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Texte von und über Magdi Allam    

Sehr geehrter Herr Chefredakteur,

Magdi Allamwas ich Ihnen nun berichte, betrifft eine persönliche Entscheidung für meinen Glauben und mein Leben, die in keiner Hinsicht den Sprecher berühren soll, bei dem es mir eine Ehre ist, seit 2003 die Position des stellvertretenden Chefredakteurs innezuhaben. Ich schreibe Ihnen über ein Ereignis, dessen Protagonist (Hauptperson) ich als privater Bürger bin. Gestern Abend bin ich zum christlichen katholischen Glauben übergetreten und habe meinen bisherigen islamischen Glauben abgelegt. So hat, Gott sei Dank, eine lange Zeit des Bedenkens zu einem guten Ende geführt, eine Zeit, die ich mit Freude und Leiden erlebt habe, zwischen intimer und tiefer Reflektion und bewusster und deutlicher Äußerung. Besonders dankbar bin ich (dem deutschen) Papst Benedikt XVI., der mir die Sakramente erteilt hat, um Christ zu werden, Taufe, Firmung und Eucharistie, im Petersdom während der Ostermesse. Ich habe den schlichtesten und vielsagendsten Namen angenommen, den ein Christ haben kann: Cristiano.

Seit gestern heiße ich also „Magdi Cristiano Allam“. Für mich ist es der schönste Tag meines Lebens. Das Geschenk des Glaubens anzunehmen aus der Hand des Heiligen Vaters, im Gedanken an die Auferstehung Christi, ist für einen Gläubigen ein unvergleichliches und kaum einzuschätzendes Privileg. In den nunmehr fast 56 Jahren meines bescheidenen Lebens ist es ein historisches Ereignis, außergewöhnlich und unvergesslich, eine radikale und entschiedene Abkehr von der Vergangenheit. Das Wunder der Auferstehung Christi hat sich in meiner Seele widergespiegelt. Es hat sie befreit von dem Dunkel einer Predigt des Hasses und der Intoleranz gegenüber dem „Anderen", die unkritisch jenen „Feind“ verurteilt. Das Wunder der Auferstehung hat mich zur Liebe und dem Respekt gegenüber dem „Nächsten“ geführt, der immer auch „Person“ ist. So hat sich mein Geist befreit vom Dunkel einer Ideologie, die Lüge und Heuchelei legitimiert, den gewaltsamen Tod, der zu Mord und Selbstmord verführt, die blinde Unterwerfung und die Tyrannei, und ich konnte der authentischen Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit beitreten. An meinem ersten Ostern als Christ habe ich nicht nur Jesus Christus entdeckt, ich habe zum ersten Mal den wahren und einzigen Gott entdeckt, den Gott des Glaubens und der Vernunft.

Seit fünf Jahren Personenschutz

Meine Konversion zum Katholizismus ist die Landung nach einer schrittweisen und profunden Meditation, der ich mich nicht entziehen konnte angesichts der Tatsache, dass ich seit fünf Jahren ein abgeschottetes Leben führe. Ich lebe mit ständiger Überwachung in meinem Haus und einer Eskorte von Carabinieri, die mich begleitet, sobald ich die Haustür verlasse. Grund sind die Drohungen und Todesurteile, die Extremisten und islamistische Terroristen in Italien und aus dem Ausland über mich verhängt haben. Ich musste mich mit jenen befassen, die öffentlich Fatwas (islamische Rechtsgutachten) gegen mich ausgesprochen haben, mit einer juristischen Rechtsprechung des Islam, die mich denunzierte, mich, der ich Moslem war, als „Feind des Islam“ bezeichnete, als „Heuchler, weil er ein koptischer Christ ist, der vorgibt, ein Moslem zu sein, um den Islam zu beschädigen“. Auf solche Art wurden meine Todesurteile legitimiert. Ich habe mich gefragt, wie es möglich sein kann, dass jemand, der sich wie ich überzeugt und unermüdlich für einen „moderaten Islam“ eingesetzt hat, der es dafür auf sich nahm, sich persönlich der Denunzierung auszusetzen, dass jemand wie ich dafür zum Tode verurteilt werden kann im Namen des Islam und auf der Basis eine Legitimation durch den Koran. Ich musste zur Kenntnis nehmen, dass, jenseits des Umstandes, dass weltweit Extremisten und islamische Terroristen Oberhand gewinnen, die Wurzel des Übels in einem Islam verwurzelt ist, der physisch zerstörerisch und historisch konfliktbeladen ist.

Gleichzeitig hat mich das Schicksal auf Menschen treffen lassen, praktizierende Katholiken, die, mit der Kraft ihres Bekenntnisses und ihrer Freundschaft, mir mehr und mehr Bezugspunkt einer sicheren Wahrheit und zuverlässiger Werte wurden. ... Ohne Zweifel die wichtigste Begegnung für meine Entscheidung war das Treffen mit Papst Benedikt XVI., den ich schon als Moslem bewundert und verteidigt habe für sein Geschick, ein unauflösbares Band zwischen Glauben und Vernunft zu knüpfen als Fundament einer authentischen Religion der menschlichen Gesellschaft. Und dem ich als Christ folge, um mich für die Mission zu inspirieren, die Gott mir auferlegt hat

Entscheidung und Drohungen

Sehr geehrter Herr Chefredakteur, Sie haben mich gefragt, ob ich nicht um mein Leben fürchte in dem Bewusstsein, dass der Übertritt zum christlichen Glauben mir mit Sicherheit eine erneute, wahrscheinlich noch heftigere Todesdrohung wegen des Abfalls vom Glauben einbringen wird. Sie haben absolut recht. Ich weiß, gegen was ich antrete, aber ich erwarte mein Schicksal erhobenen Hauptes, mit geradem Rücken und mit der inneren Zuversicht dessen, der die Sicherheit des eigenen Glaubens hat. Dessen bin ich mir einmal mehr sicher nach der historischen und couragierten Geste des Papstes, der seit dem ersten Moment, als er von meinem Wunsch hörte, sofort einwilligte, mir persönlich die Sakramente des Glaubens zu spenden. Seine Heiligkeit hat einer Kirche ein explizites und revolutionäres Zeichen gesetzt, die dem Übertritt von Muslimen bisher noch zu zögerlich gegenübersteht, die sich der Missionierung in Ländern mit muslimischer Mehrheit enthält und über die Realität von Konvertiten in christlichen Ländern schweigt. Aus Angst. Aus Angst, die Konvertiten nicht schützen zu können vor den Todesurteilen und der Angst vor Repressionen gegenüber den christlichen Bewohnern muslimischer Länder. Und nun also die Aussage von Papst Benedikt XVI. heute, der sagt, wer die Angst besiegen wollte, dürfe nicht die geringste Furcht haben, die Wahrheit von Jesus auch gegenüber Muslimen zu bekräftigen.

Schluss mit der Gewalt

Wenn es nach mir geht, ist es Zeit, der Willkür und der Gewalt der Muslime ein Ende zu setzen, die die Freiheit des Glaubens nicht respektieren. In Italien leben Tausende Menschen, die vom Islam zum Christentum übergetreten sind, in Frieden. Aber es gibt auch Tausende, die ihre neuen, christlichen Glauben verheimlichen müssen aus Angst, von islamischen Extremisten getötet zu werden, die sich unter ihnen einnisten. Von solchen „Fällen“ handelte mein erster Artikel für den „Corriere della Sera“ am 3. September 2003. Die Überschrift lautete: „Die neuen Katakomben der islamischen Konvertiten.“ Es war eine Umfrage unter Neuchristen, die sich in Italien spirituell wie menschlich alleingelassen fühlten von staatlichen Institutionen, die ihnen keine Sicherheit boten, und der Kirche, die dazu schwieg. So erhoffe ich mir, dass das historische Zeichen des Papstes und mein Bekenntnis jetzt zu der Überzeugung führen, dass der Moment gekommen ist, aus dem Dunkel der Katakomben zu treten und öffentlich den Wunsch zu bekennen, vollständig man selbst zu sein. Wenn wir hier in Italien nicht in der Lage sind, hier, in der Wiege des Katholizismus, bei uns zu Hause, allen die volle Religionsfreiheit zu garantieren, wie werden wir je glaubwürdig sein, wenn wir die Verletzung eben jener Freiheit anderswo in der Welt anprangern? Ich bete zu Gott, dass dieses besondere Ostern all jenen Gläubigen Christen die Auferstehung des Geistes schenke, die bis heute durch die Angst unterdrückt sind.

Aus dem Italienischen von Uta Keseling

Quelle: Ich weiß, gegen was ich antrete



Der Westen ist ein schwacher Gegner     Top

Magdi Allam über den Krieg der Islamisten, den Relativismus und den Wert der Freiheit

Rom,  28. März 2008: Vergangene Woche war Magdi Allam, 55 Jahre alt, noch Muslim, seit der Osternacht vom vergangenen Samstag ist er Christ: Papst Benedikt XVI. taufte den bekannten Islam-Kritiker im Petersdom auf den Namen „Cristiano“. Weil er sich mehrfach für Israel und einen moderaten Islam aussprach, gehören Morddrohungen und Polizeischutz seit fünf Jahren zu seinem Alltag. Zu diesem Interview kommt er mit drei verdunkelten Limousinen. Er sitzt in der mittleren - sie hat nicht nur verdunkelte Scheiben, sondern sogar Vorhänge vor den Fenstern.

Vor drei Jahren haben Sie ein Buch mit dem Titel „Die Angst besiegen.“ geschrieben. Sie selbst müssen damit rechnen, jederzeit angegriffen zu werden. Haben Sie nicht selbst manchmal Angst?

Magdi Allam: Nein, ich habe keine Angst. Keiner sollte Angst haben. Wir als Westen stehen mit den Islamisten in einem Kampf um unsere Kultur und unsere Freiheit. Wir können diesen Kampf nur gewinnen, wenn wir die Angst besiegen und uns wieder unserer selbst bewusst werden, das heißt: Wir müssen uns an unsere Werte und unseren Glauben erinnern. Darin unterstützen mich meine Leser und all die Menschen, die mir nach meiner Taufe SMS und E-Mails geschrieben haben und mich bestärken. Wenn es die Radikalen schaffen, uns starr vor Angst zu machen, dann haben wir verloren.

Sie stellen sich in die erste Reihe in diesem „Kampf“, dabei könnten Sie ein ruhiges Leben mit Ihrer Familie haben. Wollen Sie zum Märtyrer werden?

Allam: Ich habe mich dazu entschlossen, Dinge auszusprechen, die man nicht gerne hört: Der globalisierte islamische Terrorismus führt einen Krieg. Dieser hat einerseits zum Ziel, in den muslimischen Ländern die Macht zu übernehmen, andererseits, in den westlichen Ländern durch die Muslime vor Ort politische, wirtschaftliche und kulturelle Weichenstellungen zu beeinflussen. Das ist nicht sehr schwierig, denn der Westen ist ein schwacher Gegner. Er ist von einem ethischen und kulturellen Relativismus geprägt und ist verliebt in die politische Korrektheit, nach dem Motto: Nur nicht die anderen reizen, lieber alles zulassen.

Das klingt ganz nach dem „Kampf der Kulturen“. Glauben Sie nicht, dass es gleichzeitig einen moderaten „Euro-Islam“ gibt?

