte sich um die Quraisch. Er fürchtete ihren ewigen Untergang, falls Mohammed gewaltsam in Mekka eindrang. Deshalb bestieg er den weißen Esel Mohammeds und ritt in Richtung Mekka. Unterwegs traf er Abu Sufyan und bat ihn, mit ihm zum Propheten zu reiten und ihn um Schutz zu bitten, was letzten Endes einer militärischen Niederlage und der kampflosen Übergabe der Stadt Mekka an Mohammed entsprach. Nachdem Abu Sufyan die Nacht über bei "Abbas ibn Abdalmuttalib" verbrachte, empfing ihn Mohammed am nächsten Morgen mit den Worten: Zitat:
Hierauf antwortete Abu Sufyan: "Du
bist mir teurer als
Vater oder Mutter! Wie milde, freundlich und edel bist du doch.
Gäbe es einen Gott außer Gott, hätte Er mir, so glaube
ich, weitergeholfen." Darauf fragte Mohammed Abu Sufyan: "Glaubst du
nicht, dass es an der Zeit ist zu erkennen, daß ich der Gesandte
Gottes bin?" Aber Abu Sufyan hatte immer noch Zweifel, dass Mohammed
der Gesandte Gottes ist. Dann aber wandte sich "Abbas ibn
Abdalmutallib", der Onkel Mohammeds an Abu Sufyan und bat ihn
inständig:
Zitat:
Dies ist wahrlich eine
überzeugende Bekehrung zum Islam, mit der
die Moslems sicherlich einige Erfahrungen hatten. :-) Manch einer
würde so etwas vielleicht als Bedrohung und Erpressung bezeichnen.
Aber "Abbas ibn Abdalmutallib" handelte aus der Befürchtung
heraus, dass ein Feldzug gegen die Quraisch, das Ende der Quraisch
bedeuten könnte. Jedenfalls waren die Argumente "Abbas ibn
Abdalmutallib's" so überzeugend für Abu Sufyan, daß er
das islamische Glaubensbekenntnis aussprach und zum Islam konvertierte.
Dann bat "Abbas ibn Abdalmutallib" Mohammed, noch etwas für Abu
Sufyan's Ansehen zu tun, worauf Mohammed erklärte:
Zitat:
Dies war nichts weniger als die
Erwartung der kampflosen Übergabe
der Stadt Mekka an Mohammed. Als Abu Sufyan schließlich in Mekka
eintraf, rief er so laut er konnte:
Zitat:
Aber nicht alle glaubten den Worten
Abu Sufyan's. Eine Frau schrie:
"Tötet ihn, diesen dicken Fettsack! Was für ein
schändlicher Beschützer seines Volkes!" Abu Sufyan aber
warnte die Quraisch, dass sie sich nicht von der Frau verleiten lassen
sollten, denn gegen die Armee des Propheten Mohammeds könnten sie
nichts ausrichten. Wer aber in mein Haus kommt ist sicher. Dann aber
fragten ihn die Menschen, warum sein Haus sie schützen sollte.
Darauf antwortete Abu Sufyan ihnen:
Zitat:
Nachdem er dies gesagt hatte,
zerstreuten sich die Leute und gingen in
ihre Häuser oder in die Moschee. Allmählich näherte sich
auch Mohammed mit seinem Heer der Stadt Mekka. Als er "Dhu Tuwa"
erreichte, teilte er das Heer in vier Gruppen auf, die von vier Seiten
nach Mekka vorrücken sollten. In Mekka dagegen sammelte sich eine
kleine Schar von Männern, die gegen Mohammed und seine
Gefährten kämpfen wollten. Bei Khandama kam es
schließlich zum Kampf. Dabei wurden 3 Muslime und 12 oder 13
Quraisch getötet. Danach flohen die Quraisch.
Mohammed hatte seinen Heerführern befohlen, nur gegen jene zu kämpfen, die Widerstand leisteten. Aber sie sollten eine kleine Anzahl von Ungläubigen, deren Namen er nannte, töten, selbst wenn sie sich unter den Vorhängen der Kaaba verstecken würden. Zu diesen gehörte "Abdallah ibn Sad". Dieser war zum Islam übergetreten, war dann aber wieder vom Glauben abgefallen und zu den Quraisch zurückgekehrt. Abdallah hatte sich bei Uthman versteckt, mit dem er durch Milchbruderschaft10 verbunden war. Nachdem sich die Lage in Mekka beruhigt hatte, brachte Uthman Abdallah zu Mohammed und bat um Straflosigkeit. Mohammed aber hüllte sich lange in Schweigen, bevor er seine Zustimmung gab. Nachdem Uthmann gegangen war, sagte Mohammed zu seinen Gefährten, die sich um ihn geschart hatten: Zitat:
Wie es scheint, wurde Abdallah
offensichtlich von der Hinrichtung
verschont. Aber die Aussage
Mohammeds scheint mir sehr symbolisch für seine Art, mit
Ungläubigen zu verfahren. Würde man solch eine
Äußerung je von Jesus oder Buddha erwarten? Sicherlich
nicht.