Allam: Ich bin nach 56 Jahren als Muslim zu dem Schluss gekommen, dass der Islam keine Religion ist, die mit allumfassenden und absoluten Werten in Einklang zu bringen ist. Trotzdem: Die Muslime sind deshalb noch nicht die automatischen Ergebnisse von Glaubensdogmen. Nein, ich glaube, dass viele Muslime eine gemäßigte Auslegung des Islam leben, und es ist unsere Pflicht, mit all jenen den Dialog zu pflegen und friedlich zusammenzuleben, die fundamentale und nicht verhandelbare Werte wie die Freiheit und Würde des Menschen anerkennen. Auch ich war gläubiger Muslim und wollte einen moderaten Glauben leben. Doch als ich schließlich bedroht wurde und Leibwächter bekam, da habe ich gemerkt: Die Religion des Lebens und der Liebe ist das Christentum. Es ist mein Recht, eine negative Einstellung gegenüber dem Islam zu haben. Das heißt nicht, dass ich für einen Religionskrieg bin oder gegen den Dialog.

Sie sind ein großer Verehrer des Papstes. Welche Idee hat Benedikt XVI. vom Dialog mit dem Islam?

Allam: Ich habe schon als Muslim diesen Papst geschätzt. Der Papst geht von der Vorbedingung aus, dass Glaube und Vernunft nicht zu trennen sind. Ich glaube, seine Vorstellung eines Dialogs beginnt genau hier: Bei allen Unterschieden im Glauben muss es Werte geben, die absolut und universal sind: den Schutz des Lebens, die Würde des Menschen, Gleichheit von Mann und Frau und an erster Stelle die Religionsfreiheit. Er meint: Ohne Einigkeit über diese Dinge kann es keinen funktionierenden Dialog geben. Es ist die Größe dieses Papstes, nicht nur Mann des Glaubens, sondern auch der Vernunft zu sein.

Ist die Kirche furchtlos, oder hat auch sie Angst?

Allam: Ja, die Kirche lässt leider häufig Konvertiten im Schatten stehen. Das ist doch absurd: Wenn ein Christ Muslim wird, würde keiner auf die Idee kommen, das zu beanstanden. Wenn ein Muslim sich bekehrt, ist das oft sein Todesurteil. Deshalb gibt es nach wie vor die Katakomben-Christen in Italien und in Europa, also Christen, die nur im Geheimen ihren Glauben leben können. Ich kenne Dutzende solche Menschen. Ich glaube, der Papst wollte mit meiner Taufe in dieser großen Messe der ganzen Kirche sagen: Habt keine Angst, ihr habt die Pflicht, Christus jenen Menschen zu bringen, die ihn aus freien Stücken begehren.

Eigentlich sind Sie als ehemaliger Muslim und jetziger Christ wie geschaffen für den interreligiösen Dialog. Würden Sie etwa auch eine Aufgabe innerhalb der Kirche annehmen?

Allam: Ich bin Schriftsteller, ich habe nicht die Absicht, etwas anderes zu machen. Vor allem will ich erreichen, dass wir als Westen wieder unsere Werte entdecken und schätzen. Denn wenn wir uns derer nicht bewusst sind, können wir auch nicht in den Dialog mit anderen treten.

Quelle: Der Westen ist ein schwacher Gegner



Die im Dunkeln glauben     Top

Von Magdi Allam, 28. März 2008

Zu Ostern wurde der Autor Magdi Allam vom Papst getauft. Schon 2003 schrieb er über konvertierte Muslime. Eine Geschichte von Verfolgung, Freiheit und Mut

Die Neuchristen des dritten Jahrtausends leben im Verborgenen, aus Angst. Sie sind sich bewusst, dass das Wort Apostasie, der Abfall vom Glauben, im Islam kein harmloses Substantiv ist. Es kann sich zum Todesurteil wandeln. Trotzdem gibt es Menschen, die sich entschieden haben, über ihren neuen Glauben zu sprechen.

Bruder Antuan, ein junger Türke, der viel mehr gewagt hat als nur den Übertritt zum Glauben an Jesus Christus. Schnell wurde er zum ersten katholischen Priester muslimischer Herkunft nicht nur Italiens, sondern auch der Türkei. Und es gibt Leute, die darauf hinweisen und Appelle lancieren. Das macht zum Beispiel Nura, eine maghrebinische Frau (Maghrebinien = Balkan?), die das Eingreifen der katholischen Kirche und der italienischen Regierung fordert, die freie Religionsausübung auch für die muslimischen Konvertiten zu sichern. Es gibt Menschen, die sich nicht verstecken, sondern ihre Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinschaft offen und in Frieden leben. So etwa Bekim und Flutura, ein albanisches Paar, das nur auf dem Papier muslimisch war.

Aus dieser Gruppe albanischer Einwanderer, insgesamt leben mehr als 100 000 in Italien, stammen die meisten muslimischen Konvertiten. Doch unter den Neuchristen sind auch Marokkaner, Tunesier, Algerier, Ägypter, Bosnier, Roma, Nigerianer und Somalier. Insgesamt sind es wohl einige Tausend. Neben jenen, die zum Katholizismus übergetreten sind, gibt es auch solche, die Zeugen Jehovas oder Protestanten wurden.

Bruder Antuan umarmt mich. Er trägt eine einfache braune Kutte. Ein akkurat rasiertes Bärtchen. Er schaut sanftmütig und nachdenklich drein. In seiner Heimat (Türkei) hat er Schikanen erlebt, in Italien verbale und physische Angriffe. Aber er weicht nicht zurück. Er ist zäh und überzeugt von seinem Leben als Mission: „Schon an der Universität habe ich meine Religion zur Diskussion gestellt. Ich stellte fest, dass mich die Dinge, die ich tat, spirituell nicht erfüllten, das Gebet, die Lektüre des Korans. Der Gott, den ich mir doch so nah bei mir wünschte, erschien im Islam nur mit sehr großer Distanz. Als Herrscher aller Dinge, aber nicht als Gott, der für uns da ist. Es war ein unerreichbarer Gott.“ Er betont den Ernst, mit dem er seiner inneren Krise begegnete: „Ich wollte den Koran auf Türkisch lesen.

Dann habe ich einige Widersprüche entdeckt, etwa, dass in einem Passus von der Liebe und den Almosen für die Armen die Rede war, in einem anderen dagegen vom Krieg gegen die Ungläubigen und von der Kriegsbeute. Es gelang mir nicht, diese Differenzen miteinander zu vereinbaren. Dann geschah etwas, das wie ein Wink des Schicksals wirkte. Zufällig betrat ich eines Tages eine katholische Kirche, im Süden der Türkei in Mersin. Ich hatte die Universität beendet. Die Kirche wird von einer Gemeinschaft von Kapuzinermönchen aus Parma unterhalten. Dort lernte ich den Bibliothekar kennen, Pater Raimondo Bardelli, ein alter Mann, der auf mich wirkte wie Simeon im Tempel, von dem im Evangelium die Rede ist. Er gab mir Bücher zu lesen. Danach beantwortete er mit liebevoller Geduld meine Fragen. Für meinen Glaubensübertritt war es wichtig zu sehen, wie sich in seiner Person Disponibilität (Kompetenz?), Geduld, Liebe und der Wunsch vereinigten, anderen vom Glauben in Christus zu erzählen.“

Am Ende stand die Wende und die Entscheidung für ein anderes Leben. „Ab einem bestimmten Punkt begann ich, die Messe zu besuchen. Anfangs kam ich aus Neugier. Die Messe wurde auf Türkisch abgehalten. Es war für mich ein entscheidender Punkt, dass ich die Worte der christlichen Messe begreifen konnte, während das islamische Gebet auf Arabisch vorgetragen wird, das ich nicht verstand. Der Islam ist eine Religion, die ich immer nur äußerlich praktiziert habe. Das ist einer der Gründe, weswegen ich in die Türkei zurückkehren möchte, sobald ich Priester geworden bin. Ich möchte die Messe auf  Türkisch feiern, auf  Türkisch beichten. Meine Erfahrung zeigt, dass es in der Türkei viele junge Menschen gibt, die auf der Suche nach der Wahrheit sind. Diese jungen Menschen, wenn sie einmal eine Kirche betreten und mit einem Geistlichen sprechen, sollten von jemandem empfangen werden, der mit ihrer Sprache und ihrer Kultur vertraut ist. So kann ihr spiritueller Weg weiterführen.“

Nura ist eine gebildete Frau, unternehmungslustig und kämpferisch. „In Italien gibt es viele zum Christentum konvertierte Muslime. Wir selbst wissen das. Aber wir erzählen es nicht weiter. Außer es handelt sich um ein intimes Verhältnis. Am einfachsten ist es für Frauen, die mit einem Italiener verheiratet sind. Wenn ein gemischt gläubiges Paar Kinder hat, die christliche Namen tragen, kann man dahinter leicht einen Glaubensübertritt vermuten. Es gibt Mütter, die formal gesehen Muslima sind, aber ihre Kinder taufen lassen, die Kommunion und die Firmung ihrer Kinder feiern! Aber in der Öffentlichkeit geben sie sich maximal als Atheisten aus. Das ist die beste Strategie, um durchzukommen.“

Nura würde sich gern von den Fesseln der Angst und der erzwungenen Heuchelei befreien. „Wir müssen die Katakomben öffnen! Ihr würdet sehen, wie viele daraus hervorkommen, wenn es auch für sie Glaubensfreiheit gäbe. Heutzutage besteht das Recht auf einen anderen Glauben nicht. Warum kann ein Christ, der Muslim wird, seinen Glauben problemlos praktizieren, sogar Werbung dafür machen, ohne das Geringste zu riskieren, während ein Muslim, der zum Christen wird, mit der Angst leben muss? Der Christ, der zum Muslim wird, ist stolz. Es ist so, wie wenn man einen guten Rückhalt spürt. Wir dagegen verstecken uns. Wir haben Angst. Ich habe jedes Mal wieder Angst, eine Kirche zu betreten. Ich suche mir eine, die weit weg von dem Viertel liegt, in dem ich wohne. Ich achte sehr darauf, dass mich niemand sieht. Aber ich verzichte nicht darauf, die Kirche zu besuchen. Ich bin sehr gläubig. Das erste Mal, als ich eine Messe besuchte, die auf Arabisch gehalten wurde, habe ich begonnen zu weinen.“

Nuras Anklage ist hart. „Die Kirche gibt uns nicht einen Winkel für uns selbst. Einen Winkel für die konvertierten Muslime. Die Kirche sollte die muslimischen Staaten auffordern, das Recht auf einen anderen Glauben anzuerkennen. So sind wir gezwungen, in einer Art Schizophrenie zu leben. Wenn ich in Schwierigkeiten gerate, bin ich gezwungen, meinen christlichen Glauben zu verleugnen. Wenn ich dazu stünde, könnte ich nie wieder in mein Heimatland zurückkehren. Auch wenn ich die italienische Staatsbürgerschaft angenommen habe, gelten in meinem Heimatland für mich die dortigen Gesetze.“ Nuras größter Vorwurf jedoch ist dieser: „Die Kirche tabuisiert uns. Sie haben Register, sie wissen genau, wie viele Abdullah und Khadija zu Pietro und Maria umgetauft wurden. Sie wissen es. Aber warum sagen sie es nicht? Es ist richtig, die Personen zu schützen. Aber sie könnten wenigstens einräumen, dass das Phänomen existiert, dass es sehr, sehr viele Menschen betrifft. Warum schweigen sie? Ich klage das Schweigen der Kirche an. Wir fühlen uns im Stich gelassen. Nach dem Glaubensübertritt haben wir niemanden mehr, der uns unterstützt. Wir fordern die Kirche von Italien auf: Beschützt uns! Verteidigt uns!“

Bekim ist Theaterregisseur. Flutura ist in Albanien eine bekannte Schauspielerin. „Unsere Generation ist ohne Glauben aufgewachsen, ohne Religion, ohne Gott. Wir wissen nicht, woran wir glauben sollen. Und wir wissen nicht, was wir zuerst waren, Christen oder Muslime. Darum haben wir Albaner heute das Privileg, wählen zu können. Seit wir nun in Italien leben, lernen wir den Katholizismus kennen. Die Katholiken unterstützen uns sehr. Vielleicht war es ihre Güte und ihre Fürsorge, derentwegen wir in die Kirche eingetreten sind.“

Das albanische Paar erklärt, warum ihnen die Entscheidung so leicht fiel: „In Wirklichkeit waren wir keine wahren Muslime. Deshalb fühlen wir uns heute auch nicht wie Konvertiten. Wir sehen es nicht so, dass wir dem Islam den Rücken gekehrt haben. Es ist vielmehr so, dass wir mit dem Katholizismus das erste Mal überhaupt unseren Glauben bekennen. Am kommenden Osterfest werden wir getauft. Unsere Tochter ist es bereits. Viele albanische Familien in Italien sind christlich geworden, sei es nun orthodox oder katholisch. Da gibt es keine Zweifel.“

Jenseits der realen Zahlen drängen sich einige Überlegungen auf. So bestätigt die Realität der Neuchristen einmal mehr das stereotype Bild der Muslime als monolithische Masse, undurchsichtig und unveränderlich. Hier sind der Vatikan und ganz Italien gefordert. Denn hier sind gläubige Christen, italienische Bürger, die in unserem Land um ihr Leben fürchten, weil sie vom Islam zum Christentum konvertiert sind. Das Urteil wegen Abfalls vom Glauben verfolgt sie. Bis heute haben sie überlebt, im Dunkel, wie flüchtige Schatten. Aber jetzt haben sie sich entschieden zu sprechen. Sie fordern ihr Recht, im Licht zu leben.

Aus dem Italienischen von Uta Keseling

Quelle: Die im Dunkeln glauben



Am Ende einer langen Suche    
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Von Martin Zöller - 25. März 2008

Der italienische Journalist Magdi Allam tritt für einen moderaten Islam ein. Seit fünf Jahren lebt er mit Leibwächtern. Nun hat er sich vom Papst taufen lassen. Er heißt jetzt Magdi Cristiano Allam.

Es ist kurz nach halb elf am Samstagabend, als ein schlanker Mann mit dunklem Teint und kurzen, schwarzen Haaren kurz davor ist, seinem Leben eine fundamentale Wende zu geben. Im schwarzen Anzug steht er links vor dem gewaltigen Hochaltar des Petersdoms, dessen Säulen sich hoch in die Luft winden. Zehn Schritte sind es die Stufen hinauf, bis vor den Papst, der gerade vor den Augen der Welt die Osternacht zelebriert und jetzt sieben Erwachsene tauft. Der Mann verneigt sich, und der Papst besprengt dessen Kopf mit Weihwasser. „Ego te baptizo in nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti“, sagt er, „ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Der Mann verneigt sich erneut und geht nach rechts weiter. Er ist jetzt kein Muslim mehr, sondern Christ. Bis eben hieß er noch Magdi Allam, nun, nach der Taufe, hat er einen weiteren Namen erhalten, den allerchristlichsten, „Cristiano“, Christian: Magdi Cristiano Allam. Jedes Jahr spendet der Papst in der Osternacht einigen wenigen Menschen die Taufe, meistens Erwachsenen, die sich nach langem Ringen und Suchen zur Annahme oder zum Übertritt des Christentums entschlossen haben. Doch Magdi Allam ist nicht ein einfacher Täufling wie die anderen fünf Frauen und der eine Mann, die nun nacheinander mit Wasser benetzt werden und dabei kurz in den Wohnzimmern der Welt zu sehen sind. Nein, bei Magdi Allam hören die Fotografen gar nicht mehr auf zu blitzen. Denn er ist nicht nur bis zu diesem Moment Muslim gewesen, sondern auch einer von Italiens schärfsten Islamkritikern.

zum Abend der Osternacht wusste niemand außerhalb des Vatikans von dem prominenten Täufling. Erst um kurz nach acht Uhr abends, als der Petersdom schon fast voll war, aber immer noch Pilger hineinströmten, ja, rannten, verschickte Padre Federico Lombardi, der Pressechef des Vatikans, eine Mitteilung. „Erklärung des Direktors des Vatikanischen Pressesaals“, stand da. „Unter den Täuflingen ist auch Magdi Allam, der bekannte Journalist ägyptischer Herkunft des Corriere della Sera.“ Einen Hinweis auf den muslimischen Glauben Allams gab es nicht, dafür die Feststellung: „Für die katholische Kirche hat jeder nach eingehender Selbsterforschung ... das Recht, die Taufe zu empfangen.“ Der Satz bedeutete präventive Diplomatie: Offenbar soll der Eindruck vermieden werden, der Papst wolle demonstrativ in der Osternacht einen Muslim taufen.

Und doch waren die anderen Täuflinge aus China, Kamerun, Italien und den USA nach ihrem Auftritt im Petersdom schon bald wieder vergessen, während die Taufe von Magdi Allam das diesjährige Osterthema von Zeitungen und Fernsehnachrichten war. Die Fotos von seiner Taufe, berichten die italienischen Zeitungen, seien schnell rund um die Welt gegangen. Sie sammelten stündlich neue Reaktionen aus aller Welt, vor allem aus der muslimischen, der alten Welt von Magdi Allam.

Magdi Allam wurde in Kairo geboren. Hier liegen auch die Wurzeln für seine jetzige Taufe. Allam ging schon zu katholischen Schwestern in den Kindergarten und in die Grundschule, dann in eine Schule von Salesianer-Mönchen. Anschließend beschloss er, nach Italien auszuwandern: „Ich muss gehen“, schrieb er später in einem seiner zahlreichen Bücher, „Ägypten ist ein großes Gefängnis, und ich suche die Freiheit.“

In Rom studierte er an der Sapienza-Universität Soziologie und begann für die Zeitungen „Il Manifesto“ und „La Repubblica“ zu schreiben. Er beschäftigt sich vor allem mit dem Nahen Osten, aber auch der Kultur des Westens. Im Jahr 2003 holt ihn die liberalkonservative Mailänder Zeitung „Corriere della Sera“ als stellvertretenden Chefredakteur. Und am 3. September 2003 erscheint dort sein erster Artikel, „Die neuen Katakomben der Konvertiten“, eine Reportage über die Ängste von Muslimen, die zum Christentum übertreten. Zu seiner eigenen Taufe fehlen an diesem Tag noch viereinhalb Jahre.

Doch auch wenn er nun, nach der Konversion, mit noch mehr Angst leben muss, die Leibwächter hat er damals schon, wie er in einem offenen Brief schreibt, den seine Zeitung am Ostersonntag veröffentlichte. Immer herausfordernder hatte Magdi Allam vor der Entscheidung des italienischen Innenministeriums, ihm Personenschutz zu geben, Kritik geäußert: am Lärm der Islamisten ebenso wie am Schweigen der gemäßigten Muslime. Magdi Allam lag häufig quer, ob er den Irak-Krieg rechtfertigte, sich gegen die Palästinenser stellte oder die vermeintliche Blindheit der italienischen Gesellschaft kritisierte: „Ich liebe Italien. Aber lieben es auch die Italiener?“, lautet der Titel eines seiner Bücher. Sie sind Zeugnisse seiner Zerrissenheit zwischen islamischer Herkunft und Nähe zum Christentum.

Magdi Allam machte es Freunden und Feinden leicht: Wann immer er Moschee-Neubauten kritisierte oder vor einer Unterwanderung der islamischen Gemeinden durch Extremisten warnte, waren die Reaktionen schon vorher ausgemacht: Neue Morddrohungen von den einen, Zustimmung von zahlreichen zweifelhaften Parteien rechts der Mitte, die in ihm einen Muslim erkannten, von dem sie bisher nur geträumt hatten: islamkritisch und assimiliert (integriert). Sein Taufpate ist Forza-Italia-Mann (der Partei Silvio Berlusconis) und in der Kirche engagiert. Auch hier fand Magdi Allam laut italienischen Medienberichten Unterstützung und Freundschaft, sowohl im Generalvikar von Rom, Camillo Ruini, als auch von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone.

„Der Getaufte ... ist mit dem unauslöschlichen Siegel Christi bezeichnet“, heißt es im Katechismus der katholischen Kirche, Magdi Cristiano Allam ist damit unumkehrbar Christ geworden. Doch wie auch schon vor dieser Osternacht weiß man in Italien auch nun schon wieder nicht, wie man Allam einzuordnen hat. Während sich auf seiner Internetseite magdiallam.it unzählige Gratulanten zu Wort melden, suchen andere italienische Muslime nach einer Erklärung: Der Sprecher des italienischen Islam-Verbands UCOII, Izzedin El Zir, kommentierte in der Sonntagsausgabe der Mailänder Tageszeitung „Il Giornale“ die Taufe mit den Worten, Allam sei „frei, seine persönliche Entscheidung zu treffen“.

Auf kritische Äußerungen Allams über den Islam-Verband angesprochen, entgegnete der Verbandsvertreter, man akzeptiere „die Kritik, nicht die Lügen“. Über den Papst sagt er nichts. Doch auch in arabischen Medien wurde inzwischen von der Taufe Allams Notiz genommen und dabei vor allem Papst Benedikt XVI. angegriffen. Die palästinensische Zeitung „Al-Quds al-Arabi“ schrieb auf ihrer Titelseite: „Der Papst provoziert, weil er einen Muslim tauft, der bekannt für seine Kritik am Islam und für seine Nähe zu Israel ist.“

Benedikt XVI. ist noch am Ostersonntag mit dem Hubschrauber in seine Sommerresidenz Castel Gandolfo geflogen, er bleibt die Osterwoche dort. Hier weilte er auch nach seiner umstrittenen Regensburger Rede. Wiederholen sich die Proteste von damals nun wegen der Taufe eines Mannes, der nun auch Cristiano heißt?

Magdi Allam ist am Ostermontag nicht zu erreichen, auch auf E-Mails antwortet er nicht. Vielleicht ist ihm der Trubel um seine Person zu groß, vielleicht macht er so wie viele Italiener jedes Jahr an Ostermontag einen Ausflug.

Seine eigene Zeitung veröffentlicht immerhin ein Telefoninterview mit ihm auf der Internetseite des „Corriere della Sera“. Er bedankt sich. „Ich habe Hunderte SMS bekommen“, ruft er ins Telefon. Wie denn jetzt der Dialog zwischen Christentum und Islam weitergehen solle, wird Allam gefragt. „Mit aller Offenheit“, sagt er. Magdi Cristiano Allam kennt beide Seiten, er war ein Leben lang auf der Suche.

Quelle: Am Ende einer langen Suche



Papst-Rede fordert islamische Reformer heraus     Top

Von Boris Kalnoky 18. September 2006

Moderate Geistliche wollen den Koran in seinem historischen Kontext verstanden wissen und ihn an die Moderne anpassen.

Am 15. September veröffentlichte die italienische Zeitung Corriere della Sera einen Leitartikel von Magdi Allam, Muslim und einer der angesehensten Kommentatoren des Landes. Er stellte fest, dass die Muslime sich zu einer Front gegen den Papst zusammengeschlossen hätten und damit bewiesen, dass die Wurzel des Übels eine „blinde Ideologie des Hasses unter Muslimen“ sei, eine Ideologie, die „den Glauben verletzt und den Geist verdunkelt. Wie kommt es, dass Muslime, besonders die sogenannten Gemäßigten unter ihnen, sich nie mit ähnlichem Eifer gegen die wahren Verächter des Islam erheben, die islamischen Terroristen (...)?“

Allam nannte es eine „tragische Realität“, dass es extremen Strömungen des Islam im öffentlichen Diskurs gelungen sei, einen Konsens zu verfestigen in den Köpfen der Mehrheit der Muslime, „deren Gedanken verdunkelt sind durch anti-amerikanische, antiwestliche“ Haltungen und die Ablehnung „des Existenzrechtes Israels.“ Das Problem jedoch, so schrieb er, sei gänzlich das interne Problem „eines Islam, der von Extremisten verwandelt wird von einem Glauben an Gott in eine Ideologie, die eine totalitäre und theokratische Macht all jenen aufzwingen will, die nicht so sind, wie sie.“ Es mache ihm Angst, zu sehen, wie selbst gemäßigte Muslime sich diesem „Heiligen Krieg“ (gegen den Westen) anschließen, „dessen hauptsächliche Opfer sie selbst sein werden.“

Tatsächlich sind Millionen Muslime während des Karikaturenstreits gegen ein paar Zeichner zu Felde gezogen, während es eine vergleichbare weltweite Explosion muslimischen Zornes gegen Osama Bin Laden als Schänder des Islam nicht gegeben hat. Es ist auch klar, dass ein extremeres Verständnis des Islam seit Jahren stetig an Zulauf gewinnt. Die Schlussfolgerung, die friedliche Mehrheit der Muslime schaufele sich mit ihrer schwächlichen Gegenwehr dem Islam als Religion des Friedens das eigene Grab, ist also nicht von der Hand zu weisen.