10In der Regel wurden die Kinder Arabiens in den ersten Lebensjahren einer bezahlten Amme anvertraut, die auch die Kinder stillte. Auch Mohammed verbrachte seine ersten Jahre, wie damals üblich, in der Wüste und wurde von der Amme Halima gestillt und aufgezogen. Das Stadtleben wurde von den freiheitsverliebten Arabern immer noch mit gewissem Argwohn betrachtet. Sie schätzen die weite Wüste und wollten ihren Kindern damit etwas davon mit auf den Weg geben. Mit vier Jahren kehrte Mohammed zu seiner Mutter Amina bint Wahb zurück, die allerdings zwei Jahre später starb. Mit der Milchbruderschaft ist in diesem Fall gemeint, dass beide Männer von derselben Amme gestillt wurden. Zu denen, die Mohammed ebenfalls befahl zu töten, gehörte auch "Abdallah ibn Khatal", ein Mann vom Stamm der "Banu Taim ibn Ghalib". Er war Muslim und hatte einen freigelassenen muslimischen Sklaven getötet und war danach vom Islam abgefallen. "Abdallah ibn Khatal" besaß auch zwei Singsklavinnen, die über den Propheten Spottlieder sagen. Mohammed ordnete deshalb an, diese beiden Frauen zusammen mit "Abdallah ibn Khatal" töten zulassen. Zu den weiteren Personen, die Mohammed töten ließ, gehörten "Huwairith ibn Nuquaidh" und "Miqyas ibn Hubaba". Der erste hatte Mohammed geschmäht und der zweite hatte einen Helfer ermordet, der versehentlich seinen Bruder getötet hatte und war anschließend als Heide zu den Quraisch zurückgekehrt. "Banu Taim ibn Ghalib" und "Miqyas ibn Hubaba" wurden vermutlich aus dem einzigen Grund getötet, weil sie vom Islam abfielen und nicht weil sie einen gläubigen Moslem töteten, denn der Koran sieht für das Töten eines Mitgläubigen kein Todesurteil vor, sondern eine ewige Strafe in der Hölle. Daß dabei nicht an Vergebung gedacht wird, sondern eine ewige Strafe ausgesprochen wird, erscheint mir typisch für den Islam. Zitat:
Als Mohammed sich zu einem
späteren Zeitpunkt zur Kaaba begab,
sagte er:
Zitat:
In diesem Fall ist aber nicht von
einem vorsätzlichen, sondern von
einem versehentlichen, halb absichtlichem, Töten die Rede.
Zu den weiteren Personen, die Mohammed töten ließ, gehörte Sara, die Freigelassene eines Angehörigen vom Stamme der Banu Abdalmutallib. Sie hatte Mohammed in Mekka beschimpft. Auch eine der beiden Singsklavinnen des Ibn Khatal, Miqyas, sowie Ibn Khatal selber und Huwairith wurden getötet. Der Letztere wurde von Ali getötet. Ibn Ishaq schreibt aber nicht aus welchem Grund Huwairith getötet wurde. Etliche andere, die ebenfalls getötet werden sollten, die dann aber bei Mohammed um Gnade flehten, wurden verschont. Nachdem Mohammed siebenmal mit einem Pferd um die Kaaba geritten war, wobei er jedesmal mit einem Stock, den er in der Hand hielt, den Schwarzen Stein berührte, sagte er: Zitat:
Dann trug er den Koranvers vor:
Zitat:
Diese Äußerungen
Mohammeds über die Entstehung der
Menschheit, entsprach den Vorstellungen der damaligen Zeit. Sie
entstammten sicherlich der christlichen Bibel, aber vor allem dem
jüdischen Tanach (der jüdischen Bibel). Von der Evolution
hatte zu jener Zeit niemand etwas gewusst. Somit waren die
Vorstellungen über die Entwicklung des Leben auf der Erde eher
rudimentär (man könnte sagen, fast kindlich) und wurden nicht
weiter hinterfragt. Wissenschaftliche Forschungen über die
Entwicklung des Lebens auf der Erde entstanden erst im 20. Jahrhundert.
Aber immer noch gibt es im Islam (aber auch in anderen Religionen)
fundamentale orthodoxe Gläubige, die die wissenschaftliche
Forschung nicht zur Kenntnis nehmen wollen und die Entwicklung des
Lebens auf Adam und Eva zurückführen.
Anschließend fragte Mohammed die Quraisch: "Was glaubt ihr, werde ich mit euch tun?" Darauf antworteten die Quraisch (laut Ibn Ishaq): "Gutes! Du bist uns ein edler Bruder, der Sohn eines edlen Bruders." Hierauf antwortete Mohammed ihnen: "Geht eures Weges! Ihr seid frei!" Nach der Eroberung Mekkas blieb Mohammed 15 Nächte in Mekka und verkürzte in dieser Zeit die Gebete. Da Mohammed sich als Reisender außerhalb seines Wohnortes Medina betrachtete, betete er die täglichen Gebete in einer kürzeren Form (zwei Niederwerfungen statt vier), eine Praxis, die heute auch noch üblich ist. Die Eroberung Mekkas fand am 20. Ramadan (September) 630 statt. An dem Feldzug nahmen insgesamt 10.000 Muslime teil: etwa 7.500 moslemische Krieger Mohammeds, 1003 Männer von den Muzaina, 700 von den Banu Sulaim, 400 von den Banu Ghifar und 400 von den Aslam. Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten 630 - Die Schlacht bei Hunain Top Nach der Eroberung Mekkas blieb Mohammed noch zwei Wochen in Mekka. Dann brach er zu einem neuen Kriegszug auf. Der grösste Teil der weit verzweigten Hawazin-Stämme sammelte sich, seine Freiheit zu verteidigen, angeführt von dem jungen Malik Ibn Auf. Zu den Rüstungen (Kämpfen) gegen Mohammed nahmen besonders eifrig die auf Mekka eifersüchtigen Bewohner der Stadt Taif teil. (70 km südlich von Mekka, seit dem Aufstieg von Mekka als muslimisches Heiligtum stand Taif in dessen Schatten und war von den dortigen Herrschern abhängig.) Als Mohammed sein zwölf tausend Mann starkes Heer übersah (10.000 die an der Eroberung Mekkas teilgenommen hatten plus 2.000 Mekkaner), da erfüllte ihn stolze Siegeszuversicht. Dieses Bauen auf die grosse Heereszahl erklärte er später für die Ursache des anfänglichen Unglücks in der Schlacht. Die Hawazin hatten sich in der Ebene zwischen Mekka und Taif gesammelt. Hinter dem Heere waren die Weiber und Kinder, sowie die gesammelten Herden aufgestellt. Malik Ibn Auf, der Anführer der Hawazin, meinte, daß die Gegenwart der Familien und des Eigentums jeden Kämpfer zur höchsten Tapferkeit anspornen müsste. Er liess sein Heer in den Ausgang des Tales von Hunain rücken und sich in dessen Krümmungen und Buchten verstecken." (Nöldeke, Seite 156 f) Der Zug Mohammeds wurde am frühen Morgen im engen Tal von den auflauernden Hawazin überfallen und die Gläubigen zogen sich (zunächst) in wilder Flucht zurück. "Mohammed lenkte rechts ein und rief: "Herbei, ihr Leute zu mir! Ich bin der Gesandte Allahs, ich bin Mohammed!", aber die Leute zogen weiter, und was die Kamele trugen war durcheinander. Als die Schlechtgesinnten unter den (2.000) Mekkanern, welche mit Mohammed ausgezogen waren, die Flucht sahen, machten einige von ihnen ihrem Groll Luft. So sagte Abu Sofian (Abu Sufyan, der Führer der Quraisch): "Sie werden bis zum Meere fliehen" Ein anderer sagte: "Heute wird der Zauber zu Nichts." Ich war bei Mohammed und hatte den Zaum seines weissen Maultieres in der Hand, an dem ich es führte, ich war ein starker Mann, von kräftiger Stimme. Als Mohammed die Leute zurückrief und niemand sich darum kümmerte, sagte er: "O Abbas, schreie: "O ihr Scharen der Hilfsgenossen, o ihr Scharen der Huldigung!" (Weil, 2. Band, Seite 222) Dieser Ruf, der die Gläubigen an ihren Schwur unter der Akazie bei Hudaybiya erinnerte (Ein Jahr zuvor, bei der Pilgerfahrt nach Mekka hatten ihm die medinensischen Helfer unter einer Akazie den Eid geschworen, bis zum Tod für Mohammed zu kämpfen), soll die Flucht gestoppt haben. Nach blutigem Kampf wurden die Hawazin geschlagen und mussten sich hinter den Mauern von Taif in Sicherheit bringen. Die Kinder, Weiber und Herden fielen den Muslimen zu, die Beute war gewaltig: 6.000 Frauen und Kinder sowie große Viehbestände. Das Kalkül von Malik Ibn Auf war nicht aufgegangen. Dazu die Verse im Koran:
Auch in dieser Schlacht half der Allmächtige mit den mittlerweile schon kampferfahrenen Engeln. Mohammed wusste bereits vor der Schlacht um diese Unterstützung: "Ein Mekkaner hat mir berichtet: "Als Mohammed von Mekka nach Hunain aufbrach, und die grosse Zahl der Scharen Allahs um sich sah, sagte er: "Wir werden heute nicht aus Mangel an Truppen besiegt." (Weil, 2. Band, Seite 222): Quelle: Die Schlacht bei Hunain 630 - Die Schlacht bei Hunain (Ibn Ishaq) Top Als "Malik ibn Auf" der Stammesführer der Hawazin hörte, dass Mohammed Mekka erobert hatte, rief er die Stämme der Hawazin zusammen, um gegen Mohammed zu kämpfen. Dabei weigerten sich allerdings zwei Stämme der Hawazin, die Kab und Kilab, an den Kämpfen teilzunehmen. Dagegen beteiligten sich die Stämme der "Banu Thaqif", "Banu Nasr" und die "Banu Djusham", die nicht zu Hawazin gehörten, an den Kämpfen. An dieser Stelle möchte ich der Geschichte einmal ein wenig vorrausgreifen. Malik ibn Auf, der Stammesführer der Hawazin, einer der bedeutensten arabischen Stammesführer der damaligen Zeit überhaupt, konvertierte nach der Schlacht von Hunain, nicht zuletzt aufgrund großzügiger Geschenke Moahammeds (hundert Kamele, sowie Rückgabe seines Vermögens und seiner Familie) zum Islam und wurde Moslem. Daraufhin wurde er den Taifiten (den Bewohnern der Stadt Taif) ein lästiger Feind, in dem er ihnen die Herden abschnitt, die außerhalb der Stadt weideten. (Quelle: Nöldeke S. 162 f). Was lernen wir daraus? Man sollte die Wirkung großzügiger Geschenke nicht unterschätzen. Und was lernen wir noch daraus? Misstraue deinen Führern, denn morgen könnten sie deine Feinde sein. :-) Unter den Banu Djusham, befand sich auch Duraid, ein älterer Mann, der Erfahrung in der Kriegsführung hatte. Die oberste Führung aber lag bei Malik ibn Auf. Nachdem sich Malik zum Zug gegen Mohammed entschlossen hatte, ließ er die Männer von ihren Frauen, Kindern und Herden begleiten. Dieser Tross sollte die Männer zu einem mutigen Kampf anspornen. Als Duraid aber das Brüllen der Kamele, das Geschrei der Esel, das Blöken der Schafe und das Gequängel der Kinder vernahm, ließ er Malik zu sich rufen. Darauf entwickelte sich folgendes Gespräch zwischen Duraid und Malik: Zitat:
Hierauf beschimpfte ihn
Duraid als einen dummen Schafhirten und wies ihn darauf hin, dass man
einen Flüchtenden nicht aufhalten kann. Sollte der Krieg zu
Ungunsten Maliks entschieden werden, so würde er nicht nur seine
Männer, sondern auch die Frauen, Kinder und Herden verlieren. Und
darum riet Duraid Malik, die Familien und Herden aus dem Kampf
herauszuhalten. Malik aber hielt Duraid für einen alten Mann und
war nicht bereit, sich seinen Vorstellungen unterzuordnen. Er konnte es
nicht ertragen, dass Duraid irgendetwas zu sagen oder zu entscheiden
haben sollte. Schließlich einigte man sich darauf, dass Malik die
Führung für diesen Feldzug erhielt
Als Mohammed hörte, dass die Hawazin einen Feldzug gegen die Moslems vorbereiteten, schickte er "Ibn abi Hadrid" zu den Hawazin. Dieser mischte sich unter sie und blieb so lange bei ihnen, bis er wußte, was sie vorhatten. Danach ging er zu Mohammed und berichtete ihm alles. Anschließend bat Mohammed "Safwan ibn Umayya", den Führer der "Banu Djumah", einer Untergruppe der Quraisch, ihm hundert Panzer und die entsprechenden Waffen zu leihen. Mohammed wollte ihm die Panzer und die Waffen nach dem Kampf zurückgeben. Safwan kam dieser Bitte nach. Dann machte sich Mohammed mit 12.000 Männern auf, um gegen die Hawazin zu kämpfen. Darunter waren jene 10.000 Männer, die Mekka eroberten und 2.000 Mekkaner. Schließlich näherte sich Mohammed dem Wadi von Hunain. Die Hawazin und ihre Verbündeten waren bereits vor Mohammed in das Wadi gekommen und hatten sich in den seitlichen Schluchten, in Biegungen und engen Stellen versteckt. Während des Abstiegs der Moslems in das Wadi11 fielen die Hawazin plötzlich wie ein Mann über die Moslems her und versetzten sie derart in Schrecken, dass sie Hals über Kopf flohen. Mohammed zog sich derweil zurück und rief seinen fliehenden Männern nach: Zitat:
11Wadi's sind oft sehr hohe und steil abfallende
Trockentäler, die nur nach stärkeren Regenfällen Wasser
führen. Wegen
des meist schlagartigen Wasseranstiegs ist es lebensgefährlich,
sich dort aufzuhalten.
Als die Muslime flohen, äußerten einige der Mekkaner, die mit Mohammed gekommen waren, offen ihre Feindschaft gegenüber dem Propheten. So rief Abu Sufyan, der Anführer der Quraisch: "Erst das Meer wird ihre Flucht beenden!" Mohammeds Rufe hatten also nicht viel bewirkt. Die Kamele fielen übereinander und die Moslems rannten davon. Nur einige Moslems blieben bei Mohammed. Als Abbas, der Sohn des Katis, ein kräftiger Mann mit einer gewaltigen Stimme, sah, wie die Moslems trotz Mohammeds Zuruf flohen, rief er mit lauter Stimme: "Ihr Helfer, ihr Gefährten der Akazie!12" Und schon legte jeder, der sein Pferd nicht zur Umkehr bewegen konnte, den Panzer ab, ergriff Schwert und Schild, sprang vom Pferd und kehrte zu Mohammed zurück. Schließlich hatten sich 100 von ihnen bei Mohammed versammelt. Nun ging der Kampf weiter und als der Rest der Flüchtenden zurückkehrte, fanden sie nur noch gefangene Hawazin vor, deren Hände auf den Rücken gefesselt waren. 12Ein Jahr zuvor, bei der Pilgerfahrt nach Mekka hatten ihm die medinensischen Helfer unter einer Akazie den Eid geschworen, bis zum Tod für Mohammed zu kämpfen. Als der Kampf zu Ende war sagte Mohammed: Zitat:
Dann wandte sich "Abu Qatada" ein Moslem, an Mohammed und erzählte
ihm,
dass er einen Feind getötet hatte, von dem er reichlich Beute
hätte
nehmen können. Doch dann lenkte die Schlacht ihn davon ab, dies zu
tun.
Inzwischen nahm ein anderer Moslem die Beute an sich. Deshalb stimmte
Mohammed "Abu Bakr", seinem engsten Vertrauten, zu, daß die
Beute
wieder an "Abu Qatada" zurückgegeben werden müsse. Dieser
nahm die Beute an sich und kaufte sich für den Erlös einen
kleinen
Palmengarten. Dies war sein erster Besitz. Offensichtlich trugen einige
Krieger ihr ganzes Vermögen oder einen Großteil davon bei
sich. Somit
konnte ein Feldzug die Krieger sehr vermögend machen. So war es
für
Mohammed nicht schwer, die Männer für den Krieg zu motivieren.
Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten 630 - Der Feldzug nach Taif Top Nach der Schlacht bei Hunain,
flüchteten die Taqif, die an der Seite der Hawazin gekämpft
hatten, in
ihre Heimatstadt Taif. Taif liegt etwa 70 km südöstlich von
Mekka. Die
Taqif verschlossen die Tore und bereiteten sich auf die Verteidigung
vor. Mohammed zog mit seinen Truppen nach Taif und lagerte in der
Nähe
der Stadt. Dabei wurden einige seiner Gefährten durch Pfeile
getötet,
weil sie zu nahe an der Stadtmauer lagerten. Trotz aller Versuche
gelang es den Moslems nicht, die Stadtmauer zu überwinden. Nachdem
einige Moslems durch Pfeile getötet wurden, ließ Mohammed
das Lager an
eine Stelle verlegen, an der heute die Mosche von Taif steht.