Anders als die Zeichner der Karikaturen suchte Benedikt XVI. nicht die Provokation, sondern eine inhaltliche Debatte zum Thema Islam und Gewalt. Die meisten Reaktionen aus der muslimischen Welt sind nicht auf das Angebot eingegangen, dennoch scheinen manche muslimische Theologen nun zu erkennen, dass man inhaltlich auf den Gewaltvorwurf antworten müsse.

Das geht nur unter Bezug auf problematische Korantexte, die zum Töten aufrufen. Sie müssen deutlicher erklärt werden, nicht nur der Welt, die sich fragt, aus welchen kulturellen Wurzeln islamistischer Terror sprießt, sondern den Muslimen selbst, um jene, die anfällig sind für die Verlockungen der Gewalt, vor Missverständnissen zu bewahren.

Mohammed Sayed Tantawi, Großscheich der Kairoer Al-Azhar-Universität, äußerte sich zwar „entrüstet“ über die Äußerungen des Papstes, berief aber zugleich eine Dringlichkeitssitzung des Rates für islamische Studien ein, um eine Erwiderung auf die Worte Benedikts XVI. zu verfassen. Wenn diese Schrift Erklärungen zu Koransuren enthält wie der neunten, Vers 5, in der dazu aufgerufen wird, die Ungläubigen zu bekämpfen, es sei denn, sie nehmen den wahren Glauben an, dann kommt auch die innermuslimische Debatte vielleicht einen Schritt voran.

Im Herzen der Reformdebatte steht der Gedanke einer Beurteilung der Korantexte in ihrem historischen Kontext. Diese Richtung verfolgen muslimische Reform-Theologen wie Fazlur Rahman schon seit vielen Jahren, sie haben jedoch in der muslimischen Welt meist einen schweren Stand und gelten oft als Verräter. Rahman musste sich angeblich von Benedikt XVI. auf einem nicht-öffentlichen theologischen Seminar vor einem Jahr gar sagen lassen, dass der Islam seinem Wesen nach zu einer solchen Relativierung des Koran nicht fähig sei, weil (dem Islam zufolge) die Worte des Koran von Gott selbst gegeben und daher nicht relativierbar sind.

Muslimische Reform-Theologen widersprechen dieser Haltung (die auch dem klassischen sunnitischen Dogma entspricht, Schiiten hingegen sehen den Koran als interpretationsbedürftig an). Sie sagen, man könne den Koran in zwei Kategorien von Aussagen teilen: Jene, die eher kosmologischer Natur sind, und jene, die in der Zeit entstanden, als Mohammed der Herrscher Medinas war. Solche Suren enthalten politische und juristische Sentenzen (Sinnsprüche), die den Reformern zufolge heute so nicht mehr angewendet werden können.

Ein Land, in dem der sunnitische Islam dieser Richtlinie folgt, ist seit langem die Türkei. Ali Bardakoglu, Leiter der türkischen Religionsbehörde Diyanet, sagte der WELT, Suren wie die Neunte, Vers 5 dürften nur im „historischen Kontext gesehen werden. Jede Sure ist auf ein Ereignis hin offenbart worden, um eine bestimmte Idee zu verdeutlichen“. Das sei im Fall dieser Sure das Prinzip der Selbstverteidigung, wenn Muslime angegriffen würden.

Selbst eine solche Auslegung bleibt problematisch. Was stellt einen Angriff auf Muslime dar? Schon die bloße Existenz Israels? Bardakoglu sagt auch, der Dschihad (Heiliger Krieg) sei legitim, wenn Ungläubige die „natürliche Ausweitung des Islam verhindern.“ Diese natürliche Ausweitung soll durch Rede und Vernunft erfolgen, durch Missionierung also. Aber umgekehrt dulden die meisten muslimischen Länder keine Missionierung durch Christen.

Vielleicht hat der Papst die Debatte in der islamischen Welt mit seiner Rede beschleunigt.

Quelle: Papstrede fordert islamische Reformer heraus



Die Moscheen sind ein Terrornetzwerk     Top

Wie sich der italienische Journalist und Muslim Magdi Allam Feinde macht.


Wenn Magdi Allam vor Islamisten warnt, lässt er sich den Mund nicht verbieten: „Man bekämpft Halsabschneider ja nicht, indem man sich Zungenabschneidern anvertraut.“ Magdi Allam ist selber Muslim. Vor 55 Jahren in Kairo geboren, lebt er seit dem Soziologiestudium in Italien. Als Journalist trägt bei der Tageszeitung „Corriere della Sera“ den Titel eines „Vizedirektors“ – und wird auf Schritt und Tritt von der Polizei geschützt.

Denn Allam hat sich Feinde gemacht im muslimisch-fundamentalistischen Lager. Er wettert gegen die Moscheen, die in Italien aus dem Boden schießen wie Pilze, „alle vier Tage eine neue“, die sich jeder Kontrolle entziehen und „Predigtstätten des Todes“ seien.

Seit Jahren will Allam die Italiener wachrütteln, ihnen eintrichtern, dass sie sich ihrem „naiven Gutmenschentum“ ihr eigenes Grab schaufeln. Er veröffentlichte, lange als Einzelkämpfer, Predigten dubioser Imame, die von einer „Vernichtung der Ungläubigen“ sprechen und zur Gewalt aufstacheln. Italienische Gerichte, so Allam, betrachteten solche Äußerungen als legitim im Rahmen der Religionsfreiheit. Dabei sei „die wahre Waffe des islamistischen Terrors nicht der Sprengstoff, sondern die Gehirnwäsche, die Menschen zu Robotern des Todes macht“.

Allam ist ein systematischer Grenzgänger. „In perfekter Übereinstimmung“ befindet er sich mit Papst Benedikt XVI., was dessen „Regensburger Vorlesung“ betrifft, und bei einer Demonstration gegen die Christenverfolgung in islamischen Ländern rief Allam: „Wir alle sind Christen!“

Jetzt hat der „weltliche Muslim“ Allam die Provokation weiter getrieben. Sein neues Buch „Viva Israele!“ singt ein Loblied auf Israel. Der Angriff auf das Existenzrecht Israels ist für ihn der Kern des Weltübels schlechthin. Eine „Zivilisation des Lebens“ dürfe das Lebensrecht der Juden nicht bestreiten. „Viva Israele“ steht in den italienischen Bestsellerlisten; dem Autor aber hat es noch stärkere Anfeindungen eingetragen. Allam sei in seiner Schwärmerei übers Ziel hinausgeschossen, merken noch die nüchternsten Kritiker an; das Buch sei Zeugnis einer „im Seelengewitter“ geschehenen „Sturm- und-Drang-Bekehrung“, schreibt „La Repubblica“. Allam scheint einen sehr persönlichen Weg gegangen zu sein: seinen im Juni geborenen Sohn hat er „Davide“ genannt, nach jenem alttestamentarischen König, der zwar auch dem Koran eine Autorität, aber eher ein Symbol für Israel ist. Paul Kreiner

Quelle: Die Moscheen sind ein Terrornetzwerk



Eine gewollte Demonstration     Top

Mit der Taufe eines prominenten Muslim in der Osternacht sorgte der Papst in Italien für Aufsehen

Von Guido Horst / Die Tagespost

Rom (www.kath.net/tagespost) Es hätte auch bei einem leichten Nieselregen bleiben können. Aber der Himmel kannte keine Gnade. Dreimal steigerten sich bei Blitz und Donner die Wassermengen von oben: zur Gabenbereitung, zur Kommunion und zur Osterbotschaft „Urbi et Orbi“ des Papstes.

Da strömte das kühle Nass an einigen Stellen des Petersplatzes schuhhoch über die Pflastersteine den Abflüssen zu. Und die Tausenden, die nun doch Schutz unter den Kolonnaden suchten, verkeilten sich mit ihren aufgespannten Regenschirmen in die Regenschirme der Eintreffenden, die erst jetzt auf den Petersplatz drängten, um den päpstlichen Ostersegen zu erhalten.

Während das Fernsehen Bilder von einem Papst in die Welt ausstrahlte, der hinter Regenfäden stehend in 63 Sprachen frohe Ostern wünschte, herrschte unter den Kolonnaden Kampfgetümmel.

Der frühe Ostertermin, das schlechte Wetter, mancher Wirt schimpfte dieses Jahr rund um den Vatikan über das vergleichsweise schlechte Feiertagsgeschäft. Auch viele Römer waren zuhause geblieben und sahen auf den Bildschirmen, was in diesen Tagen die eigentliche Überraschung war: Während der Ostervigil (Osterfeier) im Petersdom hatte Papst Benedikt sieben Katechumenen (Taufbewerber) getauft, fünf Frauen und zwei Männer, darunter den bis dahin muslimischen Journalisten Magdi Allam, stellvertretender Chefredakteur der angesehenen Zeitung „Corriere della Sera“.

Heftige Debatte unter Muslimen

Das war mehr als die feierliche Aufnahme eines Konvertiten in die katholische Kirche. Das war eine Demonstration, von Allam gewollt und vom Vatikan zugelassen. Der vor 55 Jahren geborene Ägypter lebt seit 35 Jahren in Italien und ist ein bekannter Autor. Kaum war „pasquetta“, das kleine „Österchen“ am Montag vorüber, waren die Zeitungen voll davon.

Sofort entbrannte unter Muslimen eine heftige Debatte, und manche Zeitung verstieg sich zu Schlagzeilen wie „Kampagne des Papstes und des Corriere della Sera: Juden und Muslime: bekehrt euch“. Zwei Imame der islamischen Gemeinschaft Italiens gaben unterschiedliche Erklärungen ab, der eine zeigte Respekt, der andere kritisierte die gewollte Öffentlichkeit der Taufe.

Eine schriftliche Erklärung des Islamrats rief schließlich zum Frieden zwischen den religiösen Gemeinschaften des Landes auf. Dennoch, seit der Bekanntgabe seiner Bekehrung steht Allam unter Polizeischutz.

Bereits am Ostersonntag hatte Vatikansprecher Federico Lombardi SJ (Societas Jesu = katholische Ordensgemeinschaft) versucht, den Vorgang zu versachlichen. Das Sakrament der Taufe, hieß es in seiner Erklärung, könne jedem gespendet werden, der sich nach einer tiefen persönlichen Suche völlig frei dafür entschieden und entsprechend auf seinen Empfang vorbereitet habe. „Der Heilige Vater spendet die Taufe während der Osterliturgie den Katechumenen, die ihm vorgestellt worden sind“, so Lombardi. Der Papst schaue nicht auf das Ansehen der Personen; für ihn seien alle Taufkandidaten gleichermaßen bedeutend.

Trotzdem wird man im Vatikan gewusst haben, und die Erklärung Lombardis bestätigt das indirekt, welche Wirkung die Bilder von der Taufe eines prominenten Muslim in der Osternacht durch den Papst haben würden. Wochenlang hatte sich die Diskussion über das Missionarische der Kirche hingezogen, nachdem Papst Benedikt die Fürbitte für die Juden in der Karfreitagsliturgie nach dem außerordentlichen Ritus geändert hatte, wo jetzt mit Worten des heiligen Paulus darum gebetet wird, dass einst auch Israel Christus, den Retter aller Menschen, erkennen möge.

Für Aufsehen hatte auch die jüngste Botschaft des Terroristen-Chefs Osama bin Laden gesorgt, der ausgerechnet zu Ostern dem Papst vorgeworfen hatte, an einer anti-muslimischen Verschwörung beteiligt zu sein. Weder das eine noch das andere hat Papst Benedikt zurückschrecken lassen.

Die Taufe des prominenten Ägypters war in gewisser Weise die Antwort darauf. Das beeindruckendste Zeugnis stammt von Magdi Allam selber. In einem Brief, den der „Corriere della Sera“ am Ostersonntag veröffentlicht hat, legt er dar, dass für seine Bekehrung das Zeugnis von Katholiken ausschlaggebend gewesen sei, die für ihn „nach und nach zu einem Bezugspunkt“ geworden seien mit Blick auf das, „was die Gewissheit der Wahrheit und die Stichhaltigkeit der Werte“ angehe.

Zu ihnen zählt Allam den Leiter der Bewegung Comunione e Liberazione, Julián Carrón, den Generaloberen der Salesianer, Pater Pascual Chávez Villanueva, Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone und Bischof Rino Fisichella, Rektor der Päpstlichen Lateranuniversität. Sie alle hätten ihn auf seinem „geistlichen Weg der Annahme des christlichen Glaubens“ begleitet, schreibt der Journalist.

Darüber hinaus sei aber wohl Papst Benedikt XVI. selber der Hauptfaktor gewesen. Ihn habe er als Muslim wegen seiner großartigen Fähigkeit bewundert und verteidigt, „die untrennbare Verbundenheit von Glauben und Vernunft als Grundlage der wahren Religion und der wahren menschlichen Zivilisation darzulegen, der ich mich als Christ voll und ganz verpflichtet fühle“. Diese Gewissheit trage ihn bei der Erfüllung der Sendung, die Gott für ihn vorbereitet habe. „Für mich ist es der schönste Tag meines Lebens“, meint Allam zu seinem Ostersonntag 2008.

Bekehrung als Öffnung für Jesus Christus

Auch Papst Benedikt sprach in seiner Predigt in der Ostervigil von der Bekehrung jedes Einzelnen. Diese sei ein innerer Vorgang, ein Öffnung der Seele für Jesus Christus. „In der alten Kirche war es üblich, dass der Bischof oder der Priester den Gläubigen nach der Predigt zurief: Conversi ad Dominum - wendet euch nun dem Herrn zu. Das bedeutete zunächst, dass sie sich nach Osten wendeten, in die Richtung der aufgehenden Sonne als Zeichen des wiederkehrenden Christus, dem wir in der Feier der Eucharistie entgegengehen.“

Wo aus irgendwelchen Gründen dies nicht möglich war, sagte der Papst, wendeten sie sich jedenfalls dem Christusbild in der Apsis (Altar-Nische) oder dem Kreuz zu, um so inwendig die Richtung auf den Herrn hin einzunehmen. Denn letztlich ginge es um dies Innere, „um die Conversio, um die Wendung unserer Seele auf Jesus Christus und so auf den lebendigen Gott hin, auf das wahre Licht.“

Damit hing dann der andere Ruf zusammen, der auch heute noch vor dem Hochgebet an die gläubige Gemeinde ergehe: „Sursum corda“, „das Herz nach oben, heraus aus allen Verquerungen in unsere Sorgen, in unser Begehren, in unsere Ängste, in unsere Gedankenlosigkeit, das Herz, euer Innerstes in die Höhe! In beiden Rufen werden wir gleichsam zu einer Erneuerung unserer Taufe aufgefordert: Conversi ad Dominum, immer wieder müssen wir uns herauswenden aus den verkehrten Richtungen, in die wir so oft mit unserem Denken und Handeln gehen. Immer neu müssen wir uns hinwenden zu ihm, der Weg, Wahrheit und Leben ist.“

Am Ostermontag zog sich Benedikt XVI. für eine kurze Erholungspause in seine Sommerresidenz nach Castelgandolfo zurück. In Rom regnete es immer noch. Es war kein Osterfest mit Sonnenschein und frohen Farben gewesen, sondern für die Römer wie für die Besucher der Stadt eine feuchte und kühle Angelegenheit. Aber hinter all den Wassermassen hatte die Kirche wieder ein Zeugnis dafür abgelegt, dass jeder Mensch berufen ist, sich zu Jesus Christus zu bekehren.

Quelle: Eine gewollte Demonstration



Kirche lässt Konvertiten häufig im Schatten stehen     Top

Der prominente Konvertit Magdi Allam sprach im Interview über „Katakomben-Christen“ und Papst Benedikt XVI., den er schon als Muslim schätzte.

Berlin (www.kath.net) „Ich habe schon als Muslim diesen Papst geschätzt.“ Das bekannte der italienische Journalist Magdi Christian Allam, der sich in der Osternacht von Papst Benedikt XVI. taufen ließ, im Interview mit der „Welt“.

„Der Papst geht von der Vorbedingung aus, dass Glaube und Vernunft nicht zu trennen sind. Ich glaube, seine Vorstellung eines Dialogs beginnt genau hier: Bei allen Unterschieden im Glauben muss es Werte geben, die absolut und universal sind: den Schutz des Lebens, die Würde des Menschen, Gleichheit von Mann und Frau und an erster Stelle die Religionsfreiheit.“

Benedikt sei überzeugt: „Ohne Einigkeit über diese Dinge kann es keinen funktionierenden Dialog geben. Es ist die Größe dieses Papstes, nicht nur Mann des Glaubens, sondern auch der Vernunft zu sein.“ Nach Ansicht Allams lasse die Kirche „leider häufig Konvertiten im Schatten stehen“. Dies sei absurd, denn: „Wenn ein Christ Muslim wird, würde keiner auf die Idee kommen, das zu beanstanden. Wenn ein Muslim sich bekehrt, ist das oft sein Todesurteil.“

Deshalb gebe es nach wie vor die „Katakomben-Christen“ in Italien und in Europa, also „Christen, die nur im Geheimen ihren Glauben leben können“. Allam: „Ich kenne Dutzende solche Menschen. Ich glaube, der Papst wollte mit meiner Taufe in dieser großen Messe der ganzen Kirche sagen: Habt keine Angst, ihr habt die Pflicht, Christus jenen Menschen zu bringen, die ihn aus freien Stücken begehren.“

Was ist sein Ziel? „Vor allem will ich erreichen, dass wir als Westen wieder unsere Werte entdecken und schätzen. Denn wenn wir uns derer nicht bewusst sind, können wir auch nicht in den Dialog mit anderen treten.“

Er äußerte auch die Überzeugung, „dass viele Muslime eine gemäßigte Auslegung des Islam leben, und es ist unsere Pflicht, mit all jenen den Dialog zu pflegen und friedlich zusammenzuleben, die fundamentale und nicht verhandelbare Werte wie die Freiheit und Würde des Menschen anerkennen“.

Auch er selbst sei gläubiger Muslim gewesen und wollte einen moderaten Glauben leben. „Doch als ich schließlich bedroht wurde und Leibwächter bekam, da habe ich gemerkt: Die Religion des Lebens und der Liebe ist das Christentum. Es ist mein Recht, eine negative Einstellung gegenüber dem Islam zu haben. Das heißt nicht, dass ich für einen Religionskrieg bin oder gegen den Dialog.“

Quelle: Kirche lässt Konvertiten häufig im Schatten stehen



Dialog ist nicht alles     Top

Mit der Taufe Magdi Allams bekräftigen Papst und Vatikan das Prinzip der Religionsfreiheit

Die Tagespost - 01.04.2008 - Von Guido Horst

Drei Tage zuvor hatte der gesuchteste Terrorist der Welt, Osama Bin Laden, in einer über das Internet verbreiteten Botschaft den „Papst im Vatikan“ beschuldigt, eine „herausragende Rolle“ in einem „neuen Kreuzzug“ gegen den Islam zu spielen. Das hat Benedikt XVI. nicht daran gehindert, in der Osternacht im Petersdom dem 56 Jahre alten Muslim und gebürtigen Ägypter Magdi Allam zusammen mit anderen sechs Männern und Frauen die Taufe zu spenden. Magdi, der seit 35 in Italien lebt, ist Autor zahlreicher Bücher, ein viel gelesener Journalist und stellvertretender Chefredakteur der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Sein jüngstes Buch trägt den Titel „Es lebe Israel“.

Ärgerliche Reaktionen in muslimisch geprägten Medien

Mit der Taufe, und dem Empfang der Firmung und der ersten Kommunion im gleichen Gottesdienst, nahm Allam den zweiten Vornamen Cristiano an: „Christ“. Und in einem Brief an seinen Chefredakteur begründete er seine Konversion (DT vom 26. März). Die Nachricht ging sofort um die gesamte, islamische, Welt und rief in muslimisch geprägten Medien zum Teil sehr ärgerliche Reaktionen hervor. „Al Quds al-arabi“, eine arabische Tageszeitung, die in London verlegt wird, nahm das Ereignis auf die Seite eins. Die Schlagzeile lautet: „Der Papst ruft bei Muslimen Befremden hervor, weil er einen Ex-Muslim tauft, der Israel stützt und für seine Aversion gegen den Islam bekannt ist.“ Die in Kairo erscheinende „Al-Masri el-jaum“ behauptete, Allam sei für den italienischen Geheimdienst tätig und beleidige die Araber und Muslime immer wieder. Der Fernsehsender „al-Arabia“ nannte Magdi Allam „einen der umstrittensten Journalisten Italiens“, während es auf der Internetseite der Tageszeitung „El Shark El-Ausat“ hieß, das Wasser, das Papst Benedikt auf Allams Kopf gegossen habe, sei „wie Benzin auf das Feuer des Zusammenpralls der Zivilisationen“.

Der Vatikan antwortete zunächst mit einer kurzen Erklärung im „Osservatore Romano“ aus der Feder des Chefredakteurs der Papst-Zeitung, Giovanni Maria Vian: „Die Geste von Benedikt XVI. bekräftigt in klarer und einfacher Weise die Religionsfreiheit. Die auch in der Freiheit besteht, die Religion zu wechseln, wie es in der universalen Erklärung der Menschenrechte von 1948 ausdrücklich heißt (auch wenn die Erklärung später ausgerechnet in diesem Punkt leider abgeschwächt wurde). Wer deshalb ohne Zwang die Taufe verlangt, hat das Recht, sie zu empfangen. Und so wie es keinen Triumph gab, so gab es auch keine feindlichen Absichten gegenüber einer so großen Religionsgemeinschaft wie der des Islam.“

Auch der Präsident des vatikanischen Rats für den interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis Tauran, verteidigte die Taufe Allams während der Osternacht. „Die Gewissensfreiheit ist ein Grundrecht“, sagte er gegenüber italienischen Medien. Zudem mache der Papst bei der Auswahl der Täuflinge während des Ostergottesdienstes keinen Unterschied. Allerdings war Allam bisher schon ein kämpferischer Kritiker des Islam. Aus Überzeugung und mit den entsprechenden Folgen: Seit fünf Jahren leben er und seine Familie unter Polizeischutz. „Als ich schließlich bedroht wurde und Leibwächter bekam“, erklärt er jetzt in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“, „da habe ich gemerkt: Die Religion des Lebens und der Liebe ist das Christentum. Es ist mein Recht, eine negative Einstellung gegenüber dem Islam zu haben. Das heißt nicht, dass ich für einen Religionskrieg bin oder gegen den Dialog.“

Zwei Artikel des Journalisten hatten 2003 für Aufsehen gesorgt. In dem ersten berichtete er über eine Ansprache beim Freitags-Gebet des ägyptischen Imams der großen Moschee von Rom, in einem zweiten übersetzte er die Reden von sechs anderen Mullahs in italienischen Moscheen. In fast allen verherrlichten die Imame islamistische Selbstmordattentäter und riefen zum Hass auf den Westen und Israel auf. Aufgrund des ersten Artikels wurde der Imam der römischen Moschee zurück nach Ägypten berufen.