Beim Versuch der Eroberung von Taif setzte Mohammed erstmals Sturmböcke13 ein. Eines Tages entschlossen sich die Mohammedaner zur Sturm auf die Mauer, um sie zu durchbrechen. Sie verbargen sich unter einem Testudo14 und rückten mit einem Sturmbock an die Mauer heran. Die Taqif aber warfen glühende Eisenstücke von der Mauer herab, so daß die Moslems die Testudos verließen und flüchteten. Dabei beschossen die Taqif die Moslems mit Pfeilen und töteten einige von ihnen. Deshalb befahl Mohammed, die Rebstöcke der Taquif, die außerhalb der Stadtmauer waren, abzuschlagen. 13Sturmböcke werden zum Aufbrechen von Stadtmauern oder -toren verwendet. Ursprünglich waren Rammböcke Holzbalken, die an einem Ende einen Metallkopf hatten. Sie wurden auf den Schultern von Kriegern getragen. Später wurden die Sturmböcke auf Rahmen oder auf Rollen montiert. 14Bei einer
Testudo-Formation hielten die
Soldaten der ersten Reihe ihre Schilde nach vorne. Die folgenden Reihen
hielten ihre Schilde hoch über ihre Köpfe, so dass sie die
Vorangehenden mit bedeckten und sich überlappten. Inwieweit Seiten
und
Rückseite abgedeckt wurden ist umstritten. Wahrscheinlich war
durch die
Testudo auf jeden Fall eine Deckung nach vorn, nach links und vor allem
nach oben gegeben, so dass sich die Formation auch unter starkem
Beschuss vorwärtsbewegen konnte. Der Name Testudo ist die
lateinische
Bezeichnung für die Schildkröte. Man spricht deshalb beim
Testudo auch
von der Schildkrötenformation.
Nach zwanzig Tagen der Belagerung, mußte Mohammed einsehen, dass er Taif nicht erobern konnte und so entschloß er sich zum Rückzug. Beim Feldzug nach Taif starben zwölf Gefährten Mohammeds. Etwa ein Jahr später konvertierten die Bewohner von Taif dann unter dem äußeren Druck doch zum Islam. Alle Nachbarstämme der Thaqif hatten sich mittlerweile dem Islam angeschlossen. Darum befürchteten die Thaqif, sie könnten erneut Opfer eines moslemischen Überfalls werden und konvertierten, nicht aus Überzeugung, sondern aus der Angst vor erneuten Überfällen durch moslemische Truppen zum Islam. Dies kann man im Kapitel Die Thaqif konvertieren zum Islam nachlesen. Quellen: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten Die Belagerung von Taif 630 - Die Verteilung der Beute der Hawazin Top Nachdem Mohammed die Belagerung der Stadt Taif aufgeben hatte, zog er mit den Moslems und den gefangenen Hawazin, die er in der Schlacht bei Hunain gemacht hatte, nach Djirana. Dort suchten ihn die Abgesandten der Hawazin auf, um mit ihm zu verhandeln, denn Mohammed hielt 6.000 Frauen und Kinder der Hawazin, sowie unzählige Kamele, Schafe und Ziegen als Beute gefangen. Normalerweise wurden die gefangenen Frauen und Kinder als Sklaven verkauft und die Tiere unter den teilnehmenden Moslems und arabischen Helfern aufgeteilt. Ein Fünftel der Beute behielt Mohammed normalerweise für sich selbst. Da die Abgesandten der Hawazin bereits zum Islam übergetreten waren, gelang es ihnen Mohammed einige Zugeständnisse abzuringen. Schließlich fragte Mohammed sie: Zitat:
Als die Hawazin sagten, daß ihnen ihre Frauen und Kinder lieber
sind,
sagte Mohammed ihnen, daß er ihnen die Gefangenen, die ihm und
dem
Stamm der Abdalmutallib normalerweise zustehen würden,
zurückgeben
würde. Die Herden aber wollte er behalten. Bei den Führern
der arabischen Stämme wollte
er sich dafür einsetzen, dass sie die gefangenen Frauen und Kinder
ebenfalls an die Hawazin zurückgeben. Die Anführer der
arabischen
Beduinenstämme der Tamin, Fazara und der Sulaim aber lehnten es
ab, den
Hawazin die Gefangenen zurückzugeben. Die Stammesmitglieder der
Sulaim
aber stellten sich gegen ihren Stammesführer und erklärten
sich
bereit,
den Hawazin die Gefangenen zurückzugeben, worauf ihnen ihr
Stammesführer vorwarf, sie hätten ihn lächerlich gemacht.
Nun wandte sich Mohammed an die Tamin und Fazara und versprach ihnen, daß er ihnen aus der nächsten Beute, die er machen würde, für jeden Gefangenen 6 Kamele geben würde, wenn sie die Gefangenen an die Hawazin zurückgeben würde. Hieraus kann man erkennen, dass man durch den Verkauf von Gefangenen einiges verdienen konnte. Man kann aber auch erkennen, dass Mohammed den nächsten Feldzug eigentlich als selbstverständlich betrachtete. Dann erkundigte Mohammed sich nach Malik ibn Auf, dem Führer der Hawazin. Er erfuhr, dass er sich bei den Thaqif in der Stadt Taif aufhielt. Dann sagte Mohammed: Zitat:
Als Malik von diesem Angebot Mohammeds hörte, verließ er
eines nachts
heimlich Taif, damit die Thaqif nichts von dem Angebot Mohammeds
erfuhren, und ritt mit dem Kamel zu Mohammed. Er nahm den Islam an und
wurde Moslem. Mohammed hielt sein Versprechen. Auch die gefangenen
Frauen und Kinder der Hawazin kehrten zu ihren Familien zurück.