In anderen Beiträgen hatte Allam über die „Katakomben-Christen“ in Italien und in Europa geklagt, also konvertierte Muslime, die nur im Geheimen ihren Glauben leben können. „Ich kenne Dutzende solche Menschen“, erklärte Allam jetzt. „Ich glaube, der Papst wollte mit meiner Taufe in dieser großen Messe der ganzen Kirche sagen: Habt keine Angst, ihr habt die Pflicht, Christus jenen Menschen zu bringen, die ihn aus freien Stücken begehren.“ Ebenso hatte sich der Journalist in seinen Kommentar ganz und gar hinter die Regensburger Vorlesung von Papst Benedikt gestellt. Allam war ein bekannter und in seiner Islam-Kritik eindeutiger Autor, als er dann ohne jede Vorankündigung in der Osternacht die Taufe empfing.

Eine Reaktion aus der islamischen Welt hat dann doch für Unruhe im Vatikan gesorgt: die von Aref Ali Nayed, einem Libyer, der Direktor des „Royal Islamic Strategic Studies Center“ im jordanischen Amman ist und der als Verfasser des Briefs der 138 muslimischen Gelehrten an die Oberhäupter der Christenheit vom Oktober vergangenen Jahres gilt. Er gehörte zu der kleinen muslimischen Delegation, die am 3. und 4. März mit dem vatikanischen Rat für den interreligiösen Dialog das Islamisch-Katholische Forum aus der Taufe gehoben hatte und von Papst Benedikt in Audienz empfangen worden war. Für Nayed, so ließ er jetzt verlauten, stelle die Taufe Allams einen Akt dar, mit der Papst Benedikt seine „infame“ Vorlesung von Regensburg nochmals bekräftigen wolle. Die vom Papst in seiner Predigt während der Ostervigil verwandte Symbolik von Licht und Dunkel nannte Nayed „totalitär“ und „manichäisch“. Zudem stelle die Taufe Allams eine Absegnung und Bekräftigung seiner „Hassreden“ gegen den Islam dar.

Unverzichtbare Prinzipien der katholischen Kirche

So musste dann am vergangenen Donnerstag Vatikansprecher Federico Lombardi vor die Kameras treten, um vor allem dem Libyer Nayed entgegenzutreten. Die katholische Kirche sei weiterhin sehr am Dialog mit den Muslimen interessiert. Und die Taufe Allams durch den Papst sei „absolut kein gegenteiliges Signal“. Der Weg, so Pater Lombardi weiter, der vor anderthalb Jahren mit dem Brief von Islam-Gelehrten an den Vatikan begonnen habe, sei in keiner Weise gefährdet. Er müsse weitergehen, er sei extrem wichtig und er habe „Priorität vor Begebenheiten, die zu Missverständnissen führen können“. Einen neuen Gläubigen in die Kirche aufzunehmen, bedeute schließlich nicht, alle seine Ideen und Positionen etwa zu politischen oder sozialen Fragen zu übernehmen.

Eines aber ist sicher: Magdi Allam selber wird nicht zum Katakomben-Christen, deren Leben im Untergrund er beklagt. Er bleibt der bekannte Autor, der den Finger auf das legt, was er die strukturelle Gewaltbereitschaft des Islam nennt. Mit der Entscheidung, ihn zu taufen, hat der Papst deutlich gemacht, dass der Dialog mit den Muslimen nicht alles ist, sondern dass auch die Religionsfreiheit zu den unverzichtbaren Prinzipien der Kirche gehört.

Quelle: Dialog ist nicht alles



Taufe eines prominenten Muslims durch den Papst erregt Aufsehen     Top

Die Taufe des vom Islam zum katholischen Glauben konvertierten Publizisten Magdi Allam durch Papst Benedikt XVI. hat ein breites Medienecho in Italien ausgelöst. Zeitungen und Nachrichtensendungen meldeten ausführlich den Glaubensübertritt des Vize-Direktors der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“. Der 55-jährige, der zu den prominentesten Wortführern in der Islam-Debatte des Landes zählt, wurde als Sohn einer muslimischen Familie in Kairo geboren und ist seit 1986 italienischer Staatsbürger. Er war in der Osternacht im Petersdom gemeinsam mit sechs anderen Erwachsenen durch Benedikt XVI. in die katholische Kirche aufgenommen worden.

Der Sprecher des italienischen Islam-Verbands UCOII, Izzedin El Zir, kommentierte in der Tageszeitung „Il Giornale“ die Taufe mit den Worten, Allam sei „frei, seine persönliche Entscheidung zu treffen“. Wichtig sei, so El Zir, „dass jeder seine Religiosität auf friedliche Weise und in Respekt vor den anderen Religionen lebt“. Auf kritische Äußerungen Allams über die UCOII angesprochen, entgegnete der Verbandsvertreter, man akzeptiere „die Kritik, nicht die Lügen“.

Allam selbst legte im „Corriere“ in einem umfangreichen Beitrag die Gründe seiner Konversion dar. Den Übertritt zum Katholizismus nannte er eine „radikale und endgültige Wende“ gegenüber seiner Vergangenheit sowie eine Absage an seinen früheren muslimischen Glauben. Er fühle sich befreit „von den Schatten einer Predigt, in der Hass und Intoleranz gegenüber dem „Anderen“, unkritisch als „feindlich“ Verurteilten Vorrang haben vor der Liebe und dem Respekt vor dem Nächsten“, schrieb der Journalist.

Weiter machte Allam anhaltende Drohungen islamischer Extremisten für seine Entscheidung geltend. Seit fünf Jahren lebe er unter Polizeischutz. Er habe sich gefragt, wie es sein könne, dass er als überzeugter Verfechter eines gemäßigten Islam und Kritiker eines islamischen Extremismus und Terrorismus „im Namen des Islam zu Tode verurteilt“ worden sei.

Unmittelbar vor der Osternachtsfeier am Samstagabend hatte der vatikanische Pressesaal in einer Erklärung den Namen Allams als Taufbewerber bekanntgegeben. Der Publizist wurde darin als „bekannter Journalist ägyptischer Herkunft“ vorgestellt; den muslimischen Hintergrund erwähnte die Mitteilung nicht. „Für die katholische Kirche hat jede Person, die nach eingehender persönlicher Prüfung, einer freien Entscheidung und einer angemessenen Vorbereitung um den Empfang der Taufe bittet, das Recht, sie zu empfangen“, erklärte der Vatikan weiter. Der Papst nehme die Taufen in der Osternacht „ohne Unterscheidung der Person“ vor.

Reaktionen auf Taufe

Dass der Papst in der Osternacht einen früheren Moslem getauft hat, führt zu Reaktionen in der islamischen Welt. Benedikt XVI. hatte im Petersdom den italienischen Journalisten Magdi Allam getauft; der Vize-Direktor der Tageszeitung „Corriere della Sera”, dessen Familie aus Ägypten stammt, ist schon seit längerem ein offener Kritiker von islamischem Fundamentalismus. „Al Quds al-arabi”, eine extreme arabische Tageszeitung, die in London verlegt wird, nimmt das Ereignis auf die Seite eins. Ihre Schlagzeile lautet: „Der Papst ruft bei Moslems Befremden hervor, weil er einen Ex-Moslem tauft, der Israel stützt und für seine Aversion gegen den Islam bekannt ist.” Die in Kairo erscheinende „Al-Masri el-jaum” behauptet, Allam sei für den italienischen Geheimdienst tätig und beleidige die Araber und Moslems immer wieder. Der Fernsehsender „al-Arabiya” nennt Magdi Allam „einen der umstrittensten Journalisten Italiens”, während auf der Internetseite der Tageszeitung „El Shark El-Ausat” die Formu- lierung steht, das Wasser, das Papst Benedikt auf Allams Kopf gegossen habe, sei „wie Benzin auf das Feuer des Zusammenstoßes der Zivilisationen”.
 
Nun sind allerdings empörte Kommentare in der arabischen Presse nicht immer zum Nennwert zu nehmen: Ressentiments, die durch jahrhundertelange Demütigungen genährt werden, machen sich traditionell in scharfen Worten Luft. Mit dem Sturm nach der Regensburger Rede des Papstes sind diese Kommentare überhaupt nicht zu vergleichen. Hinzu kommt, dass Allam sich tatsächlich oft mit eigenwilligen Meinungen exponiert hat; so gehörte er vor fünf Jahren zu den eifrigsten Befürwortern des Irak-Kriegs. Seinen Übertritt zum Christentum schildert der Journalist als persönliche Angelegenheit, als „langen inneren Weg”. Die Reaktionen in der islamischen Gemeinschaft Italiens sind denn auch verhalten: „Eine freie Wahl, die wir respektieren”, sagt der bekannte Moslem-Vertreter Mario Scialoja.

Derweil hat der vatikanische „Dialog-Minister” Kardinal Jean-Louis Tauran die Taufe Allams während der Osternacht verteidigt. „Die Gewissensfreiheit ist ein Grundrecht”, sagte der Präsident des Päpstlichen Dialogrates einer Tageszeitung. Zudem mache der Papst bei der Auswahl der Täuflinge während des Ostergottesdienstes keinen Unterschied.

Quelle: Taufe eines prominenten Muslims erregt Aufsehen



Magdi Allams Weg vom Islam zum Christentum     Stop

Der ägyptische Journalist Magdi Allam, 55,  konvertierte in Italien vom Islam zur katholischen Kirche. Ostern wurde er von Papst Benedikt XVI. mit weiteren sechs Erwachsenen im Vatikan getauft.  Sein Weg vom Islam zur Kirche

Magdi Allem hörte in der Osternacht in der St.Peters-Basilika die Worte des Papstes: „Eine Konversion ist nicht eine Wahl für einen Tag. Der Eintritt in die Kirche erweist sich im grundlegenden Verhalten im täglichen Leben. Konversion heißt”, erklärt Benedikt weiter, „seine Seele Jesus Christus zuzuwenden und somit zum lebendigen Gott, zum Licht. Das Herz wird zu Gott erhoben über alle schwere Gedanken, über unsere Sehnsüchte und Ängste und unsere Zerstreuung. Konversion bedeutet, sich immer und immer wieder von falschen Wegen abwenden. Immer aufs Neue müssen wir unserem Herz erlauben sich von der Schwere freizumachen, die es herunterzieht und tiefinnerlich müssen wir unser Herz emporheben zur Wahrheit und Liebe.” Nach diesen Worten taufte der Papst die sieben erwachsenen Taufbewerber im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes.

Allam ist stellvertretender Direktor des „Corriere della Sera”, einer der ältesten und größten Tageszeitungen in Italien. Als Moslem lebt er seit fast 35 Jahren in Italien. Nach seiner Taufe sagt er: „Für mich ist dies der schönste Tag meines Lebens.” Im Corriere della Sera begründete er öffentlich den Weg zum Christentum. Als Taufnamen wählte er Christian. Das Zeugnis von katholischen Christen spielte eine bedeutende Rolle bei seiner Konversion. Schritt für Schritt hätten sie ihm die Gewissheit der Wahrheit und die Tragfähigkeit der Werte vermittelt. Unter diesen Christen nannte Allam besonders den Präsidenten der Bewegung „Gemeinschaft und Befreiung” Pater Julia Carron; den Rektor des Salesianer-Ordens Pascual Chavez Villanueva; den vatikanischen Staatssekretär Kardinal Tarcisio Bertone und den Rektor der Lateran-Universität Bischof Rino Fisichella, der ihn persönlich begleitete auf dem Weg zur Annahme des christlichen Glaubens.

Allam erklärt: „Der entscheidende Einfluss kam von Benedikt XVI., den ich als Moslem bewunderte, weil er meisterlich die unauflösliche Verbindung zwischen Glaube und Vernunft verteidigt als Grundlage der authentischen Religion und der menschlichen Zivilisation. Vollkommen folge ich als Christ Benedikt und lasse mich von ihm mit neuem Licht inspirieren, damit ich die Sendung, die Gott für mich vorgesehen hat, erfüllen kann.”

Dann spricht Allam über seine Konversion: „Ich habe mich der christlich-katholischen Religion zugewandt und widerrufe meinen früheren islamischen Glauben. Endlich also sehe ich durch göttliche Gnade das Licht, die gesunde Frucht des Reifeprozesses, lebe in Freud und Leid, und zugleich in innerlicher und gewissenhafter Reflexion. Das Geschenk des christlichen Glaubens während der Feier der Auferstehung Christi aus der Hand des Heiligen Vaters (des Papstes) zu erhalten, ist für einen Gläubigen ein unvergleichliches und unschätzbares Privileg. Mit fast 56 Jahren ist dies ein historisches, außerordentliches und unvergeßliches Ereignis, das eine radikale und endgültige Wende im Blick auf das Vergangene bezeichnet. Das Wunder der Auferstehung Christi erschüttert meine Seele, befreit sie von der Dunkelheit der Verbreitung von Hass und Intoleranz gegenüber den „anderen”, die kritiklos zu „Feinden” erklärt werden und sich somit über Liebe und Respekt für den Nächsten hinwegsetzen, der immer und in jedem Fall „Person” ist. Nun, da mein Verstand befreit ist vom ideologischen  Obskurantismus, der Lüge und Täuschung rechtfertigt, vor brutalem Tod, bis hin zu Mord und Selbstmord, befreit von blinder Tyrannei, jetzt folge ich der wahren, authentischen Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit.”

Allam sagt, dass er als Christ an seinem ersten Osterfest Jesus entdeckte, mehr noch: zum ersten Mal entdeckte er das Antlitz des wahren und einzigen Gottes, den Gott des Glaubens und der Vernunft. Dann erklärt er: „Meine Bekehrung zur katholischen Kirche ist ein langsames Hinabsteigen in eine tiefinnerliche Meditation, der ich mich nicht mehr entziehen konnte. Seit fünf Jahren bin ich zu einem Leben unter Bewachung verurteilt, zuhause dauernd unter Bewachung und unter ständigem Polizeischutz, wegen der Todesdrohungen und der Todesurteile von islamischen Extremisten und Terroristen in Italien und auch aus dem Ausland. Die Haltung derer, die öffentlich „Fatwas” (juristische islamische Urteile) gegen mich erlassen, müssen mir zu denken geben. Fatwas gegen mich, ich war ein Moslem, als „Feind des Islam”, verleumdet als „koptischer Christ, der sich als Muslim ausgibt, um dem Islam Schaden zuzufügen”, als „Lügner und Verleumder des Islam” begründeten mein Todesurteil. Ich fragte mich, wie ist es nur möglich, dass solche Menschen wie ich, die ernstlich und laut nach einem „gemäßigten Islam” rufen, die öffentlich Verantwortung übernehmen und den islamischen Extremismus und Terrorismus anklagen, eben deswegen im Namen des Islam und auf der Grundlage des Korans zum Tode verurteilt werden? Ich musste erkennen, dass ein global operierender islamischer Extremismus und Terrorismus seine Wurzel in einem Islam findet, der real gewalttätig und historisch konfliktträchtig existiert.”

Allam war vier Jahre alt, als seine Mutter Safeya, eine gläubige und praktizierende Muslima, ihm in ein erstes „zufälliges Ereignis” führte, das wie sich zeigen wird, keineswegs Zufall war, sondern ein wesentlicher Teil der göttlichen Vorsehung. Die Mutter vertraute ihn der Fürsorge von Sr. (Senora = Frau) Lavinia von den Comboni-Missionsschwestern an, überzeugt von der guten Erziehung der italienischen Ordensschwestern, die nach seiner Geburtsstadt Kairo gekommen waren, um durch ein karitatives Werk Zeugnis für den christlichen Glauben zu geben. Allam sagt: „So begann ich meine Lebenserfahrung in einer Klosterschule. Es folgte die Oberstufe und das Ordens-Gymnasium Don Bosco der Salesianer, wo mir nicht nur Wissen vermittelt wurde, sondern vor allem auch das Bewusstsein für Werte. Ich verdanke katholischen Ordensleuten die Vermittlung von wesentlichen und tiefen Werten für das Leben: die geschaffene Person als Ebenbild Gottes ist zur Mitarbeit an einem universalen und ewigen Plan gerufen, der hinführt auf die Auferstehung der Menschen in dieser Welt und der ganzen Menschheit am Tage des Gerichts. Der Grund dafür ist der Glaube an Gott und der Primat der Werte, die persönliche Verantwortung kennt und auch  Pflichten gegenüber der Gemeinschaft. Dank der christlichen Erziehung und der Teilhabe an den Lebenserfahrungen der Ordensleute wuchs in mir ein tiefer transzendentaler Glaube und auch das Suchen nach Gewissheit der Wahrheit in absoluten und universalen Werten.”

„Es gab eine Zeit, als die liebende Nähe meiner Mutter und religiöser Eifer mich näher zum Islam führten. Diesen Glauben praktizierte ich auf kultureller Ebene und ich hielt das damals, es war in den 70er Jahren, für eine geistliches Leben entsprechend der Auffassung der damaligen Zeit. Im Kontext des Nasser-Regimes (Nasser war ägyptischer Präsident) war dieser Glaube respektvoll zu Personen und tolerant gegenüber dem Nächsten. Damals galt das Prinzip der Trennung zwischen der religiösen und weltlichen Sphäre.”

Allams Vater Muhammad war vollkommen weltlich gesinnt. Er stimmte mit der Meinung der Mehrheit der Ägypter überein, hielt den Westen als Modell für die bürgerliche Freiheit und Gesellschaft, sowie die moderne Kultur und Kunst. Auch der politische Totalitarismus Nassers und die kriegerische Ideologie des Panarabismus, der die physische Vernichtung Israels zum Ziel hatte, und der unglücklicherweise zum Desaster für Ägypten führte, das wiederum zur Erstarkung des Pan-Islamismus führte und zum Aufstieg islamischer Extremisten zur Macht und zur Explosion des weltweiten islamischen Terrorismus.

Die langen Jahre nach der Schulzeit erlaubten Allam die katholische Kirche näher kennen zu lernen und erlebte Frauen und Männern näher, die in der Kirche ihr Leben Gott geweiht hatten. Schon damals las er die Bibel und die Evangelien und gibt zu, dass er „besonders fasziniert von der menschlichen und göttlichen Person des Jesus”. Er sagt: „Ich besuchte regelmäßig die Heilige Messe. Einmal ging ich zum Altar, um die heilige Kommunion zu empfangen. Es war eine Geste die meine Nähe zum Christentum zeigte und meinen sehnlichen Wunsch, Teil dieser katholischen religiösen Gemeinschaft zu werden. Nach meiner Ankunft in Italien, Anfang der 70-er Jahre, zwischen den Ufern der Studentenrevolte und den Schwierigkeiten der Integration, ging ich durch eine atheistische Lebensphase, den ich als Fundament absoluter und universaler Werte verstand. Niemals war mir die Gegenwart Gottes gleichgültig, gerade jetzt fühlte ich, dass der Gott der Liebe, des Glaubens und der Vernunft sich vollkommen vereint mit dem väterlichen Erbe der Werte, die in mir verwurzelt sind.”
 
Aber fürchtet Allam jetzt um sein Leben, ist er sich bewusst, dass der Übertritt zum Christentum ihn erneut und noch härter mit der Todes-Fatwa bedroht, die für den Abfall vom Islam den Tod kennt. Ja, er weiß darum und sagt: „Ich kenne diese Drohung; aber ich begegne meinem Schicksal mit erhobenen Haupt und aufrechter Haltung und mit der inneren Festigkeit eines Menschen der seines Glaubens sicher ist. Und ich stehe nach der mutigen und historischen Geste des Papstes um so mehr dazu. Sobald Benedikt XVI. von meinem sehnlichen Wunsch erfuhr, entschied er sofort, die christlichen Sakramente der Eingliederung an mir persönlich zu vollziehen.”

Quelle: Magdi Allams Weg vom Islam zum Christentum



Magdi Allam: Querfront in Italien     Top

Von Karl Pfeifer

Alles begann am 13. Oktober (2003) mit einem Artikel in der angesehenen italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. Der Verfasser Magdi Allam stammt aus Ägypten und ist Moslem sowie Autor des Buches „Jihad in Italia/Viaggio nell'Islam radicale” (Dschihad in Italien; Dschihad = Heiliger Krieg). Er konstatiert eine Querfront von „Extremisten verschiedener Herkunft: kommunistische Splittergruppen, Faschisten, Antiglobalisten, Tierschützer, schismatische Katholiken, Islamisten. Sie werden von der Feindschaft, vom Hass und von der Gewalt zusammengehalten, von Antijudaismus, Antiamerikanismus, und Gegnerschaft gegen die Globalisierung.”

Allam berichtet weiter über das Internetforum Al Awda (die Rückkehr), das von Susanne Sheidt geleitet wird, und in dem sich Personen der verschiedenen Extremismen äußern. Das Forum präsentiert sich so: „Al Awda ist der Sprecher für die Rechte der Palästinenser ganz in ihre Heimat zurückzukehren und ihr beschlagnahmtes und vernichtetes Eigentum wieder zu übernehmen.” Und das Wort „ganz” ist das Schlüsselwort. Für Sheidt bedeutet das im wesentlichen die Verneinung des Existenzrechtes von Israel, denn laut ihrer Meinung müsste das gesamte ehemalige Mandatsgebiet Palästina den Palästinensern gehören. Israel, erklärt Sheidt „ist lediglich der Wurmfortsatz der amerikanischen Großmacht, die sich in den Nahen Osten begeben hat, um die Strukturen der arabischen Welt aufzubrechen.” Das Forum ist auch Treffpunkt für die verschiedenen Anhänger der Antiimperialistischen Koordination (AIK).

Magdi Allam berichtet dann über die Vorbereitungen für eine große Solidaritätsdemonstration mit dem „irakischen Widerstand”, die in Rom am 6. Dezember stattfinden soll. Organisiert wird diese von der AIK, die am am 6. Oktober eine Unterstützungsliste mit 600 Unterschriften veröffentlichte, darunter auch einige höchst zweifelhafte Persönlichkeiten:

Enrico Galoppini, Pisa, Holocaustleugner, Anhänger eines antijüdischen Bündnisses zwischen Islam und Faschismus und in diesem Sinne „antiamerikanisch”, Mitarbeiter von sattsam bekannten faschistischen Zeitschriften. Sein Buch „Il Fascismo e l'Islam” wurde 2001 im Verlag „All'insegna del veltro” in Parma veröffentlicht. Nicht zufällig spendet der sattsam bekannte Neofaschist Claudio Mutti dafür höchstes Lob. Dieser Verlag, zu dessen Leitern Galoppini gehört, propagiert die RSI, d.h. die Soziale Republik Italien des Benito Mussolini in der Zeit von 1943 bis 1945.