Nachdem Mohammed die Gefangenen an die Hawazin zurückgegeben hatte, ritt er fort. Aber seine Leute folgten ihm, denn sie erwarteten von ihm, dass er nun die Kamele, Ziegen und Schafe unter ihnen aufteilte. Mohammed aber hatte die Kamele, Ziegen und Schafe bereits unter den führenden Männern der Quraisch und einiger Beduinenstämme verteilt, um sie an sich zu binden. So schenkte er Abu Sufyan, dem Führer der Quraisch, dessen Sohn Muawiya, sowie Hakim ibn Hizam u.a. jeweils 100 Kamele, so dass seine medinensischen Helfer leer ausgingen. Nach dem Motto, jeder ist käuflich, erkaufte sich Mohammed die Gunst seiner einstigen Feinde, während die Männer, die den Sieg errangen, von ihm vertröstet wurden. Diese waren nämlich schmerzlich berührt, dass sie leer ausgingen und machten ihn den Vorwurf, dass er nur an seinen eigenen Stamm, die Quraisch, gedacht hatte. (Mohammed wurde im Stamm der Haschemiten, einem Unterstamm der Quraisch, geboren.) Sad ibn Ubada, der Führer des Stammes der Banu Khazradj (Banu Chasradsch) aus Medina kam zu ihm und sprach: Zitat:
Nachdem "Sad ibn Ubada" Mohammed mitteilte, daß er die gleiche
Meinung
wie sein Volk habe, bat Mohammed ihn, das Volk auf dem Pferch zu
versammeln. (Ein Pferch ist ein umzäuntes Weidestück, auf dem
normalerweise Tiere weiden.) Nachdem sich die Helfer auf dem Pferch
versammelt hatten, sprach Mohammed zu ihnen:
Zitat:
Hatte Mohammed inzwischen vergessen, dass die medinensischen Helfer
ihren Reichtum hauptsächlich durch Karawanenüberfälle
und Überfälle auf
jüdische, christliche und arabische Beduinenstämme erworben
hatte?
Hatte er, wenn er davon spricht, dass er die verfeindeten Stämme
versöhnte, vergessen, daß er drei jüdische Stämme
aus Medina vertrieben
hatte und sich an ihrem Besitz bereichert hatte? Dabei wurden in einem
Fall, nämlich beim jüdischen Stamm der Banu Quraiza, sogar
mehr als 500
jüdische Männer auf dem
Marktplatz von Medina enthauptet und ihre Frauen und Kinder als Sklaven
verkauft. Und nun versuchte Mohammed seine medinensischen Helfer mit
leeren
Händen nach Hause zu schicken, weil er die Beute, die er von den
Hawazin erworben hatte, nutzte, um seine eigene Macht weiter zu
festigen. Wie Ibn Ishaq schreibt, ist ihm dies auch gelungen, denn er
sprach weiter zu seinen medinensischen Helfern:
Zitat:
Da weinten die medinensischen Helfer, bis ihnen die Tränen
über die Bärte liefen. Und sie sprachen:
Zitat:
Dann ging Mohammed fort und die medinensischen Helfer zerstreuten sich.
Wahrscheinlich hofften sie bereits auf den nächsten Feldzug, denn
Mohammed hatte ihn ja bereits gegenüber den Stammesführern
der Tamin und Fazara angekündigt.
Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten 631 - Der 2. Feldzug gegen Byzanz Top 7 Monate nach dem Feldzug gegen die Stadt Taif, befahl Mohammed, Vorbereitungen zum 2. Feldzug gegen Byzanz zu treffen. Bei seinen früheren Feldzügen hatte Mohammed immer nur Andeutungen vom Ziel seiner Feldzüge gemacht. Meist hatte er, wahrscheinlich aus taktischen Gründen, sogar ein anderes, als das wirkliche Ziel genannt. Diesmal aber nannte er das wirkliche Ziel, denn die zeitlichen Umstände waren schwierig (es war Sommer und sehr heiß), das Ziel war weit und die Zahl der Feinde groß. (Beim letzten Feldzug gegen Byzanz standen ihm 200.000 feindliche Krieger gegenüber.) Darum befahl er seinen moslemischen Kriegern sich entsprechend zu rüsten und erklärte ihnen, daß er gegen die christlichen Byzantiner kämpfen wolle. Byzanz, heute Istanbul, war die östliche Region des Christentums, die Hochburg der orthodoxen katholischen Kirche. Mohammed sammelte seine Gefährten und zusammen mit befreundeten Nomadenstämmen konnte er eine Truppe von ca. 30.000 Mann aufstellen, die Richtung Tabuk zog, welches etwa 600 km nördlich von Medina liegt. Nie zuvor war eine derart große muslimische Armee marschiert. Während der Vorbereitungen traf Mohammed eines Tages "Djadd ibn Qais", der keine Anstrengungen unternahm, sich auf den Feldzug vorzubereiten, ob er denn nicht gegen die Bleichhäutigen kämpfen wolle. Hierauf antwortete Djadd ihm: Zitat:
Darauf erlaubte Mohammed ihm, in Medina zu bleiben. Der
obige Satz, den
Djadd an Mohammed richtete, sagt auch einiges über das Verhalten
der moslemischen Krieger gegenüber den Frauen der
überfallenen Stämme aus. Die Frauen haben bestimmt nicht
freiwillig mit den moslemischen Kriegern geschlafen, sondern es ist
davon auszugehen, daß es zu massenhaften Vergewaltigungen kam.
Gleichzeitig offenbarte Mohammed in verschiedenen Koranversen, dass derjenige, der nicht am Heiligen Krieg teilnimmt, mit der Hölle bestraft wird: Zitat:
Den Gläubigen, die nicht am
Heiligen Krieg teilnehmen, wird
außerdem mitgeteilt, dass Allah sie, entweder durch eigene Hand
oder durch die Hand der Moslems, strafen wird.