Folgende „Werke” sattsam bekannter Autoren werden hier propagiert: Robert Faurisson, und David Irving, der vom Londoner Gericht bestätigt bekommen hat, Holocaustleugner und Antisemit zu sein. Am 19.10.03 erklärte Willi Langthaler von der AIK: „Was den verleumderischen Vorwurf eines angeblichen Bündnisses mit Faschisten betrifft, so ist dieser schlicht und einfach nicht wahr.” Und bereits vier Tage später gab die AIK folgenden Persilschein für Enrico Galoppini ab, der die neofaschistische Liste „Fiamma Tricolore” bei den EU-Wahlen 2004 unterstützt: „Enricco Galoppini, ist Arabist, publiziert als solcher in linken wie rechten Zeitschriften, ist Antiimperialist und Antifaschist”.

Miguel Martinez, Firenze, der seine Texte in der Zeitschrift „Orion” des Rechtsextremisten Maurizio Murelli publiziert.

Tiberio Graziani, Rom, Mitarbeiter des neofaschistischen Buchverlages AR des Franco Freda, zusammen mit Mutti, Colla und anderen ähnlichen Figuren.

Biaggio Cacciola, Fiuggi, der auf eine Vergangenheit in verschiedenen neofaschistischen Gruppen zurückblicken kann, und für so etwas wie einen „linken” Faschismus eintritt.

Maurizio Neri, Rom, der wegen des Bombenattentates gegen den Bahnhof in Bologna (1980) verhaftet war, dann Mitglied der Fronte Nazionale (Rot und Schwarz) wurde, die Fiamma Tricolore verließ und die Comunnitaristen anführt.

Diese Demonstration wird auch vom Holocaustleugner Serge Thion, Paris, unterstützt.

Die AIK brauchte sechs Tage, um auf den Artikel von Magdi Allam, den ich hier mit eigenen Recherchen ergänzt habe, zu „antworten”. Sie beschuldigt Magdi Allam, den bekannten italienischen Journalisten und stellvertretenden Chefredakteur von „Corriere della Sera” mit seinem gründlich recherchierten Buch die Moslems in Italien „satanisiert” zu haben und behauptet ohne irgendeinen Beweis, er wäre ein Mitarbeiter des italienischen Innenministeriums.

Quelle: Querfront in Italien

Magdi Allam: Der Terror ist ein Mittel zur Islamisierung     Top

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Während islamischen Terroristen die Durchführung von Massenmord durch Terroranschläge wiederholt gelingt, üben sich Politiker und Medien der sogenannten Freien Welt weiterhin darin, die Öffentlichkeit zu täuschen. Das Grauen des Islam wird nicht benannt. Unzulängliche Sicherheitsmaßnahmen werden diskutiert und die korangläubigen Täter werden aktuell als Gefährder bezeichnet.

Nachdem ihre Zahl ansteigt, spricht man nicht mehr von Einzeltätern oder einsamen Wölfen; man ignoriert, dass sie alle dem Rudel der Umma, der islamischen Weltgemeinde, angehören. Magdi Cristiano Allam (Foto), ein ägyptisch-italienischer Journalist, Verfasser und Politiker, der 2008 zum Christentum konvertierte, gibt den Islam-Apologeten [Verharmlosern] eine Lehrstunde.

Von Alster

Der Attentäter von Berlin, Anis Amri, wurde bekanntlich in Italien erschossen, dort wo er ursprünglich 2011 einreiste und viereinhalb Jahre in Gefängnissen verbrachte, um dann mit Merkels „Flüchtlingsstrom“ 2015 nach Deutschland zu gelangen. Die italienischen Behörden beschlossen danach, das Internet und die Gefängnisse intensiver zu überwachen.

Magdi Allam hält diese Strategie für kontraproduktiv, da sie die Aufmerksamkeit fehlleitet:

In erster Linie ist es von entscheidender Bedeutung, die Natur der Bedrohung zu identifizieren, also dass es sich um den islamischen Terrorismus handelt. Denn es ist trügerisch, von „internationalem Terrorismus“ oder „Dschihadismus“ zu sprechen und stillschweigend vorauszusetzen, dass es nichts mit dem Islam zu tun hat. So wird vermittelt, dass die Terroristen böse sind, während der Islam gut ist.

Wir werden den islamischen Terrorismus nicht besiegen, bevor nicht die Menschen die intellektuelle Ehrlichkeit und den menschlichen Mut haben zu sagen, dass genau der Islam die Wurzel des Übels ist, denn es sind die islamischen Terroristen, die wörtlich und vollständig dem gehorchen, was Allah im Koran vorgeschrieben hat, mitsamt dem, was Muhammad sagte und tat.

Daraus folgt, dass der zu bekämpfende Feind nicht (nur) die einzelnen islamischen Terroristen sind, sondern der Islam, der (dazu) inspiriert und ihre Grausamkeiten legitimiert. Zu glauben, dass die Verhaftung und Abschiebung von einigen islamischen Terroristen, die Bedrohung entfernt, ist wie zu glauben, dass die Entfernung der Spitze des Eisbergs uns den Rest vergessen lässt.

Amri, der 18 Monate lang in Deutschland mit 14 falschen Pässen und Ausweispapieren herumreiste, bestätigt, dass die „einsamen Wölfe“ nicht einzelne Fälle von isolierten Wahnsinnigen sind, sondern als flexible und unkonventionelle Waffen von Terrororganisationen benutzt werden, um uns zu treffen. Amri war ein „Todes-Roboter“, der durch Islam-Prediger im Gefängnis und während seines illegalen Aufenthaltes in Deutschland gehirngewaschen wurde.

Noch eine Schwäche der Regierungs-Strategie ist, dass sie sich auf die Mittel konzentriert, während sie das Ziel ignoriert. Der Terrorismus ist nur ein Mittel, das Ziel ist die Islamisierung der Gesellschaft. Die islamischen Terroristen streben dieses Ziel mit Gewalt an, während andere listigere islamische Gruppen wie die Muslimbruderschaft, die Wahhabiten, die Salafisten und ganz allgemein die gemäßigten Muslime, die die Moscheen kontrollieren, nach dem gleichen Ziel streben, um uns dem Islam zu unterwerfen, indem sie unsere Angst vor dem Islam nutzen.

Wegen der islamischen Terroristen, die Köpfe abschneiden, verbünden wir uns mit islamischen Terroristen, die die Zungen abschneiden – mit jenen, die uns gezwungen haben, dem Islam Legitimität zu geben, ohne Rücksicht auf die gewalttätigen Inhalte des Islam. Wenn wir uns in die Wirklichkeit der „moderaten“ Muslime hineinversetzten, würden wir verstehen, dass diese großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Behörden haben, um die islamischen Terroristen zu finden und zu verhaften.

Denn je mehr Terroristen verhaftet werden, desto mehr setzen wir unser Vertrauen in diejenigen, die uns „friedlich“ islamisieren wollen; so verhelfen wir ihnen zum Erfolg. Die Regierung darf sich nicht damit beschränken, islamische Attentate zu verhindern. Sie muss in allererster Linie verhindern, dass unsere Kinder eines Tages dem Islam unterworfen sein werden.

Magdi Allam hat hier zusammengefasst, was durch dumme faktenresistente Politiker und Medien verschwiegen wird und uns bedroht: Der Islam ist die Wurzel des Terrorismus, und der Terrorismus ist nur ein Mittel, um unsere Gesellschaft zu islamisieren.

(Quelle: ilgiornale.it / Übersetzung: Alster)

Quelle: Magdi Allam: Terror ist Mittel zur Islamisierung

Weitere Texte von Magdi Allam

Meine Meinung:

Ich kann zwar nicht im Einzelnen beurteilen, wann Anis Amri sich radikalisiert hat, aber irgend etwas stört mich an der Behauptung, er sei erst im Gefängnis radikalisiert worden. Jeder, der in einem islamischen Land lebt, unterliegt seit der Geburt einer enormen koran-basierten (islam-faschistischen) Gehirnwäsche, der er sich nicht entziehen kann. Bevor er also aus Tunesien nach Italien floh, hatte er den ganzen Islamhass in sich aufgesogen. Hamed Abdel-Samad nennt es, "den Islamchip im Kopf haben". Und hat man diesen ganzen Islamhass erst einmal in sich aufgesogen, dann kann man ihn nicht so einfach wieder ablegen.

Auch davon hat Hamed Abdel-Samad in seinem Artikel Mein Abschied vom Himmel berichtet. Als er nämlich nach Deutschland kam, hat die westliche Kultur ihn mit einer derartigen Wucht aus den Schuhen gehauen, dass er in psychiatrische Behandlung musste. Hamed Abdel-Samad ist aber wohl im Gegensatz zu den meisten Muslimen, die nach Europa kommen, ein neugieriger, aufgeschlossener und intelligenter Mensch, der den Mut hat, sich auf diese Konfrontation einzulassen. Er schreibt über diese Zeit:

„Alles was verdrängt war, kam da raus. Irgendwann ist die Verlogenheit (der islamischen Gesellschaft) so belastend, ich nenne es in dem Buch Identitätspoker, wenn man spielt, um nicht zuzugeben, was wirklich schief lief in meinem Leben und in meiner Gesellschaft. Anstatt der Wirklichkeit, der Wahrheit, ins Auge zu schauen, habe ich angefangen, meine Heimat zu glorifizieren und auf Deutschland zu schimpfen, um mich selber zu beschützen. Aber das kann nur kurzfristig (gut) gehen. Irgendwann wechselte ich vom Erfahren zum Begegnen. Aber eine Begegnung kann auch sehr schmerzhaft und heftig sein und kann zum Zusammenbruch führen.

Aber es gelingt ihm nicht, auch nicht nach seiner Umsiedelung ins „freie Deutschland“. „Manchmal habe ich dort junge Muslime vor Alkohol und Unzucht gewarnt und machte beides noch am selben Tag.“ Er landet in der Psychiatrie, schreibt dort ein Buch, um die Widersprüche seines Lebens zu verstehen. Titel: Mein Abschied vom Himmel [amazon.de]. Darin wagt er sich weit vor in die schizophrene Welt einer unaufgeklärten Gesellschaft, denkt laut nach über die islamischen Tabuthemen Sexualität, familiäre Gewalt und religiösen Wahn.”

Wenn es bei Anis Amri also im Gefängnis eine Radikalisierung gegeben hat, dann mit diesem islamischen Hintergrund, der ihn dafür anfällig machte. Es stimmt also, was Magdi Allam schreibt, dass man nicht nur den Terrorismus bekämpfen sollte, sondern in erster Linie den Islam. Er ist die Grundlage, auf der der Terrorismus gedeiht.

 





Allam veröffentlicht Buch über Glaubensübertritt
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Der von Papst Benedikt XVI. getaufte italienische Publizist und Ex-Moslem Magdi Allam hat ein Buch über seinen Glaubensübertritt veröffentlicht. Die Autobiografie mit dem Titel „Danke Jesus. Meine Konversion vom Islam zum Katholizismus”:  ist in Italien im Handel. (Dieses Buch scheint es nur in italienischer Sprache zu geben. Schaut doch einmal auf die Webseite von Magdi Allam.) Die Taufe des aus Ägypten stammenden Allam durch den Papst in der Osternacht hatte international für Aufsehen und Diskussionen gesorgt. Allam, der zu den prominentesten Muslimen Italiens gehörte, hatte in einem Leitartikel einen Tag nach seiner Taufe dem Islam Hass und Intoleranz vorgeworfen. Der Vatikan hatte die Äußerungen des Publizisten in einer Stellungnahme als Privatmeinung bezeichnet.

Quelle: Allam veröffentlicht Buch über Glaubensübertritt



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