Zitat:
Dieser Rachegedanke erscheint
mir typisch für die moslemische Religion, die immer wieder Strafen
und Vergeltung androht, für denjenigen, der nicht seinen
Forderungen nachkommt.
Einige Moslems wollten nicht in den Krieg, weil die Hitze des Sommers ihnen sehr zu schaffen machte. Außerdem waren die Früchte reif und die Männer wollten lieber im Schatten bei ihren Früchten bleiben, als sich der unerträglichen Hitze der Wüste aussetzen. Aber auch hier hatte Allah als Strafe wieder die Hölle parat: Zitat:
Wie schon anässlich der Schlacht bei Badr wurden die Moslems
aufgefordert, keine Rücksucht auf Verwandtschaftsbande zu nehmen.
Zitat:
Mohammed traf weiter seine
Vorbereitungen zum Feldzug und befahl den
Moslems, sich eifrig zu rüsten. Die Reichen trieb er an, Geld und
Reittiere für den heiligen Krieg zu spenden. Sie sicherten sich
somit ihren Lohn im Jenseits. Dann zog Mohammed mit seinen
Gefährten in den Krieg. "Der Zug kam bis nach Tabuk, nicht
weit vom nordöstlichen Ende des Roten Meeres. Mohammed
begnügte sich hier, die Unterwerfung der benachbarten
grösstenteils christlichen Ansiedler entgegenzunehmen. Er hielt es
nicht für geraten, noch weiter gegen die byzantinischen
Streitkräfte vorzudringen." (Nöldeke, Seite
168)
Als Mohammed in Tabuk ankam, kam ihm der Statthalter von Aila, "Yuhanna ibn Ruba", entgegen, schloß mit ihm Frieden und bewilligte ihm die Kopfsteuer. Die Kopfsteuer hatten die unterworfenen Christen und Juden zu entrichten, die sich nicht zum Islam bekannten. Auch die Bewohner von Djarba und Adhruh fanden sich ein und entrichteten ihre Abgaben (Kopfsteuer). Ein weiterer christlicher Fürst wurde bei der nächtlichen Jagd überfallen und sein Bruder getötet. Auch er bewilligte Mohammed die Kopfsteuer und wurde darauf als "Schutzbefohlener" bestätigt. Die Abgabe eines Schutzgeldes der Christen und Juden, kommt quasi einer Schutzgelderpressung gleich. Sie dient im wesentlichen der Bereicherung der Moslems und sie diente als Druckmittel für die Christen, denen man auch sonst weniger Rechte zugestand, zum Islam zu konvertieren. Es ist davon auszugehen, dass die christlichen Stämme nicht freiwillig der islamischen Gemeinschaft beitraten, sondern vor der militärischen Übermacht Mohammeds kapitulierten. Leider geht aus der Prophetenbiographie Ibn Ishaq's nicht hervor, wie sich das byzantinische Heer verhielt. Ibn Ishaq beschreibt aber den Vertrag, den "Yuhanna ibn Ruba", der Statthalter von Aila, mit Mohammed abschloß: Zitat:
Mohammed
blieb etwa 10 Tage in Tabuk und kehrte dann nach Medina
zurück.
Die Thaqif konvertieren zum Islam Top Unmittelbar nach der Schlacht von Hunain im Jahre 630 hatten die Mohammedaner versucht, die Stadt Taif, deren Bewohner, die Thaqif, auf Seiten der Quraischiten (Mekkaner) gegen Mohammed gekämpft hatten, zu besiegen. Aber die Thaqif verschlossen die Stadttore und wehrten sich tapfer, so daß es Mohammed nicht gelang, die Stadt Taif einzunehmen. Bereits unmittelbar nach der Schlacht um Taif, war "Urwa ibn Masud" Mohammed gefolgt und holte ihn noch vor Medina ein. Er nahm den Islam an und bat Mohammed, er möge ihn als Moslem nach Taif zurückkehren lassen, um sein Volk vom Islam zu überzeugen. Aber Mohammed, der die stolze und ablehnende Haltung der Thaqif gegenüber dem Islam kannte, warnte ihn, dass sein Volk ihn töten würde. "Urwa ibn Masud" aber antwortete Mohammed, dass er seinem Volk lieber sei, als ihre Erstgeborenen. "Urwa ibn Masud" war bei seinen Stammesgenossen, den Thaqif tatsächlich sehr beliebt, aber die Thaqif hingen sehr an der (heidnischen) Religion ihrer Väter und verabscheuten den Islam. Als "Urwa ibn Masud" wieder in Taif eintraf, bat er die Thaqif den Islam anzunehmen. Er hoffte, seine Stammesgenossen würde ihm wegen seines Ansehens nicht widersprechen. Nachdem er dies aber getan hatte und erklärt hatte, daß er selber dem Islam beigetreten sei, schossen sie von allen Seiten mit Pfeilen auf ihn, als er sich ihnen von einem Zimmer aus zeigte. Einer der Pfeile traf ihn tödlich. Nach dem Tod Urwa's vergingen zunächst einige Monate, bevor die Thaqif sich berieten. Sie hatten nämlich bemerkt, dass alle sie umgebenden Stämme inzwischen dem Islam beigetreten waren. Leider schreibt Ibn Ishaq nicht, warum sich die benachbarten Stämme inzwischen zum Islam bekannten. Hatte Mohammed auch gegen sie Krieg geführt? Oder hatten sie sich aus Angst, Mohammed könnte ebenfalls gegen sie Krieg führen, zum Islam bekannt? Die Wahrscheinlichkeit, dass sie den moslemischen Glauben aus Überzeugung angenommen hatten, halte ich eher für gering, da die Beduinenstämme normalerweise sehr mit der Religion ihrer Väter verbunden waren. Deshalb bschlossen die Thaqif einen Mann zu Mohammed zu schicken. Sie sprachen Abdyalil, einen Altersgenossen Urwa's an, und fragten ihn, ob er diese Aufgabe übernehmen würde. Er aber lehnte ab, denn er fürchtete, dass man ihn nach der Rückkehr von Mohammed ebenfalls töten könnte. Deshalb entschloß man sich, ihn von fünf Männern begleiten zu lassen. Im September 631 kam Mohammed von seinem 2. Feldzug gegen Byzanz nach Medina zurück. Im gleichen Monat traf die Gesandtschaft des Stammes der Thaqif aus der Stadt Taif bei ihm ein. Schließlich verhandelten sie mit Mohammed und verlangten eine Urkunde, in der ihr Stamm, ihr Land und ihr Besitz gesichert wurde, falls sie sich zum Islam bekannten. Hätten sie diesem Vertag nicht zugestimmt, so hätten sie sicherlich jederzeit damit rechnen müssen, erneut einem Angriff Mohammed's oder anderer moslemischer Stämme ausgesetzt zu sein. Eine der Bitten die die Thaqif hatten war, daß man die Statue der Göttin Lat, eine altarabische Göttin, die mit der Sonne in Verbindung gebracht wurde, noch drei Jahre unzerstört zu lassen. Die Göttinen Lat, Uzza und Manat waren die drei wichtigsten weiblichen Gottheiten der Quraisch und galten als Töchter des Gottes Allah. Bei den Thaqif wurde die Göttin Lat durch einen weißen Stein symbolisiert. Mohammed aber wies diese Bitte ab. Er besaß also nicht einmal die Großzügigkeit, ihnen diesen Wunsch zu gewähren und verweigerte ihnen auch den Wunsch, die Göttin Lat wenigstens zwei Jahre oder gar ein Jahr lang zu verschonen. Die Gesandten fürchteten um ihr Leben, sowie um das Leben ihrer Frauen und Kinder, falls man die Göttin Lat zerstörte. Deshalb wollten sie erreichen, daß ihre Stammesgenossen Zeit hatten, sich langsam an den Islam zu gewöhnen. Mohammed gestand ihnen aber lediglich zu, seine Vertrauten Abu Sufyan und Mughira ibn Shuba, dem späteren Statthalter von Irak, mit ihnen zu schicken, damit sie die Statue, die sie Moslems als Götzenbild betrachteten, zerstörten. Weiterhin baten die Thaqif Mohammed, er möge sie von der Pflicht zum Gebet befreien und nicht von ihnen verlangen, die übrigen Götzenbilder mit ihren eigenen Händen zu verstören. Die letzte Bitte gewährte ihnen Mohammed, über das Gebet aber sprach er: Zitat:
Hierauf
antworteten sie:
Zitat:
Diese
Aussage sagt eigentlich alles darüber, wie die Thaqif zum Islam
standen. Im Grunde genommen zeigt die Haltung Mohammed's, der nicht
einmal so viel Toleranz besaß, den Thaqif, wie allen übrigen
arabischen, jüdischen und christlichen Stämmen, ihren Glauben
zu
lassen, dass er keine zweite Religion neben dem Islam akzeptierte.
Auf dem Rückweg nach Taif wurden die Gesandten der Thaqif von Aba Sufyan und Mughira ibn Shuba begleitet, die die Götzenbilder der Thaqif zerstören sollten. Als sie in die Näher der Stadt Taif kamen, wollte Mughira Abu Sufyan vorausgehen lassen. Offensichtlich fürchtete er sich vor der wütenden Reaktion der Stammesgenossen der Thaqif, falls man ihnen ihre Götterstatuen zerstörte. Abu Sufyan lehnte dieses Ansinnen Mughira's aber ab und sprach: "Geh' du zu deinem Volk.", denn "Mughira ibn Shuba" stammte selber aus Taif und hatte seine Heimatstadt wegen eines Raubüberfalls verlassen müssen. Abu Sufyan selbst begab sich auf sein Landgut in Dhu I-Hadim. So begab sich Mughira ibn Shuba, der von seiner Sippe, die Banu Muattib begleitet wurde, in die Stadt und zerstörte mit einer Spitzhacke die Statue der Göttin Lat. Dabei stellte sich seine Sippe schützend vor ihn, da sie befürchteten "Mughira ibn Shuba" könne genau so wie "Urwa ibn Masud" getötet werden. Die Frauen der Thaqif aber weinten um ihre Göttin und klagten: Zitat:
Irgendwie
erinnert mich dieser Vorfall, an einen Vorfall der viele
Jahrhunderte später im Jahre 2001 in Afghanisten geschah, als die
radikal-islamischen Taliban die beiden 53 und 36 Meter hohen
Buddhastatuen in Bamiyan zerstörten. Der
Botschafter der radikal-islamischen Regierungspartei Taliban in
Pakistan, Abdul Salam Saeef, schloss einen Kompromiss im Streit um die
Buddha-Zerstörungen aus. Saeef betonte, seine Regierung sei
entschlossen, alle Buddha-Statuen in ihrem Herrschaftsgebiet zu
vernichten. Ihr Anführer, Mullah Mohammad Omar, bezeichnete Buddha
als Götzen. Im Rundfunk sagte er, die moslemischen Afghanen
sollten stolz auf die Zerstörung sein und sich nicht dem Druck der
Ungläubigen beugen. "Wir werden alle Statuen zerstören, auch
die Buddhas, und keine anderen Vorschläge in Betracht ziehen",
sagte Saeef der Nachrichtenagentur AIP zufolge. (Quelle: Taliban
zerstören Buddha-Statuen)
Quelle: Ibn Ishaq - Das Leben des Propheten |